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Email-Server die 100.

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Jennie
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Email-Server die 100.

Beitrag von Jennie »

Moin, Moin,
noch mal 'nen Verzweifelter, der krampfhaft versucht, sich im Email-Server-Dschungel zurecht zu finden javascript:emoticon(':(').
Also erstmal als Vorrede: Ich nutze seit geraumer Zeit den SLSS8 und bin damit eigentl. ganz zufrieden. Im wesentl. dient er als Email-Server und Datebgrab. Zeitweilig hatte ich ihn auch als Druckserver benutzt. Da dieses Teil nun allerdings schon etwas in die Jahre gekommen ist, dürstet es mich mittlerweile nach Frischware javascript:emoticon(':D'). Geld sollte die Alternative allerdings nicht kosten.

Ich bin nun dabei, den SLSS8 mit Open SuSE 10.0 "nachzubauen".javascript:emoticon(':(') Druckserver (mit Cups) und Fileserver (mit Samba bzw. NFS) ist kein Problem. Einiges Kopfzerbrechen bereitet mir allerdings der Email-Server.
Was soll das Teil leisten:
1). Emails von externen Postfächern (z.B. gmx) holen. Dieses mehrmals am Tag zu beliebig festzulegenden Zeiten. Außerdem sollte diese Funktion bei jedem Systemstart "automatisch" gestartet werden, also keine manuelle Aktion meinerseits erfordern.
2). Ankommende Emails an die unterschiedl. Empfänger bzw. deren Postfächer in die "Inbox" verteilen.
3). Schön wäre auch noch ein Virenscanner (optimal auch für Windows basierte Viren) und Anti-Spam-Filter.
4). Beliebige Clients (Linux, Windows und MAC OSX) sollten dann auf die entsprechenden Postfächer Zugriff haben und die Emails vom Server laden können. Als Mail-Client schwebt mir da z.B. Thunderbird vor.
5). Backup-Funktion für gespeicherte Emails.
6). Verschicken von Emails von den Clients über den Server.
7). Möglichst grafische Oberfläche zur Administration des Email-Teils des Servers (Für den Rest mag Einloggen über VNC und YAST auf dem Server reichen.).

Einige Dinge habe ich bereits in Erfahrung gebracht:

zu1). Hier scheint Fetchmail das Tool der Wahl zu sein?! Soll wohl auch als Daemon-Prozeß lauen können. Konfiguration traue ich mir zu. Wie erzeuge ich allerdings den Cron-Job für die regelmäßige Abholung der Post? Da ich keine (DSL-)Flatrate habe, bin ich nicht ständig online. was passiert, wenn Fetchmail Mails holen will, es aber gerade keine DSL-Verbindung gibt (Ich gehe über einen Router ins Internet, der die DSL-Verbindung nach gewisser Inaktivität unterbricht)?
zu 2).Hier scheint procmail zu funktionieren. Wie kann ich dieses Tool davon überzeugen, die Mails als einzelnen Mails im Maildir-Format in die Home-Verzeichnisse der user zu packen?
zu3). Keine Ahnung. Hinweise hierzu höchst willkommen.
zu 4). Hier beginnt das eigentl. Problem. Muss der Server ein POP- oder ein IMAP-Server sein, um die Clients optimal zu bedienen? Hat Open SuSE 10.0 hierfür alles "onboard" oder wird weitere Software benötigt?
Hab da schon was von Cyrus-Imap und Courier-Imap gehört.
zu5). Keine Ahnung. Hinweise hierzu höchst willkommen.
zu 6). Hier scheint Postfix zu benutzen sein. Hab ich schon beim SLSS8 konfiguriert, sollte also auch hier gehen.
zu 7). Keine Ahnung.

Einige Dinge sind mir also schon bekannt. Das größte Problem ist der Punkt4.

Wer kann helfenjavascript:emoticon(':?:')

Mfg
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nbkr
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Beitrag von nbkr »

1) Fetchmail sollte das können.

2) procmailrc mit entsprechendem Konfigurationsschalter MAILDIR=$HOME/Maildir/ sowie Postfix auf das Maildirformat umstellen. (home_mailbox=Maildir/)

3) ClamAV & Spamassassin

4) Kommt drauf an was Du willst. Bei IMAP werden die Mails auf dem Server gespeichert. Bei POP holt der Client die Mails vom Server und speichert die Lokal. Mir ist IMAP lieber da kann ich dann auch mit mehreren Clients auf die Mails zugreifen. Ich würde Courier-imap empfehlen. Ist leichter zu konfigurieren als Cyrus. Beide Daemons sollten bei SuSE 10 dabei sein.

5) Backups kann man mit dem Programm dar machen. Das erstellt eine komprimierte Datei die alle Daten enthält. Anschließend kann man die datei auf eine externe Festplatte oder eine CD brennen. Hinweise im Forum.

6) Postfix. Idealerweise richtest Du SASL ein so dass sich die Clients mit Username & Passwort am Server melden müssen bevor sie Mails verschicken können (Username & Passwort sind in den Mailclients einstellbar). Alternativ wäre es auch möglich Postfix so einzustellen das er für das Interne Netzwerk Mails relayed. Davon ist aber abzuraten. Ein gehackter Windowsclient und dein schöner Linuxserver wird in eine Spamschleuder verwandelt.

7) Graphiche Oberflächen haben auf Server nichts zu suchen. Man kann alles wesentlich schneller per Konsole erledigen (inklusive YaST). Macht braucht die Sicherheitslücke X wirklich nicht. Für Postfix gibts glaube ich sogar ein YaST Modul. Die einzige die Alternative ich im LAN noch durchgehen lassen würde wäre Webmin.
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Jennie
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Beitrag von Jennie »

Moin,

thanx for the fast reply.
Hab' heute schon mal ein wenig probiert und auch gewisse Fortschritte gemacht. Von der Konsole konnte ich mittels fetchmail meine Mails von gmx abholen. Die entsprechende .fetchmailrc war dabei:

Code: Alles auswählen

#.fetchmailrc
#Server pop.gmx.net
server pop.gmx.net
proto pop3
#Benutzer und Passwort
user Ich
pass Passwort
#Optionen
to jennie
keep
mda /usr/bin/procmail
Die .procmailrc war dabei:

Code: Alles auswählen

#.procmailrc
VERBOSE=yes
LOGABSTRACT=all
MAILDIR=/home/jennie/Emails/Inbox
PROCMAILDIR=/home/jennie/.procmail
LOGFILE=$PROCMAILDIR/log

:0
*
.Inbox
Es sollte dabei folgendes realisiert werden: Alle Emails sollten in /home/jennie/Emails/Inbox gespeichert werden. Dieses geschieht tatsächlich auch. Unschön ist dabei, dass alle Emails in einer Datei gespeichert werden (hier .Inbox). Gibt es eine Möglichkeit, jede Email in eine separate Datei zu speichern (ich glaube diese Format heißt Maildir-Format?!). Nun muß noch das regelmäßige, automatische Abholen geregelt werden. Wie macht man das (z.B. alle halbe Stunde einmal Abholen)?
Spielt eigentlich an dieser Stelle (also beim Abholen der Mails) Postfix schon mit?

Gruss und danke für die Antwort (vielleicht kannst du mich ja weiterhin auf dem steinigen Weg begleiten?!).

Jens
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Beitrag von nbkr »

Du brauchst in dem Fall Procmail nicht. Die Regel die Du aufgesetzt hast sagt im Prinzip aus "Verschiebe alles in die Inbox in die Datei .Inbox". Lass die Regel komplett weg und die Mail sollte ordentlich im Maildir abgelegt werden.

Zum regelmäßigen abholen: Der Cron (genügend Howtos im Forum) ist ein Systemdienst der in regelmäßigen Abständen aktionen ausführt. Damit kannst du das Abholen der Mails automatisieren.
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Jennie
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Beitrag von Jennie »

Moin,

und weiter geht das lustige Email-Server-Backen:

Hab mittlerweile mittels Kcron ein Cron-Job definiert. Funktioniert auch soweit. Es werden tatsächlich zu den gewünschten Zeiten die Emails vom gmx-Server geholt und in mein Inbox-Verzeichnis in meinem /home-Verzeichnis geschrieben. Es scheint aber so zu sein, dass alle Emails immer nur in eine datei geschrieben werden. Wie kann ich für jede Email eine eigene Datei erzeugen (bzw. die Mails im maildir-Format abrufen)? Was muß hierfür in fetchmail bzw. procmail geändert werden?
Gruss
Jens
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Beitrag von TeXpert »

wie sieht Deine procmailrc aus?


wie kommen die Mails rein (übergibst Du die mit fetchmail dem lokalen mta oder direkt an procmail...

Code: Alles auswählen

# to resolve all your problems, try this:
HOWTO='pack c5,41*2,sqrt 7056,unpack(c,H)-2,oct 115' && perl -le "print $HOWTO"
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Jennie
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Beitrag von Jennie »

Moin,

meine .fetchmairc und .procmailrc stehen weiter oben in diesem Beitrag. Es sollte so sein, das alle eingehende Post in meinem Homeverzeichnis unter Emails/Inbox abgelegt wird. Das geschieht auch, aber eben alles in eine einzige Datei .Inbox.

Gruss

Jens
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Beitrag von nbkr »

Das liegt an der Rule - wie schon geschildert. Lass die Rule weg und Procmail sollte die Mails einfach in der Inbox parken.
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Jennie
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Beitrag von Jennie »

Hi,

ok, hab' "die Rule" auskommentiert. Geht aber irendwie auch nicht. Jetzt landen die Mails nicht mehr in /home/jennie/Emaisl/Inbox sondern in /var/spool/mail als jennie. jennie ist dabei ein Datei für alle Mails.

Gruss

Jens
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Beitrag von nbkr »

Versuchsmal so:

Code: Alles auswählen

#.procmailrc
VERBOSE=yes
LOGABSTRACT=all
MAILDIR=/home/jennie/Emais/Inbox/
DEFAULT=/home/jennie/Emails/Inbox/
PROCMAILDIR=/home/jennie/.procmail/
LOGFILE=$PROCMAILDIR/log 
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Jennie
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Beitrag von Jennie »

Moin, Moin,

jo, jetzt lscheint es zu funktionieren. Es werden tatsächlich mehrere Dateien (je eine pro Mail) angelegt. Es sind allerdings 3 neue Ordner in /home/jennie/Emails/Inbox entstanden: cur, new und tmp. Die neuen Mails werden in new gespeichert. Ok, klasse, damit kann ich locker leben. Besten Dank dafür.
Nun eine kleine Bilanz der bisherigen Erfolge/Misserfolge:
1). regelmäßiges Abholen und Einsortieren der Mails von gmx läuft,
2). Emails vom Client über den Server in die weite Welt zu schicken läuft mittlerweile auch (habe ich schon auf dem SLSS8 gelernt.).
3). Was nicht klappt, ist Mails vom Server über Clients abzuholen. Ich habe qpopper laufen und ein Port-Scan zeigt Ports 110, 995 offen. Es scheint irgendetwas mit Passwörtern nicht zu stimmen. Bitte melden, wenn du mehr Infos brauchst (weiß im Moment nicht, was du da genau wissen mußt, sorry).
4), Spam-und Virenfilter sind auch noch nicht konfiguriert. Hier wäre Hilfe auch sehr willkommen.

Gruss und besten Dank bis hierher

Jens
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