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Debian bald nur noch für i386 - PPC - Iaa64 & AMD 64

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onkelchentobi
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Debian bald nur noch für i386 - PPC - Iaa64 & AMD 64

Beitrag von onkelchentobi »

Was haltet ihr von der ganzen Sache...???

http://www.golem.de/0503/36920.html
GNU/Debian Linux - Testing 32 Bit / Kernel 2.6.30.2 Vanilla / Ion3 - 20090110 / i2p

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Geier0815
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Beitrag von Geier0815 »

Moin OnkelchenTobi,

was soll man davon halten? Ich denke für die meisten Nutzer, mich eingeschloßen, wird es keinen Unterschied machen ob die ganzen anderen Architekturen nun auf der nächsten bzw. übernächsten 'stable' mit drauf sind. Ich vermute mal das Leute mit exotischer Hardware eh auf aktuelleren Systemen wie 'sid' unterwegs sind.
Debian stand wohl vor der Entscheidung die Anzahl der Pakete zu verkleinern, die Architekturbreite zu verkleinern oder weiterhin Ewigkeiten zu brauchen die nächste Version rauszubringen. Um den Anschluß an den Massenmarkt nicht ganz zu verlieren war das wohl das kleinste Übel. Ich vermute aber mal das sich da eine Gruppe Enthusiasten um jeweils ihre Hardware kümmern wird und das dann mehr nebenbei läuft, ähnlich der Entwicklung des Hurd-Kernels. Hoffentlich bleibt in diesen Projekten dann trotzdem mehr Leben als in Hurd.
Wenn Windows die Lösung ist...
kann ich dann bitte das Problem zurück haben?
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scg
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Beitrag von scg »

Ich find es OK. Irgendwann muss man mal die Kapazitäten bündeln, wenn man sich nicht verrennen will. Und die Release-Zyklen sind einfach ZU LANG. Dann lieber straffen.

Außerdem können die "Exoten" ja mittels der Sourcen selber übersetzen. Bleibt ja niemand außen vor, auf diese Weise.
CU scg
OldKid
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Beitrag von OldKid »

ich finde es gut !!!! Vielleicht wird dann ja auch endlich mal der AMD64 Zweig etwas stabieler .... dann würde mir Debian bestimmt wieder installieren !!!
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TeXpert
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Beitrag von TeXpert »

Ihr dürft aber eins nicht vergessen, viele nutzen andere Architekturen ohne es zu wissen, viele Router o.ä. basieren auf ARM-Architekturen, wenn hier also eine der größeten Community-Distris nciht mehr so aktiv ist, könnte das ein Problem für Alternative-BS (z.B. OpenWrt) werden.

Richtig ist, dass dsa Debian-angebot nicht mehr richtig zu warten ist, man muss nur sehen, wie lange es gedauert hat, bis die Security-Architektur für Sarge fertig waren. hier kann eine entsprechende Abtrennung helfen :)

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Geier0815
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Beitrag von Geier0815 »

Moin TeXpert,

wenn ich die bisherigen Meldungen richtig verstanden habe, werden die Architekturen ja nicht 'rausgeschmissen' sondern auch weiter entwickelt. Der Unterschied wird nur sein das es für diese dann Point-releases geben wird und Du dich per Mailingliste über Updates und Sicherheitslücken selber informieren mußt, genauso wie derzeit bei sarge oder sid. Sie werden nicht mehr über die stable-eigene Updatefunktion mit versorgt und sie sind auf den 'normalen' CDs/DVDs nicht mehr mit drauf. Ich denke daß das nun wirklich das kleinste Übel war/ist.
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Beitrag von TeXpert »

der große Vorteil der Debian-Stable Distris sind doch die schnellen Bugfixis und Sicherheitspatches und das ist systemimanent in den testing und unstable branches nicht gegeben, damit ist man dann entweder auf potentiell broken Pakete oder auf potentiell unsichere Software angewiesen, das ist ein Problem, da diese Exoten ja gerade häufig auf Gateways/Routern o.ä. in vorderster Front Dienst tun.

Ich bin irgendwie zwiespältig was dieses Konzept angeht, Woody kann man eingendlich nicht mehr richtig verwenden, denn es gibt da Bugs in einiges Softwarepaketen, die _nicht_ gefixt werden, da diese Version vom Upstream nicht mehr maintained wird und die folgeversion durch ein Rewrite nicht mehr source-Kompatibel ist -> hier müsste das Security-Team die komplette Weiterentwicklung übernehmen -> unmöglich. daher würde ich einen kürzeren Release-Zyklus _sehr_ begrüßen, sehe aber halt auch die potentiellen Gefahren für die Randarchitekturen

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Beitrag von Geier0815 »

Du liest aber schon die Debian Mailinglisten, zumindest die Securitienews? Die meisten Bugfixes und Sicherheitsupdates laufen derzeit in den einzelnen Zweigen parallel, ok Ausnahmen bestätigen die Regel. Und in der Form werden auch die anderen Architekturen unterstützt werden, es sei denn die Entwickler ziehen sich aus den Projekten zurück, aber danach sieht es derzeit nicht aus.
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Beitrag von TeXpert »

für sid gibts keine Security-Updates, denn da werden dann die _neuen_ Versionen eingespielt, die entsprechende Bugs fixen. Dabei kann es natürlich zu neuen Bugs kommen. Testing wird noch weniger berücksichtigt, betrachte z.B. auf http://www.debian.de/security/ die letzten Advisories, Woody -> patch, Sid -> neue Version, Testing -> nix.

Das Bugs in unstable gefixed werden ist mir klar, aber in der Regel nur durch den Upstream-Maintainer! Ich würde aber z.B. nie eine unstable-Version in Unternehmenskritischen Situationen einsetzen -> damit fallen dann alle nicht mehr direkt unterstützten Architekturen für diesen Einsatz weg

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Beitrag von OldKid »

z.B. auf http://www.debian.de/security/ die letzten Advisories, Woody -> patch, Sid -> neue Version, Testing -> nix.
das müsste wenn dan so lauten
.... Woody -> patch, Sarge -> neue Version, Testing -> nix.

Sid = unstable

und da der AMD64 Zweig leider immer noch Sid/unstable ist kann ich den Entschluss nur begrüßen !
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Beitrag von Geier0815 »

oldkid30 hat geschrieben: das müsste wenn dan so lauten
.... Woody -> patch, Sarge -> neue Version, Testing -> nix.

Sid = unstable

und da der AMD64 Zweig leider immer noch Sid/unstable ist kann ich den Entschluss nur begrüßen !
Ließ noch mal deine Folgerung durch. SID wird durch neue Pakete gefixt, SID = unstable, damit kann Sarge nur testing sein und kriegt keine neue Version.
woody, sarge, sid <> stable, testing, unstable
Aber mach dir nichts draus ;-)
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Beitrag von TeXpert »

eigendlich gehts ja sogar noch einen Schritt weiter -> neue upstreams gehen idr erst mal nach experimental :), patches in sid und nach einer kurzen Reifephase dann erst nach Sarge, somit bekommt Sarge auch Sicherheitspatches, aber leider erst deutlich später (und manche Probleme rutschen dennoch durch *grr*)

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