Umsteigen auf KDE

Alles rund um die möglichen Desktopumgebungen wie KDE, Gnome, XFCE usw. die es unter Linux gibt

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commander_leberkaes
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Umsteigen auf KDE

Beitrag von commander_leberkaes » 28. Dez 2005, 02:51

Hallo.
Hab jetzt seit 2 Tagen Linux drauf und bin am überlegen, ob ich nicht doch lieber KDE Installieren will. Hab mich am Anfang nur für Gnome entschieden, weil der Name besser klang!
Zwischenzeitlich hab ich aber gelesen, dass KDE umsteigerfreundlicher und einstellbarer sei und deswegen wollte ich mal fragen, wie ich nachträglich noch auf KDE umstellen kann?!
Gehen beide auch parallel?

PS: Suche brachte keinen Erfolg

Danke
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ralf-isi
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Beitrag von ralf-isi » 28. Dez 2005, 03:06

hallo commander_leberkaes

einfach mit yast nachinstallieren. man kann mehrere installiert haben und beim einloggen wählen welche oberfläche gestartet werden soll.
habe von nichts eine ahnung ... doch dies dafür im übermass.
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ags
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Beitrag von ags » 28. Dez 2005, 08:25

Um mal den Faden weiterzuspinnen: Wieviel zusätzlichen Platz braucht denn so ein zweiter WM auf der Platte? Ich habe mir OpenSuSe10 auf einer recht alten 4GB-Platte aufgespielt, die vorher nur als Zwischenlager für Daten diente, und IIRC ist da nicht mehr so riesig viel Platz - dtl. unter 1GB.

Was braucht KDE, was Gnome so an Platz in einer Parallelinstallation?

taki
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Beitrag von taki » 28. Dez 2005, 10:40

Je nach dem wieviel KDE Du haben möchtest...

Eine minimale KDE-Installation (nur kdelibs3 und kdebase3) schätze ich auf ca. 60-70 MB (ich bin mir nicht sicher, ob man so etwas in einer aktuellen SUSE zum Laufen bringt, da distributionsspezifische Abhängigkeiten bestehen können, die eine Minimalinstallation sehr schwierig machen können).

Mein KDE kommt etwa auf 340 MB. Das liegt aber schon hart an der Obergrenze, weil ich KDE-Süchtig ( ;-) ) bin. Da ich selbst an einer eigenen KDE-Applikation rumbastel und auch sonst viel ausprobiere, ist da schon etliches dabei, was man als Nur-Anwender nicht benötigt.

Die Größe für ein KDE, welches nicht überladen, aber ausreichend umfangreich ist, um einem Anwender noch Spaß zu machen, liegt irgendwo dazwischen. Ich denke mit 170-200 MB liegt man richtig.
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Beitrag von commander_leberkaes » 28. Dez 2005, 12:55

OK, einfach nachinstallieren. Klingt gut, aber: Was brauch ich da alles? "KDE Komplettpaket" gibts ja da nicht, wie ich sehe.
Muss ich damit auch neue Anwendungen installieren oder laufen alle von Gnome auch auf KDE?
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Beitrag von Griffin » 28. Dez 2005, 13:05

YaST => Software installieren oder löschen => links oben Filter "Selektionen" => Häkchen bei "KDE Desktop-Umgebung"

Und Schwupps, da isses, dein neues KDE.
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Beitrag von taki » 28. Dez 2005, 13:40

Und ja, Gnome-Anwendungen laufen in etwa genauso unter KDE wie KDE-Anwendungen unter Gnome. Sie nutzen dann natürlich i.d.R. nicht die Vorteile, die KDE mit sich bringt (transparente Integration diverser Protokolle als KIO-Slave, ausgereifter, vollständiger und konsistenter Druckdialog). Diese Vorteile fehlen Gnome-Anwendungen aber auch im Gnome-Desktop selbst.

Du hast die freie Wahl. Gnome-Anwendungen verlieren i.d.R. nichts von ihrer Funktionalität, wenn sie unter KDE laufen. Wenn ich eine native KDE-Anwendung für etwas finde, was ich brauche, ziehe ich die einer Gnome-Anwendung vor, aber manchmal gibt es keine adäquate Anwendung (umgekehrt aber auch). Dann nehme ich eben in Kauf, dass die Anwendung ein kleines bischen fremdartig aussieht.

Z.B. nehme ich fürs Malen und Retouchieren eigentlich nur den Gimp. Zum Drucken wird aber dort nur gespeichert und das Bild dann mit Konqui angezeigt, weil der Druckdialog im Gimp so "benutzerfreundlich" ist, dass ich ihn schlicht für unbenutzbar halte...
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Beitrag von commander_leberkaes » 28. Dez 2005, 14:04

Ok, danke, dann hätte ich noch 2 Fragen:

Wie stelle ich KDE als Startup ein?

Wenn mir Gnome dann mal nicht mehr gefällt, kann ich das deinstallieren ohne mir ein Eigentor zu schießen, bzw ohne dass andere Anwendungen darunter leiden?
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Beitrag von ags » 28. Dez 2005, 23:35

So, zu den letzten Fragen kann ich zwar nichts sagen, aber zu einer der ersten: Kann man die parallel betreiben?

Ja, man kann :D

Ich habe mir heute morgen parallel zu meinem KDE3.5 auch noch Gnome aufgespielt und eben das erste mal gestartet. Ich war etwas irritiert, daß ich beim Startup keine Wahlmöglichkeit hatte und mir mein Standard KDE angezeigt wurde. Aber durch "Benutzer wechseln -> Neue Sitzung starten" kommt man auf den Anmeldebildschirm, in dem man dann unten links mit dem Menü "Sitzungsart" seinen WM auswählen kann. Eh man sich versieht, ist der zweite Desktop aufgebaut und bereit - parallel zum ersten, den man durch Druck von Strg-Alt-F7 ad hoc wieder erreichen kann (und zurück mit Strg-Alt-F8, siehe auch den Dialog, der beim ersten Aufrufen von "Neue Sitzung starten" kommt).

Mein etwas schwacher Rechner und die mittlerweile zehn Jahre alte 4GB-Festplatte, auf der mein Linux läuft, mucken dabei zwar ein wenig, aber ich bin zuversichtlich, daß das bei modernerer Hardware und ansprechender Rechenleistung problemlos über die Bühne geht.

Ein Tipp noch an alle, die sich ihren zweiten WM noch installieren wollen: Prüft vor dem installieren die einzelnen Paketgruppen (?). Ich habe einfach "Gnome System" komplett aktiviert und dann beim CD-Wechseln gestaunt, was ich mir da alles für unnötige Sachen mit eingespielt habe, weil ich die Inhalte nicht zumindest überflogen habe... :( Hilft nur noch manuell wieder deinstallieren.

Viel Spaß und Glück mit dem neuen WM :D

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