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[Gelöst] Ein Bootmanager für alles?

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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Sharkai
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[Gelöst] Ein Bootmanager für alles?

Beitrag von Sharkai » 3. Sep 2008, 19:36

Hallo

Ich möchte mich nun endlich etwas mehr mit Linux (speziell Suse) vertraut machen. Mit anderen Worten ich kenn mich damit kaum aus. Ich arbeite schon Jahre mit Microsoftprodukte, hab' also damit schon Erfahrung.

Jetzt bin ich mir irgendwie sicher, das es auf meine Frage hier 1000 versteckte Antworten gibt. Ich hab auch einige gefunden, aber keine beantwortet meine Frage.

Ach ja, die Frage...

Gibt es eine Möglichkeit mit einem Bootmanager XP, Vista und Suse zu starten (von einer Festplatte)? Ich meine nicht den Weg über den Linux Bootloader zum Windows Bootloader (Vista), sondern direkt aus einem Menü das gewünschte Betriebsystem starten zu können?

Ich hab da einen Weg gefunden der das beschreibt, aber ich bekomm das einfach nicht hin.
http://home.cco-ev.de/~manse/triboot.pdf
Die Schwierigkeit scheint folgende zu sein:
Wie schaffe ich es, das der Vista Bootloader NICHT den XP Bootloader überschreibt, sondern auf jeder Partion ein eigener Bootloader gschrieben wird. Wäre das der Fall, müsste z.B. GRUB diese beide Installationen erkennen und automatisch einbinden.

Der andere Weg ist über einen gekauften Bootmanager, aber da hab ich keine Ahnung, welcher gut ist und mit welchem das geht.

So, jetzt hab ich meine Problematik hier erläutert. Ich hoffe mal das jetzt nicht all zu viele Schimpfen, das dies doch schon alles irgendwo erklärt wurde.
Noch mehr hoffe ich, das ich hier eine erklärung für einen Anfänger verständlich bekomme. Wie schon erwähnt, bin ich absolut unerfahren mit Linux.

Im vorraus schon mal Danke für die Hilfe.

Grüßle aus dem Schwabenland...

KAI
Zuletzt geändert von Sharkai am 4. Sep 2008, 08:50, insgesamt 2-mal geändert.

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spoensche
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Re: Ein Bootmanager für alles?

Beitrag von spoensche » 3. Sep 2008, 19:59

Bei der Installation von openSuSE werden andere Betriebssysteme erkannt und in das Bootmenü von Grub eingebunden.

Bei dem Windowsbootloader sieht das schon anders aus. Die überschreiben sich gerne.

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Sharkai
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Re: Ein Bootmanager für alles?

Beitrag von Sharkai » 3. Sep 2008, 21:27

Zuerst mal Danke für die Rückmeldung.

Das habe ich schon mehrfach hier im Forum so gelesen.
Die Frage ist, wie kann ich verhindern, das sich diese bösen Windows Bootloader gegenseitig überschreiben? :???:

Wie oben schon gesagt habe, gibt es anscheinend eine Lösung, aber ich verstehe sie nicht und kann Sie deshalb nicht umsetzen.
Unter diesem Link wird eine 2-seitige PDF Datei geöffnet, die einen anscheinend Lösungsweg bereit hält.
http://home.cco-ev.de/~manse/triboot.pdf
Vielleicht kann mir das mit dem "Partition ins OpenBSD umwandeln" erklären. Überhaupt ist dieser Abschnitt recht undurchsichtig.

KAI

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robi
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Re: Ein Bootmanager für alles?

Beitrag von robi » 3. Sep 2008, 22:13

Sharkai hat geschrieben: Vielleicht kann mir das mit dem "Partition ins OpenBSD umwandeln" erklären. Überhaupt ist dieser Abschnitt recht undurchsichtig.
die Partitionstabelle einer Platte hat im Feld 5 eine ID die die Systemzugehörigkeit der Partition beschreibt oder soll.

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LINUX:~ # fdisk -l

Disk /dev/hda: 30.0 GB, 30005821440 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 3648 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/hda1               1          95      763056   82  Linux swap / Solaris
/dev/hda2   *          96        1528    11510572+  83  Linux
/dev/hda3            1529        3648    17028900   83  Linux
Linux nutzt im Allgemeinen 82 für Swap und 83 für alle normalen Filepartitionen. ( eigentlich 0x82 und 0x83 also hexadezimal )
Eine Liste aller allgemein gültigen IDs folgt hier.

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 0  Empty           1e  Hidden W95 FAT1 80  Old Minix       be  Solaris boot
 1  FAT12           24  NEC DOS         81  Minix / old Lin bf  Solaris
 2  XENIX root      39  Plan 9          82  Linux swap / So c1  DRDOS/sec (FAT-
 3  XENIX usr       3c  PartitionMagic  83  Linux           c4  DRDOS/sec (FAT-
 4  FAT16 <32M      40  Venix 80286     84  OS/2 hidden C:  c6  DRDOS/sec (FAT-
 5  Extended        41  PPC PReP Boot   85  Linux extended  c7  Syrinx
 6  FAT16           42  SFS             86  NTFS volume set da  Non-FS data
 7  HPFS/NTFS       4d  QNX4.x          87  NTFS volume set db  CP/M / CTOS / .
 8  AIX             4e  QNX4.x 2nd part 88  Linux plaintext de  Dell Utility
 9  AIX bootable    4f  QNX4.x 3rd part 8e  Linux LVM       df  BootIt
 a  OS/2 Boot Manag 50  OnTrack DM      93  Amoeba          e1  DOS access
 b  W95 FAT32       51  OnTrack DM6 Aux 94  Amoeba BBT      e3  DOS R/O
 c  W95 FAT32 (LBA) 52  CP/M            9f  BSD/OS          e4  SpeedStor
 e  W95 FAT16 (LBA) 53  OnTrack DM6 Aux a0  IBM Thinkpad hi eb  BeOS fs
 f  W95 Ext'd (LBA) 54  OnTrackDM6      a5  FreeBSD         ee  EFI GPT
10  OPUS            55  EZ-Drive        a6  OpenBSD         ef  EFI (FAT-12/16/
11  Hidden FAT12    56  Golden Bow      a7  NeXTSTEP        f0  Linux/PA-RISC b
12  Compaq diagnost 5c  Priam Edisk     a8  Darwin UFS      f1  SpeedStor
14  Hidden FAT16 <3 61  SpeedStor       a9  NetBSD          f4  SpeedStor
16  Hidden FAT16    63  GNU HURD or Sys ab  Darwin boot     f2  DOS secondary
17  Hidden HPFS/NTF 64  Novell Netware  b7  BSDI fs         fd  Linux raid auto
18  AST SmartSleep  65  Novell Netware  b8  BSDI swap       fe  LANstep
1b  Hidden W95 FAT3 70  DiskSecure Mult bb  Boot Wizard hid ff  BBT
1c  Hidden W95 FAT3 75  PC/IX
Linux ist da zwar nicht allzu streng damit, und wertet diese ID nicht in allen Fällen zwingend aus, sondern vertraut auf andere Mechanismen, aber der BIOS und vor allem Windows sind da ganz scharf auf das was dort steht. Wenn du also eine Partition auf OpenBSD setzten sollst, dann zB von LINUX oder einer Linux-LiveCD aus mit folgendem Befehl natürlich nur als root.

Code: Alles auswählen

LINUX:~ # sfdisk --print-id /dev/hda 1
82
LINUX:~ # sfdisk --change-id /dev/hda 1 a6
Done

LINUX:~ # sfdisk --print-id /dev/hda 1
a6
Erklärung:
1. Befehl abfrage /dev/hda Partition 1 Ergebniss ID=82
2. Befehle setze /dev/hda Parition 1 auf ID a6
3. Befehl abfrage /dev/hda Partition 1 Ergebniss ID=a6

Jedes andere Partitionierungstool kann das in der einen oder anderen Form auch . Auch die Grub-Shell könnte die Partition ID ändern. An den Daten auf der Partition wird dabei überhaupt nichts verändert, in deinem Fall wird hier nur Windows vorgegaugelt, diese Partition geht dich gar nichts an, also ignorieren.
Wichtig: nach einer solchen Änderung sollte der Rechner rebootet werden, da diese Änderung nicht gleich wirksam wird, sondern erst wenn die Partitionstabelle vom Betriebssystem neu eingelesen wird. Das könnte man zwar unter Linux auch erzwingen, aber nur wenn auf der Platte nichts aktiv in Benutzung ist.

robi

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Re: Ein Bootmanager für alles?

Beitrag von Sharkai » 4. Sep 2008, 07:07

Wow!

Also diese Information erschlug mich zuerst, aber wenn man genau liest, das Gehirn dabei eingeschaltet lässt, ist das meiste davon auch für einen Linux-Neuling verständlich.
Anhand Deiner Erklärung wird mir der Erfolg ermöglicht. Jetzt werde ich mit dem Notwendigen Mut und der passenden Portion Neugier an die Problemlösung heran gehen. :up:

Vielen Dank für Deine Mühe und die nette schnelle Hilfe. :smile:

KAI


PS: Wenn alles so geklappt hat, werde ich das Thema als >Gelöst< markieren.

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