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doppelter Bootmanager

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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Abe81
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doppelter Bootmanager

Beitrag von Abe81 » 5. Apr 2008, 17:23

Hallo,

ich habe vor kurzem 10.3 installiert, mit Grub im MBR.

Jetzt startet, egal welches der drei bei Grub auch erfolgreich eingetragenen Windows-Systeme ich auswähle, danach immer noch der Windows-Bootmanager.

Was kann ich tun, damit schon nach der Grub-Auswahl das richtige OS gestartet wird und ich nicht noch einmal auswählen muß?

Danke im voraus,

Abe
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1. 320GB Seagate Barracuda 7200rpm sATA II 16MB (ST3320620AS)
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spoensche
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Beitrag von spoensche » 5. Apr 2008, 17:40

Mehr Infos wären nicht schlecht. Hast du Windows und Linux auf der selben Platte installiert?

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Abe81
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Beitrag von Abe81 » 5. Apr 2008, 20:24

Inwiefern ist das relevant? Ich habe auf jeder Platte ein Windows Prof., Grub ist im MBR der IDE-Platte, SuSE ist auf der großen S-ATA-Platte.
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Taesi
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Re: doppelter Bootmanager

Beitrag von Taesi » 5. Apr 2008, 20:29

Abe81 hat geschrieben:... Jetzt startet, egal welches der drei bei Grub auch erfolgreich eingetragenen Windows-Systeme ich auswähle, danach immer noch der Windows-Bootmanager. ...
Das ist eigentlich normal, da die Installation mehrerer "Windowse" i.d.R. nach folgendem Schema abläuft: Erst das ältere, dann das neuere, und das ältere bekommt den Windows-Loader des neueren vorangesetzt.
Das zu ändern ist am Besten möglich, wenn alle WIN-Systeme eine eigene Primärpartition haben, und man dem älteren seine eigenen Start-Files wieder gibt. Erst dann stellt jedes eine wirklich eigenständige Einheit dar, und kann problemlos mit GRUB gestartet werden.

Wie immer, eine Ausgabe von fdisk -l schadet fast nie, damit wir hier einen Überblick haben, ebenso sie /boot/grub/menu.lst ! :D
MfG Taesi
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Abe81
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Beitrag von Abe81 » 6. Apr 2008, 12:59

Das mit dem Windows-Bootmanager ist mir ja klar, aber ich dachte, Grub überschreibt ihn. Unerklärlich ist mir auch, warum Grub vier mal Windows eingetragen hat. Der erste und zweite Eintrag (siehe menu.lst) scheinen identisch zu sein, der zweite lässt sich aber nicht booten.

fdisk -l

Code: Alles auswählen

Disk /dev/sda: 120.0 GB, 120034123776 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 14593 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
Disk identifier: 0x0009d646

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sda1   *           1         653     5245191    7  HPFS/NTFS
/dev/sda2             654        1402     6016342+   7  HPFS/NTFS
/dev/sda3            1403       14592   105948675    f  W95 Ext'd (LBA)
/dev/sda5            1403        5058    29366788+   7  HPFS/NTFS
/dev/sda6            5059        8714    29366788+   b  W95 FAT32
/dev/sda7            8715       14592    47215003+   b  W95 FAT32

Disk /dev/sdb: 37.0 GB, 37019566080 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 4500 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
Disk identifier: 0x407f407e

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sdb1               1         653     5245191    7  HPFS/NTFS
/dev/sdb2             654        4499    30892995    f  W95 Ext'd (LBA)
/dev/sdb5             654        4499    30892963+   7  HPFS/NTFS

Disk /dev/sdc: 320.0 GB, 320072933376 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 38913 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
Disk identifier: 0x91ced697

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sdc1               1        2562    20579233+   7  HPFS/NTFS
/dev/sdc2            2563       38913   291989407+   f  W95 Ext'd (LBA)
/dev/sdc5            2563        2824     2104483+  82  Linux swap / Solaris
/dev/sdc6            2825        9352    52436128+  83  Linux
/dev/sdc7            9353       15880    52436128+  83  Linux
/boot/grub/menu.lst

Code: Alles auswählen

# Modified by YaST2. Last modification on Thu Apr  3 22:03:24 CEST 2008
default 0
timeout 8
gfxmenu (hd2,5)/boot/message

###Don't change this comment - YaST2 identifier: Original name: linux###
title openSUSE 10.3 - 2.6.22.17-0.1
    root (hd2,5)
    kernel /boot/vmlinuz-2.6.22.17-0.1-default root=/dev/disk/by-id/scsi-SATA_ST3320620AS_6QF416JL-part6 vga=0x31a resume=/dev/sdc5 splash=silent showopts
    initrd /boot/initrd-2.6.22.17-0.1-default

###Don't change this comment - YaST2 identifier: Original name: failsafe###
title Failsafe -- openSUSE 10.3 - 2.6.22.17-0.1
    root (hd2,5)
    kernel /boot/vmlinuz-2.6.22.17-0.1-default root=/dev/disk/by-id/scsi-SATA_ST3320620AS_6QF416JL-part6 vga=normal showopts ide=nodma apm=off acpi=off noresume edd=off 3
    initrd /boot/initrd-2.6.22.17-0.1-default

###Don't change this comment - YaST2 identifier: Original name: windows 1###
title windows 1
    rootnoverify (hd2,5)
    chainloader (hd0,0)+1

###Don't change this comment - YaST2 identifier: Original name: windows 2###
title windows 2
    rootnoverify (hd2,5)
    chainloader (hd0,1)+1

###Don't change this comment - YaST2 identifier: Original name: windows 3###
title windows 3
    rootnoverify (hd2,5)
    chainloader (hd1,0)+1

###Don't change this comment - YaST2 identifier: Original name: windows 4###
title windows 4
    rootnoverify (hd2,5)
    chainloader (hd2,0)+1
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Beitrag von revealed » 6. Apr 2008, 13:24

du kannst im Windows Bootloader die Zeit für die automatische Auswahl auf 0 setzen und den Standardeintrag festlegen?

Siehe für Vista bcdedit -- ich glaub ~ bcdedit /timeout 10

Gruß

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Beitrag von Abe81 » 6. Apr 2008, 18:58

revealed hat geschrieben:du kannst im Windows Bootloader die Zeit für die automatische Auswahl auf 0 setzen und den Standardeintrag festlegen?
Nein, das geht leider nicht, da ja, egal welches Windows ich im Grub auswähle, danach immer der Windows-Bootloader gestartet wird. Wenn ich also eine andere Windowsversion anwählte, würde dennoch der Standardeintrag im Bootloader von Windows gestartet werden.
Das zu ändern ist am Besten möglich, wenn alle WIN-Systeme eine eigene Primärpartition haben, und man dem älteren seine eigenen Start-Files wieder gibt. Erst dann stellt jedes eine wirklich eigenständige Einheit dar, und kann problemlos mit GRUB gestartet werden.
Wie stelle ich denn das an? Das liest sich vielversprechend...
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Beitrag von revealed » 6. Apr 2008, 19:35

ehm, ....

dann machs halt bei 3 ? Sorry. ;)

ist doch gut, wenn der bootloader jedes OS in Takt ist. ...

Wobei ich damit nicht meine, dass das so gemacht werden muss. Also ich fänds so am einfachsten. So wollt ich mich nich anhöhren.

Du kannst die Bootloader ja auch verketten und in den jeweiligen Einträgen seitens windows einen Eintrag für Grub einhängen. Oder alle Windowse in einen Win Bootmanager reinhängen und nur den aus Grub öffnen;

Was du auch machen könntest. Nur Grub verwenden?

Dir wird sicher geholfen :)

Gruß

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Beitrag von Abe81 » 20. Apr 2008, 16:31

Was du auch machen könntest. Nur Grub verwenden?
Ja, genau das möchte ich ja. Nur mit Grub sowohl SuSE als auch jedes Windows booten, ohne daß danach noch der Windows-Bootmanager erscheint.

Im Moment ist alles im MBR der IDE-Platte, aber die will ich bald herausnehmen und nur noch mit den beiden S-ATA-Platten arbeiten.

Ich möchte also im Grub 3 OS zur Auswahl haben (SuSE, WinArbeit, WinSpiele) und diese sollen dann direkt gebootet werden.
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Beitrag von revealed » 20. Apr 2008, 16:45

Jo.

Also ich würde das so versuchen, dass jedes Betriebssystem zunächst mit seinem eigenem Bootmanager startbar ist.

Du möchtest ja auch Funtkionen wie den Abgesicherten Modus nutzen können, also denke ich sollte der Bootloader des jeweiligen OS schon funktionieren.

Demnach hättest du dann

-> Grub
-> Windows
-> Windows 1

?

Die Windowsbootmanager würden nicht sichtbar sein, indem man in deren Optionen einstellt, dass sie nicht sichtbar sind beim start, das heißt keine Wartezeit und automatische Auswahl. Siehe dazu beispielsweise "boot.ini".

Wenn die Bootloader von windows entsprechend vorbereitet sind, werden diese einfach in Grub eingetragen?

Was soviel heissen würde wie -> Grub startet den Windowsbootmanager, welcher aber nicht sichtbar ist und automatisch Windows startet als standardeintrag.

Für jeweils das jeweilige Windows.

Ich gehe davon aus, dass deine aktuelle konfiguration vorsieht, dass Ein windowsbootmanager alle beide Betriebssysteme zur Auswahl gibt.

Diese müsstest du aufteilen. Sodass jedes OS seinen eigenen Bootmanager verwendet?

Gruß

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Beitrag von Abe81 » 20. Apr 2008, 20:02

revealed hat geschrieben: Was soviel heissen würde wie -> Grub startet den Windowsbootmanager, welcher aber nicht sichtbar ist und automatisch Windows startet als standardeintrag.

Für jeweils das jeweilige Windows.

Ich gehe davon aus, dass deine aktuelle konfiguration vorsieht, dass Ein windowsbootmanager alle beide Betriebssysteme zur Auswahl gibt.

Diese müsstest du aufteilen. Sodass jedes OS seinen eigenen Bootmanager verwendet?



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Ja, wie das rein logisch vor sich geht ist mir klar, bei mir hapert's nur an der technischen Umsetzung.

Ich will genau das, was du beschrieben hast, aber wie mache ich das. D.h. wie "teile" ich die Bootmanager? Was müsste ich verändern? So wie taesi es weiter unten beschrieben hat: Wie gebe ich dem jeweiligen Windows seine "Start-Files" wieder?

Im Moment ist es so, daß alles im MBR ist, der sich auf der IDE-Platte befindet, die ich aber ja herausnehmen will...
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Taesi
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Beitrag von Taesi » 20. Apr 2008, 20:32

Mit den WIN-Startdateien meinte ich:
ntldr (macht, so weit ich weiß auch das Windows-Bootmenü)
boot.ini (wenn hier nur ein Eintrag, erscheint kein Bootmenü)
ntdetect.com

boot.ini musst du natürlich anpassen, außerdem weiß ich nicht mehr, ob es mit simplen Kopieren gemacht war, oder noch was anderes dran hing (lange her). Außerdem müssen die jeweiligen Partitionen mit Windows formatiert worden sein, damit in deren Bootsektor (damit meine ich nicht den MBR) der Verweis auf den ntldr steht.
Da es sich aber wohl um SATA-Platten handelt kann (muss aber nicht) es sein, daß diese zur Boot-Zeit von GRUB gar nicht gesehen werden, dann hättest Du leider ein weiteres Problem. Dann aber würde ich versuchen, alles über den Windows-Loader zu lösen. (Nicht, daß ich den besser fände, wäre aber wohl einfacher!)
MfG Taesi
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