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[gelöst] Backup-Platte vs. RAID

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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Mulambo
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[gelöst] Backup-Platte vs. RAID

Beitrag von Mulambo » 22. Apr 2008, 17:14

Hallo!

Ich hoffe ich hab das jetzt im richtigen Bereich gepostet, aber da es sich nicht um ein technisches Problem oder Ähnliches handelt, wollte ich es nicht unter Festplatten posten.

Nun aber mal zu meiner Frage. Da meine Festplatte allmählich etwas knapp wird habe ich beschlossen mir eine Neue zu besorgen um mein System zu erweitern. Da ich bis jetzt nie Backups gemacht habe, dachte ich es wäre an der Zeit mal damit anzufangen. Ich hatte bis jetzt auch schon 2 Festplattenausfälle, konnte aber fast alle wichtigen Daten immer irgendwie retten (nur diese Glücksspiel, ob ich sie zufällig von meinem Zweit-PC besorgen kann möchte ich mir doch schön langsam sparen...).

Ich hab mich auch schon etwas schlau gemacht diesbezüglich. Zur Auswahl stehen für mich entweder eine 2te Backup-Platte oder ein RAID 5. Da ich mich aber hauptsächlich gegen Plattenschäden absichern will, tendiere ich eher zu letzterem. Versehentliches Datenlöschen ist bei mir eigentlich nie aufgetreten, soweit ich mich zurückerinnern kann. Ich bin da immer sehr vorsichtig :)
Außerdem käme mir der RAID auch günstiger in der Anschaffung der Platten, da ich hier ja für die selbe Größe weniger Platten bräuchte.

Nur jetzt habe ich einige Fragen bzgl. des RAID 5, welche bei einer Zweitplatte nicht notwendig wären. Ich plane auch mehrere Distributionen parallel zu installieren. Momentan laufen bei mir nur OpenSUSE und Windows (was ich aber fast nie verwende). Erkennen dann andere Distributionen während der Installation, dass ich bereits einen Software-RAID angelegt habe, oder können dabei Probleme auftreten? Mit Windows werde ich dann ja wahrscheinlich nicht mehr auf diese Platten zugreifen können, oder?
Bis jetzt habe ich es mir so vorgestellt, meine alte Platte für die Betriebssysteme zu verwenden, und auf den neuen dann alle Daten und mein Homeverzeichnis zu speichern.
Und welches Dateisystem käme dann für einen solchen RAID in Frage? Momentan benutze ich XFS. Mir ist klar, dass dazu viele verschiedene Meinungen kursieren, aber ich denke ich würde das dann weiter verwenden.

Das wichtigste wäre für mich halt, dass ich bei nachträglicher Installation von anderen Distributionen auf den vorhandenen RAID zugreifen kann. Ob Windows das dann auch kann ist eher sekundär, da ich dort lediglich Spiele oder Programme habe die eigentlich nicht ständig auf die Daten zugreifen müssen.



Ach, und zu guter letzt noch Etwas, was weniger damit zu tun hat, aber mich und einen Freund schon länger beschäftigt:
Angenommen ich habe zu wenige SATA-Stromstecker an meinem Netzteil. Dann kann ich ja mittels Y-Adapter und einem normalen Stromstecker 2 solche machen. Ist es Problematisch 2 SATA-Festplatten auf diesem Wege mit Strom zu versorgen? Also der Hausverstand sagt mir ja, dass es besser ist, jede Platte an ein eigenes Stromkabel zu geben. Aber ich würde das gern genauer wissen, und selbst probieren mag ich das irgendwie nicht gerade ... :D

Lg Alex
Zuletzt geändert von Mulambo am 25. Apr 2008, 18:40, insgesamt 1-mal geändert.

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nbkr
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Beitrag von nbkr » 22. Apr 2008, 17:24

Software Raid ist immer problematisch. Ich hab bisher kaum eines gesehen das bei einem Plattencrash nicht auch den Geist aufgeben hat. Zwar konnte man die Daten anhand der zweiten Platte retten, aber so ein einfaches "ich bau die Platte aus und ne neue ein" funktioniert nicht immer. Ich würde deshalb empfehlen auf ein echtes Hardware Raid 1 (da brauchst Du auch nur 2 Platten, keine 5) zu setzen.

Die Controller von 3ware sind schon relativ kostengünstig zu haben (150 Euro bei tuxhardware.de, aber vermutlich bekommt man das bei ebay und Konsorten noch billiger) und werden 1a von Linux unterstützt. Da musst Du dir dann auch keine Gedanken darüber machen ob Windows oder andere Distributionen damit klar kommen. Das sollte die Hardware alleine lösen, die Betriebssysteme sehen nicht dass es sich eigentlich um zwei Platten handelt. (Man möge mich korrigieren wenn jemand diesbezüglich von Problemen weiß, bisher hab ich auf einem Raid immer nur ein OS installiert).

Nichts destotrotz: Ein Softwareraid kannst Du auch mit verschiednen Distributionen nutzen, allerdings wüsste ich nicht wie man das gleich bei der Installation angibt. Im Zweifelsfall wäre dann als das Raid nur für Datenplatte zu brauchen.

Bzgl. Dateisystem wüsste ich nichts was gegen die üblichen verdächtigen spricht.
Kann gar nicht sein, ich bin gefürchtet Wald aus, Wald ein.

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Beitrag von Dr. Glastonbury » 22. Apr 2008, 23:20

Moin,
ich würde dir zu einer Backupplatte raten, auf die du wöchentlich oder täglich, je nachdem, wie wichtig dir die Daten sind, ein backup schreibst. Dann kannst du nämlich auch Dateien, die du versehentlich gelöscht hast wieder vom letzten Backup herstellen. Über Scripte, wie Tob ist es dann sogar möglich inkrementelle oder differenzielle Backups zu erstellen.

Bei einem Raid sind die Daten zwar nach einem Festplattenausfall hoffentlich noch wiederaufrufbar, jedoch wenn du sie aus eigenem Verschulden löschst, dann kommst du nicht mehr an sie dran! Ebenfalls habe ich auch schon Geschichten gehört, bei denen der nvram des Controllers entschieden hat, den Raidverbund zu vergessen und damit auch alle Daten weg waren (ok, man hätte die Platten wohl noch zum spezialisten geben können).
Zuletzt geändert von Dr. Glastonbury am 23. Apr 2008, 12:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von timotool » 23. Apr 2008, 08:39

nbkr hat geschrieben:(da brauchst Du auch nur 2 Platten, keine 5)
5? :shock: Wieso 5?
Raid 1 min. 2 Platten, Raid 5 min. 3 Platten... Denke aber du hast dich nur verschrieben.

Back to Topic
Eine BackupHDD (bzw. ein Backup allgemein) kann man mit einem Raid zur steigerung der Ausfallsicherheit nicht vergleichen! Das ist wie Äpfel und Birnen. Wenn man Ausfallsicherheit will, braucht man ein Raid, will man sich vor gelöschten Daten oder logischen Fehlern schützen, braucht man ein Backup. Im Idealfall also beides.

@Dr. Glastonbury
Die Wahrscheinlichkeit das der Controller das Raid "vergisst" ist sehr gering. Die Wahrscheinlichkeit das die Platte kaputt geht ist imho höher. Ein guter Controller schreibt die Daten zudem auf die Platten und kann die Informationen des Raid wiederherstellen.
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Mulambo
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Beitrag von Mulambo » 23. Apr 2008, 09:10

Danke schon mal für die Antworten!

Das mit den 5 Platten für RAID 5 hat mich jetzt auch etwas verwundert. Also ich habe das in etwa so verstanden, falls ich da jetzt nicht falsch liege:
Um zB. 1TB ausfallsicher zu haben, müsste ich bei der Backupvariante 2 Platten mit 1TB kaufen. Beim RAID 5 hingegen würde ich ja nur 3 PLatten zu 500GB benötigen, was mir auch um einges günstiger kommen würde. Das war jetzt nur ein Beispiel, was und wie ich es genau mache habe ich mir noch nicht überlegt...

Schon allein deswegen habe ich zum RAID tendiert, da für mich die Kostenfrage eine wichtige Rolle spielt. Ich will mich auch nur vor Festplatten-Fehlern /-Ausfällen schützen, nicht vor gelöschten Dateien. Für wichtige Sachen speichere ich meist doppelt oder in verschiedenen Versionen ab.
Deshalb war mir das wichtigste an der Frage auch, ob ich auf den RAID nur mit der Distribution problemlos zugreifen kann, mit der er angelegt wurde, oder ob er von anderen (nachträglich installierten) auch als normaler Platteverbund erkannt wird (ohne das ich viel herumbasteln muss)... Immerhin will ich auch mein /home da rauf verlagern.

timotool
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Beitrag von timotool » 23. Apr 2008, 09:26

Wie schon erwähnt wird es da mit einem Software-RAID Probleme geben. Deswegen die klare Empfehlung, wenn RAID, dann eine Hardware RAID mit einem entsprechenden Controller (kein Fake-Raid-Ctrl.)...

Richtig, um 1TB Platz für Nutzdaten zu haben benötigst du 2 Platten á 1TB im Raid 1 Verbund (oder 4x 500GB im Raid 11, oder... ;-) ) oder 3 HDD´s á 500GB als RAID 5... Bei beiden Konfigurationen darf maximal eine Platte ausfallen, damit die Daten erhalten bleiben.
Das Raid 5 hat weiterhin den Vorteil, das bei Platzmangel, das Raid 5 mit weiteren Platten (500GB) erweitert werden kann...
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styyxx
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Beitrag von styyxx » 23. Apr 2008, 16:45

Hi,

allen Unkenrufen zum Trotz sehe ich keine Probleme mit dem Linux eigenen Software RAID. Im Gegenteil. Wenn du meherer Distributionen benutzen willst hast du sogar weniger Ärger, wegen evtl. der Treiber für dein Hardware RAID. Außerdem wenn du Hardware RAID machst, soltest du auch besser gleich nochmal die gleiche Karte kaufen. RAID Controler sollen ja auch schonmal Kaput gegangen sein.
Ich an deiner Stelle würde mir auch gar nicht solche Sachen wie RAID5 und so aufabauen. Es kostet dich Leistung. RAID1 erfüllt das was du willst hervorragend und ist weniger komplex. Je einfacher desto weniger kann schief gehen :-)

Windows kann nix mit deinem Linux RAID anfangen.

Bei der Installation weiß ich nicht ob es das sieht, wär aber auch egal, denn nach der Systeminstallation mountest du dein RAID einfach von Hand. Ich glaub aber das RAIDS erkannt werden...

Wie gesagt ich finde das Linux Raid einfach flexibler für deinen Zweck und da würde ich das einser nehmen, da einfacher. Außerdem ist es perfomanter. OK es kommt darauf an welche Daten du schreibst. Wenn's eher viele kleine sind nimm auf jedenfall RAID1.

Ob jetzt XFS ist halt Geschmacksache. Mir schmeckt anderes ;-) Solange du deine Filesystem(e) nicht in der Größe änderst hat das IMHO für den Privatanwender seltenst irgendwelche spürbaren Vor- oder Nachteile.

Na dann viel Spaß beim lesen und konfigurieren :-)

Grüße
Micha

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TomcatMJ
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Beitrag von TomcatMJ » 23. Apr 2008, 17:20

Vorsicht,da war wohl ein Missverständnis drin im letzten Posting.
Mit Fake-RAID war das Softwareraid z. B. vom Mainboard-BIOS oder biligen Controllern gemeint, nicht das Software-RAID von Linux oder einem anderen Betriebssystem. Bie diesen gibt es sehr wohl Treiberprobleme im Gegensatz zum betriebssystemeigenen Software-RAID.

(nur mal so angemerkt um weiteren Missverständnissen vorzbeugen)

Bis denne,
Tom
P.S.:Das Thema gehört eher in Security&Backup wohin ich es deswegen nun auch mal verschiebe als in den Linux-Talk...

Mulambo
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Beitrag von Mulambo » 23. Apr 2008, 20:48

Danke erstmal für's Verschieben!

So, und jetzt muss ich gleich mal weiterfragen. Wo ist denn der Unterschied zwischen einem RAID 1 und einer Backup-Lösung, außer dass ich das Backup selbständig durchführen muss und die Platten immer gleich sind?
Wenn ich jetzt mal bei vorhergehendem Beispiel ansetze, würde ich für einen RAID 1 mit 1TB Nutzdaten ja wieder 2TB an Platten brauchen. Bei einem RAID 5 hingegen nur 1,5TB. Das war im übrigen auch der Grund warum ich die Variante nehmen würde.
Ist die Performance bei einem RAID 5 Verbund wirklich um so viel schlechter? Im Notfall kann ich ja auch auf der normalen Platte ein temporäres Verzeichnis anlegen, in welchem ich Dateien erstelle, bearbeite,... um diese dann nicht so oft (bzw. dann auch nur einmalig) auf den Verbund zu kopieren.

Ein Hardware-RAID steht vollkommen außer Frage, da mir der Controller schon mindestens 100-200 € kostet. Dafür bekomme ich schon 2 Festplatten. Und es handelt sich dabei um meinen Heim-PC, da will ich nicht Unsummen reinstecken.

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panamajo
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Beitrag von panamajo » 23. Apr 2008, 22:21

Mulambo hat geschrieben:Wo ist denn der Unterschied zwischen einem RAID 1 und einer Backup-Lösung
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Mit einem RAID versucht man sich gegen HW Ausfälle abzusichern.
Mit einem Backup versucht man sich eine Art Zeitmaschine zu basteln, damit man Daten ganz oder tlw. wieder auf einen definierten Stand bringen kann.
Mulambo hat geschrieben:außer dass ich das Backup selbständig durchführen muss
Ein gutes Backup wird immer in regelmäßigen Abständen automatisch erstellt. Alles andere führt dazu dass dummerweise der Teil des Backup fehlt auf den es ankommt.
Mulambo hat geschrieben:Wenn ich jetzt mal bei vorhergehendem Beispiel ansetze, würde ich für einen RAID 1 mit 1TB Nutzdaten ja wieder 2TB an Platten brauchen. Bei einem RAID 5 hingegen nur 1,5TB. Das war im übrigen auch der Grund warum ich die Variante nehmen würde.
Ist die Performance bei einem RAID 5 Verbund wirklich um so viel schlechter?
Abgesehen von der Performance (ich würde RAID5 nur per HW fahren):
Wenn du derartig sparen musst dann ist RAID5 sicher die falsche Wahl, denn für RAID5 ist es Voraussetzung dass du im Falle eines Defektes eine Austauschplatte griffbereit hast (das solltest du in deine Kalkulation miteinbeziehen).
Denn sollte ein weiterer Fehler passieren sind die Daten komplett futsch. Da RAID5 die Paritätsinfos über alle Platten streut hast du kaum die Möglichkeit (wie bei RAID1) die Daten irgendwo so zwischenzuparken dass die Daten RAID intern wieder restauriert werden können.

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Beitrag von timotool » 24. Apr 2008, 10:07

Wenn ein Hardware RAID nicht in Frage kommt, dann würd ich das Thema RAID ganz vergessen. Auch wenn die Anhänger der Software-RAIDs mich jetzt verfluchen, aber irgendwie ist das in meinen Augen doch nicht das wahre. Arbeite vll. auch schon zu lange ohne Probleme mit Hardware-RAIDs ;-)

Generell würde ich sagen das es ganz stark auf die verwendung des Servers ankommt, ob ein RAID 5 Sinn macht oder nicht. So pauschal "RAID 5 kost dich Leistung" kann man das nicht sagen, stimmt nämlich nur bedingt!
Je nach Hardwareausstattung des Rechners/Servers, kann ein Software RAID 1 auch Leistung kosten da der Prozessor die Verwaltung und Verteilung regeln muß.

Klar kann auch ein Controller ausfallen, genau wie jede andere Hardware auch. Das könnte man jetzt haarklein auseinanderdividieren... Wenn man größtmögliche Sicherheit haben will braucht man dann nen Hochverfügbarkeitscluster mit entsprechender Hardware UND eine Backuplösung.
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Beitrag von carsten » 24. Apr 2008, 13:55

Hier noch mein Senf vom Mr. Raid ;)

Reines Software-RAID, wie es Linux mitbringt, ist schön stabil, aber in der Version RAID 5 belastet es heftig den Prozessor. Bleibt RAID 1. Für eine Mischumgebung ist das auch keine Lösung, weil Windows nichts mit dem Software-RAID anfangen kann.

Sogenanntes Hardware-RAID, wie man es auf Mainboards und Billigkontrollern findet ist FAKE-Raid, d.h. der Prozessor übernimmt die Arbeit über die Treiber. Hier gibt es überwiegend Windows-Treiber, und Linux muß man mit dmraid überreden, was damit anfangen zu können. Problem: Man muß sich auf einen Hersteller verlassen, der da was zusammengefummelt hat. Für RAID5 auch ungeeignet, da auch hier der Prozessor alles machen muß.

Echtes Hardware-RAID macht wirklich Sinn für RAID5, denn hier werkelt ein eigener Prozessor, eigenes RAM und ggfs. eine Pufferbatterie. Der Hauptprozessor hat fast nix zu schaffen damit. Die Treiber sind trivial, da die Kartenfirmware schon alles kann und dem Host nur eine Platte (oder mehrere) vorgaukelt. Dazu kommen noch Überwachungstools etc. Für 3ware-Kontroller sind die Treiber im Kernel dabei.

Fazit und mein Rat:
Für ein RAID5 (was für dich wohl ausreicht) nimm einen echten Hardware-Kontroller. Aus meiner sehr guten Erfahrung tendiere ich zu 3ware (ab 9500), aber der kostet halt ähnlich wie eine Extraplatte (macht nur weniger Wärme ;) ). Für die Mischumgebung wirst du da die wenigsten Probleme bekommen.

Ach ja, Filesystem: Ganz wie du magst. Hat nix mit dem RAID zu tun.

Grüße
Intel DB65ALB3, Chipsatz B65, Celeron G540, 4GB, 1x1TB System, 2x 2TB SATA RAID1, SuSE 13.2 (noch)

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Beitrag von Mulambo » 25. Apr 2008, 18:39

Ich denke ich werde mich für die Backup-Lösung entscheiden. Ich werde erst mal die Platten kaufen und schaun, ob ich evtl. eine Controller-Karte günstig ersteigern kann. Ich habe noch etwas Zeit bis das Alles lauffähig sein muss. Aber eine neue wird's mit Sicherheit nicht werden :?

Danke nochmal zu den zahlreichen Stellungnahmen hier!


PS: Ich werde das Thema mal auf gelöst setzen, auch wenns keine Problemlösung ist. Ich hoffe das geht in Ordnung so...

Lg Alex

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Beitrag von framp » 25. Apr 2008, 18:44

Mulambo hat geschrieben:PS: Ich werde das Thema mal auf gelöst setzen, auch wenns keine Problemlösung ist. Ich hoffe das geht in Ordnung so...
Du bist doch sehr zufrieden mit den Antworten. Dann ist es doch richtig den Thread als gelöst zu markieren.

Mulambo
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Beitrag von Mulambo » 25. Apr 2008, 19:29

Ups, entschuldigung ... ich hab mich jetzt etwas falsch ausgedrückt :oops:

Für mich war nur das 'gelöst' unpassend. Ich verbinde das eher mit Problemen, als mit so simplen Fragestellungen. Natürlich bin ich sehr zufrieden - ich hätte nur ein 'beendet' oder so als passender empfunden. Das ist aber alles Ansichtssache, also sei's drum :D

Danke nochmal!

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Beitrag von framp » 25. Apr 2008, 19:44

Mulambo hat geschrieben:Ups, entschuldigung
Warum? Ist doch alles OK :wink:

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