Diese Website existiert nur weil wir Werbung mit AdSense ausliefern.
Bitte den AdBlocker daher auf dieser Website ausschalten! Danke.

make install - checkinstall?

Alles rund um die verschiedenen Konsolen und shells sowie die Programmierung unter Linux

Moderator: Moderatoren

Antworten
Benutzeravatar
Niniveh
Newbie
Newbie
Beiträge: 28
Registriert: 14. Nov 2004, 11:47
Wohnort: Baden

make install - checkinstall?

Beitrag von Niniveh »

Hallo, schönes Forum hier
Ich bin Laie und habe vor einer Weile mich mit SuSE 8.1 und 8.2 versucht, um dann mit 9.0 grandios zu scheitern :cry:
Siehe hier: http://www.linuxforum.info/wbb2/thread. ... htuser=258
Ich beabsichtige nun einen Neueinstieg mit SuSE 9.2 und habe zu obigen Installationsbefehlen für mich verwirrendes gelesen und hoffe, hier erhellendes darüber zu erfahren.

In einer Anleitung für SuSE wurde hier (http://www.bigbash.de/) dringend von dem Installationsbefehl "make install" abgeraten. Man solle immer "checkinstall" verwenden.
Die entstehenden RPM Packete sind ja praktisch.
Hier eine Anleitung die ich las: http://linuxwiki.de/CheckInstall

Nun wird aber immer wieder, auch hier im Forum, der Befehl "make install" empfohlen.
Ich schließe daraus, dass die Vorteile von "Checkinstall" doch nicht so eindeutig sind, dass dies stets zu empfehlen wäre.
Wann nehme ich nun welchen Befehl?

Ich versuche jetzt einmal die Vorgehensweise kurz so zu beschreiben wie ich es verstanden habe. Es wäre sehr nett, wenn ihr mir sagt, ob es so stimmt oder meine Fehler richtigstellt.

Ich habe ein zu installierendes Tar Archiv in /home....
Dieses kopiere ich in irgend ein Verzeichnis, z.B. /user (Oder ein bestimmtes?)
Mit Ark entpacken. Es entsteht ein neues Programmverzeichnis.
Mit Konsole da hinein wechseln.
Konsolenbefehl als Benutzer:
./configure (Packetname? mit Leerzeichen?)
make
su (Rootpasswort)
"checkinstall" oder "make install"

Weil "checkinstall" RPM´s baut, könnte es ja auch funktionieren wenn das Archiv in /home liegenbleibt. Ja oder Nein?
Vielen Dank
Niniveh
Gentoo/SuSE/KDE
Benutzeravatar
migo
Member
Member
Beiträge: 66
Registriert: 25. Aug 2004, 21:10
Wohnort: Hamburg

Beitrag von migo »

Hi Niniveh,

ich installiere seit geraumer Zeit Tar.gz-Archive nur noch mit checkinstall, ohne Probleme. Ich mache es genau wie du: Erst die Datei in ein tempräres Verzeichnis (egal, welches), dann dort entpacken, in das entstehende gleichlautende Unterverzeichnis wechseln und dort in einer Konsole "./configure" (mit "./" deswegen, weil das configure in diesem Ordner gemeint ist, welches sonst nicht gefunden wird.) eingeben und laufenlassen.

Wenn alles gut geht, entsteht dabei das Makefile, welches du mit dem Befehl "make" abarbeitest.

Danach wechsle ich zum Superuser und gebe ein "/usr/local/sbin/checkinstall" (dies ist mein Pfad dorthin, kann evtl. auch anders sein) und alles weitere läuft interaktiv ab.

Der Vorteil ist, daß auf diese Weise ein rpm-Archiv von checkinstall gebaut wird, welches dann auch im yast erscheint und ganz normal wieder deinstalliert werden kann. Wenn du nur "make install" aufrufst, ist die Sache mit der Deinstallation oft sehr fummelig, man findet die Dateien einfach nicht alle wieder.

Also: Mein Urteil: Sehr empfehlenswert für alle selbst kompilierten Programme!

Grüße
Micha
Benutzeravatar
Niniveh
Newbie
Newbie
Beiträge: 28
Registriert: 14. Nov 2004, 11:47
Wohnort: Baden

Beitrag von Niniveh »

Vielen Dank migo
Danach wechsle ich zum Superuser und gebe ein "/usr/local/sbin/checkinstall" (dies ist mein Pfad dorthin, kann evtl. auch anders sein) und alles weitere läuft interaktiv ab.
Hmm? Bislang stand in den paar Beschreibungen die ich las stets nur "checkinstall". Keinen Hinweis, dass ich einen Dateipfad voranstellen muß? Was bedeutet dieser Dateipfad eigentlich?
Startet von dort "checkinstall" oder soll dorthin installiert werden?
Wenn du nur "make install" aufrufst, ist die Sache mit der Deinstallation oft sehr fummelig, man findet die Dateien einfach nicht alle wieder.
Ich lies mir erklären, dass man lediglich das Programmverzeichnis, das man in einem beliebigen Verzeichnis erstellen läßt, z.B. /user/eigeneProgramme/xy..... löschen muß. Alle Programmdateien seinen darin enthalten und würden nicht über den ganzen Dateibaum verstreut. Somit wäre alles sauber deinstalliert.
Stimmt das nicht?
Vielen Dank
Niniveh
Gentoo/SuSE/KDE
Benutzeravatar
migo
Member
Member
Beiträge: 66
Registriert: 25. Aug 2004, 21:10
Wohnort: Hamburg

Beitrag von migo »

Hi Niniveh,
Zitat:
Danach wechsle ich zum Superuser und gebe ein "/usr/local/sbin/checkinstall" (dies ist mein Pfad dorthin, kann evtl. auch anders sein) und alles weitere läuft interaktiv ab.

Hmm? Bislang stand in den paar Beschreibungen die ich las stets nur "checkinstall". Keinen Hinweis, dass ich einen Dateipfad voranstellen muß? Was bedeutet dieser Dateipfad eigentlich?
Startet von dort "checkinstall" oder soll dorthin installiert werden?
Checkinstall startet von dort. Bei mir ist "/usr/local/sbin" nicht im Suchpfad vom root angegeben, bis jetzt reine Faulheit von mir. 8)
Wenn es bei ohne Pfadangabe startet, umso besser.
Zitat:
Wenn du nur "make install" aufrufst, ist die Sache mit der Deinstallation oft sehr fummelig, man findet die Dateien einfach nicht alle wieder.

Ich lies mir erklären, dass man lediglich das Programmverzeichnis, das man in einem beliebigen Verzeichnis erstellen läßt, z.B. /user/eigeneProgramme/xy..... löschen muß. Alle Programmdateien seinen darin enthalten und würden nicht über den ganzen Dateibaum verstreut. Somit wäre alles sauber deinstalliert.
Stimmt das nicht?
Ja, das sollte im Normalfall auch so sein. Ich habe aber auch schon von Ausnahmen gehört, die doch etwas streuen. Darüberhinaus: Wenn du "make install" einfach so aufrufst, weißt du ja erstmal garnicht, wohin überall installiert wird. Das müßtest du dir für eine Deinstallation wieder heraussuchen. Mit checkinstall sparst du dir den Schritt, denn das programm wird in yast angezeigt und kann von dort komplett entfernt werde, egal, wo es liegt.

Grüße
Micha
Benutzeravatar
marwe
Newbie
Newbie
Beiträge: 10
Registriert: 5. Sep 2004, 20:41

Beitrag von marwe »

Hi!
Niniveh hat geschrieben: Ich lies mir erklären, dass man lediglich das Programmverzeichnis, das man in einem beliebigen Verzeichnis erstellen läßt, z.B. /user/eigeneProgramme/xy..... löschen muß ...
Es gibt die Möglichkeit bei der Konfiguration das Installationsverzeichnis zu wählen, meistens so

Code: Alles auswählen

./configure --prefix=/pfad/zu/verzeichnis
Dann funktioniert deine Methode. Die Möglichkeit gibt's allerdings nicht immer (musst' in README oder INSTALL beim jeweiligen Programm nachsehen).

PS: Warum sträubst Du dich so gegen checkinstall. Ich find's praktisch :D

Gruß, marwe
Benutzeravatar
Libby
Newbie
Newbie
Beiträge: 18
Registriert: 9. Nov 2004, 19:43

Beitrag von Libby »

Warum nicht gleich ein richtiges rpm bauen? Da muß man doch nur ein Specfile schreiben, und so schwierig ist das auch wieder net!
Benutzeravatar
Spike
Newbie
Newbie
Beiträge: 1
Registriert: 19. Aug 2004, 08:32
Kontaktdaten:

Beitrag von Spike »

genau mit diesem Thema beschäftige ich mich auch gerade. Falls ihr mehr darüber wissen wollt, hier mal ein paar (hoffentlich hilfreiche Links):

http://www.manpage.ch/howto/rpm_howto.html

http://www.linux-user.de/ausgabe/2003/07/074-rpm

http://www.unix-ag.uni-kl.de/~linux/lin ... enbau.html


Könnt ja dann auch mal ein Feedback geben, welcher Link eurer Meinung nach am geeignetsten ist.

Liebe Grüße
Spike
Benutzeravatar
Niniveh
Newbie
Newbie
Beiträge: 28
Registriert: 14. Nov 2004, 11:47
Wohnort: Baden

Beitrag von Niniveh »

Vielen Dank für Eure Antworten

@Spike
Dieser scheint mir am brauchbarsten:
http://www.unix-ag.uni-kl.de/~linux/lin ... enbau.html
Und diesen für einen schnelleren Überblick finde ich auch nicht schlecht:
http://www.linux-user.de/ausgabe/2003/07/074-rpm

@Libby
Mal sehen ob bei den Links von Spike hierzu genau das richtige dabei ist. Bei einem stand, dass es sich um einige hundert Seiten Anleitung handelt, wenn man es ganz genau wissen will.

Letztendlich wird es es bei mir nur um ein paar wenige Programme gehen wie Opera und OOo aktuell halten. KDE kann man angeblich per RPM mit Yast herunterladen. Das wäre mir auch wichtig, allerdings schlugen meine Versuche via YAST mit SuSE 8.2 mehrmals wegen massenhafter Konflikte fehl. Ich mußte das ganze System neu installieren.
Ein ganz anderer Weg scheint Ebay zu sein. Kaum ist SuSE 9.2 zwei Wochen heraus, wird diese Distri für einen Appel und ein Ei versteigert. So könnte ich auch ohne größeren Aufwand immer aktuell bleiben.
Vielen Dank
Niniveh
Gentoo/SuSE/KDE
Benutzeravatar
Libby
Newbie
Newbie
Beiträge: 18
Registriert: 9. Nov 2004, 19:43

Beitrag von Libby »

Hier gibt's ne gute Anleitung, wie man rpm-Pakete erstellt:
www.linux-user.de/ausgabe/2003/07/074-rpm/
Benutzeravatar
migo
Member
Member
Beiträge: 66
Registriert: 25. Aug 2004, 21:10
Wohnort: Hamburg

Beitrag von migo »

...ist bekannt... (s.o.)
Benutzeravatar
Libby
Newbie
Newbie
Beiträge: 18
Registriert: 9. Nov 2004, 19:43

Beitrag von Libby »

Sorry - hatt ich ganz überlesen *schäm*
Antworten