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Nach fsck und reboot "no operating system"

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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boevent
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Nach fsck und reboot "no operating system"

Beitrag von boevent » 23. Sep 2007, 14:40

Hallo zusammen,
nach langer zeit melde ich mich mal wieder. Wie ich jedoch vermute diesmal jedoch mit einem schwerwiegenderen Problem.

Hier erstmal wie so mein Server aussieht/aussah:

SuSE 10.1
Runlevel 3
hda1: system (ca. 8GB)
hda2: swap (ka)
hda3: partition (ca 140GB)

Leider habe ich mich an den Grundsatz "Never touch a running System" nicht gehalten, fsck ausgeführt obwohl alles in Ordnung war, Warnung ignoriert, alles gefixed (ohne es zu lesen was er fixed) und dann neugestartet.

Zack: "No Operating System Found"

Hab dann von live-DVD gebootet und versucht über die Installationsroutine das System zu updaten. Doch Keine vorhandene Partition in fstab gefunden.

Ich dann ab ins Rettungssystem und ab hier nur noch Blödsinn gemacht:

1) hda1 mit fdisk auf fat32 gemacht
2) reboot
3) wieder Rettungssystem da keine Änderung
4) hda 1 + hda 3 mit "mount /dev/hda<x /mnt>" gemountet.

hda3 konnte ich mounten und Inhalt wurde korrekt dargestellt
hda1 zeigte mir nur "lost&found" an, mehr nicht.

5) hda1 wieder mit fdisk auf 83 (linux) gesetzt
6) nochmal versucht zu mounten: keine änderung

Kann ich nun davon ausgehen, dass der Inhalt auf hda1 verloren ist, oder liegt es evtl. an einer fehlenden Partitionstabelle? Habe ja im Prinzip den Inhalt nie gelöscht. Also sollte ja noch vorhanden sein. Denn auf der Partition sind einige wichtige ungesicherte Daten wie z.B. 2 Homepages

Könnt mich also dreifach in den Arsch beißen:
1 habe fsck ausgeführt --> verdammt
2 habe ohne Ahnung dran rumgespielt --> argh
3 habe meine Daten nicht gesichert

Bin für jede Hilfe Dankbar. Habe hoffentlich vorerst alles nennenswerte genannt.
LG,
boevent

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boevent
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Beitrag von boevent » 23. Sep 2007, 20:21

Habe es mittlerweile auch schon mit TestDisk versucht, aber da findet er quasi nur noch hda1 und swap (hda2), obwohl er vorher noch hda3 gefunden hat und sogar noch komplett mounten konnte.

Also zusammenfassend: Ich habe TestDisk genutzt und mir das was noch da war irgendwie futsch gemacht :(

Also nach meinem Wissen muss ja nur irgendwo hingeschrieben werden, dass die Partition da anfängt und da aufhört und so. Denn es ist ja lles nur durch einen Fehler durch fsck passiert... Somit wird etwas ähnliches wie der Bottsektor defekt sein, oder so? Habe ja nie etwas gelöscht, formatiert doer sonst etwas..?!

Immer noch für jeden tipp,, Hilfe etc. dankbar ;)

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Beitrag von boevent » 23. Sep 2007, 23:32

So, hab noch etwas dran rumprobiert...

Bin nun wieder auf dem Stand von meinem ersten Post!
Der Post zwischen diesem und dem ersten kann also quasi ignoriert werden

Neustes TestDisk runtergeladen (ist tatsächlich besser) ... Alle drei Partitionen werden gefunden und wieder eingetragen.

hda1 --> immernoch nur "lost&found"
hda2 --> swap
hda3 --> verschieden daten, wieder vollständig vorhanden.

Mein Problem ist also das auf hda1 eigentlich Daten sind, die nicht da sind. ;)
Muss ich da nun gleich schon an Datenrettungstools denken, oder gibt es da eine andere Möglichkeit?

Stelle mir das grad so vor, dass in irgendeiner File/Sektor steht, wie meine Daten auf der Partition angeordnet sind (bootsektor?) und diese folglich gelöscht wurde, bzw beschädigt ist. Ist das so richtig? Gibt es so etwas?
Habe leider von Dateisystem etc. keine Ahnung und mir gehen gerade die wildesten Sachen durch den Kopf.[/b]

towo
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Beitrag von towo » 24. Sep 2007, 07:26

1) hda1 mit fdisk auf fat32 gemacht
5) hda1 wieder mit fdisk auf 83 (linux) gesetzt
Mein Problem ist also das auf hda1 eigentlich Daten sind, die nicht da sind.
Wie kommst Du, nach der Oben genannten Aktion, darauf, daß da noch Danten sind?
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boevent
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Beitrag von boevent » 24. Sep 2007, 08:00

Hallo und danke für die Antwort.

Da komme ich nicht zu sondern wie aus meinem Text hervorgehen sollte bin ich nicht so der Meister... :(
Ich stelle lediglich Vermutungen auf und hoffe hier auf Hilfe. Und das ich mich wegen dem Zeug was ich gemacht habe Ärger sollte hier hervorgehen -> "Könnt mich also dreifach in den Arsch beißen: ".

---
Wie kommst Du, nach der Oben genannten Aktion, darauf, dass da noch Danten sind?
Ich habe doch "lediglich"[?] mit fdisk die Partitions-ID-Nummer einmal geändert[?]

Hatte mich natürlich vorher in so weit informiert, wie es mich beruhigen konnte und das gefunden (s.u.), zumal ich weiß, dass Daten erst weg sind, wenn sie auf der festplatte erneut überschrieben wurden.
"fdisk verändert nur die Partitionstabelle, lässt die eigentlichen Daten auf der Festplatte aber unberührt" (vgl. irgendwo tecchannel.de).
Ich gehe also immernoch (ja ich bin ein mensch voller Hoffnung :))fest davon aus noch Daten Retten zu können, nur ist die Frage wie.
Muss ich da nun gleich schon an Datenrettungstools denken, oder gibt es da eine andere Möglichkeit?
An dieser Frage hat sich nix geändert. Ich habe das schonmal mit einer fat32 Festplatte gemacht. Die hatte ihr Filesystem bezeichnung verloren, ich habe sie dann mit linux wieder auf fat32 gesetzt und es ging, alle daten weiterhin vorhanden.
Meine Beweggründe waren also, dass ich dachte es wäre vielleicht ein falscher Eintrag und ich könnte es evtl. so beheben.

LG
boevent

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Beitrag von towo » 24. Sep 2007, 08:02

Leider habe ich mich an den Grundsatz "Never touch a running System" nicht gehalten, fsck ausgeführt obwohl alles in Ordnung war, Warnung ignoriert, alles gefixed (ohne es zu lesen was er fixed) und dann neugestartet.
Vermutlich liegt hier der Fehler, weil ein fsck auf einem gemounteten Device absoluter Blödsinn ist. Und ja, Deine Daten sind vermutlich im Nirvana.
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Beitrag von boevent » 24. Sep 2007, 08:13

Hallo.
Wo der Fehler liegt weiß ich, daher bräuchte ich Ratschläge ihn zu beheben.
Bitte versteh mich jetzt nicht falsch, denn ich bin für jede Hilfe Dankbar, aber du sagst mir lediglich was ich alles falsch gemacht habe. Und das habe ich bereits schon im ersten Post versucht abzuhaken. ich weiß dass ich Fehler gemacht habe.
Und ja, Deine Daten sind vermutlich im Nirvana.
Das wäre sehr schade. Ich bin offen für weitere Vorschläge/Ideen.

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TomcatMJ
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Beitrag von TomcatMJ » 24. Sep 2007, 11:54

Wenn du mehrere Wochen zeit hast dich damit herumzuprügen (also dei Daten wirklich verdammt(!) wertvoll sind) könntest du versuchen mit einem Filesystemdebugger noch etwas zu retten. Da musst du dann allerdings für jede Datei die Inodes wieder manuell zuordnen, daher auch die Frage nach einigen Wochen(ja,das dürfte bei heutigen Plattenkapazitäten dann wirlich so lange dauern) Zeit hast. Wenn ursprünglich ein ext2/ext3 dateisystem drauf war wäre dies per debugfs machbar, bei reiserfs eventuell (aber mit weitaus schlechteren erfolgsquoten) mit debugreiserfs. Alternativ gäbe es wohl noch das ein oder andere Datenrettungstool für solche Zwecke die zu deinem Szenario passen, die jedoch allesamt kostenpflichtig im 4stelligen Bereich sind sofern sie was taugen sollen. Im privatbereich ist sowas meist jedoch vollkommen unwirtschaftlich, das lohnt sich allenfalls bei Firmen die durch den Datenverlust in Existenznöte geraten (und wo der verursachende externe Admin eine verdammt gute Berufshaftpflichtversicherung hat, denn wenns ein firmeneigener Admin war dürfte der wohl nach so einer unsinnigen Aktion auf Arbeitssuche sein)...

Insofern (nach wahrscheinlichkeit geurteilt): Guten Apetit! ;)

Bis denne,
Tom
P.S.: Zumindest ist dir nun klar wieviel ein angewandtes gutes Backupkonzept wert ist....

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Beitrag von boevent » 24. Sep 2007, 12:09

Hallo und vielen Dank für die Antwort.

So weit mir das noch bekannt ist hat sich vorher EXT3 darauf befunden. Werde demnach debugfs einmal ausprobieren und bericht erstatten.

Aber zum theoretischen. Woran liegt es eigentlich das die Daten überhaupt weg sind, damit ich da für mich mal Ordnung in meinem Kopf habe. Liegt es an dem fsck und dem verbundenem löschen/zerstören von[???] dem Bootsektor oder...
Also wie sieht es da Technisch aus, rein Interesse halber?


Vielen Dank

P.S.: Und nochmal abschließend zur Wichtigkeit der Daten:
Die Daten sind zwar wichtig, aber nur so lange es einen gewissen Aufwand wie du ihn genannt hast nicht erreicht, bzw. mich finanziell etwas kosten würde. Es befanden sich 2 Mühevoll programmierte Homepages auf der Platte, von denen kein Backup besteht. Die eine von mir, die andere von wem der die bei mir "gehostet" hat.

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