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Fragen zum Konvertiieren Fake RAID zu Software RAID

Alles rund um Hardware, die unter Linux läuft oder zum Laufen gebracht werden soll

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gorgonz
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Fragen zum Konvertiieren Fake RAID zu Software RAID

Beitrag von gorgonz » 22. Apr 2020, 00:53

Merke langsam, das Thema ist eher schwierig und ich verstehe gelesene Beiträge manchmal nicht genau genug. Daher schreib ich mal auf, was ich zusammen getragen habe und welche Fragen sich daraus ergeben. Ist eine Fortsetzung aus dem Thread https://linux-club.de/forum/viewtopic.php?f=92&t=123103

Habe 2 Platten auf Basis von Fake-RAID inzwischen erfolgreich auf größere Disks gewechselt und gesynced, aber weiterhin Fake-RAID. Diese Platten sind zum Glück reine Datenplatten (/home) und ohne Boot record.

Inzwischen weiß ich, dass das Format der Daten abhängig vom Mainboard ist, ich würde also eine ausgebaute Platte nicht einfach in einem anderen PC lesen können, Ok, noch kein Problem, aber nix wie weg vom Fake-RAID!

Meine ursprüngliche Idee war, im ersten Schritt das RAID im BIOS (CTRL-I) zu löschen, um 2 losgelöste Platten daraus zu machen, werde aber im BIOS gewarnt, dass dann die Daten verloren sind, obwohl das im Internet als verlustfreie Methode beschrieben wird. Wem soll ich glauben?

Für mich ergeben sich daraus die Folgerungen [AN1]:
- Ich darf nicht mit dd arbeiten
- Ich könnte mit rsync arbeiten oder per Dolphin alle Dateien auf eine Nicht-RAID Platte kopieren
- Dann müsste ich /home auf den kopierten Bereich umstellen
- Dann kann ich das RAID im BIOS löschen, auch wenn die Platte nicht mehr lesbar sein sollte
- booten und eine der neuen Platten unter Linux formatieren
- Die kopierten Daten wieder zurück kopieren
- /home wieder zurück stellen


Meine Fragen sind:
- Ist das der sinnvollste Weg, da er doch lange Zeit erfordert?
- Dieses mdadm kann offensichtlich Informationen des Fake-RAIDs verarbeiten. Kann ich damit schneller von Fake-RAID zu Soft-RAID konvertieren?
- Im Internet habe ich gelesen, dass Fake-RAID einen passenden Treiber unter Linux braucht, weil die eigentliche Arbeit eh unter Linux gemacht wird. Kann ich das nutzen, um ein kürzeres Verfahren zu verwenden? Was wäre das dann?
- im anfangs genannten Thread hatte josef-wien einige mdadm Kommandos genannt, ziemlich als Erstes einen Create. Aber müssen da nicht erst die Punkte aus meinen Folgerungen [AN1] schon erledigt sein?

Sorry, wenn es etwas verworren klingt, aber an diesen Fragen scheitere ich gerade.

Würde mich wieder freuen, wenn ihr mir etwas auf die Sprünge helfen könnt :-) . Vielleicht ist das ja auch für andere eine Hilfestellung.
Meine Systeme:
PC (I7-2600K): openSUSE leap 15.1 (64bit), QT 5.9.7, KDE Frameworks 5.55.0, 4.12.14-lp151.28.36-default
Laptop: Samsung RC530 (I7-2670QM), openSUSE tumbleweed, QT 5.11.0, KDE Frameworks 5.47.0, kernel 4.17.5-1-default

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spoensche
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Re: Fragen zum Konvertiieren Fake RAID zu Software RAID

Beitrag von spoensche » 22. Apr 2020, 16:52

Konntest du die Größe des Fake-RAIDS im BIOS ändern? Wenn ja, dann brauchst du nicht zwingend auf ein Software RAID umsteigen. Es sei den, du willst unbedingt auf ein Software RAID umsteigen.

josef-wien
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Re: Fragen zum Konvertiieren Fake RAID zu Software RAID

Beitrag von josef-wien » 22. Apr 2020, 18:14

josef-wien hat geschrieben:Ich rate dazu, bei den beiden neuen Platten auf Partitionenebene ein Linux-Software-RAID einzurichten und danach die Daten zu kopieren.
Da steht nichts davon, daß Du zuerst kopieren sollst.


gorgonz hat geschrieben:werde aber im BIOS gewarnt
Was wirklich passiert, wird Dir nur der Hersteller Deines BIOS/UEFI sagen können (in der Theorie, in der Praxis werden die Leute keine Ahnung haben). Mit Fake-RAID habe ich mich weder beschäftigt noch die Absicht, es zu tun.

Aber wo liegt das Problem? Eine Sicherung Deiner Home-Partition wirst Du doch haben (RAID 1 sind redundante Daten, aber keine Sicherung). Fange mit den beiden Platten wieder von Null an.

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