Wine

Aus Linupedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Autor: DerMani

Wine
Wine.png
{{{Screenshot}}}
Wine is not an Emulator
Basisdaten
Entwickler: Das Wine Team
Aktuelle Version: 1.6.1
letzte Veröffentlichung: 15.11.2013
Betriebssystem: Linux, BSD, Mac OS X, Solaris, Windows
Kategorie: Wine
Lizenz: LGPL
Deutschsprachig: ja
Webseite: http://www.winehq.com

Wine – Einführung

Mit dem Programm Wine (Wine is not an Emulator) ist es möglich Windowsprogramme unter Linux auszuführen, ohne dass eine Windowsinstallation auf dem System vorhanden sein muss. Wichtig zu wissen ist, dass Wine selbst kein Emulator ist. Es stellt DOS- oder MS-Windows-Programmen lediglich die Systemaufrufe unter Unix zur Verfügung. Somit ist es möglich, dass die über Wine ausgeführten Programme ähnlich schnell wie unter dem Originalbetriebsystem laufen. Wine ist OpenSource-Software und steht unter der LGPL

Welche Programme sind unter Wine lauffähig?

Grundsätzlich sind die meisten Programme mit Wine sehr gut zu benutzen. Ältere Windowsprogramme sind oft ohne Einschränkungen nutzbar. Probleme kann es aber bei neueren Anwendungen geben Eine Übersicht, welche Programme mit Wine lauffähig sind findet man in der Wine Application Database

Und was ist mit Spielen?

Es gibt eine ganze Reihe von Windowsspielen die mit Wine funktionieren. DirectX 8 ist teilweise implementiert und seit September 2004 wird an der Implementierung von DirectX 9 und insbesondere Direct3D gearbeitet. World Of Warcraft ist z.B. über Wine lauffähig. Aber auch hier sollte man sich mit Hilfe der Wine Application Database vergewissern, dass das Spiel mit Wine lauffähig ist.

Installation

Installation von der openSUSE-DVD

openSUSE bringt von Haus aus bereits fertige Winepakete mit. Dafür muss einfach das Paket

wine

installiert werden.

Aktuelle Wine-Quellen für YaST / Smart / APT usw.

Aktuelle Wine-Versionen gibt es im OBS (Open Build Service). Die Installationsquellen kann man zu dem Paketmanager seiner Wahl, z.B. Smart, APT oder YaST, hinzufügen. Auch hier lautet der Paketname

wine
openSUSE:
13.1


openSUSE:
12.3


openSUSE:
12.2


SUSE Linux:
Desktop and Server
11


SUSE Linux:
Desktop and Server
10


Konfiguration

Das Wine-Konfigurationsprogramm Winecfg

Beim ersten Aufruf von Wine übernimmt das Programm die Vorkonfiguration, wie die Einrichtung notwendiger Ordner, etc. Man muss daher Wine einmal in einem Terminal mit dem Befehl

wine

öffnen. Um Veränderungen an der Konfiguration von Wine vorzunehmen, kann man das Konfigurationsprogramm

winecfg

z.B. aus einem Terminal heraus starten. Hier kann man Veränderungen z.B. für die Soundwiedergabe, CD-ROM-Unterstützung oder Bibliotheken tätigen.


Konfiguration des CD-Laufwerkes

Das Wine-Konfigurationsprogramm Winecfg

Damit man Windowssoftware von einer CD/DVD aus installieren kann, muss der Mountpfad des CD/DVD-Laufwerkes dem Programm bekannt gegeben werden. Den Mountpfad kann man, wenn der Datenträger eingelegt ist, durch Eingabe des Befehls

mount

in Erfahrung bringen und ihn im Reiter "Laufwerke" von Winecfg hinzufügen. OpenSUSE mountet DVD-Laufwerke anders als z.B. Ubuntu nicht in ein vorgegebenes Verzeichnis über einen statischen Eintrag in der

/etc/fstab

sondern nutzt die Automount-Funktionalität des Betriebssystems. Das bedeutet, dass je nach eingelegtem Datenträger die Einhängepunkte voneinander abweichen können. Eine CD wird z.B. anhand ihres Datenträgernamens in das Verzeichnis /media/ eingehangen. In der Regel erkennt Wine mittlerweile jedoch die Datenträger automatisch, so dass man eigentlich nur noch überprüfen muss, ob die Verzeichniszuordnungen der winecfg korrekt sind. Bei Installationen über mehrere CDs kann man mit dem Befehl

 wine eject 

den Auswurf der CD veranlassen.

Wine bedienen

Starten von Programmen

Grundsätzlich werden unter installierte Programme wie unter Windows im Programmmenü hinzugefügt. Aus der Konsole heraus kann man ebenfalls Programme starten. Dazu muss man einfach folgende Syntax verwenden:

wine /pfad/zur/datei.exe

Programme deinstallieren

Wine führt eine eigene Registraturdatenbank. Zur korrekten Deinstallation von Programmen, sollte daher stets

uninstaller

verwendet werden.

MSI-Pakete installieren

Möchte man ein MSI-Paket installieren, so kann man das mit dem Befehl

msiexec

erledigen

Registraturdatenbank bearbeiten / einsehen

Viele Windowsuser kennen es bereits, und auch unter Wine gibt es ein entsprechendes Tool um die Registraturdatenbank zu verwalten. Einfach

regedit

starten und die Registry durchsurfen :P


Notepad verwenden

Wer auf den [ironie]großartigen[/ironie] Editor Notepad steht, der kann durch den Befehl

notepad

mit dem Editor arbeiten.


Hilfe-Dateien von Windows ansehen

Wine liefert auch ein Tool um *.hlp Dateien zu lesen. Mit dem befehl

winhelp <dateiname.hlp>

kann man sich diese Hilfe-Seiten anzeigen lassen.


Wine – Troubleshooting

Ich höre keinen Ton, wenn in der winecfg als Soundtreiber OSS eingetragen ist

Wenn man eine Soundkarte verwendet, die keinen emu10k1/2 Chipsatz (SB Live!/Audigy) enthält oder das "Hardware Mixing" nicht unterstützt, kann jeweils nur eine Anwendung zur Laufzeit auf die Soundkarte zugreifen. Sind also aRts (KDE sound system), ESD (Gnome sound system) oder andere Programme, wie z.B. ein MP3-Programm geöffnet, wird Wine keine Tonausgabe liefern. Man kann mit dem Befehl

cat /dev/urandom >> /dev/dsp

überprüfen, ob die Soundkarte durch eine Anwendung belegt ist. Wenn eine Fehlermeldung erscheint, dass das Gerät belegt sei muss man die entsprechende Anwendung beenden um die Soundkarte freizugeben. Wenn die Soundkarte nicht belegt und somit verfügbar ist, erklingt ein statischer Ton.


siehe auch

Weiterführende Links


zurück zu Virtuelle Maschinen und Emulatoren