mairo schrieb:
Bitte entschuldige meine lange Abwesenheit...
Kein Problem. Hier gibts ja auch keine Anwesenheitspflicht.
mairo schrieb:
1) Warum "sehe" ich den NFS-Server nicht? Firewalls alle deaktiviert!!!
Wenn du mit "den Server sehen" die Auflistung der Rechner in einer Arbeitsgruppe, wie bei Samba meinst, hat das folgenden Hintergrund:
NFS ist ein Dateisystem (Network File System), und kann nur für die Freigabe von Verzeichnissen verwendet werden. NFS verwaltet keine Rechner- bzw. Gruppeninformationen.
Gruppen- bzw. Rechnerinformationen werden per NIS (Network Information Services, im deutschen auch, in Anlehnung an ein Buch, als "gelbe Seiten" bezeichnet) verwaltet. NFS in Kombination mit NIS würde dir quasi eine ähnliche Funktion wie Samba liefern.
Bei NFSv4 sieht das ganze ein wenig anders aus. Bei NFSv4 kann für die Berechtigungsüberprüfung zusätzlich auch ein Kerberos Server über das Protocol RPCSEC_GSS erfolgen.
Bis NFSv3 kann die Berechtigungsprüfung entweder über eine NIS-Domain oder lokal (Auf den jeweiligen Rechnern muss der User existieren und auch die UID und GID muss gleich sein ).
mairo schrieb:
2) Warum klappt NFS v3, aber nicht v4???
Bei NFSv4 kann die aktive NFSv4 Security (Verwendung von GSSD) ein Grund für das Fehlschlagen sein, weil die Option root_squash dafür sorgt das die UID=0 immer in eine anonyme UID gemappt (i.d.R. zu nobody) wird, damit der root User des Clients keine Rootrechte auf der Freigabe hat. Da der Benutzer nobody allerdings keinerlei Berechtigungen hat wird der Mountvorgang abgelehnt. Ein weiterer Grund ist ein nicht gestarteter idmapd, weil dann kein Usermapping möglich ist.
Bei NFSv3 kann man trotz root_squash zwar die Freigabe mounten, aber der User Root hat aber keinerlei Schreibrechte, im Gegensatz zum entsprechenden ottonormal User.
mairo schrieb:
3) Wo liegen die genauen Unterschiede zwischen v3 und v4?
Die wesentlichen Unterschiede habe ich in den Antworten zu 1 und 2 angesprochen. Ausführlicher kannst du dies unter http://www.nfs.org nachlesen.