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Clonezilla und Boot!

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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HarryMalaria
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Clonezilla und Boot!

Beitrag von HarryMalaria » 26. Mär 2018, 20:14

Ich hab vor mir eine größere SSD einzubauen. Ich will mein derzeitiges Opensuse 42.3 klonen. Da ich Clonezilla länger nicht mehr genutzt habe und ich in Erinnerung hatte, dass es damals auf der neuen Platte nicht gebootet ist, hab ich ein paar Fragen.

1. Kann Clonzilla mit btrfs (/) und xfs (home) umgehen?
2. ich hab gesehen, dass es in Clonzilla die Option gibt Partitionen proportional zu vergrößern - funktioniert das zuverlässig oder soll man die Partition nachträglich mit gparted vergrößern. Ich hab irgendwo gelesen, dies würde nur mit MBR Partitionen und nicht mit UEFI Partitionen möglich sein. Kann man das rausfinden, welche man hat. Meine Installation ist älter, als das Mainboard, als ich Opensuse installiert habe, hatte ich ein Board ohne UEFI.
4. wie kann ich sichergehen, dass auch von der neuen Platte gebootet wird, ohne dass man Grub per Hand editieren muß, wie ich es in Erinnerung habe.

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marce
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Re: Clonezilla und Boot!

Beitrag von marce » 26. Mär 2018, 20:26

HarryMalaria hat geschrieben:
26. Mär 2018, 20:14
1. Kann Clonzilla mit btrfs (/) und xfs (home) umgehen?
Sollte bei einer einigermaßen aktuellen Version kein Problem sein:
http://clonezilla.org/
HarryMalaria hat geschrieben:
26. Mär 2018, 20:14
2. ich hab gesehen, dass es in Clonzilla die Option gibt Partitionen proportional zu vergrößern - funktioniert das zuverlässig oder soll man die Partition nachträglich mit gparted vergrößern. Ich hab irgendwo gelesen, dies würde nur mit MBR Partitionen und nicht mit UEFI Partitionen möglich sein. Kann man das rausfinden, welche man hat. Meine Installation ist älter, als das Mainboard, als ich Opensuse installiert habe, hatte ich ein Board ohne UEFI.
Ich würde "parallel-Spielerreien" so weit es geht vermeiden. Da Du vorher aber er sicherlich eine Datensicherung durchführst kannst Du es ja ausprobieren.
HarryMalaria hat geschrieben:
26. Mär 2018, 20:14
4. wie kann ich sichergehen, dass auch von der neuen Platte gebootet wird, ohne dass man Grub per Hand editieren muß, wie ich es in Erinnerung habe.
Gar nicht.

HarryMalaria
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Re: Clonezilla und Boot!

Beitrag von HarryMalaria » 27. Mär 2018, 07:50

Gar nicht
Ich meinte hier keine Garantie, dass es klappt. Nur ob es eine Einstellung gibt, die das ermöglicht.

goeba
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Re: Clonezilla und Boot!

Beitrag von goeba » 27. Mär 2018, 10:06

Das Problem ist, dass der in Clonezilla eingebaute Grub offenbar älter ist als der von OpenSuSE verwendete.

Ich jedenfalls musste (bei identischen Platten, die zu clonen waren) die Auto-Grub-Option extra abschalten, damit das wiederhergestellte Image bootet.

Von daher halte ich es für wahrscheinlich, dass Du um ein manuelles Anpassen von Grub nicht herumkommst, wenn die Plattengeometrie eine andere ist.

Was das Vergrößern / Verkleinern betrifft: Ich erinnere mich, dass btrfs und xfs in dieser Hinsicht problematisch sind (gparted kann das nicht, oder kann es nur unter bestimmten Voraussetzungen). Ich würde daher stark annehmen, dass Clonezilla das auch nicht kann - aber, wie Dir schon geraten wurde ,Du kannst es ja ausprobieren.

spoensche
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Re: Clonezilla und Boot!

Beitrag von spoensche » 27. Mär 2018, 16:04

goeba hat geschrieben:
27. Mär 2018, 10:06
Das Problem ist, dass der in Clonezilla eingebaute Grub offenbar älter ist als der von OpenSuSE verwendete.
Welche Clonezilla Version verwendest du denn?
goeba hat geschrieben: Was das Vergrößern / Verkleinern betrifft: Ich erinnere mich, dass btrfs und xfs in dieser Hinsicht problematisch sind (gparted kann das nicht, oder kann es nur unter bestimmten Voraussetzungen). Ich würde daher stark annehmen, dass Clonezilla das auch nicht kann
Du kannst sehr wohl ein BTRFS und die darunter liegende Partition verkleinern. Du musst als erstes das BTRFS verkleinern und danach erst die Partition. Das verkleinern kann ein wenig dauern.

Siehe dazu: https://btrfs.wiki.kernel.org/index.php ... filesystem, Abschnitt resize.

Bei XFS läuft das verkleinern ein wenig anders ab. Du erstellst als erstes ein neues kleineres XFS Volume kopierst die Daten darauf und löschst das alte große Volume.

Clonezilla stoppt beim zurückspielen eines Images, so bald es erkennt, dass die Zielpartition oder Zielfestplatte kleiner ist als das Image. Also bereits auf der Blocklayer- Ebene. Das Dateisystem kommt erst nach dem Blocklayer.

goeba
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Re: Clonezilla und Boot!

Beitrag von goeba » 29. Mär 2018, 16:40

Ich habe gerade das Clonezilla am laufen, dummerweise aber vergessen, nach der Version zu schauen.

Die verwendete partclone-Version ist 0.2.91, das verwendete Ubuntu ist 17.04 . Die geklonte SuSE-Version war 42.3, wenn ich da nicht im Expertenmodus autogrub ausschalte, ist das wiederhergestellte Image nicht bootbar.


Ich reiche die Clonezilla-Version bei Gelegenheit nach.

goeba
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Re: Clonezilla und Boot!

Beitrag von goeba » 29. Mär 2018, 20:07

Hallo,

also die Clonezillaversion ist
20170626-testy-Amd64

Mit dieser hatte ich Probleme, wenn autogrub aktiviert ist.

spoensche
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Re: Clonezilla und Boot!

Beitrag von spoensche » 31. Mär 2018, 17:05

goeba hat geschrieben:
29. Mär 2018, 20:07
also die Clonezillaversion ist
20170626-testy-Amd64
Wenn ich mich nicht irre, ist das eine Testversion gewesen.
goeba hat geschrieben: Mit dieser hatte ich Probleme, wenn autogrub aktiviert ist.
Wenn du noch wüsstest was für Probleme, bzw. wie diese sich geäußert haben (ausser bootet nicht), z.B. Fehlermeldungen etc., wäre das super.

goeba
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Re: Clonezilla und Boot!

Beitrag von goeba » 31. Mär 2018, 17:38

Ich weiß nur noch, dass ich auf der Grub-Konsole gelandet bin.

Wenn ich sowieso nochmal am clonen bin, kann ich es nochmal nachvollziehen. Welche Version sollte ich dann optimalerweise nehmen, wieder diese?

Gruß

spoensche
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Re: Clonezilla und Boot!

Beitrag von spoensche » 2. Apr 2018, 19:05

Entweder verwendest du die aktuelle Stabile Version, z.B. alternative stable - 20170905-zesty, oder die aktuelle Testversion, alternative testing-20180329-artful.

Eine weitere Möglichkeit ist:

- Neue SSD als zweite Festplatte einbauen
- SSD Partitionieren mit/ohne LVM
- Dateisystem auf die Partitionen o. Volumes (LVM)
- Nacheinander die Partitionen/Volumes nach z.B. /mnt mounten
- Snapshot von der jeweiligen Partition/Volume des original Systems erzeugen
- Erstellten Snapshot mounten (z.B. nach /media/snapshot)
- Daten von /media/snapshot nach /mnt kopieren, am besten mit rsync
- Snapshot unmounten und anschließend Snapshot löschen
- /mnt unmounten
- Vorgang für die restlichen Partitionen/Volumes wiederholen
- Neue Root Partition nach /mnt mounten
- Alle zusätzlichen Partitionen/Volumes nach /mnt/mountpoint mounten (z.B. /dev/sdb6 /mnt/home)
- Bind-Mount von:
1. /proc nach /mnt/proc
2. /sys nach /mnt/sys
3. /dev nach /mnt/dev
- Chroot nach /mnt (chroot /mnt)
- Grub nach /dev/sdb installieren und konfigurieren
- Chroot Umgebung verlassen (mit dem Befehl exit)
- Bind-Mounts unmounten:
1. umount /mnt/dev
2. umount /mnt/sys
3. umount /mnt/proc
- /mnt unmounten
- Rechner neustarten und als Bootdevice 2. Festplatte auswählen und testen, ob es funktioniert.
- Wenn das funktioniert, dann Rechner ausschalten und die erste Platte abklemmen.
- Rechner einschalten und testen ob er bootet
- Rechner ausschalten, SSD als erste Platte und die jetzige als 2. Platte
- Rechner einschalten von SSD booten.
- Mit der alten Platte verfahren, wie du es vor hast.

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