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sinnvolle partitionierung?

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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mimoeschen
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sinnvolle partitionierung?

Beitrag von mimoeschen » 4. Nov 2008, 14:32

nach meinem ersten nicht so glücklichen linux-versuch habe ich nun beschlossen nochmal von vorn zu beginnen.

ich habe eine 120 gb festplatte im rechner. ca. 10 gb ist eine partition von windows wo sich gesicherte dokumente drauf befinden, die ich auch behalten muß.

auf dem rechner wird kein windows mehr installiert.

wie teile ich den rest der festplatte am sinnvollsten auf? ich hätte gern eine partiton, wo nur das betriebssystem und die programme drauf sind und eins wo sich die downloads und sonstiges zeugs ansammeln kann.

wie groß muß die systempartition sein um vernünftig mit arbeiten zu können reichen 20 gb?

bitte nicht wegen der blöden frage meckern... ich hab keinerlei erfahrung mit linux und keinen bock, das dann nach kurzer zeit nochmal neu zu machen,weil ich merke es reicht nicht, wie ichs eingeteilt habe. es soll also was von dauer sein, wo ich dann auch nicht mehr dran herumbasteln muß.

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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von ing0 » 4. Nov 2008, 14:51

Da wird es sicherlich eine Menge verschiedene Meinungen zu geben.
Bei mir beläuft sich das etwa so

Code: Alles auswählen

2 Gb für "swap"
10 Gb für "/" (das System) als ext3 formatiert - reicht völlig
100 Gb für "/home" (all mein Zeugs) als ext3 formatiert
320 Gb (extern) für /media/Daten (hier lagert noch mehr Zeugs, und Backups) als ext3 formatiert
Viele haben auch noch extra Platz für /tmp gebunkert, je nach Art der Benutzung macht das durchaus sinn, aber für private Zwecke meiner Meinung nach nicht relevant.

Bei misch Systemen (Windows und Linux) solltest du beachten, dass Windows ohne weiteres keinen Zugriff auf ext3 Partitionen hat. Also sollte man einen Teil NTFS oder FAT belassen um daten zwischen den System zu tauschen.
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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von Rainer Juhser » 4. Nov 2008, 15:00

Du brauchst für den Anfang
- eine SWAP-Partition, sollte etwas größer als dein RAM sein (1,5 x RAM ist auf jeden Fall genug)
- eine ext3-Partition für / (Root-Partition für Programme und Systemdaten), ca. 20GB sollten da ausreichen
- eine ext3-Partition für /home (da kommen deine Daten drauf, d.h. auch Downloads etc.)
- die alte Partition mit den Windows-Daten

also insgesamt 4 Partitionen
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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von gropiuskalle » 4. Nov 2008, 16:03

Was macht Ihr alle mit diesen riesenhaften swap-Partitionen? Solche Größen benötigt man höchstens für suspend to disk oder sowas, ansonsten reicht da ein halber GB lockerflockig. Wenn der überläuft, rennt ohnehin etwas ganz gewaltig gegen die Wand...

Und 20GB für eine Systempartition erscheinen mir auch irgendwie ziemlich üppig - mein System ist ziemlich fett, dennoch komme ich gerade mal auf 7.5GB. 12 bis 15 sollten da für alle Fälle reichen. Finde ich.

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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von ing0 » 4. Nov 2008, 16:25

ing0 hat geschrieben:Da wird es sicherlich eine Menge verschiedene Meinungen zu geben.

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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von B.Hannes » 4. Nov 2008, 17:58

Hallo mimoeschen,

ich sehe es wie Rainer Juhser 4 Partitionen


meine 80er Platte habe ich wie folgt aufgeteilt

- eine SWAP-Partition, 1GByte
- eine ext3-Partition für / (Root-Partition für Programme und Systemdaten) ~10GByte
- eine ext3-Partition für /home der Rest, ca. 62 GByte.

eine extra Partition für /tmp macht IMHO Sinn, wenn du viel "Zwischenspeicher" für DVD und/oder Bildbearbeitung benötigst.

Grüße

Hannes

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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von josef-wien » 4. Nov 2008, 18:04

Damit noch eine Meinung dazukommt: http://www.linux-club.de/viewtopic.php? ... 87#p595659

Ja, ich weiß, 16 GB sind derzeit sehr üppig (von meinen 16 GB brauche ich derzeit 6 GB). Aber mit dem Speicherplatz, mit dem ich 2005 mit SuSE 9.2 begonnen habe, käme dreieinhalb Jahre später openSUSE 11.0 auf keinen Fall aus. IT-Systeme haben nun einmal die Eigenschaft, von Version zu Version immer größer zu werden.

Ich habe ja Übung darin, Partitionen zu vergrößern, zu kopieren, zu verschieben, aber ein durchschnittlicher Benutzer tut sich da schwer, daher halte ich es für besser, für die Zukunft vorzubauen (wobei die Festplattengröße auch eine Rolle spielt). Aber die letzte Entscheidung kann unserem mimoeschen ohnehin niemand abnehmen.

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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von Z-City » 4. Nov 2008, 20:56

So als Faustregel sind folgende Einstellungen in den meisten Anwendungsfällen (gerade bei Neueinsteigern) zu empfehlen:

Primäre Partition1:
- /: 15-20 GB, wer gerne bastelt und am OS spielt sollte sich eher in Richtung 20 GB orientieren

Primäre Partition2:
- Windows Partition

Erweiterte Partition1
--> Logische Partition1: - /swap: Doppelte Größe des RAM, jedoch max 2GB. (macht sich bei Virtualisierung, mit mehreren Maschinen schnell bemerkbar)
--> Logische Partition2: - /home: der Rest der Platte

Weitere Partitionen sind für Einsteiger nicht sinnvoll.
Gruß vom
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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von cero » 4. Nov 2008, 21:39

Ich persönlich bevorzuge für /boot noch eine eigene Partition (bei mir 500 MB, weil ich es habe ;) ).
Wissen, was man weiß,
und wissen, was man nicht weiß,
das ist wahres Wissen.
(Konfuzius)


"Auf der dunklen Seite gibt es keine Kekse, Luke! Bleib lieber hier!" - Obi-Wan Kenobi

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Rainer Juhser
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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von Rainer Juhser » 4. Nov 2008, 22:37

gropiuskalle hat geschrieben:Was macht Ihr alle mit diesen riesenhaften swap-Partitionen? Solche Größen benötigt man höchstens für suspend to disk oder sowas
Genau das ist der Grund für die Empfehlung.
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mimoeschen
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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von mimoeschen » 4. Nov 2008, 23:14

danke euch für eure tipps. ich habs versucht so umzusetzen, aber irgendwas muß bei schief gegangen sein :???:

meine windowspartiton, die auf der ersten festplatte war ist verschwunden. ich habe sie aber 100% nicht gelöscht.

als ich die partitions eingerichtet habe, habe ich mit gparted meine festplatte ausgewählt, anschließend zuerst die primäre partition mit 15 gb angelegt, danach die swap und zum schluß die extendet mit dem rest als logische.

davon daß da noch nen stück windows war, war die ganze zeit nix zusehen. was ist da nun wieder passiert und ist da noch was zu retten?

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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von josef-wien » 5. Nov 2008, 00:02

mimoeschen hat geschrieben:als ich die partitions eingerichtet habe, habe ich mit gparted meine festplatte ausgewählt, anschließend zuerst die primäre partition mit 15 gb angelegt, danach die swap und zum schluß die extendet mit dem rest als logische.
Das heißt doch, daß Du zuerst die vorhandenen Partitionen gelöscht haben mußt, denn sonst hättest Du das Beschriebene nicht machen können. Ob da noch etwas zu retten ist, kann ich nicht sagen. Ich weiß, es hilft Dir nicht, aber eine Partitionierungsänderung ohne vorherige Datensicherung ist ein riskantes Unternehmen.

P.S. Gegenüber http://www.linux-club.de/viewtopic.php? ... 71#p597879 stelle ich fest, das Deine erweiterte Partition schon wieder bei 14588 aufhört, 14589 bis 14592 sind nicht zugeteilt.

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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von mimoeschen » 5. Nov 2008, 00:34

ich habe wirklich nix gelöscht.

es hat mir die 111,7 gb angezeigt und die habe ich so lange verteilt, bis nix mehr übrig war. wo der rest schon wieder her kommt weiß ich nicht :???:

hab es wirklich so gemacht wie oben geschrieben

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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von josef-wien » 5. Nov 2008, 22:29

Nachdem sich die Partitionierung einer bis auf den letzten Zylinder in Partitionen aufgeteilten Festplatte nicht von selbst in Luft auflöst, mußt Du - wie auch immer Du das zu Stande gebracht hast - zuerst alle vorhandenen Partitionen entfernt haben, sonst ist
mimoeschen hat geschrieben:es hat mir die 111,7 gb angezeigt
nicht möglich.

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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von Z-City » 6. Nov 2008, 08:30

Schau Dir mal sdb1 an ... "Filesystem HPFS/NTFS" mit 6GB. Das ist Deine zweite Festplatte und da ist noch eine Partition mit einem Windows Filesystem drauf. Deswegen steht da ja auch als Mountpoint /Windows/C.

Evtl. beim Botten mal die Option "Boot-Menu" wählen und die zweite Festplatte direkt ansprechen. Dann siehst Du ob Windows noch da ist.

Gruß vom
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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von mimoeschen » 6. Nov 2008, 19:00

josef-wien hat geschrieben:Nachdem sich die Partitionierung einer bis auf den letzten Zylinder in Partitionen aufgeteilten Festplatte nicht von selbst in Luft auflöst, mußt Du - wie auch immer Du das zu Stande gebracht hast - zuerst alle vorhandenen Partitionen entfernt haben, sonst ist
mimoeschen hat geschrieben:es hat mir die 111,7 gb angezeigt
nicht möglich.

na ja... jetzt im nachhinein ist mir mein irrtum glaube klar geworden:

lt. setup hat meine festplatte 120gb

angezeigt wurden mir (und werden immer noch) 111,7 gb (warum auch immer). auf jeden fall ging ich davon aus, daß das das ist, was für linux zur verfügung steht. die windowspartition war ca 10 gb groß. das zusammen ergibt so ca. meine festplattengröße.

als ich die partitionen neu eingerichtet habe, habe ich natürlich zuvor gelöscht... auch die extendet. und in dieser wird wohl meine windowspartition gelegen haben, vermute ich mal.

vielleicht habt ihr ja nun auch noch ne erklärung, wieso meine festplatte nur noch 111 gb hat

im übrigen habe ich mein linux jetzt das dritte mal neu gemacht, weil das zweite nicht so toll war und mir da ja wieder einige blöcke gefehlt haben. das kde hat auch nicht so recht funktioniert.

auf jeden fall läuft jetzt alles gut und bis jetzt auch fehlerfrei und nicht zugeordnetes habe ich nun auch nicht mehr.

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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von B.Hannes » 6. Nov 2008, 19:57

Hallo mimoeschen,
mimoeschen hat geschrieben:
vielleicht habt ihr ja nun auch noch ne erklärung, wieso meine festplatte nur noch 111 gb hat
Marketing und kreativ gerundet. Die Gigabyte/Megabyte mal mit 1024, wie Binär üblich berechnet oder mit 1000 == Kilo.
Macht pro MegByte eine Differenz von 48576 Byte . Bei Gigabyte kommt da eine nette Differenz zusammen.

Hannes

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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von stoker232 » 6. Nov 2008, 20:16

Hi,
B.Hannes hat geschrieben:Hallo mimoeschen,
mimoeschen hat geschrieben:
vielleicht habt ihr ja nun auch noch ne erklärung, wieso meine festplatte nur noch 111 gb hat
Marketing und kreativ gerundet. Die Gigabyte/Megabyte mal mit 1024, wie Binär üblich berechnet oder mit 1000 == Kilo.
Macht pro MegByte eine Differenz von 48576 Byte . Bei Gigabyte kommt da eine nette Differenz zusammen.

Hannes
Richtig tip mal in die Konsole df -h und dann df -H Rechne das mal aus.
Es sieh doch besser aus wenn die festplatte 500 GB hat als da steht 488 GB.
Suse11,2, Lenovo 3000 N200 TY2BGGE 250GB, 3GB Ram
Suse11.3, Lenovo S10-3, 250GB, 2GB Ram
Suse12.1, 3.1.0-01.2-desktopx86_64, KDE 4.7.2"rel.5"
Gk: GeForce 8800 GTS 512MB
MB: Asrock M3N78D
Cpu: AMD iiX6 1090T 3,2GHz
Ram:16GB

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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von mimoeschen » 6. Nov 2008, 20:47

stoker232 hat geschrieben:Hi,


Richtig tip mal in die Konsole df -h und dann df -H Rechne das mal aus.
Es sieh doch besser aus wenn die festplatte 500 GB hat als da steht 488 GB.

ja da tatsächlich... wieder was gelernt, danke euch :D

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Re: sinnvolle partitionierung?

Beitrag von GüNN1 » 8. Nov 2008, 11:06

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