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Vor- und Nachteile von Terminal Servern

Alles rund um das Internet, Internet-Anwendungen (E-Mail, Surfen, Cloud usw.) und das Einrichten von Netzwerken einschl. VPN unter Linux

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devicezero
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Vor- und Nachteile von Terminal Servern

Beitrag von devicezero »

Hallo,
ich denke da es sich um keine Fachfragen handelt, passt es in den Talk oder?


Ich bin so langsam am planen eines Internetraumes, der evtl. nächstes Jahr eingerichtet werden soll. Erstmal geht es nur um die Planung, ich weis auch noch nicht ob es wirklich klappt ;) Trotzdem:

Es wären dann 15 - 20 PCs, ich gehe erstmal von 15 aus, und ein Server.

So, überlege ich ob es nicht sinnvoll wäre einen Terminal Server einzurichten. Die Konfiguration/ Administration auf allen PCs sollte sich so recht einfach gestalten. Allerdings fürchte ich die Abhänigkeit von einem PC. In meiner Schule wird auch eine Terminal Server Lösung eingesetzt (leider unter Windows). Was mir zunächst aufgefallen ist, ist dass An- und Abmeldevorgänge unheimlich lange dauern? Liegt das eher an der Terminal Sache oder an unzureichende Konfiguration bzw. Windows ( ;) ).

Das andere wäre die Sache mit der Abhänigkeit: Denn wenn mal am Server hardwareseitig ein Defekt oder Ähnliches vorkommt können alle PCs nicht genutzt werden. Nun könnte man das ganze theoretisch auf 2 Server ausweiten, was aber die Kosten wieder in die Höhe treiben dürfte.
Wie wahrscheinlich sind die Hardwareausfälle? Der RAM ist ja deutlich höherer Belastung ausgesetzt? (ECC RAM verwenden?)

In der Hinsicht stehe ich noch sehr skeptisch der ganzen Sache gegenüber. ICh denke auch das sich der Aufwand der Konfiguration/Administration bei nur 15 PCs in Grenzen halten wird. Ich dachte mir, dass ich einfach eine USB Platte mit einplane habe und so (bei ja 15 gleichen PCs) einfach ein "Not-Image" habe bzw. bei veränderungen dieses auch auf den aktuellen Stand bringen kann. Evtl. auch über das Netzwerk und auf mehrern PCs gleichzeitig.

zum Thema RAM:
Wenn auf den Clients KDE laufen soll (ja soll es ;) ), wieviel RAM sollte man für jeden PC einrechnen?


Vielen Dank für jede Antwort und noch einen schönen Sonntag Abend :D
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Martin Breidenbach
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Beitrag von Martin Breidenbach »

Ich denke mal die Fragen die man sich selbst zu stellen hat lauten:

- welche Anwendungen benötige ich ?
- auf welchem Betriebssystem laufen diese Anwendungen ?
- auf welcher Hardware läuft dieses Betriebssystem (mit diesen Anwendungen)?
- welche Ausfallsicherheit benötige ich ?

Beispiel: man kann Serversysteme mit Hardwarewartungsverträgen mit garantierter Sysemwiederherstellungszeit abschließen - aber das kostet richtig Geld. Es gibt Fälle wo ein Systemausfall vom 1 Minute tödlich sein kann (Steuerung Atomkraftwerk) und es gibt Fälle wo es zwar lästig ist aber keine besonderen Kosten verursacht wenn der Rechner mal ne Woche nicht geht (Heim-Daddel-PC ohne 'seriöse' Anwendung). Irgendwo dazwischen liegt ein Kompromiß. Man kann Systeme mit redundanten Platten, Lüftern, Netzteilen, Hauptspeicher (ja es gibt Server mit RAID1 bzw RAID4 Hauptspeicher) kaufen... das kostet halt alles Geld. Man kann Systeme ausfallsicher clustern so daß bei Ausfall einer Maschine eine andere die Funktionen mit übernimmt. Alles machbar und für Geld zu haben.
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devicezero
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Beitrag von devicezero »

ich denke es kommen noch zwei Fragen hinzu:

-wieviel Geld habe ich zur Verfügung ;)
und vor allem
- was bin ich bereit zu tun


Mir geht es erstmal darum von den Leuten die Linux Terminal Server z. Bsp. in Schulen bzw. Schulungsräumen, etc. in Betrieb haben zu hören wie ausfallsicher die Server in der "Standart-ausführung" sind, also ohne redunante Komponenten ( Mal ausgenommen die Festplatten und damit verbunden Backups, etc.).
Und am liebsten auch von den Leuten die keine Terminal Server haben sondern auf jedem PC ein linux installiert haben.

Einfach um, mangels eigener Erfahrung, eben diese Erfahrungen zu hören ;)
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roemi
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Beitrag von roemi »

...In meiner Schule wird auch eine Terminal Server Lösung eingesetzt (leider unter Windows). Was mir zunächst aufgefallen ist, ist dass An- und Abmeldevorgänge unheimlich lange dauern?...
wir setzen terminalserver (ms) auch für jeden sch... (zweck) ein.
eins kann man aber weis gott nicht sagen: das sie lange zum starten brauchen. zumindest ein 2003er server mit xp-clients fliegt.

wenn du einzelne pc zu einem netzwerk zusammenfasst darf dir der server auch nicht hops gehen. dann kann auch keine workstation arbeiten. wenn du einzelplatz-installationen planst, hast du unterschiedliche sourcen auf den pc's zu liegen. auch nicht gerade gut.
beim terminal hast du wenigstens den administrativen aufwand im griff.

grundsätzlich: wenn mehr als einer an einer sache arbeitet darf die die zentrale nie verloren gehen. tipp: dasi dasi dasi

römi
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devicezero
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Beitrag von devicezero »

Tut mir leid, ich glaub ich steh aufm Schlauch, aber was bedeutet dasi :?:

Naja.. bei Einzalplatzlösungen habe ich immernoch die "Notoption" z. Bsp. Daten auf der eigenen Festplatte ablzulegen und wenn der Server nicht funktioniert könenn die PCs trotzdem genutzt werden. Ich bin mir eben unsicher, und deshalb frage ich wie der Administrationsaufwand bei Einzelplatzlösungen in der Dimension ausfällt. So wie du es schilderst ist der Aufwand zu groß und du sagst ein Terminal Server eignet sich deutlich besser, nur das ich dich richtig verstehe?

Falls der Server nicht als Terminal Server fungieren wird, läuft außer dem Datenserver und dem damit verbundenen Backup sowieso nichts mehr, Routing, DHCP, etc. wird ein "kleinerer" PC übernehmen ;)

Und die PCs werden nicht zu schwach sein um als Einzelplätze zu dienen.
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roemi
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Beitrag von roemi »

sorry: dasi = datensicherung.

du musst irgendwann man festlegen was dein server können/machen soll.
z.z. verstehe ich das so das du einen server planst, aber garnicht weist für was weil alle workstations eh alles machen.

einen server benötigst du als zentralen punkt auf dem alle ihre gemeinsam zu bearbeitete daten ablegen.
fehlt diese einheit, fehlen dir die daten.

gibt es keine gemeinsame daten, brauchst du auch keinen server
(spart geld für hard- und software bzw. lizenzen!!!)

wenn es nur darum geht das du eure daten sicher willst, kannst du auch auf preiswerte lösungen zurückgreifen.

warum aber dann die überlegung mit dem terminalserver?

römi
waldmeister
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Re: Vor- und Nachteile von Terminal Servern

Beitrag von waldmeister »

JayKay hat geschrieben:Ich bin so langsam am planen eines Internetraumes, der evtl. nächstes Jahr eingerichtet werden soll. Erstmal geht es nur um die Planung, ich weis auch noch nicht ob es wirklich klappt ;)
Ich würde in deinem Fall von einem Terminalserver abraten.

Vor allem halte ich Terminalserver für etwas, das man nicht einfach so "nebenbei" aufsetzt und administriert. Wenn der Terminalserver ausfällt, dann stehen auch alle Arbeitsplätze. Und wie lange dauert das, bis ein Admin vor Ort ist, der den Server wieder hochfahen kann, bzw. sogar noch weitere Arbeiten daran durchführen kann?
Und Gründe für einen Ausfall gibt es viele, von Hackversuchen über Hardwareprobleme bis hin zu notwendigen Wartungsarbeiten.

Ich würde auf den PCs ein einfaches Linux installieren, mit dem die Benutzer surfen und evtl. noch ein paar andere Dinge tun können, und das im wesentlichen unabhängig vom Server. Der sollte nur die üblichen Aufgaben wie DHCP, Gateway, Proxy, o.ae. erfüllen. Zusätzlich würde ich auf dem Server einen Installserver konfigurieren, sodass das Linux auf den PCs jederzeit schnell und problemlos übers Netz (PXE-Boot) wieder neuinstalliert werden kann. Entsprechende Tools und Howtos gibt es für alle wichtigen Distributionen.

Wenn Terminalserver, dann würde ich auf jeden Fall zwei Server anschaffen und dafür die PCs auf das Minimum reduzieren, bzw. sogar dedizierte Terminals kaufen. (Mein persönlicher Favorit sind ja SunRays, die kommen mit einer sehr guten Serversoftware, die neuerdings auch unter Linux läuft, sind absolut wartungsarm und haben haben noch die chicen Chipkarten)

Viel Erfolg jedenfalls schon mal bei der Planung. :)
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roemi
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Beitrag von roemi »

Ich bin so langsam am planen eines Internetraumes, ...
sorry, ich glaub ich hab mich mit meinen ausführungen etwas verlaufen.

römi
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devicezero
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Beitrag von devicezero »

@roemi: Wie gesagt: Der Server ist dann für die zentrale Datenverwaltung zuständig.
Firewalling, Routing bzw. Proxy und eben DHCP wird, wie erwähnt, ein anderer Rechner übernehmen. Ist mir lieber diese Aufgaben strikt zu trennen.

@waldmeister:
Gut, Administration müsste ich mir halt vorher schon mal reinziehen. Aber das denke ich wäre das kleinste Problem, ebenso die Erreichbarkeit von Admins (in dem Fall mir ;) ). Als Schüler hab ich ja doch noch ne Menge Zeit ;)

Aber das mit dem Installserver hört sich sehr interessant an, wusste ich bisher noch gar nicht, werde mich da mal schlau machen, danke. Das wäre tatsächlich eine sehr einfache Lösung. Hast du da evtl. ein paar Adressen?

Ich hoffe sowieso auf relativ wenig Administartionsaufwand bei den Clients. KDE wird im Kiosk Modus laufen, sodass die normalen User normalerweise nicht viel anstellen können.


Werde mir wie gesagt die Geschichte mit dem Installserver mal anschauen. Wenn das so wie du beschrieben hast läuft wäre das eine super Sache :D
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Beitrag von waldmeister »

JayKay hat geschrieben:Gut, Administration müsste ich mir halt vorher schon mal reinziehen. Aber das denke ich wäre das kleinste Problem, ebenso die Erreichbarkeit von Admins (in dem Fall mir ;) ). Als Schüler hab ich ja doch noch ne Menge Zeit ;)
Hmm, bist du wirklich jederzeit zu erreichen? Kannst du vormittags mal eben 2 Stunden investieren, um den Server wieder zum Laufen zu bekommen? Das ist nicht böse gemeint, aber eine Lösung mit "autarken" PCs dürfte weniger Probleme machen.

Terminalserver machen meiner Meinung erst Sinn in größeren Umgebungen, wo nicht die Hardware- oder Softwarekosten das Problem sind, sondern der Aufwand, jeden einzelnen PC zu administrieren, Patches aktuell zu halten, Treiber und neue Softwareversionen zu installieren, etc. Das zu zentralisieren spart eine Menge Aufwand, hat aber auch den Nachteil, dass ein Ausfall des Servers schwerwiegendere Folgen hat.

Auch ist die Planung des Servers nicht ganz trivial. Wieviel Speicher braucht jeder Anwender? (Bei 25 Benutzern und jeweils 64MB bist du schon fast bei 2GB) Wieveil Bandbreite braucht jeder Anwender im Netz? (Auch ohne viel Multimedia sind 100MBit auf 25 Benutzer aufgeteilt nicht so arg viel.) Und das sind nur zwei von den einfachen Fragen.

Für deinen Fall würde ich normale PCs nehmen, allerdings schon bei der Planung darauf achten, die Administration möglichst zentral erledigen zu können. Dazu bringen aber eigentlich alle Distributionen schon recht geeignete Tools mit. Eine vollkommen zentralisierte Lösung wie z.B. einen Terminalserver würde ich nicht wählen.
JayKay hat geschrieben:Aber das mit dem Installserver hört sich sehr interessant an, wusste ich bisher noch gar nicht, werde mich da mal schlau machen, danke. Das wäre tatsächlich eine sehr einfache Lösung. Hast du da evtl. ein paar Adressen?.
Also Google findet z.B. die beiden folgenden, die einen guten Eindruck machen:

http://www.kegel.com/linux/pxe.html
http://www.linux-hamburg.de/diskless/pxe/
JayKay hat geschrieben:Ich hoffe sowieso auf relativ wenig Administartionsaufwand bei den Clients. KDE wird im Kiosk Modus laufen, sodass die normalen User normalerweise nicht viel anstellen können.
Ja, das sollte die Mindestanforderung sein. Vielleicht kannst du auch eine angepasste Knoppix-CD nutzen, auf der alles korrekt vorkonfiguriert ist. Und die läuft auf Basis von Debian, d.h. du kannst eine Knoppix-basierte Installation auf Platte machen und Updates relativ einfach einspielen.
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devicezero
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Beitrag von devicezero »

Ok, vielen Dank bis hierher.

Also ich denke Terminal Server wirds dann nicht werden ;)

Da der Raum nicht so intensiv genutzt werden wird wie du oben angedeutet hast, hält sich die Administation in Grenzen.

Ich glaube wenn ich das mit dem Installserver hinbekomme bin ich vollkommen zufrieden. Werde meine Erfahrungen dann schildern und bei Problemen nicht zuletzt ins Forum posten ;)

Nochmals vielen Dank :D
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