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Einhängen von NTFS-Partitionen auf Platten an RAID-Controlle

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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Thomas M.
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Einhängen von NTFS-Partitionen auf Platten an RAID-Controlle

Beitrag von Thomas M. » 5. Sep 2008, 11:18

Hallo,
nachdem es mir nach zahlreichen Installationsveruchen gelungen ist openSUSE 11.0 auf meinem Rechner, der als Server laufen soll, zu installieren, muss ich nun an die Daten, die sich auf SATA2-Platten an den RAID-Controllern befinden. Die Daten liegen in großen NTFS-Partitionen, die aus der vorherigen Windows2003Server-Installation stammen. Sozusagen eine Altdatenübernahme.
Im Einzelnen: Mainboard: Asus A8N-SLI Premium mit zwei RAID-Controllern NVIDIA NForce 4 SLI mit einem RAID 0+1 und Silicon Image 3114R mit einem RAID5.
Die Platten kann ich in der Installation über sysinfo nicht sehen, aber über den Punkt Hardware im Yast. Wie kann ich nun die Platten als RAID einhängen, denn ich will ja nicht auf die einzelne Platte sehen, sondern auf die Partition in diesem RAID auf jeweils 4 Platten?
Wer kann mir da helfen?

Vielen Dank, Thomas M.

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spoensche
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Re: Einhängen von NTFS-Partitionen auf Platten an RAID-Controlle

Beitrag von spoensche » 5. Sep 2008, 15:05

Du kannst im Yast den Mountpoint für die Platten setzen. Hast du unter Linux ein Hardware RAID oder ein Software RAID?

Tooltime
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Re: Einhängen von NTFS-Partitionen auf Platten an RAID-Controlle

Beitrag von Tooltime » 5. Sep 2008, 15:56

Klingt nach zwei Software-Raid's mit BIOS-Unterstützung. Dann müssten die dm-raid Module zuständig sein.
Was ergibt denn
  • ls -lisa /dev/mapper
als Ausgabe?

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Rainer Juhser
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Re: Einhängen von NTFS-Partitionen auf Platten an RAID-Controlle

Beitrag von Rainer Juhser » 5. Sep 2008, 16:10

Thomas M. hat geschrieben:Sozusagen eine Altdatenübernahme.
Ich würde mal sagen etwas spät sich jetzt Gedanken darüber zu machen. :???:
Thomas M. hat geschrieben:zwei RAID-Controllern NVIDIA NForce 4 SLI mit einem RAID 0+1 und Silicon Image 3114R mit einem RAID5
Also wohl Fake-RAID, schlimmstenfalls ohne Linux-Treiber. :/
Thomas M. hat geschrieben:Die Platten kann ich in der Installation über sysinfo nicht sehen, aber über den Punkt Hardware im Yast.
Grund siehe oben
Thomas M. hat geschrieben:Wie kann ich nun die Platten als RAID einhängen
Wenn du Pech hast gar nicht, wenn du Glück hast geht es mit dmraid
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Re: Einhängen von NTFS-Partitionen auf Platten an RAID-Controlle

Beitrag von Thomas M. » 5. Sep 2008, 21:58

Hallo,
danke für die Schadenfreude. Ganz so blauäugig bin ich dann doch nicht. Verloren wäre aber zumindest eine große geschnittene Filmsammlung. Handelt es sich hierbei nicht um Hardware-RAID's? Es gibt dafür doch Chipsätze auf dem Mainboard? Wie kann ich diese RAID's aus dem vorherigen Windows-System in Linux einhängen?
Mount-Points kann ich doch nicht einfach setzen? Für welche Platte von den jeweils vieren? Beim Listen erscheinen die Platten.

Thomas M.

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Re: Einhängen von NTFS-Partitionen auf Platten an RAID-Controlle

Beitrag von Rainer Juhser » 5. Sep 2008, 23:06

Hat mit Schadenfreude nix zu tun - war eher ein versteckter Hinweis auf das obligatorische Backup vor einem Systemwechsel. ;)

Hardware-RAID ist auch ein dehnbarer Begriff. Richtiges Hardware-RAID kostet auch richtige Kohle - das findest du nicht so einfach in einem 3 Euro-Chip auf 'nem Consumer-Mainboard. Hier handelt es sich wohl eher um ein Pseudo- oder Fake-Hardware-RAID. Man kann auch "Software-RAID mit BIOS-Unterstützung" dazu sagen, wie Tooltime es gemacht hat.

Wie du damit unter Linux klarkommst, steht oben schon: dmraid ist der Suchbegriff. Und die Antwort auf das hier
Tooltime hat geschrieben:Was ergibt denn
  • ls -lisa /dev/mapper
als Ausgabe?
bist du bis jetzt auch noch schuldig geblieben.

Eventuell hast du aber bessere Chancen, wenn du auf der Platte, auf der jetzt dein Suse drauf ist, noch mal ein Windows installierst, die Treiber für deine RAID-Chips einspielst und dann das oben erwähnte Backup nachholst. Anschließend kannst du im BIOS dann die Platten auf normalen SATA-Betrieb umstellen (ACHTUNG Datenverlust!), neu partitionieren und dir dann wenn du willst ein Software-RAID unter Linux darauf einrichten.
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Re: Einhängen von NTFS-Partitionen auf Platten an RAID-Controlle

Beitrag von Thomas M. » 6. Sep 2008, 00:54

Hallo,
noch mal Windows installieren, sehr ungern. Lieber liefere ich noch etwas nach.

ls -lisa /dev/mapper
total 0
4249 0 drwxr-xr-x 2 root root 60 Sep 5 22:25 .
315 0 drwxr-xr-x 13 root root 4940 Sep 5 23:41 ..
4250 0 lrwxrwxrwx 1 root root 16 Sep 5 22:25 control -> ../device-mapper

Heißt das openSUSE unterstützt nicht die genannten Chipsätze und ich muss unter Linux ein Software-RAID anlegen?

Thomas M.

spoensche
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Re: Einhängen von NTFS-Partitionen auf Platten an RAID-Controlle

Beitrag von spoensche » 6. Sep 2008, 14:27

Die Chipsätze evtl. schon, aber Linux unterstützt kein RAID auf Faik- RAID Basis, weil ein Fake- Raid von der Stabilität nicht gerade bereauschend ist und das Software- RAID dagegen stabiler ist. Anders sieht die Geschichte, wie es schon erwähnt worden ist, mit einem richtigen Hardware RAID aus.

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Re: Einhängen von NTFS-Partitionen auf Platten an RAID-Controlle

Beitrag von Tooltime » 6. Sep 2008, 16:57

spoensche hat geschrieben:Die Chipsätze evtl. schon, aber Linux unterstützt kein RAID auf Faik- RAID Basis, weil ein Fake- Raid von der Stabilität nicht gerade bereauschend ist und das Software- RAID dagegen stabiler ist.
Wieso? Dabei handelt sich doch um einfache Software-RAIDs mit BIOS-Unterstüzung zum booten. Warum sollte ein Software-RAID stabiler sein als ein Software-RAID?
spoensche hat geschrieben:Anders sieht die Geschichte, wie es schon erwähnt worden ist, mit einem richtigen Hardware RAID aus.
Dann kauft man einen ziemlich teuren Controller, wenn man Glück hat geht der nach 4 Jahren kaputt, man bekommt keinen Ersatz mehr und alle Daten sind weg, Prima Vorschlag! Wer seine Daten an bestimmte Hardware bindet muss auch langfristig für Ersatz sorgen können. Für den normalen Hausgebrauch sind das übertriebene und zu teure Lösungen die sonst auch in eine Sackgasse führen können.

Sorry, aber mich regt es manchmal auf wenn Leute so tun als wäre ein Hardware-RAID eine sichere Universallösung. Für mich ist das im Hausgebrauch ein teures Spielzeug, das nur vor dem Ausfall einer einzigen Festplatte schützt und mehr nicht.

So, zurück zum Thema. Lies dir mal die man page von dmraid durch. Vielleicht reicht schon ein einfaches "/etc/init.d/boot.dmraid start". Bist jetzt habe ich selber nichts in der Richtung probiert, daher alles auf eigene Gefahr.

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Re: Einhängen von NTFS-Partitionen auf Platten an RAID-Controlle

Beitrag von spoensche » 8. Sep 2008, 14:16

Tooltime hat geschrieben:Wieso? Dabei handelt sich doch um einfache Software-RAIDs mit BIOS-Unterstüzung zum booten.
Nein eben nicht. Fake RAIDS sind onBoard Hardware RAID- Controller, die zusätzlich noch die CPU in Anspruch nehmen und die nur mit Windows laufen bzw. wo es nur für Windows Treiber für gibt. Deswegen Fake RAID.
Tooltime hat geschrieben: Sorry, aber mich regt es manchmal auf wenn Leute so tun als wäre ein Hardware-RAID eine sichere Universallösung. Für mich ist das im Hausgebrauch ein teures Spielzeug, das nur vor dem Ausfall einer einzigen Festplatte schützt und mehr nicht.
Kein Grund mich so anzupflaumen. Das geht auch in einem vernünftigen Tonfall.
Ich habe nur darauf hingewiesen, dass ein Hardware- RAID Controller eine Möglichkeit ist und Fake- RAID' s von Linux nicht unterstützt werden. Ich habe auch nicht gesagt, dass es eine Universal- und Nonplusultra Lösung ist. Ausserdem gibt es die für den privaten Gebrauch Hardware- RAID Controller mittlerweile recht günstig. Weiterhin schützt es nicht nur vor dem Ausfall einer Platte, das hängt vom Modi ab. Ein Hardware- RAID ist lediglich schneller und stabiler.

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Re: Einhängen von NTFS-Partitionen auf Platten an RAID-Controlle

Beitrag von Tooltime » 8. Sep 2008, 17:44

@spoensche Es war absolut nicht meine Absicht dich anzupflaumen, daher bitte ich um Entschuldigung.

Aber inhaltlich stehe ich zu meiner Aussage auch wenn sie anscheinend vom Tonfall völlig falsch ist. Also ich sehe da folgende Aussagen:

a)
Linux unterstützt keine Onboard-Raid-Controller.
So weit ich weiß sind dafür die Module dm-raid im Kernel integriert und als Software gibt es das Paket dmraid.

b)
Onboard-Raid-Controller laufen stabiler als Software RAID's
Bis jetzt habe ich nichts von erhöhten Ausfallraten bei Onboard-Raid-Controller gehört.

c)
Die Empfehlung besser einen Hardware-RAID-Controller zu verwenden.
Ich finde wer zu so einer Lösung rät sollte auch auf die Risiken und Nebenwirkungen hinweisen sonst wird aus einer teuren Investition schnell ein Datengrab. Denn letztendlich bindet man seine Daten wieder an eine einzige Komponente, nämlich dem Hardware-RAID-Controller. Da es keine Garantie gibt das spätere Versionen des Controllers (auch vom gleichen Hersteller) zum verwendeten kompatibel sind, muss rechtzeitig für möglichen Ersatz gesorgt werden. Probleme die bei Software-RAID's nunmal nicht auftreten.

Die Frage Hardware oder Software bei Onbaord-RAID?
Also wir sind uns schonmal darüber einig das die CPU benutzt wird, damit muss es zwangsläufig auch eine Software geben die von der CPU ausgeführt wird. Wäre diese komplette Software im BIOS würde man keine speziellen Treiber benötigen, denn das BIOS wäre eine konstante Schnittstelle und würde wie ein ganz normaler IDE-Controller aussehen. Da man aber aus einen derartigen RAID booten kann, muss zumindest eine Routine zum lesen im Bios vorhanden sein. Das Ergebnis, ein Software-RAID mit Bios-Unterstützung zum booten.
spoensche hat geschrieben: Weiterhin schützt es nicht nur vor dem Ausfall einer Platte, das hängt vom Modi ab. Ein Hardware- RAID ist lediglich schneller und stabiler.
Meinst du etwa RAID 6? Die sind als Hardware-RAID nicht unbedingt günstig und ändern an der
grundsätzlichen Harware-Controller-Problematik nichts. (Controller weg -> Daten weg)

Ein Hardware-RAID ist schneller?
Wie schnell ist ein Hardware beim schreiben wenn die Daten nicht in den Cache des Controllers passen. Oder Stichwort ändern vieler kleiner Dateien, die entsprechenden Datenblöcke aller Datenplatten müssen geladen werden zur Berechnung der Parityblöcke. Ein wie oben beschriebenes RAID 0+1 besteht aus zwei gespiegelten Zweigen, wobei die Tranferrate in jeden Zweig fast aus der Summe einzelnen Plattengeschwindigkeiten besteht. Und nun kommt der entscheidene Witz bei einem Software-RAID, aus beiden Zweigen des Spiegels können gleichzeitig unterschiedliche Daten gelesen werden. Damit kann die Lesegeschwindigtkeit bis zur Summe der Transferrate aller verwendeten Platten skalieren. Ich bin mir nicht sicher ob eine Aussage wie "ein Hardware-Raid ist schneller" immer richtig ist, ich würde sagen kommt ganz auf den Anwendungsfall an!

Das ist kein Versuch nochmal rumzupflaumen, aber wenn meiner Meinung nach Fakten falsch dargestellt werden wiederspreche ich nun mal, auch wenn die Aussagen von einem Moderator kommen. Und ehrlich gesagt wenn ich jetzt Bilanz ziehe, sehe ich keine Aussage die ich ohne Vorbehalte als richtig werten würde, noch eine die bei der Lösung des ursprunglichen Problems weiter hilft oder ein Argument warum meine Aussagen nicht stimmen sollten.

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Re: Einhängen von NTFS-Partitionen auf Platten an RAID-Controlle

Beitrag von spoensche » 9. Sep 2008, 10:17

@tooltime: Mein letzter Post war auch mehr auf deine Aussage gerichtet (eine Art Stellungnahme). Ich habe nicht gesagt das deine Aussagen falsch sind. Das man bei so einem Thema unterschiedlicher Meinung ist, ist normal. Auch mit einem Hardware RAID kann von 2 oder mehr Platten gelesene werden. ;)
Nur weil ich Moderator bin, habe ich nicht immer Recht und bin da auch offen für anderes, so ist es ja nicht. Ich sag jetzt mal "Frieden" geschlossen. ;) Wer jetzt was bevorzugt ist ja auch mal egal.

Zum Thema:

Thomas hast du evtl. noch einen anderen Windows Rechner mit Raid, wo du die Platten einbinden könntest um eine Sicherung zu machen? Das wäre unter Umständen auch noch eine Lösung statt eine Windows- Installation, vorausgesetzt Windowsplatten lassen sich so ohne weiteres in ein anderes Windows RAID einbinden.

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