SAP

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25px-Disambig-dark.svg.png Dieser Artikel erläutert den Software/hersteller SAP/ AG.

Die SAP AG ist der größte europäische Softwarehersteller mit Hauptsitz in Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis).

Einleitung

Autor der Einletung: TomcatMJ

Systeme, Anwendungen, Produkte in der Datenverarbeitung ist eine sehr umfangreiche Softwaresuite (bestehend aus Datenbankservern, Applicationservern, diversen möglichen Gateways und Clientsoftware, die teils als native Programme, teils als betriebssystemunabhängige Webfrontends laufen kann, sowie unzähligen Zusatzmodulen) zur Verwaltung sämtlicher Unternehmensprozesse.Aufgrund des gewaltigen Umfangs kommt SAP eigentlich niemals im Auslieferungszustand zum Einsatz, sondern muss im Grunde immer angepasst (customized) werden. Oft artet dies jedoch in der Anpassung des Unternehmens an SAP aus statt andersherum. Aufgrund des Umfangs ist es eigentlich im Großunternehmensumfeld beheimatet, stammt aus der UNIX-Welt und wurde erst später auch auf PC-Hardware umgesetzt. Mittlerweile gibt es diese Softwaresuite in Form von SAP NetWeaver auch auf der Linux-Plattform (der SLES ist u.a. SAP zertifiziert).


Installation

(Dieser Teil stammt nicht aus der Wikipedia)

Hier geht man auf Global-SAP-Knowledge-Shop und sucht dann die drei CDs:

  • SAP Web Application Server on Linux (2) (Englisch)
  • SAP Solution Manager 4.0 - Infoday
  • SAP for the Food & Beverage Industry (Englisch)

welche es kostenlos gibt. Die legt man in den Warenkorb, und füllt dann den digitalen Lieferschein aus. Nach dem man dann auf bestellen gedrückt hat, heißt es abwarten und Teetrinken, bevor wir die Installation weiter beschreiben können. ;-)

Als nächstes sollte man eine Bestätigungsmail bekommen, in der alle drei Produkte aufgeführt werden, und die Gesamtsumme 0.-€ betragen.

Die Lieferung dauert ca. 10 Tage, und kommt in einem gefütterten Briefumschlag.

Unternehmen

Fünf ehemalige Mitarbeiter von IBM (Claus Wellenreuther, Hans-Werner Hector, Klaus Tschira, Dietmar Hopp und Hasso Plattner) gründeten 1972 „SAP Systemanalyse und Programmentwicklung“ in Weinheim. Das erste Büro war in Mannheim. Heute steht SAP für „Systeme, Anwendungen und Produkte in der Datenverarbeitung“ bzw. „Systems, Applications, and Products in Data Processing“. Allerdings tilgte ein Beschluss der Hauptversammlung diese Auflösung des Firmenkürzels 2005 aus der Satzung des Unternehmens. Damit ist „SAP AG“ die offizielle Firma des Unternehmens und nicht deren Abkürzung. 1976 war die SAP GmbH gegründet worden, die ein Jahr später von Mannheim nach Walldorf umzog.

SAP hat weltweit rund 37.700 Beschäftigte (Stand 30. Juni 2006), davon etwa 11.200 Mitarbeiter in der Software-Entwicklung, und erwirtschaftete 2005 einen Umsatz von 8,512 Mrd. EUR sowie einen Jahresüberschuss von 1,496 Mrd. EUR. Die Aktie gehört zum DAXund wird unter anderem an der Frankfurter Wertpapierbörse (seit 1988) und der New York Stock Exchange (seit 1998) gehandelt.

Das Unternehmen betreibt neben dem Entwicklungszentrum am Unternehmenssitz in Walldorf noch weitere Entwicklungsstandorte in den USA, Frankreich, Kanada, Israel, Indien, Australien, Japan, der Volksrepublik China, Bulgarien, der Slowakei, Ungarn und Polen.

Produkte

Gegenwärtig bietet SAP mit dem Produkt „SAP NetWeaver“ eine Plattform an, mit deren Hilfe unterschiedliche Business-Anwendungen integriert werden können. Technische Basis dieser Plattform ist der SAP Web Application Server|Web Application Server („Web AS“), mit dem SAP der Konkurrenz von Oracle, IBM u. a. um die Möglichkeit zur Vereinigung der Geschäftsprozesse begegnen will. Wesentliche Bestandteile der Plattform sind der bereits erwähnte SAP Web Application Server|Web Application Server, das Business Information Warehouse (eine Data-Warehouse-Lösung), das SAP NetWeaver Portal und die SAP Exchange Infrastructure (XI). Zentraler Ansatz der Plattform ist die Anwendungs-Integration auf der Ebene der Anwenderoberfläche, der Daten und der Prozesse, auch übergreifend auf externe, so genannte „Non-SAP“-Produkte.

Mit NetWeaver soll der zunehmenden Komplexität der von Unternehmen installierten Systeme Rechnung getragen werden. Wo es vor einigen Jahren nur eine quasi monolithische Enterprise Resource Planning|ERP-Software mit unterschiedlichen Modulen gegeben hat (SAP R/3), gibt es heute eine breite Palette an unterschiedlichen Produkten, die sogenannte mySAP Business Suite, die Enterprise Resource Planning|ERP, Customer Relationship Management|CRM, Supply Chain Management|SCM, Supplier Relationship Management|SRM und Product Lifecycle Management|PLM-Systeme und anderes umfasst. Um die unterschiedlichen SAP-Produkte und Nicht-SAP-Produkte miteinander kommunizieren zu lassen, wurde die NetWeaver-Technologie entwickelt. Darüber hinaus bietet die SAP für eine Reihe von branchenspezifischen Lösungen an, die als Industrielösungen eingeführt sind (z. B. „SAP for Retail“).

SAP bietet des weiteren auch für Mittelstandsunternehmen Customer Relationship Management|CRM- und ERP-Lösungen an. Die Produktbezeichnungen für diese Mittelstandslösungen lauten SAP Business One und SAP All-in-one.

SAP Business One ist eine Lösung für Kleine und mittlere Unternehmen|kleine bis mittelständische Unternehmen (ca. 5–150 Mitarbeiter, wobei nicht alle Anwender sein müssen, bis ca. $10 Mio Umsatz). Sie wurde 2002 von SAP eingeführt und basiert auf der Software TopManage des israelischen Herstellers TopManage Financial Solutions LTD. TopManage war eines der Unternehmen, die das jetzige SAP-Vorstandsmitglied Shai Agassi zusammen mit seinem Vater Reuven Agassi 1993 gegründet hatte und wurde im ersten Quartal 2001 von SAP übernommen. Damit tritt die SAP AG vermehrt auch in Konkurrenz zu Anbietern, die auf Klein- und Mittelbetriebe spezialisiert sind, wie Lexware, Sage (Unternehmen)|Sage und insbesondere Microsoft mit Microsoft Navision|Navision.

Die andere Smart Solution, SAP All-In-One, ist quasi ein vorkonfiguriertes kleines R/3 für „größere“ Mittelständler oder Tochterunternehmen großer Konzerne, das ab ca. 200.000 Euro die Vorteile eines ERP-Systems bei voller Kompatibilität zum „großen“ SAP der Konzernmutter bietet.

Unter dem Begriff Online Service System (OSS) bietet die SAP ihren Kunden die Möglichkeit, mit Problemen der Software umzugehen. Dabei werden in „Hinweisen“ (engl. SAP-Notes) Fehlerbeschreibungen und die entsprechenden Lösungen zur Verfügung gestellt. Außerdem können die Kunden über dieses System Service-Meldungen erfassen und bearbeiten.

Parallel zum OSS bietet SAP seit mehreren Jahren den Service Marketplace an. Hierüber kann der Kunde ebenfalls auf die SAP-Notes zugreifen und Meldungen erfassen. Zusätzlich werden hier Informationen wie White-Papers, Präsentationen, Software-Downloads usw. angeboten. Mittlerweile ist die Schließung des OSS für etwa Mitte 2006 geplant. Nachdem sich der Service Marketplace – nunmehr unter seinem neuen Namen 'SAP Support Portal' (SSP) – über die Jahre zu einer ausgereiften Alternative entwickelt hat, deren Nutzung über einen einfachen Internet-Browser nur zeitgemäß ist, verlässt SAP auch auf diesem Gebiet die eingeschränkte Welt des R/3 und trägt der selbstverständlichen Nutzung des Internet auf globaler Ebene Rechnung.

Da das SAP R/3-Frontend SAP GUI am 3. April 2006 als Benutzeroberfläche für das SAP OSS abgeschaltet wurde, hat der Service Marketplace diese Aufgaben komplett übernommen.

Seit 1999 befassen sich im SAP Linux Lab SAP-Mitarbeiter, Distributoren und Hardware-Hersteller gemeinsam mit der Herstellung von SAP-Produkten speziell für Linux. Zum Stand Mitte 2005 werden SuSE Linux|SuSE, Red Hat Linux|Redhat und Red Flag Linux|RedFlag unterstützt. Andere Linux-Derivate sind durch die SAP nicht zertifiziert.

Die Funktionen der SAP R/3-Software sind in der SAP-eigenen Programmiersprache ABAP programmiert. Der Kern selbst wurde in C/C++ und Assemblersprache|Assembler entwickelt. Die Sprache ABAP hat sich seit R/2 (1979) ständig fortentwickelt. In neueren Releaseständen (ab ca. 2000) kann auch in Java (Programmiersprache)|Java programmiert werden. Mit den Programmiersprachen ABAP und Java (Programmiersprache)|Java können individuelle Änderungen an der ausgelieferten Standardsoftware durch den Kunden vorgenommen werden.

Ein Großteil der NetWeaver-basierenden Anwendungen werden über die von SAP entwickelte grafische Benutzeroberfläche SAP GUI bedient. Je nach Komponente sind aber diverse weitere Clients möglich: Web-Browser, WAP, Java Web Start. Business One hat ebenfalls eine eigene Präsentationstechnologie. Erprobt werden derzeit auch die Möglichkeiten, inwieweit sich OpenOffice.org als Frontend für R/3-generierte Berichte nutzen lässt.

Unter dem Projektnamen Mendocino (Projekt)|Mendocino begann SAP 2005 gemeinsam mit Microsoft die Entwicklung einer Software, die beide Welten verbindet. Redundante Arbeitsschritte, die momentan noch jeweils in Desktop- und Geschäftsanwendungen getätigt werden müssen, können durch die Integration von SAP- und Microsoft-Produkten vermieden werden: Beispielsweise können Einträge, die im Outlook-Kalender getätigt werden, ohne zusätzliche Interaktion des Benutzers in das SAP-Zeitmanagement übernommen werden. Genau ein Jahr nach Projektstart kündigten beide Firmen die Auslieferung der Software an, die nun den Namen Duet (Software)|Duet trägt. Zunächst werden vier Integrationsszenarien ausgeliefert. Weitere Szenarien wurden noch für das Jahr 2006 angekündigt.

Computing Center Management System (CCMS) ist eine Administrationsprogramm|Managementsoftware von SAP. Sie bietet Werkzeuge zur Kontrolle und zum Monitoring eines Rechenzentrums in R/3.

Plattformen

R/3 bzw. mySAP unterstützt serverseitig alle gängigen Plattformen wie die AS/400 (ISeries), AIX, HP-UX, Solaris (Betriebssystem)|Solaris, Linux, z/OS sowie Windows NT. Die kleine Lösung Business One ist nicht plattformunabhängig und unterstützt derzeit nur Windows. Allerdings deutete die Vertriebsleiterin Donna Troy an, dass Linux "sehr helfen würde".

Datenbanken

Der SAP Web Application Server als Basis der meisten SAP-Produkte unterstützt viele der gängigen Datenbanken, dazu gehören u.a. DB2, Informix, MaxDB, MSSQL|Microsoft SQL-Server sowie Oracle (DBMS)|Oracle. Die aktuell unterstützten Betriebssystem/Datenbank-Kombinationen finden sich in der sog. Platform Availability Matrix (PAM), die der Kunde über den Service-Marketplace einsehen kann.

Lizenzpolitik

Die Preis- bzw. Lizenzierungspolitik der SAP ist relativ komplex. Die Kosten der R/3- bzw. mySAP-Lizenz hängen von der Anzahl der namentlich benannten User im System ab (das Minimum der zu zahlenden User-Lizenzen ist abhängig von der eingesetzten Lösung) und auch davon, welche Arbeiten im System verrichtet werden. Hinzu kommen zusätzlich kostenpflichtige Module (z. B. HR = Human Resources), Zusatzfunktionen, kostenpflichtiger Support und weitere Regeln für die unterschiedlichen Produktlinien.

Vergleichsweise übersichtlich sind dagegen die Lizenzbedingungen der kleinen ERP-Lösung Business One.


Literatur

  • Gerd Meissner: SAP - die heimliche Software-Macht. Wie ein mittelständisches Unternehmen den Weltmarkt eroberte. 2. Auflage. Hoffmann und Campe, Hamburg 1997, ISBN 3-455-11194-7

Weblinks


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