LILO

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LILO

Basisdaten
Entwickler: 1992-2000: Werner Almesberger
seit 2000: John Coffman u.a.
Aktuelle Version: 22.8
letzte Veröffentlichung: 19. Februar 2007
Betriebssystem: Linux
Kategorie: Bootmanager
Lizenz: BSD-Lizenz
Deutschsprachig: nein
Webseite: lilo.go.dyndns.org

Autor:Geier0815

Für alle die nicht mehr mit Grub arbeiten wollen oder LILO ausprobieren wollen, weil es kompatibler ist und auf einigen Systemen Probleme mit Grub auftreten können, hier ein kleine Einleitung wie man LILO konfiguriert.

Das für uns wichtigste ist die Datei 'lilo.conf' die im Verzeichnis '/etc' zu finden ist.

Wir finden dort folgende Einträge vor, oder sollten sie selbst anlegen:

boot = /dev/hda
default = linux
prompt
timeout = 80

image = /boot/vmlinuz
label = linux
root = /dev/hda2
vga = 0x31a

other = /dev/hda1
label = windows


Was bewirken diese Einträge nun?


Die globalen Einträge

boot = /dev/hda............ist der Eintrag für das Bootlaufwerk, ohne Partitionsnummer wird in den MBR geschrieben

default = linux..............gibt an welches System als Standard gestartet wird

timeout = 80.................gibt in 1/10 Sekunden an wie lange das Auswahlmenü angezeigt wird


Der Eintrag für ein Linux

image = /boot/vmlinuz...ist der Pfad zu unserem Kernel, Achtung: Dieser kann anders heißen!

label = linux.................ist der 'Titel' des entsprechenden Systems und kann selbst gewählt werden, über diesen wird auch der default angegeben

root = /dev/hda2...........gibt den Weg zu diesem System an, mehr dazu unten

vga = 0x31a.................stellt die graphische Auflösung der Textkonsole ein, wir können hier auch 'ask' angeben und werden dann gefragt in welchem Modus wir's denn gerne hätten, empfiehlt sich beim ersten Start um heraus zu finden welche Modi wir zur Verfügugn haben.


Der Eintrag für andere Systeme - als Beispiel Windows

other = /dev/hda1.........der Pfad zu einem nicht Linuxsystem, meistens Windows

label = windows............hier gilt das gleiche wie bei dem Linux schon erwähnt


Für die echten Einsteiger hier noch mal die Laufwerksbezeichnungen

/dev/hda..........erstes Gerät am primären IDE-Kontroller

/dev/hdb..........zweites Gerät am primären IDE-Kontroller

/dev/hdc..........erstes Gerät am sekundären IDE-Kontroller

/dev/hdd..........zweites Gerät am sekundären IDE-Kontroller


Zwei Dinge noch die für den Ungeübten zur Falle werden können

1.) Beim Kernel der Reihe 2.4 und darunter sollte man einen Eintrag 'append="hdc=ide-scsi"' für alle Brenner machen, da dieser Kernel nur durch scsi-simulation brennen kann. Den Eintrag muß man natürlich an die Gegebenheiten anpassen (nicht jeder hat seinen Brenner am ersten Anschluß des sekundären Kontrollers) und er gehört natürlich mit in den Linuxabschnitt.


2.) Für die meisten sind die ersten Versuche ein zweites Linux in den Bootmanager mit einzubinden zum Alptraum geworden. Der Trick besteht darin das zweite Linux mittels 'mount' in das erste mit einzubinden und in diesem Zustand die Einträge in der lilo.conf zu machen. Wichtig ist dabei den Pfad zum Kernel des zweiten Systems komplett anzugeben, also incl. /mnt/...

Da der default für die map eh '/boot/map' ist, brauchen wir einen solchen Eintrag im Normalfall nicht. Sollte es zu Schwierigkeiten kommen oder die map an einer anderen Stelle liegen, müßen wir aber einen solchen bei jedem Linux in der Form 'map = /woauchimmer/map' hinzufügen.


Achtung:

Ganz Wichtig: Nach jeder Änderung an der lilo.conf müßen wir

lilo

ausführen!!


Quellen und weiterführende Links


Bootmanager