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Office - Faxen mit Linux?

Alles rund um Büroanwendungen, Bildungsprogramme und Spiele unter Linux

Moderator: Moderatoren

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Poldibaer
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Office - Faxen mit Linux?

Beitrag von Poldibaer »

Hi,

Fax ist ja eine Büro- oder Office-Anwendung schlechthin. Deshalb poste ich es hier. Es geht hierbei nicht um technische Fragen zu Faxprogis unter Linux, denn wenns z.B. um Hylafax ginge, hätte ich Fragen dazu schon in dessen Sektion gepostet.

Gleich vornweg: es geht auch nicht um einen erneuten Glaubenskrieg, ok?

Ich erklär nun mal, wo mich der Schuh drückt:

Unter Windows gibt es WinFax, anzusehen unter http://www.symantec.com/region/de/produ ... index.html

Winfax mag ich, weil es u.a. auch Faxprotokolle ausgibt, sowohl Listen aller bisher versandten Faxe mit den notwendigen (gerichtlich beweisfesten) Angaben, also Uhrzeit, Datum, Sendernr., Empfängernummer, Empfängerkennung, Seiten gesamt usw., als auch zu jedem einzelnen Fax einen Sendenachweis mit eben diesen Daten, diese gedruckt zusammen mit einer Kopie des faxes auf ein und demselben Blatt. Total praktisch. Ebenso ist es sehr praktisch, daß ich mit WinFax z.B. ein Faxdokument aus verschiedenen Quellen (Office-Programm, Scanner, Dateien mit unterschiedlichen Formaten usw.) zusammenstellen kann.

Sowas unter Linux, als ein einziges Programm mit einer einzigen grafischen Oberfläche, das dann mit OpenOffice, Gimp usw. zusammenarbeitet, suche ich. Gibts das, also eine Art "Winfax für Linux"?

Nicht, daß das hier jemand in den falschen Hals bekommt. Es geht hier nicht um den millionsten Glaubenskrieg der Betriebssysteme, sondern darum, daß ich nach Linux wechseln möchte, sobald ich alle Übergangsprobleme von Win nach Lin gelöst habe, und das Faxen im Rahmen moderner Büroanwendung ist eines der Übergangsprobleme.

Das Winfax-Programm ist deshalb derartig weit in der Windows-Welt verbreitet, weil es die Faxerei, und zwar sowohl Senden, als auch Empfangen über den PC simpel und leicht bedienbar macht, komplett mit einem einzigen Programm und einer einzigen Oberfläche.

Unter Linux habe ich bisher nur Mgetty nebst Nebenprogrammen zum Laufen gebracht, und das ist von der Bedienerfreundlichkeit von Winfax weit entfernt. Ich will mir unter meinem Suse 9.2 auch keinen Hylafax-Server einrichten, sondern eben nur die Möglichkeit haben, Faxe zu erstellen, zusammenzustellen, zu versenden und auch Faxe empfangen, und zwar möglichst mit einem einzigen Programm und ja, auch mit einer grafischen Oberfläche, weil das hier bei uns auch andere Leute machen sollen, und denen kann ich nicht mit Kommandozeile ankommen. Das wars eigentlich schon.

Vielleicht sagt jetzt einer: "Hylafax ist aber das, was Du suchst". Mag sein - aber ich hab bisher nirgends eine zumindest für mich nachvollziehbare Schritt-für-Schritt-Anleitung z.B. für Hylafax gefunden - ich weiß ja noch nicht mal, wie das Dingen ausschaut, weil es keine Screenshots davon zu geben scheint.

Wäre nett, wenn Ihr mir da weiterhelfen könntet.

Schönes Wochenende,
Poldi
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snaewe
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Beitrag von snaewe »

Unter Linux ist das Faxen nun mal getrennt nach Fax-Server und Fax-Client.
Der Server nimmt erstmal grundsätzlich nur ein bestimmtes Dateiformat an und spricht mit der (Modem-)Hardware.
Dieser Teil ist durch HylaFAX realisiert.
Die Client-Seite kann ein beliebiges Programm sein, GUI oder Kommandozeile spielt da keine Rolle (man kann auch per FTP faxen...), welches halt das von HylaFAX verwendete Protokoll versteht. Es gibt z.B. ein Windows-Program welches sich mit einem Hylafax-Server verbinden kann um darüber Faxen zu machen (WHFC).
Als GUI käme z.B. auch SuSEFax in Frage, oder du suchst mal auf http://www.hylafax.org nach einem GUI-Client.
Ich denke, du wirst an HylaFAX nicht vorbeikommen.

Stefan
Der Name Windows stammt ursprünglich aus dem Indianischen und
bedeutet: "Weißer Mann, der auf eine Sanduhr starrt."
Poldibaer
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@snaewe und alle anderen

Beitrag von Poldibaer »

snaewe hat geschrieben:Unter Linux ist das Faxen nun mal getrennt nach Fax-Server und Fax-Client. Der Server nimmt erstmal grundsätzlich nur ein bestimmtes Dateiformat an und spricht mit der (Modem-)Hardware. Dieser Teil ist durch HylaFAX realisiert.
Danke für Deine Antwort erstmal.

Ok, wenn ich das richtig verstehe, dient das der Systemsicherheit, d.h. über den Hylafax-Server kommen also NUR Faxdateien an, nix anderes kann sich da reinwählen, oder ist das falsch?

Wenns so wäre, wäre das interessant, weil man dann einfach ein Modem an den PC hängt, das nur auf Faxanrufe, die durch Hylafax als solche identifiziert werden, aufmacht, und auf nix anderes reagiert - oder doch nicht?
snaewe hat geschrieben: Die Client-Seite kann ein beliebiges Programm sein, GUI oder Kommandozeile spielt da keine Rolle (man kann auch per FTP faxen...), welches halt das von HylaFAX verwendete Protokoll versteht. Es gibt z.B. ein Windows-Program welches sich mit einem Hylafax-Server verbinden kann um darüber Faxen zu machen (WHFC).
Ja, ok, das aber suche ich nicht. Das soll nicht mit oder über Windows laufen, denn da gibts ja Winfax. Sondern es soll eine reinrassige Linux-Lösung sein - die aber eben die Haupt-Features von Winfax bietet, weswegen ich auch den Link dazu gepostet habe, damit Ihr Euch das Progi bzw. dessen Features mal anschauen könnt, denn ich vermute mal, daß moderne Faxanwendung übern PC hier kein großes Thema ist, oder?

Ich will damit aber niemandem zu nahe treten, ok?
snaewe hat geschrieben: Als GUI käme z.B. auch SuSEFax in Frage, oder du suchst mal auf http://www.hylafax.org nach einem GUI-Client.
Ich denke, du wirst an HylaFAX nicht vorbeikommen.
Ja, ok, mag ja sein, will ich gar nicht bestreiten - aber ich hab fast den Eindruck, als ob es für Linux keine auf die reinen Anwender im Büroalltag zugeschnittene Faxlösung gibt, Stichwort moderne Bürokommunikation, oder irre ich mich da?

Mir geht es auch darum, daß ich mir keine Lösung in wer weiß wieviel Zeit zusammenstricken will, sondern ich suche eine Komplettlösung, die ich relativ flott installieren, einrichten und dann auch von reinen Anwendern problemlos bedienen lassen kann - siehe eben Winfax als Vorbild.

Das kann doch nicht sein, daß es sowas unter Linux nicht gibt, kann ich mir nicht vorstellen. Es könnte durchaus auch Kommerzware sein, da das für ein Bürotestprojekt ist, an dem ich ein wenig mitdenke, und das irgendwann mal, wenn alle Übergangsprobleme gelöst sind, komplett unter Linux laufen soll.

Wenn ich aber einer professionellen Sekretärin z.B. MGetty und Nebenprogramme nahebringen soll, erklärt die mich einfach für verrückt, weil sie eben weiß, wie modernes Faxen mit dem PC unter Windows z.B. mit Winfax oder mit Faxssoftware etwa von Tobit usw. läuft.

Es muß ne Komplettlösung sein, aber eben unter Linux.

Ich weiß nicht, wie ich mich vielleicht sonst ausdrücken soll, damit Ihr mich richtig versteht, sorry.

Gruß,
Poldi
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nbkr
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Beitrag von nbkr »

Du kannst ja SuSE Fax und Hylafax auf einem Rechner installieren. Dann brauchst Du keinen eigenen Rechner als Faxserver, sondern kannst lokal von Linux aus Faxen.

Von einer kommerziellen Faxsoftware a la Winfax für Linux weiß ich nichts. Wenn Du aber bereit bist Geld dafür auszugeben findet sich bestimmt ein Freelancer, der die "SuSE Fax / HylaFax -> Lokalfax" Lösung auf die Platte zaubert (vielleicht sogar mit Installer, o.ä". )

Die Lösung wäre dann für jede Sekretärin zu bedienen. Sie kommt mit HylaFax ja nicht in Berührung, sondern nur mit SuSEFax (oder jedem anderen Client der dir gefällt). Damit sollte sie zurecht kommen.
Kann gar nicht sein, ich bin gefürchtet Wald aus, Wald ein.
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StephanS
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Beitrag von StephanS »

Zu deiner Beruhigung: Hylafax schickt dir auch Emails mit Informationen ueber abgeschickte Faxe, mit Datum, Uhrzeit und Telefonnummer. Muss man leider erst in der Konfiguration einstellen, sonst kriegst du nur bei Fehlversuchen eine Nachricht.

Vielleicht uebernimmt Susefax das fuer dich.

Klingt fuer mich so als ob Hylafax mit Susefax das Richtige ist. Ich geb zu, dass die Hylafax-Tutorials etwas abschreckend sind, aber so schwierig ist es dann doch nicht einzurichten.
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