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UEFI - Dualboot - OpenSuse 15.1 - Win10Pro: Mounten von NTFS-Partitionen unter Linux (Erfahrungsbericht)

Alles rund um die Installation Eures Linuxsystems, sowie die Updatefunktionen des Systems und das Paketmanagement

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schroer
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UEFI - Dualboot - OpenSuse 15.1 - Win10Pro: Mounten von NTFS-Partitionen unter Linux (Erfahrungsbericht)

Beitrag von schroer » 3. Okt 2019, 22:56

Für den Fall, dass es jemandem hilft, stelle ich hier meinen Erfahrungsbericht ein.
Kommentierungen im Hinblick auf darin enthaltene Fehler und/oder Missverständnisse sind mehr als willkommen.
Hardware: HP EliteBook 840G5 mit 1TB SSD.

Ziel war:
  • Die Win10-System-Partition und eine NTFS-Partition, auf der ich alle User-Daten halte, in Leap 15.1 im Zugriff zu haben. (Damit bin ich jederzeit und aktuell mit wesentlichen Grundfunktionen wie Thunderbird (mit allen Mailboxen), LibreOffice auf beiden System arbeitsfähig.)
  • Damit das funktioniert, muss ich auf der unter Linux gemounteten NTFS-Daten-Partition zusätzliche Mount-Optionen angeben.
    Ich verwende zusätzlich zu 'defaults':
    gid=users, fmask=003, dmask=002, locale=de_DE.utf8
    (Bzgl. "locale": Im Konsolenfenster eingeben "locale -a", und man bekommt alle angezeigt. Die Benennung scheint unterschiedlich. Also besser vorher nachschauen.)
Linux erkennt einige NTFS-Partitionen nicht:
  • Unter Linux war das Filesystem der NTFS-Partitionen für Win-System und meine NTFS-UserDaten-Partition nicht (mehr) erkennbar.
  • In Windows konnte man sehen, dass diese beiden Partitionen ein gelbes "Achtung!"-Zeichen im Symbol hatten.
    → Microsoft war das Problem, und speziell der Bitlocker!
  • Bitlocker.
    • Microsoft hatte (ungefragt - oder mittels einer Frage, deren Inhalt und Tragweite mir nicht klar war) für diese beiden Partitionen den Bitlocker schon installiert, oder sogar schon verschlüsselt, forderte aber vom User noch die Aktivierung.
      (Deaktivierung wurde als Option gar nicht angeboten.)
    • Ich fand den Hinweis und führte durch:
      • Bitlocker aktivieren.
      • Nach dem Re-Boot musste man für beide Partitionen den jeweiligen 48-stelligen Wiederherstellungsschlüssel eingeben. (Für die Systempartition sogar schon für den Bootvorgang.) (Wenn man die nicht vorher woanders gespeichert hat, hat man schlechte Karten.)
      • Bitlocker deaktivieren.
      • Dann ging alles, wie gewohnt.
Yast-Partitionierer:
Ich hatte dann noch einige Probleme, mit dem Yast-Partitionierer zu erhalten, was ich wollte.
  • Unter dem Button "fstab-Optionen" gibt es eine Auswahl zum Mounten u.a. mit "Gerätename", …, "UUID".
  • Standardmäßig scheint "Gerätename" gewählt zu werden, und als Mountpunkt wird dann /run/media/root/… gewählt. Dann steht aber gar nichts darüber in /etc/fstab (und man kann folglich auch keine fstab-Optionen eingeben).
  • Ich habe UUID gewählt, und weil das Feld mit den fstab-Optionen leer blieb, habe ich sie direkt in /etc/fstab eingetragen. (Danach waren sie dann auch im Yast-Partitionierer zu sehen.)

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Heinz-Peter
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Re: UEFI - Dualboot - OpenSuse 15.1 - Win10Pro: Mounten von NTFS-Partitionen unter Linux (Erfahrungsbericht)

Beitrag von Heinz-Peter » 4. Okt 2019, 08:52

Hallo schroer,

mich würde interessieren; wo findet man den 48-stelligen Wiederherstellungsschlüssel des Bitlockers?

Gruß
Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.
Mein Betriebssystem: Suse 42.2/42.3, Prozessor: Pentium 4 550 (3,40 GHz, FSB800, Hyper-Threading), Grafikkarte: Nvidia Geforce 6610XL (PCIe)/128MByte.

schroer
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Re: UEFI - Dualboot - OpenSuse 15.1 - Win10Pro: Mounten von NTFS-Partitionen unter Linux (Erfahrungsbericht)

Beitrag von schroer » 4. Okt 2019, 11:15

Wenn man Bitlocker aktiviert, wird man gefragt, wo man die Schlüssel speichern will (je ein Schlüssel pro verschlüsselte Partition).
Ich bekam drei Alternativen angezeigt: ausdrucken, usb-medium und noch etwas, und habe auf usb-stick speichern lassen.
(Das ist dann je eine Textdatei, die folgendermaßen benamst ist: "BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel C11A58F8-E3F4-4B24-A590-92DF4F307250.TXT". Der Code im Dateinamen ist der Bezeichner, nicht der Schlüssel; der Schlüssel steht in der Textdatei.)

Grüße
K. Schröer

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