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Gelöst: Ganze HD für Linux, trotzdem zeigt Windows

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boyherre
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Gelöst: Ganze HD für Linux, trotzdem zeigt Windows

Beitrag von boyherre » 24. Aug 2007, 15:59

Hallo, da gibt's bei mir ein sehr seltsames Phänomen, das mir hier vielleicht jemand erklären kann:

Auf meinem Rechner habe ich auf Festplatte Nr. 4 (0 & 1 = SCSI, 2 & 3 IDE) ausschließlich SuSE 10.2 partitioniert, formatiert & installiert (hdb/knapp 80 GByte), wird auch so von GParted angezeigt.
Die Windows-XP-Verwaltung (Windows läuft von Platte 3 aus / hda knapp 80 GByte) zeigt mir jedoch unbeirrt nach dieser Installation eine primäre Partition (unformatiert) von 31,5 GByte an und bietet sie zur Formatierung an. Die ganze Festplatte ist aber von Linux formatiert (Reiser FS).
Was treibt Windows da also? Was würde passieren, wenn ich JA zum Formatieren sagte? Würde Windows dann 32 GByte "stehlen"?
Ich finde das Ganze von befremdlich bis frech. . .
Wer weiß mehr darüber?
Gruß, Boy
Zuletzt geändert von boyherre am 8. Sep 2008, 18:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Gimpel » 24. Aug 2007, 16:32

Das ist halt eine primäre Partition, keine erweiterte. Ob die nun mit irgendeinem Dateisystem formatiert ist oder nicht ändert daran nichts.

Da Windows dumm ist, zeigt es dir die Partition als unformatiert an, ReiserFS kennt Windows ja nicht.
Wenn du "ja formatieren" auswählst, macht es das Linux-Dateisystem natürlich platt.
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Beitrag von boyherre » 25. Aug 2007, 15:43

Gimpel hat geschrieben:Da Windows dumm ist, zeigt es dir die Partition als unformatiert an, ReiserFS kennt Windows ja nicht.
Wenn du "ja formatieren" auswählst, macht es das Linux-Dateisystem natürlich platt.
OK, verstanden; sowas in der Art war zu vermuten. Aber wieso zeigt mir Windows diese Partitionsgröße von 31,5 GByte an, obwohl keine der Linux-Partitionen diese Größe hat, und alle zusammen (Swap, System, Home) knapp 80 GByte?
Wäre es sinnvoll, unter Windows diese Partition "unsichtbar" zu machen (in der HD-Verwaltung)?
Gruß, Boy
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Beitrag von K4m1K4tz3 » 25. Aug 2007, 16:21

Wenn du swap, root und home partitionen hast, dann hast du vielleicht zwei primäre Partitionen erstellt (swap und nennen wir es mal Primärpartition2) und die Primärpartition2 hat zwei Sekundärpartitionen für root und home. Wahrscheinlich zeigt Windows nur die Primärpartitionen.
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Beitrag von boyherre » 8. Sep 2008, 18:13

K4m1K4tz3 hat geschrieben:Wenn du swap, root und home partitionen hast, dann hast du vielleicht zwei primäre Partitionen erstellt (swap und nennen wir es mal Primärpartition2) und die Primärpartition2 hat zwei Sekundärpartitionen für root und home. Wahrscheinlich zeigt Windows nur die Primärpartitionen.
So, nachdem in der langen Zwischenzeit viel gelernt wurde, war die Lösung recht einfach:
siehe hier http://www.linux-club.de/viewtopic.php?f=4&t=96657

Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht?!

Vielen Dank an alle Ratgeber für ihr Engagement!

Gruß, Boy
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Beitrag von panamajo » 8. Sep 2008, 20:15

boyherre hat geschrieben:Wäre es sinnvoll, unter Windows diese Partition "unsichtbar" zu machen (in der HD-Verwaltung)?
Ich würde grundsätzlich nie unter Windows irgendwelche Änderungen an der Partitionstabelle durchführen die auch Linux (oder andere OS) Partitionen betreffen könnten.
Dazu benimmt sich Windows anderen Betriebssystemen gegenüber zu ignorant...

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Re: Gelöst: Ganze HD für Linux, trotzdem zeigt Windows

Beitrag von boyherre » 9. Sep 2008, 11:46

Peinlich: Die eigentliche Lösung bestand zunächst darin, daß die Platte falsch gejumpert war und daher unter Windows nur 32 GByte zur Verfügung stellte.
In zweiter Instanz bestand die Lösung in der Ausblendung der SCSI-Platten aus dem Boot-Bereich. Zuvor war der MBR (WIN-Laufwerk C:) auf einer SCSI-Platte gewesen, während das eigentliche Windows sich (nach wie vor) auf der ersten IDE-Platte (logische Partition U:) befindet. Auf C: waren/sind nur MBR und boot.ini und so. . . Nun gibt es ja das Rechner-BIOS und das SCSI-BIOS und offenbar hier ist GRUB durcheinander geraten. Ich habe nun die zweite IDE-Platte völlig neu partitioniert und mithilfe von Paragons Festplatten-Manager die Boot-Partition C: kopiert/verschoben - von der SCSI-Platte auf die IDE-Platte (jetzt natürlich richtig gejumpert), und nur 2 GByte dafür hergegeben (primär) – danach von der SCSI-Platte gelöscht. Den Rest der Platte (68 GByte, erweitert, logisch) partitioniert (Ext3 formatiert) und so für OpenSuSE11 reserviert. Nach einer Reparatur-Installation von WindowsXP lief Windows mit meiner bisherigen Konfiguration wieder ohne Probleme (also komplett gerettet, natürlich ohne IE7 und ServicePack3, die mußten wieder neu installiert werden), Daten, Pfade, Programme, Desktop alles wie gehabt war wiederhergestellt, der Boot-Vorgang von der neuen C:-Partition klappte (natürlich Platten-/Boot-Reihenfolge im BIOS zuvor entsprechend geändert.)
Dann OpenSuSE11 komplett neu auf den reservierten Platz installiert – und, o Wunder(!): Alles funktioniert bestens, GRUB im MBR findet sein Linux ebenso wie sein Windows. Insofern war's ein voller Erfolg - und letztlich "nur" ein Hardware-Konfigurationsproblem. Ich denke nicht, daß dieser Lösungsansatz so verkehrt war? Wenigstens funktioniert jetzt alles, und die SCSI-Platten laufen auch noch mit. . .
Gruß, Boy
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