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Portables Linux auf USB-Platte und NVidia Treiber

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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goeba
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Portables Linux auf USB-Platte und NVidia Treiber

Beitrag von goeba » 2. Jan 2019, 09:59

Moin,
Linux hat ja die schöne Eigenschaft, dass es auch auf verschiedenen Rechnern läuft, ohne, dass man 1000 Treiber installiert. Eine Ausnahme ist z.B. der NVidia Treiber.

Ich habe ein System auf einer USB Platte, das auf verschiedenen Rechnern läuft. Da einer dieser Rechner eine NVidia Karte hat, habe ich da den proprietären NVidia Treiber installiert.

Würde nun, wenn ich das System auf einem anderen Rechner starte, automatisch wieder der andere Treiber gewählt werden (Intel in diesem Fall), oder ist durch die Installation des NVidia Treibers das jetzt "fest"? Ich würde es ja ausprobieren, habe aber Sorge, dass ich damit schlimmstenfalls die Hardware des anderen Rechners beschädige.

Für eine kurze Info wäre ich dankbar.

PS: Alles Gute im neuen Jahr!

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Sauerland
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Re: Portables Linux auf USB-Platte und NVidia Treiber

Beitrag von Sauerland » 2. Jan 2019, 10:15

Es kommt darauf an, wie du den nouveau vom laden abhälst.......

Mit nomodeset werden auch die Intel- und Radeon-Treiber vom laden abgehalten, während mit blacklist nouveau nur der nouveau vom laden abgehalten wird......

Übrigens:
Du kannst es ruhig ausprobieren, da passiert nichts.
Zuletzt geändert von Sauerland am 2. Jan 2019, 11:57, insgesamt 1-mal geändert.
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goeba
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Re: Portables Linux auf USB-Platte und NVidia Treiber

Beitrag von goeba » 2. Jan 2019, 10:31

Danke! Dann probiere ich es einfach aus.

josef-wien
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Re: Portables Linux auf USB-Platte und NVidia Treiber

Beitrag von josef-wien » 2. Jan 2019, 12:16

Der Nvidia-Treiber besteht nicht nur aus dem Kernel-Modul, sondern auch aus einigen Xorg-Modulen, die die ursprünglichen Module "ersetzen". Die freien Treiber funktionieren mit diesen Modulen aber nicht (in brauchbarer Form). Im übrigen funktioniert nicht jede Nvidia-Karte mit jedem Nvidia-Treiber.

Wenn Du nicht grundsätzlich auf proprietäre Treiber verzichtest, wirst Du vor dem ersten Start der grafischen Oberfläche immer dafür sorgen müssen, daß die "richtigen" Xorg-Module zum Zug kommen. Das setzt Wissen über systemd-Dienste, die vom Nvidia-Treiber "ersetzten" Module und die Art des "Ersetzens" (vermutlich mittels update-alternatives) voraus (und mehr kann ich zu diesem Thema nicht beitragen).

goeba
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Re: Portables Linux auf USB-Platte und NVidia Treiber

Beitrag von goeba » 2. Jan 2019, 18:00

Hallo,

ich habe den proprietären NVidia Treiber wieder deinstalliert. Problem war, dass Compositing mit dem Nouveau-Treiber leider gar nicht geht (vielleicht gibt es da ja einen Trick, aber out-of-the-box jedenfalls nicht), aber das ist nicht so schlimm.

Wenn noveau installiert ist, und man das System auf einem intel-Rechner startet, dann nimmt er trotzdem Intel und alles funktioniert prima.

Wenn man das System mit NVidia-Treiber auf einem System mit Intel-Karte startet, dann bleibt der Bildschirm schwarz, selbst wenn man die NVidia Treiber blacklistet. Das liegt vermutlich an den von josef-wien angedeuteten Gründen.

Hier ist eine Anleitung, wie man das umgehen könnte:

https://superuser.com/questions/114089/ ... untu-setup

Das würde, so weit ich das Skript verstehe, aber nur gehen, wenn es lediglich an der xorg.conf Datei liegt. Wenn da wirklich Module getauscht werden, dann kann das eigentlich nicht funktionieren.

Gruß,
Andreas

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Re: Portables Linux auf USB-Platte und NVidia Treiber

Beitrag von Sauerland » 2. Jan 2019, 18:26

Wenn da wirklich Module getauscht werden, dann kann das eigentlich nicht funktionieren.
Und da hatte ich mal wieder nicht dran gedacht, danke josef-wien........
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