Kernel 2.6.x default

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teufelchen
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Kernel 2.6.x default

Beitrag von teufelchen » 8. Jun 2004, 19:42

Hi zusammen,

ich habe momentan ein "relativ" stabiles Sytem!
Nun kommt mir vor, dass sich beim "online Update" von SuSE
nicht mehr viel tut! Jetzt hab ich mir gedacht, dass ich mir den
Kernel 2.6.x default downloade und installiere.

Warum default? Naja, weil ich eigendlich zu feig bin um einen Kernel
selbst zu backen! Klar, ich könnte den jetzigen Kernel sichern, oder
die Boot Konfiguration so ausführen, dass beide Kernel bootbar sind.
Aber da ist das Problem Zeit!

Meine Frage lautet nun:
Kann ich den default Kernel "ohne" Probleme drauf spielen?
Ich denke, der Kernel von den gekauften CD´s ist ja auch default, oder? Hmm ...

Wäre für eine "kleine" Hilfe sehr dankbar!

teufelchen

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Gast

Beitrag von Gast » 8. Jun 2004, 19:53

Ich gehe mal davon aus, dass du von einer SuSE 9.0 sprichst. Sonst macht das ganze ja keinen Sinn.
ich habe momentan ein "relativ" stabiles Sytem!
Dann würde ich vorschlagen: bleib dabei! Einen neuer Kernel kann immer Probleme machen. Auf meinem Desktop z.B. läuft alles wunderbar, obwohl ich als Anfänger gleich selbst gebastelt habe. Auf meinem Laptop allerdings habe ich den SuSE-Kernel draufgespielt und nur Ärger damit gehabt. Ich installiere gerade 9.1...
Klar, ich könnte den jetzigen Kernel sichern, oder
die Boot Konfiguration so ausführen, dass beide Kernel bootbar sind.
Das würde ich dir ohnehin empfehlen!!! Geht ganz problemlos, da der neue Kernel eine eigene Versionsnummer hat. Du musst nur aufpassen, dass die Links /boot/vmlinuz und /boot/initrd dann auf den neuen Kernel zeigen (wenn du das rpm installierst).
Ich denke, der Kernel von den gekauften CD´s ist ja auch default, oder? Hmm ...
Soweit ich weiss ist der Kernel auf der 9.0 CD ein nicht ausgereifter Testkernel. Wenn, dann solltest du dir einen Kernel von Kraxel/Mantel oder gleich den 9.1er Kernel (2.6.4-52) installieren.

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Beitrag von wenf » 8. Jun 2004, 20:02

never touch a running system
sagte mal ein kluger mensch
und ich füge hinzu - erst recht nicht, wenn es gut und stabil läuft

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teufelchen
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Beitrag von teufelchen » 8. Jun 2004, 21:22

Hi,

vielen Dank Euch beiden!
Ihr habt beide natürlich recht!
Aber, bringt der neue Kernel keine Vorteile?
Ist er nicht schneller?
und und und ...

Sorry, aber ich bin immer noch in den Kinderschuhen
was Linux betrifft! :cry:

teufelchen

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Beitrag von Bonsai » 8. Jun 2004, 21:28

von 2.4.x auf 2.4.x wär das wenig Änderung
Mit 2.6.x ändert sich einiges, ja, schneller wirds auch. Aber die Struktur ist anders, also richte Dich auf Update einiger Pakete ein.
2.6.x auf 2.6.x Weniger Bugs, mehr Sicherheit.
Wer ein Problem erkannt hat und nichts dagegen unternimmt, ist ein Teil des Problems (Indianisches Sprichwort)

Gast

Beitrag von Gast » 8. Jun 2004, 22:46

Bin gerade mit der 9.1 Installation fertig geworden: das flutscht!!! Wenn du also einen 2.6er Kernel haben willst, kann ich dir nur empfehlen ganz umzusteigen!

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Beitrag von wild_man » 9. Jun 2004, 00:28

teufelchen hat geschrieben:Hi,
......
Aber, bringt der neue Kernel keine Vorteile?
Ist er nicht schneller?
und und und ...
.............
teufelchen
Hi !

Der aktuelle 2.6er Kernel bringt schon einiges an Neuheiten mit sich. Zur Info hier mal die ganzen Details: http://www.mdlug.de/download/knowhow/ta-kernel26.pdf

greetz
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Beitrag von wenf » 9. Jun 2004, 10:37

na klar sind da eineige Vorteile und neuerungen

aber ob es dafür steht, ein stabiles System gegen eine Testing- umgebung auszuwechseln finde ich nicht produktiv

SuSE 9.1 = Testing- umgebung = meine Meinung / und bin davon überzeugt

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Beitrag von wild_man » 9. Jun 2004, 13:11

wenf hat geschrieben:na klar sind da eineige Vorteile und neuerungen

aber ob es dafür steht, ein stabiles System gegen eine Testing- umgebung auszuwechseln finde ich nicht produktiv

SuSE 9.1 = Testing- umgebung = meine Meinung / und bin davon überzeugt
SuSE 9.1 generell als "Testing-Umgebung" zu bezeichnen ist vielleicht etwas hart gesagt. Eines stimmt wohl: jeder der 9.1 mal installiert hat weiss wohl mittlerweile, dass es bis zum Erreichen eines relativ stabilen und funktionierenden 9.1er Systems doch einiges zu tun gibt. Das Forum hier und auch die Überlastung der Suse Hotline spricht da ja Bände. Aber das war bei der Suse 9.0 eigentlich auch so (wenn auch nicht so krass).
Na egal: Linux ist halt immer noch kein idealer Spielplatz für absolute DAU's .... aber das ist Windows ja auch nicht. "Just Install and Work" ... sowas hat's eh noch nie gegeben.

Die Weiterentwicklung des Kernels ist natürlich sehr wichtig. Klaro .... eigentlich hat der "Normal-User" eigentlich kaum Vorteile von diesen ganzen (sicherlich sinnvollen) 2.6er Weiterentwicklungen. .... und wenn man ein stabiles 2.4.x 'er System hat mit wenig "aktueller" Hardware (SATA, WLan usw.) bringt ein Update auf 2.6 eigentlich wirklich nichts ausser viiiiiel Arbeit.
Aber das ja gerade das schöne an Linux: es gibt verdammt viele neugierige Leute in unserer Community, die sich einfach für Neuerungen und Weiterentwicklungen im Linuxbereich (hier Bezug auf Kernel 2.6) interessieren und an den, dann automatisch auftretenden, Problemen arbeiten möchten. Dieser Einstellung haben wir es doch eigentlich u.a. zu verdanken, dass sich Linux in den letzten Jahren so geil weiterentwickelt hat.

Ich hab jetzt auch knapp 1,5 Wochen an 9.1 herumgebaut, alle Probleme hier im Forum für die Community dokumentiert und mir auch einiges an Antworten und Tips hier abgeholt. Jetzt läuft alles perfekt und ich bin jetzt mit meinem System voll zufrieden.

Mein Fazit zum Update: wenn man in einer Office Umgebung arbeitet, bei der Stabilität und Verlässlichkeit an erster Stelle steht, sollte man erstmal drauf verzichten. Ansonsten kann ich es nur empfehlen, den man lernt viel dabei. Einen tierischen Performanceschub gibts allerdings nicht...
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