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SuSE Standard Server 8.2 - DSL/Datenfluss zu langsam

Alles rund um das Internet, Internet-Anwendungen (E-Mail, Surfen, Cloud usw.) und das Einrichten von Netzwerken einschl. VPN unter Linux

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lil_byte_nero
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SuSE Standard Server 8.2 - DSL/Datenfluss zu langsam

Beitrag von lil_byte_nero »

Hallo,

bin hier das erste Mal. Habe mich mehrere Tage durch die Topics geclickt und das Problem auch mehrmals gefunden. Leider waren die Antworten bislang etwas unbefriedigend.


Symptome:

a) Server wird gestartet, DSL Uebertragung klappt mit normaler Geschwindigkeit. Nach Aufruf von ca. 2 - 10 www-Seiten bricht die Geschwindigkeit drastisch ein. Teilweise werden Seiten gar nicht angezeigt, da "server nicht verfuegbar" (sinngemaess). Nochmaliger Versuch bringt die Seite dann manchmal doch noch hoch, aber nicht immer. Habe festgestellt, dass Server mehrere Sekunden wartet, bis er DNS erneut anspricht.

b) Daten werden via Samba share von Windows auf den Server kopiert - Geschwindigkeit ok. Die selben Daten werden auf den Ursprungsrechner zurückkopiert - die Uebertragung ist extrem langsam (15 - 20 x langsamer) oder bricht ganz ab, mit der Win Meldung "share nicht verfuegbar" (sinngemaess). Samba share ist danach auch tatsaechlich nicht mehr verfuegbar.


Bisherige Ueberlegungen:

Samba broken > kann nicht sein, da Daten in das share kopiert werden koennen und manchmal auch wieder zurueck. Ausserdem erklaert das nicht das DSL Problem.

t-offline DSL line broken > kann sein, aber unwahrscheinlich, da bei Ueberpruefung der Uebertragung festgestellt wurde, dass die Antwort von DNS nach Aufforderung fast zeitgleich zurueckkommt und bei manchen Uebertragungen die Bandwidth voll genutzt wird. Ausserdem die Leitung von t-offline auf Funktion geprueft. Ausserdem mit Knoppix getestet und funktioniert 1a.

NIC broken > kann nicht sein, da beide in Linux gut unterstuetzt werden (RT8139 & 3Com359) und mit Knoppix gut arbeiten.

Squid broken > recht wahrscheinlich, da z.B. https Seiten regelmässig mit der Meldung "Verbindung bestand auf Port 443" abgewiesen werden. Nur erklaert das nicht das interne Uebertragungsproblem.


Loesungsansatz:

Da er sekundenlang am falschen Ort nach der Namensaufloesung sucht bis er DNS anspricht, erzeugt der Server oft timeouts. Da er zuerst gut arbeitet, denke ich, dass er irgend etwas cached und wenn der cache voll ist, auf etwas wartet, was nicht passiert.


Wuerde mich auf jeden Hinweis der zur Loesung des Problems etwas beitraegt sehr freuen.
Each day a new beginning, new opportunities! :wink:
Bonsai
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Beitrag von Bonsai »

1) Schau Dich mal nach einem DNS - Server um, der nicht bei T-Offline steht, und trag diesen Fix ein.
2) MTU? Weisst Du was das ist? Ist nur eine dunkle Ahnung, aber under Windows oft ganz hilfreich die anzupassen. Sollte also unter Unixen auch so sein.
lil_byte_nero
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DNS und MTU ok, trotzdem no go!

Beitrag von lil_byte_nero »

Hallo,

@Bonsai
Danke dass Du Dich mit dem Problem auseinandergesetzt hast.

Hatte DNS als erstes im Verdacht. Kann aber nicht an externem DNS Server liegen, da ich beobachte, dass die Anfrage sofort beantwortet wird.

MTU ist von 1500 auf 1492 herabgesetzt. Das ist also nicht das Problem.

Ich beobachte, dass der Zeitraum zwischen Anwahl einer Webseite und Anfrage an den externen DNS Server von anfangs fast 0 Sek., nach mehreren Stunden oder Tagen auf bis zu 7 oder 8 Sek. ansteigt. Hier also liegt das Problem.

Habe schon einige Linux Server aufgesetzt, kann mir aber keinen Reim darauf machen. Da ich aber erst seit kurzem mit squid arbeite, vermute ich dort eine Fehlerquelle.

Ausserdem irritiert mich total, dass mein Gateway, welches selbst als lokaler DNS Server aufgesetzt ist, trotz ordentlicher Konfiguration der resolv.conf, named.conf, manchmal den lokalen DNS Server nicht findet.

Koennte auch ein LDAP Problem sein, faellt mir gerade ein. Ich bin zwar der Meinung die Struktur ist aehnlich wie bei Novell, aber moeglicherweise habe ich ja etwas falsch verstanden und LDAP funktioniert ganz anders. Habe auch da nicht so viel Erfahrung.

Uebrigens um Missverstaendnissen vorzubeugen, hier mein Setup:

SLSS8.2 Datei & Applikations Server (LDAP,Cyrus,nmb,smb,nfs,DNS,Cups,DHCP,div.Apps.)
|
SLSS8.2 Router/Gateway/Mailserver (LDAP,Cyrus,postfix,fetchd,nfs,DNS,squid,frox,xntpd,DHCP)
|
Internet

Wer von Euch hat denn schon einen funktionierenden SLSS 8.2 aufgesetzt? Melde Dich doch 'mal!
:?
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lil_byte_nero
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Follow-up

Beitrag von lil_byte_nero »

Hallo alle,

na, der eine oder andere hat ja vorbeigeschaut. Da ich das Problem jetzt geloest habe, hinterlasse ich fuer Interessierte jetzt die eigentlich ganz einfache Loesung.

1. Als Minimalist habe ich mit dem SLSS natuerlich Probleme, weil ich gerne Services die ich nicht benoetige erst mal gar nicht installiere. Da der SLSS aber gerne alles am laufen hat, ist er ziemlich sauer wenn man z.B. DHCP abschaltet oder nicht installiert. Also, erster Schritt fuer das Gateway: alle Services ausser NMB, SMB und CUPS, die das Gateway nun wirklich nicht braucht, muessen laufen.

2. Der SLSS hat alle moeglichen Konfigs automatisiert und ueberschreibt unermuedlich Einstellungen, die manuell erstellt wurden. Diese automatischen Einstellungen sind ja ganz nett, funktionieren auch mehr oder weniger, oft leider eher weniger. Also naechster Schritt: zumindest die Konfig der Namensaufloesung nur manuell zulassen.

3. Letzter Schritt: in named.conf "forward first" durch "forward only" ersetzen. Dann rauscht alles durch das Gateway durch - und etwas anderes soll ja auch nicht passieren.

Sollte noch jemand Anregungen zum SLSS haben, kann er sich gerne mal bei mir melden. Schoenen Tag noch
Each day a new beginning, new opportunities! :wink:
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