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Grub Error 2 nach Stromausfall

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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Burke
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Grub Error 2 nach Stromausfall

Beitrag von Burke » 25. Feb 2008, 17:00

Hallihallo zusammen.

Kurz gesagt: Mein PC meldet mir beim Laden des Bootmanagers Error 2. Und ich seh irgendwie keinen Weg, das zu beheben.

Aber ich werd mal konkret.
Ich habe eine 80 GB Festplatte im Einsatz, auf der ein Dualboot-system mit OpenSUSE 10.2 und Windows XP läuft.Beide BS haben je zwei Partitionen zur Verfügung: hda1 ist meine NTFS-Partition und insgesamt 9,5 GB groß. hda5 ist eine FAT32-Partition von 50 GB. hda 7 ist meine Linux-Root-Partition(ext3) und 5,9 GB groß, hda8 ist meine Home-Partition(ext3) und 8,6 GB groß. Dazu kommt nocht eine Swap-Partition.

Vorgestern hatte ich einen kurzen Stromausfall, während ich mit openSUSE gearbeitet habe. Als ich den PC später wieder hochfahren wollte, meldete grub nur error 2.

Leider hab ich nie eine Grub-Bootdiskette gemacht, daher hab ich erstmal meine Knoppix-DVD reingeworfen und geschaut, wieweit ich mit meinen doch recht beschränkten Wissen komme. hda1 und hda5 werden von Knoppix problemlos eingebunden, daher mache ich mir um meine Windows-Daten und Savegames keine Sorgen. Hda7 und hda8 werden zwar erkannt(Entsprechnde Icons sind auf den Deskktop) aber beim Einbinden bekomme ich nur:

Code: Alles auswählen

mount: wrong fs type, bad option, bad superblock on /dev/hda7,
missing codepage or other error
In some cases useful info is found in syslog - try
dmesg | tail or so
Gleiches auch bei hda8.

Als nächstes habe ich mal ein fsck /dev/hda7 als root in die Konsole eingetippt. Ergebnis:

Code: Alles auswählen

fsck 1.40-WIP (14-Nov-2006)
e2fsck 1.40-WIP (14-Nov-2006)
fsck.ext3: Filesystem revision too high beim Versuch, /dev/hda7 zu öffnen
Diese Dateisystem-Revision ist offensichtlich zu neu für diese Version
von e2fsck (oder der Dateisystem-Superblock ist defekt).


SuperBlock ist unlesbar bzw. beschreibt kein gültiges ext2
Dateisystem.  Wenn Gerät gültig ist und ein ext2
Dateisystem (kein swap oder ufs usw.) enthält,  dann ist der SuperBlock
beschädigt, und sie könnten e2fsck mit einem anderen SuperBlock:
    e2fsck -b 8193 <Gerät>
Wenn ich beides richtig interpretiere, stimmt etwas mit den superblock nicht. Ich weiß zwar, das es badblock gibt, aber bevor ich etwas aus Unwissenheit kaputt mache, hab' ich davon erstmal die Finger gelassen.

Da ich mit Google auch nicht weiterkam(In der Tat finden sich da eher verschiedene Foren mit Horror-Posts, wo Leute all' ihre Daten verloren hatten), hab ich erstmal testdisk ausprobiert, um mal eine Analyse über die Platte laufen zu lassen.

Eingangs bekam ich erstmal folgendes:

Code: Alles auswählen

Disk /dev/hda - 80 GB / 74 GiB - CHS 155061 16 63
Current partition structure:
     Partition                  Start        End    Size in sectors
Warning: Incorrect number of heads/cylinder 255 (NTFS) != 16 (HD)
 1 * HPFS - NTFS              0   1  1 19794   5 63   19952667 [Schenk]

Warning: Bad ending head (CHS and LBA don't match)
 2 E extended LBA         19794   6  1 155055  14 63  136343655

Warning: Bad ending head (CHS and LBA don't match)
Warning: Incorrect number of heads/cylinder 255 (FAT) != 16 (HD)
 5 L FAT32                19794   7  1 123228  11 63  104261787 [Schenk2]

Warning: Bad ending head (CHS and LBA don't match)
   X extended             123228  12  1 124774  10 63    1558305
Bei der Analyse kam dies heraus:

Code: Alles auswählen

Disk /dev/hda - 80 GB / 74 GiB - CHS 155061 16 63

Warning: the current number of heads per cylinder is 16
but the correct value may be 255.
You can use the Geometry menu to change this value.
It's something to try if
- some partitions are not found by TestDisk
- or the partition table can not be written because partitions overlaps.
Hda7 und hda8 scheinen also nicht erkannt worden zu sein, wenn ich das richtig verstehe. Ich hab das Programm dann aber erstmal verlassen, ohne einen Umweg übers Geometry menu zu machen.

Der Versuch, openSUSE über eine Installations-DVD zu starten (Im ersten Menü statt Neuinstallation oder Reparatur über den Punkt "Andere" ein vorhandenes System starten), sowie eine Reparatur des Systems schlugen fehl (Kein root-system erkannt, oder so ähnlich..).

Soweit, so schlecht. im Moment weiß' ich nicht weiter. Das ich an die Grub-Einstellungen und die Menu.lst nicht herankomme, muss ich wohl nich erwähnen, da die auf hda7 liegen dürften.

Ich wäre daher für jede Hilfe offen, und versuch, so kooperativ wie möglich zu sein ;)

Leider bin ich mir auch nicht zu Einhundertprozent sicher, das hda7 meine root-Partition ist, aber ich glaube mich zu erinnern, das sie es war, da ich irgendwann feststellen musste, dass sie viel zu schnell voll war.

Vielen Dank für's lesen meines Problemchens...:)
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whois
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Re: Grub Error 2 nach Stromausfall

Beitrag von whois » 26. Feb 2008, 06:52

Burke hat geschrieben:Der Versuch, openSUSE über eine Installations-DVD zu starten (Im ersten Menü statt Neuinstallation oder Reparatur über den Punkt "Andere" ein vorhandenes System starten), sowie eine Reparatur des Systems schlugen fehl (Kein root-system erkannt, oder so ähnlich..).
Puh, wie lautet die genaue Fehlermeldung.
Das ist der Grub Error.
2 : "Selected disk doesn't exist"

This error is returned if the device part of a device- or full filename refers to a disk or BIOS device that is not present or not recognized by the BIOS in the system.

Taesi
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Beitrag von Taesi » 26. Feb 2008, 15:03

Was sagt fdisk -l, und wie sieht /boot/grub/menu.lst aus? Wenn wir dann einen Schritt weiter sind, kann der Inhalt von /etc/fstab auch nicht schaden. (Stichwort KNOPPIX oder anderes Live-System.)

Was mich außerdem stutzig macht sind die "16 Heads"! (sollte eigentlich erstens 255 sein, und zweitens eigentlich egal sein, weil ja LBA.)

Außerdem schau mal in's BIOS, wie die Platte dort angesprochen wird (CHS/LBA/automatic), vielleicht hat's ja dort durch dem Stromausfall was verstellt?
MfG Taesi
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Burke
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Beitrag von Burke » 26. Feb 2008, 20:30

Den Inhalt der Fehlermeldung hatte ich bereits recherchiert. Deswegen war auch einer meiner ersten Schritte, im Bios nach veränderten Einstellungen zu suchen. Alles war dort wie immer, sofern ich mich nicht sehr stark irrte. Sämtliche Funktionen standen auf Auto. Dennoch habe ich mal Taesi's Post als Anregung genommen und auf LBA zum Ansprechen der Platte umgeschaltet. Und siehe da- nun erkennt das Bios korrekt 255 Köpfe.

Jedoch hat dies nichts an der Gesamtsituation geändert. Grub bricht immernoch in Stage 1.5 ab und meldet Error 2.
Genauergesagt läd Grub Stage 1.5, worauf sinngemäß nochmal eine Meldung, das Grub laden würde, erscheint. Dann erst kommt der Error.


Ein weiterer Durchlauf von Testdrive brachte auch exakt die Ergebinne wie oben, obwohl die 255 eigentlich richtig erkannt sein sollten. Fdisk -l bestätigt das ja, wenn ich das richtig sehe:

Code: Alles auswählen

Platte /dev/hda: 80.0 GByte, 80026361856 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spuren, 9729 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 × 512 = 8225280 Bytes

    Gerät  boot.     Anfang        Ende     Blöcke   Id  System
/dev/hda1   *           1        1242     9976333+   7  HPFS/NTFS
/dev/hda2            1243        9729    68171827+   f  W95 Erw. (LBA)
/dev/hda5            1243        7732    52130893+   b  W95 FAT32
/dev/hda6            7733        7829      779121   82  Linux Swap / Solaris
/dev/hda7            7830        8602     6209091   83  Linux
/dev/hda8            8603        9729     9052596   83  Linux
Auch fängt, wie schon gestern, Testdrive immer erst bei 80% mit seiner Analyse an.

Den Inhalt der Menu.lst und von etc/fstab kann ich im Moment ja leider nich liefern, da ich die Partitionen nicht mounten kann - selbst nach geänderter Bios-Einstellung. Und ich denke mal, Du meinst nicht die entsprechenden Dateien von dem Live-System ;)

Aber Danke erstmal, dass ihr euch mit den Problem beschäfftigt! :)
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Beitrag von Taesi » 26. Feb 2008, 22:01

Die Entscheidung liegt zwar bei Dir. Aber ich würde jetzt wohl die Sache mit dem alternativen Superblock testen ...
MfG Taesi
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Beitrag von Burke » 26. Feb 2008, 22:26

Im schlimmsten Falle zerschiesse ich mir die Partitionen verliere ich alle meine Daten, oder?
Naja, ich zieh's in Betracht, sobald ich ein Backup aller auslesbaren Sachen gemacht habe.

Hat sonstwer noch eine Idee?
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