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Probleme mit Festplattenpartitionen RAID und Crypt

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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t0mekk1st
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Probleme mit Festplattenpartitionen RAID und Crypt

Beitrag von t0mekk1st » 15. Apr 2008, 10:14

seid gegrüßt liebe linuxfreunde!

kurze vorgeschichte:

ich bin informatikstudent (2. semester) und hatte die idee, dass ich meine berufliche qualifizierung verbessere, indem ich auch erfahrung mit unix betriebsystemen sammle. bisher hatte ich über ein-einhalb jahrzehnte nur auf sämtlichen Windows versionen gearbeitet und war auch als privater service techniker für meine Windows kunden da. seit anfang des jahres habe ich erst mit xubuntu 7.10 und später mit kubuntu 7.10 experimentiert. viel erfahrung habe ich leider noch nicht gesammelt und der umgang im terminal fällt mir noch nicht sehr leicht... zumindest weiß ich nur ganz oberflächlich, wie linux strukturiert ist. also gibt es noch eine menge lücken zu füllen. in der zeitschrift "linux user" und "chip linux" hab ich gelesen, dass opensuse das vielseitigste linux auf dem markt sei und im gegensatz zu ubuntu viel mehr einstellungen im system ermöglicht. daher bin ich nun seit 2 tagen auf opsensuse 10.3 mit KDE umgestiegen und habe mich am selben tag von windows komplett verabschiedet. vorher hatte ich noch winxp sp2 parallel laufen...



problem #1

in meinem system habe ich 4 festplatten mit sehr vielen daten. damals habe ich mir alles unter Windows XP eingerichtet. nach und nach die wichtigen daten auf den festplatten so verteilt, dass ich eine festplatte komplett leer habe, um linux zu installieren. die config sieht so aus:

RAID 1 System mit 2 HDD am SiliconImage 0680A
/dev/hda 111.7 GB Seagate 120GB
/dev/hda1 5.0 GB "NTFS damals für WinXP die Swap"
/dev/hda2 218.5 GB "NTFS RAID partition mit IDE RAID controller "
/dev/hdb 111.7 GB WesternDigital 120GB

die anderen beiden festplatten sind direkt am mainboard angeschlossen.
wie man sieht ergeben diese 2 festplatten mein RAID und es sind noch viele daten drauf, die ich unbedingt brauche. allerdings lässt sich die partition hda2 gar nicht ansprecheņ da opensuse das dateisystem, welches NTFS ist, nicht erkennen kann. ich kann mir vorstelleņ dass man das RAID nutzen kann, allerdings brauche ich vorher die daten zurück. vorher wird nicht formatiert! hda1 habe ich formatiert und es lässt sich wunderbar ansprechen und mounten. auf den anderen beiden festplatten befanden sich ebenfalls NTFS laufwerke und diese konnte man ohne probleme mounten und die daten kopieren. warum gehts aber bei dem RAID system nicht das NTFS laufwerk zu lesen?



problem #2

die anderen beiden festplatten sind direkt am mainboard angeschlossen

/dev/sda 186.3 GB WesternDigital 200GB
/dev/sda1 176.0 GB die problempartition!!!
/dev/sda4 10.1 GB extended
/dev/sda5 5.1 GB /tmp
/dev/sda6 1.0 GB /var

/dev/sdb 186.3 GB WesternDigital 200GB
/dev/sdb1 15.0 GB /root
/dev/sdb2 171.3 GB extended
/dev/sdb3 171.3 GB /home

so! die merkwürdige konstellation bei der /dev/sda ist so entstanden, da ich nach der linux installation noch einige daten verschieben musste und später einige partitionen überflüssig wurden und ich diese entfernte. allerdings waren /tmp und /var schon von linux belegt und ich weiß nicht, ob ich im linuxbetrieb einfach diese laufwerke unmounten darf, partitionieren und dann wieder einhängen. daher habe ich es erstmal so belassen...

die sda1 möchte ich gerne verschlüsselt für sehr sensible daten (bewerbungsunterlagen, briefe an rechtsanwalt, rechnungen, verträge, studienunterlagen (z.b. bachelor-arbeit), usw. also es handelt sich um wirklich sensible daten!!!). wenn ich im YaST die partition anlege, als ext3 formatieren und verschlüsseln möchte, kommt eine fehlermeldung:

verschlüsselung konnte nicht festgelegt werden
fehler system: -3016
möglicherweise wurde ein falsches passwort zur verschlüsselung angegeben

wie soll man das verstehen? bei der verschlüsselung fragt mich das system nach einem passwort für die partition! also kann ich mir selbst ein sichereres passwort generieren und eintragen. klappt aber nicht!

als alternative habe ich mir truecrypt 5 installiert und es damit versucht...
dort erstellte ich ein crypt volume. hab die partition sda1 ausgewählt und 4 stunden gewartet, bis das laufwerk verschlüsselt wurde. nach 4 stunden kam die meldung, dass der vorgang erfolgreich war. allerdings erschien das neu erstellte volume nicht auf der liste im truecrypt. auch im arbeitsplatz ist das volume nicht zu sehen.
ausprobiert habe ich 2 möglichkeiten.

1. partition im YaST erstellen und dann mit truecrypt verschlüsseln
2. partition im YaST löschen, keine ext3 partition erstellen, sondern direkt im truecrypt einen neuen versuch starten.

beides klappte nicht.
was gibt es noch für möglichkeiten? :cry:



kurze zusammenfassung:

problem #1: opensuse 10.3 erkennt das NTFS dateisystem meines RAID 1 systems (IDE RAID PCI controllercard mit SiliconImage 0680A chip) nicht. darauf sind wichtige daten, die ich noch sichern muss. und da werde ich nicht extra wieder Windows installieren, um die daten zu holen.

problem #2: eine partition einer festplatte, die direkt am mainboard angeschlossen ist, lässt sich weder im YaST verschlüsseln, noch im truecrypt. ich brauche diese partition gut verschlüsselt für sensible daten.



für nützliche ratschläge und lösungsansätze werde ich dankbar sein
gruß, tomekk

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petrili
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Beitrag von petrili » 16. Apr 2008, 09:08

Hi,
ich kann dir nur folgendes aus meiner Erfahrung sagen auch wenn ich meine Platten nicht im Raid verbund habe aber evtl hilft es doch. Um unter Linux bzw Suse eine Ntfs Partition auch beschreiben zu können musst du sie mit ntfs-3g mounten. Bei mir war das standardmässig installiert. Allerdings muss ich auch wenn meine Externe Ntfs Platte in der fstab aufgeführt ist sie immer über die Konsole mounten damit ich sie auch beschreiben kann. Eventuell hilft dir folgender Link.

http://wiki.linux-club.de/opensuse/Fest ... ows_nutzen

http://www.linux-club.de/ftopic69504.html
Danke und Bis gleich ;-) sagt der Meister der Ironie und des unverkennbaren Untertons ;-)
Keep smiling

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Beitrag von t0mekk1st » 17. Apr 2008, 10:07

die sache mit dem NTFS laufwerk auf der RAID 1 partition ist etwas schwieriger.

das mounten funktioniert nicht einmal, weil linux angeblich das dateisystem nicht erkennen kann. ich weiß aber, dass ich damals unter windows die festplatte mit NTFS partitioniert habe... kann es sein, dass die partitionstabelle beschädigt ist? ich hoffe nicht, denn wenn diese daten zerstört sind, schmerzt das sehr! und das meiste davon habe ich nicht als sicherheitskopie...

die anderen NTFS partitionen auf den festplatten, die NICHT im RAID verbund sind, hat linux ohne probleme mounten können... diese daten habe ich gesichert und dann neu partitioniert...
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RidewithStyle
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Beitrag von RidewithStyle » 17. Apr 2008, 18:31

Servus,

ist dein RAID, das du unter Windows angelegt hast ein dynamischer Windows Datenträger? Oder ein Treiber-RAID, das über den Treiber emuliert wird? Die meisten "RAID"-Controller sind einfache standard-controller, bei den das RAID in Software (Treiber) erledigt wird. Daher kann Linux es, da es den Treiber nicht hat, prinzipbedingt auch nicht ansprechen. Das kannst du nur unter Windows. Ideal ist grundsätzlich, vorher alle Daten zu sichern und das RAID unter Linux neu aufzusetzen. Das kann Softraid genauso wie Windows, allerdings kann windows soweit-ich-weiß dann ebenfalls nicht drauf zugreifen. Ideal ist, den kompletten Festplattenspeicher zu planen, die Platte mit GParted zu partitionieren und _dann_ ein System aufzusetzen.

zum Punkt 2: Wenn du ein Laufwerk Truecrypt-verschlüsselt hast, musst du es auch mit truecrypt mounten. Das geht nicht von alleine. Du startest du Truecrypt-GUI, gehst auf "Select Device" und gibst unter "Options" ggf deinen Wunsch Mountpunkt an. Passwort reinhacken und dann siehst dus auch in der GUI als gemountetes Laufwerk gelistet.

gruß, rws
Asus Striker, Core2Duo 6750, 4GB G.Skill, GF8600 GT 512MB, 500B Samsung System, 2x500GB Samsung RAID1 Daten

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