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2 Festplatten, 3 Partionen, XP & Vista - und Linux neu d

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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thejerry70
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2 Festplatten, 3 Partionen, XP & Vista - und Linux neu d

Beitrag von thejerry70 » 1. Aug 2007, 18:07

Hallo,
bin absolut neu auf dem Gebiet "Linux".
Wollte die openSuse 10.2-Distribution in mein bestehendes System einbinden. Ich habe 2 Festplatten.
Die 1. ist eine IDE mit 60 GB insgesamt auf der XP (C:) und Vista (D:) in je 20 GB gorße Partitionen installiert sind. Die restlichen 20 GB sind noch unpartioniert.
Die 2. Festplatte ist eine SATA II-Platte mit 250 GB, die nur aus einer Partition besteht (F:). Sämtliche Partitionen sind mit NTFS angelegt.

Ich wollte Linux nun parallel zu XP und Vista in den unpartionierten Bereich der IDE-Platte installieren. Der /home-Ordner sollte mit auf die große SATA II-Platte.

Bei der Installation bin ich schlicht überfordert, da mir Yast zwar Vorschläge zur Partionierung unterbreitet (z.B. meine XP- und Vista-Partitionen zu verkleinern), ich diese aber nicht ganz verstehe und nun verunsichert bin.

Unter der Windows Systemverwaltung sieht das ganze so aus:
Datenträger 0 Basis (IDE-Platte) = "XP" (C: - primäre Partition / Systempartition) / "Vista" (D: - logisches Laufwerk) / "Freier Speicherplatz" ("Vista" und "Freier Speicherplatz" - erweiterte Partition)
Datenträger 1 Basis (SATA-II-Platte) = "Home" (F: - Primäre Partition)


Meine Frage: Kann mir jemand die Windows-Bezeichnungen möglichst anschaulich in Linux übersetzen und mir nen Tipp geben, wie ich die Installation wie geplant umsetzen kann?! Möchte nur ungern sämtliche Betriebssyteme neu installieren und aktivieren...

Vielen Dank und Gruß!

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admine
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Beitrag von admine » 1. Aug 2007, 19:10

Du musst auf jeden Fall die Vorschläge von SUSE ignorieren und benutzerdefiniert partitionieren.
Dann sollte es auch kein Problem sein, die freien 20GB für die /-Partition anzugeben und den freien Platz auf der SATA-Platte für das /home.
Die 2. Festplatte ist eine SATA II-Platte mit 250 GB, die nur aus einer Partition besteht
Wenn das allerdings wirklich so ist, dann solltest du erst einmal Platz schaffen.
- Unter Windows defragmentieren und dann mit GParted z.B. die NTFS-Partition verkleinern.
GParted von hier:
http://gparted.sourceforge.net/livecd.php
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thejerry70
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Beitrag von thejerry70 » 1. Aug 2007, 22:59

Danke erstmal für die Antwort.
Ich hatte mir das schon gedacht und auch Gparted liegt auf CD vor...
Das Problem ist nur: Ich kann mit den Bezeichnungen nicht viel anfangen.
Ich bin die Buchstaben für Laufwerke bzw. Partitionen gewöhnt, aber Linux bezeichnet da ja alles anders.

Festplatten werden doch nur als "/dev hd" bezeichnet, oder? Und der Buchstabe dahinter, angefangen von "a", gibt die Nummer der Festplatte an - was bei Windows dann "Datenträger 0" etc. wäre?
Die Partionen werden dann, wohl noch in "Primär" und so weiter unterschieden, nur wie läuft das weiter in der Bezeichnung?
Wie hieße z.B. "auf Linux" die Partition "D:", die innerhalb der "Erweiterten Partition" ein "Logisches Laufwerk" ist, und auf der ersten Festplatte ist?

Und so weiter und so fort... mein Problem besteht also zuerst darin, dass ich (für meinen speziellen Fall :oops: ) durch die Laufwerksbezeichnung nicht ganz durchsteige - und demzufolge auch noch nix partitionieren konnte/wollte.

Nochmal danke! Ist übrigens echt schick, eure Wiki! :wink:

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Beitrag von admine » 1. Aug 2007, 23:16

Hier findest du eine Übersicht über die Bezeichnung von Partitionen im Linux:
http://www.oreilly.de/german/freebooks/ ... ch032.html
Tabelle 3-1

Das hilft dir fürs Verständnis und besser kann ich das jetzt auch nicht erklären ;)
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thejerry70
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Beitrag von thejerry70 » 2. Aug 2007, 17:35

So, wieder ich... :lol:
Ja, die Tabelle war doch schon eine gute Hilfe! Hat mich auf jeden Fall weitergebracht!
Trotzdem sind da noch n paar Fragen wegen den Bezeichnungen geblieben:

Also die Festplatte 1 (IDE) ist bei mir dann /dev/hda, und die Partition C: mit XP ist dann /dev/hda1, die Partition D: mit Vista müsste dann /dev/hda2 sein. Aber D: wird unter Windows ja (zusammen mit dem freien, unpartionierten Speicherplatz) als Erweiterte Partition angegeben und D: ist (zumindest unter der Datenträgerverwaltung von XP...) ein logisches Laufwerk. Dann müsste es unter Linux dann entweder /dev/hda3 oder /dev/hda5 sein, oder?
Oder sind logische Laufwerke und logische Partitionen was anderes?!

Bei der zweiten Festplatte (SATA-II) ist es ja wieder leicht. Die ganze Platte heißt dann /dev/hdb und die primäre Partition F: demzufolge /dev/hdb1.

Danke nochmal für die Hilfe! :roll:
Gruß

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Beitrag von admine » 2. Aug 2007, 17:40

thejerry70 hat geschrieben:Aber D: wird unter Windows ja (zusammen mit dem freien, unpartionierten Speicherplatz) als Erweiterte Partition angegeben und D: ist (zumindest unter der Datenträgerverwaltung von XP...) ein logisches Laufwerk. Dann müsste es unter Linux dann entweder /dev/hda3 oder /dev/hda5 sein, oder?
Schau dir mal die Ausgabe von "fdisk -l" (kleines L) an.
Da kannst du die Device-Bezeichnungen sehen.
thejerry70 hat geschrieben: Oder sind logische Laufwerke und logische Partitionen was anderes?!
"logische Partition" ist mir nicht unbedingt geläufig.
Eher trifft es: logische Laufwerke in einer erweiterten Partition.
thejerry70 hat geschrieben: Bei der zweiten Festplatte (SATA-II) ist es ja wieder leicht. Die ganze Platte heißt dann /dev/hdb und die primäre Partition F: demzufolge /dev/hdb1.
Naja ... SATA wird nicht mit /dev/hdX sondern mit /dev/sdX bezeichnet.
Aber auch das siehst du mit "fdisk -l" ;)
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Beitrag von thejerry70 » 2. Aug 2007, 17:48

Aha... also werden SATA-II-Platten wie eine SCSI-Platte angesprochen?Auch gut! :wink:

In der Tabelle stands jedenfalls so... "Erste Festplatte, logische Partition 1", was dann /dev/hda5 wäre. Aber fand ich auch merkwürdig...

Und wo geb ich den Befehl "fdisk -l" ein? Wohl unter GParted, oder? :?:

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Beitrag von admine » 2. Aug 2007, 17:51

thejerry70 hat geschrieben:Aha... also werden SATA-II-Platten wie eine SCSI-Platte angesprochen?Auch gut! :wink:
genau :)
thejerry70 hat geschrieben: Und wo geb ich den Befehl "fdisk -l" ein? Wohl unter GParted, oder? :?:
Im Linux als root in einer Shell/Konsole.
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Beitrag von thejerry70 » 2. Aug 2007, 17:56

admine hat geschrieben:Im Linux als root in einer Shell/Konsole.
Ähm, und das kann auch in ner Live-Distribution passieren? weil hab ja noch gar kein Linux installiert... :shock:

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Beitrag von admine » 2. Aug 2007, 17:59

thejerry70 hat geschrieben: Ähm, und das kann auch in ner Live-Distribution passieren? weil hab ja noch gar kein Linux installiert... :shock:
Ach so ... ja ... ähm :oops:
Aber wenn du mit einer Live-CD bootest, dann geht das genau so.
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Beitrag von thejerry70 » 2. Aug 2007, 18:01

Alles klar! Werds mal probieren...
Und mich melden. :twisted: :lol:

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Beitrag von thejerry70 » 2. Aug 2007, 19:56

So, habs mal probiert... fdisk wirft bei mir folgendes Ergebnis aus:

Disk /dev/hda: 60.0 GB
  • Disk /dev/hda: 60.0 GB

    Device Boot Start End Blocks Id System

    /dev/hda1 * 1 2611 20972826 7 HPFS/NTFS
    /dev/hda2 2612 7300 37664392+ f W95 Ext'd (LBA)
    /dev/hda5 2612 5222 20972826 7 HPFS/NTFS


    Disk /dev/sda: 250.0 GB

    Device Boot Start End Blocks Id System

    /dev/sda1 1 30401 244196001 7 HPFS/NTFS
Hoffe, man kann das so einigermaßen lesen...
Hab' (mal wieder...) ein paar Fragen:

1. Warum ist der größere Teil von /dev/hda als erweiterte Partition ausgegeben? Und was soll das für Dateisystem sein? Was bedeutet das "f" bei der Id?
2. Liege ich richtig mit der Annahme, dass /dev/hda5 die Partition mit Vista ist? /dev/hda1 müsste ja XP sein..
3. Was bedeutet das Sternchen bei /dev/hda1?

Danke!!! :oops:

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Beitrag von admine » 3. Aug 2007, 00:02

thejerry70 hat geschrieben: 1. Warum ist der größere Teil von /dev/hda als erweiterte Partition ausgegeben? Und was soll das für Dateisystem sein? Was bedeutet das "f" bei der Id?
Wenn du so eine große erweiterte Partition eingerichtet hast, dann ist das eben so.
Die Partition ensteht ja nicht von allein ;)
Und ein Dateisystem hat eine erweiterte Partition nicht.
thejerry70 hat geschrieben: 2. Liege ich richtig mit der Annahme, dass /dev/hda5 die Partition mit Vista ist? /dev/hda1 müsste ja XP sein..
Das solltest du schon selbst wissen ... kann aber durchaus sein.
Allerdings siehst du das doch, wenn du via Live-CD einfach drauf schaust ;)
thejerry70 hat geschrieben: 3. Was bedeutet das Sternchen bei /dev/hda1?
Diese Partition hat das Boot-Flag.
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Beitrag von thejerry70 » 3. Aug 2007, 11:39

Ok, habe jetzt ein "neues" Problem: Die GParted-Live-CD wird bei mir zwar gestartet, habe dann aber nur Grafikfehler... komisch, denn die Ubuntu 7.04-Live-CD läuft tadellos.

Ist es theoretisch auch möglich, den nötigen Platz für die zu installierende OpenSuse 10.2-Distribution mit der Windows-Datenträgerverwaltung zu schaffen? Wenn ja, sollte ich dann doch besser im FAT32-Dateisystem formatieren, oder? Linux hat ja keine volle NTFS-Unterstützung... Oder geht das auch in NTFS? Oder, als dritte Möglichkeit. Platz schaffen aber nicht in einem Dateisystem formatieren (wobei mir unter "fdisk" dann die nicht zugeordneten Partitionen als FAT16 ausgewiesen werden).

Würde dann nämlich alles, soweit möglich, mit der Windows-Datenträgerverwaltung vorbereiten und unter der Linux-Installationsroutine dann die entsprechenden Partitionen auswählen... es ist nur die Frage, ob die nicht zugewiesenen Partitionen dort erkannt werden, oder nicht?!

Ja, das reicht ja erstmal wieder an Fragen... :D

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Beitrag von admine » 3. Aug 2007, 11:41

Ne ne ne ... bloß nichts mit Windows-Mitteln tun.

Versuche dann eher mit Knoppix zu booten und benutze QTParted.
Das ist bei Knoppix dabei.
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Beitrag von rolle » 3. Aug 2007, 11:47

/dev/hda2 2612 7300 37664392+ f W95 Ext'd (LBA)
/dev/hda5 2612 5222 20972826 7 HPFS/NTFS
Wie obiges Zitat zeigt, hast Du eine erweiterete Partition von Block 2612 bis Block 7300 auf hda. Darauf liegt bis Block 5222 eine logische Partition, also wohl Dein Vista. die restlichen 2000 Blöcke sind unpartitioniert. Mein Vorschlag wäre also, wirf die Linuxscheibe ein, boote davon und erstelle in diesem freien Bereich drei logische Partitionen: 1-2GB swap, 10GB / und den Rest /home. Als Dateisystem nimm Dir entweder Ext3 oder Reiserfs, wobei ich für die /home auf jeden Fall Ext3 nähme, dann kannst Du darauf auch von Windows aus schreibend zugreifen.
Horrido, Roland

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Beitrag von thejerry70 » 3. Aug 2007, 11:52

@ admine: Was spricht gegen die Windows-Datenträgerverwaltung? Funktioniert das dann hinterher nicht richtig? :shock:

@ Roland: Also du meinst, dass ich in meinem Fall die OpenSuse 10.2-CD einlegen soll, booten und dann die entsprechenden Partitionen anlegen bzw. auswählen kann und dann auch soll? Wäre ja einen Versuch wert... :o

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Beitrag von rolle » 3. Aug 2007, 12:05

Ja, das meinte ich. Wobei Admines Tip mit QTParted auch gut ist und funktioniert.
Die Windowsverwaltung kann Dir die Partitionen nicht formatieren und nicht im richtigen Dateisystem erstellen. Dein Linux kann mit den Partitionen dann also nicht viel anfangen.
Horrido, Roland

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Beitrag von thejerry70 » 3. Aug 2007, 12:08

Ach so... also auch nicht wenn die Partitionen im FAT32-Dateisystem sind? :?:
Na gut, werde mal zur "Tat" schreiten und OpenSuse 10.2 installieren - bin gespannt, wie das wird... :lol:

Nochmals tausend Dank!

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Beitrag von rolle » 3. Aug 2007, 12:18

Mach ein Backup vorher.
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