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Problem startx, keine GUI

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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derblöde
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Problem startx, keine GUI

Beitrag von derblöde » 5. Jul 2007, 00:12

Hallo zusammen,

ich habe ein gravierendes Problem:

Ich habe mit einer gparted-CD eine Windows-Partition (ntfs) verkleinert und eine fat32-Partition daraus angelegt.
(für den Zugriff auf Daten aus Linux und Windows).

Windows-Boot kein Problem, ebenso openSuse aus Grub.
Die neu erstellte fat32-Partition wurde unter Suse nicht gemounted, daher habe ich mit YAST den Mountpoint /tmp
gesetzt.
Dann Suse neu gestartet (leider erst am nächsten Tag).
Daraufhin wurde startx nicht ausgeführt, nach Anmeldung in der Konsole und "startx" Folgendes:

Code: Alles auswählen

startx

xauth: creating new authority file /root/.serverauth.4956

Fatal server error:
Can´t read lock file /tmp/.XD-lock

giving up.
xinit: Connection refused (errno 111): unable to connect to X server
xinit: No such process (errno 3): Server error.
Ich habe weder einen Graphiktreiber installiert noch die Systempartition verändert.
Was kann ich tun?

Ich möchte Linux als sicheres System nutzen!
Ich bin, da Änderungen am System jetzt schon wiederholt zum Nichtstart der graphischen Oberfläche geführt haben,
einfach nur frustriert!

Ich bin durchaus bereit, Zeit und Mühe zu investieren, um ein funktierendes System zu erhalten. Wenn aber Aktionen
unvorhersehbare Fehler herbeiführen, die (mangels funktionierender GUI) eine Nutzung für mich mit bescheidenem
Kenntnisstand völlig verhindern, dann ist das für mich eine KO-Kriterium!!

Solange Linux läuft, bin ich sehr angetan, aber jetzt wäre ich ohne Windows völlig aufgeschmissen!

Gruß

derblöde

ps: openSuse 10.2
ps2: Wenn dies nicht das passende Forum sein sollte, bitte verschieben.
Irgendwie passt es sonst nirgendwo rein.

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b3ll3roph0n
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Re: Problem startx, keine GUI

Beitrag von b3ll3roph0n » 5. Jul 2007, 00:53

derblöde hat geschrieben:Die neu erstellte fat32-Partition wurde unter Suse nicht gemounted, daher habe ich mit YAST den Mountpoint /tmp
gesetzt.
Du mountest eine fat32-Partition nach /tmp und wunderst dich, dass du Probleme bekommst? :roll:

Leg dir für die fat-Partition einen neuen Mountpoint an, und leg /tmp zurück in die root-Partition.
Folgendes als root:

Mountpoint erstellen, /tmp unmounten:

Code: Alles auswählen

mkdir -p /media/Daten
umount /tmp
fstab bearbeiten:

Code: Alles auswählen

mcedit /etc/fstab
Den Mountpoint deiner Daten-Partition von /tmp auf /media/Daten ändern.

Daten-Partition mounten:

Code: Alles auswählen

mount /media/Daten
In den Graphikmodus wechseln:

Code: Alles auswählen

init 5
PS:
Wenn aber Aktionen
unvorhersehbare Fehler herbeiführen, die (mangels funktionierender GUI) eine Nutzung für mich mit bescheidenem
Kenntnisstand völlig verhindern, dann ist das für mich eine KO-Kriterium!!
Wieso nimmst du bei deinem "bescheidenem Kenntnisstand" dann überhaupt derartige Änderungen am System vor?

Und User die hier ihren Frust ablassen wollen, sind für mich ein KO-Kriterium.
Gruß b3ll3roph0n
--
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derblöde
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Beitrag von derblöde » 5. Jul 2007, 01:50

Hallo,

zunächst vielen Dank für die Hilfe!
Ich habe schon gemerkt, dass die Linux-Gemeinde sehr hilfsbereit ist.

Dass ein Mountpoint=/tmp grob fahrlässig ist wusste ich nicht. Wie bekomme ich solches als Laie heraus, bevor ich tätig werde? YAST bot mir genau 3 Möglichkeiten an....
1 davon führt zum GAU, das ist für mich als Einsteiger vorhersehbar?.....

Nichts für ungut, aber die Gemeinde spottet immer ob der dummen Windows-User, angesichts solcher Vorkommnisse fühle ich mich in der Linux-Gemeinde aber nicht wirklich gut aufgehoben.......

Die Eingabe

Code: Alles auswählen

mcedit /etc/fstab
gibt mir eine Fehlermeldung aus: Command not found.

Was ist zu tun?
ps: unter Windows editiert.

b3ll3roph0n
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Beitrag von b3ll3roph0n » 5. Jul 2007, 02:24

derblöde hat geschrieben:Dass ein Mountpoint=/tmp grob fahrlässig ist wusste ich nicht. Wie bekomme ich solches als Laie heraus, bevor ich tätig werde? YAST bot mir genau 3 Möglichkeiten an....
Grundsätzlich gilt:
Existierende Verzeichnisse sollten nicht für eigene Partitionen genutzt werden.
Linux-System-Partitionen benötigen unbedingt ein Linux-Dateisystem (d.h. kein FAT oder NTFS)

Unter YaST hast du auch die Möglichkeit einfach ein eigenes Verzeichnis einzutragen.
Finde ich persönlich logischer als einfach Verzeichnisse zu benutzen, von denen ich nicht (genau) weiß, wofür sie da sind.

Btw: YaST bietet nur eine Standardauswahl von Systemverzeichnissen, die desöfteren ausgelagert werden (/var, /usr, boot, /tmp, ...).
Woher soll YaST auch wissen wozu die neue Partition genutzt werden soll.
derblöde hat geschrieben:

Code: Alles auswählen

mcedit /etc/fstab
gibt mir eine Fehlermeldung aus: Command not found.
Hmm, dann musst du einen anderen Editor benutzen (eigentlich wollte ich dir vim ersparen).

Code: Alles auswählen

vim /etc/fstab
Kurzanleitung (vim):
<A> (Einfügemodus)
Die Betreffende Zeile ändern (s.o.)
<ESC> (Befehlsmodus)
:wq <RETURN> (Speichern & Beenden)
Gruß b3ll3roph0n
--
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Grothesk
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Beitrag von Grothesk » 5. Jul 2007, 09:52

:lol:
Köstlich.
Wenn ich bei meinem Elektriker anrufe und dem sage, dass ich kein Licht mehr habe, weil ich im Stromnetz ein paar Kabel zusammengeschlossen habe, weil die sich da im Sicherungskasten halt gerade so angeboten haben und ich mich jetzt bei allen Elektrikern inkl. deren Innung schlecht aufgehoben fühle, was glaubst du, was der mir erzählt?

Woher soll ich auch als Laie mit bescheidenem Kenntnisstand wissen, dass man das braune Kabel nicht mit dem grün-gelben zusammenschließen soll?

Ganz heißer Tip: Besorg dir ein gutes Buch zu Linux. Zum Beispiel den Kofler. Da steht dann auch was zu den Mountpunkten drin.
"Die Rechtschreibung ist Freeware, du darfst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht OpenSource, d.h. du sollst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

Rain_Maker

*WTBFH*?

Beitrag von Rain_Maker » 5. Jul 2007, 12:10

Nachdem ich den Kaffee aus Tastatur und vom Monitor entfernt habe (und wieder Luft bekomme), hier mal mein Senf über diese Art von "Neulinuxern".

@Grothesk:

Du hast noch etwas vergessen.

- Sich beim Elektriker zu beschweren, warum er Dich nicht vorher gewarnt hat, daß Du das nicht machen darfst (schließlich muss der es doch wissen!111ELF).

Der TE erwartet scheinbar, daß man als Mitglied der Linux-Community nicht nur Hellseher bei den "Fehlerbeschreibungen" sein muss, sondern wohl auch in die Zukunft blicken können muss und jemanden warnen _BEVOR_ er Mist baut.

Und hier das "Sahnehäubchen":
Nichts für ungut, aber die Gemeinde spottet immer ob der dummen Windows-User,
Ach? Wirklich? Immer?

Wann hast Du das letzte mal den Planeten Erde besucht und ihn bewußt wahrgenommen?

Oder sieht Dein tägliches Abendgebet in etwa so aus?

...."und lieber Gott, erhalte mir bitte auch meine Vorurteile..."

Ich verrate Dir mal ein Geheimnis:

Die meisten Mitglieder der Community spotten nicht über Win, es interessiert sie entweder so gut wie gar nicht (weil sie es nicht nutzen) oder sie nutzen es im Dualboot bzw. in einer VM und haben deswegen keinen Grund zu spotten.

Wer spottet sind meist die DAUs, die meinen sie müssten _UNS_ zeigen, wie sehr sie Windows hassen (bzw. wie "doof" sie es finden, indem sie den Namen verunglimpfen), damit man ihnen auch ja _SOFORT_ hilft, egal welche Scheisse sie bauen und egal, wie wenig Infos sie liefern.

Meist zeigt sich aber, daß bei denen, die besagtes System verunglimpfen (so mit doof am Ende) das Doofste das ist, was vor dem Schirm sitzt (und das gilt dann auch _unabhängig_ vom OS).

Das ist für mich _NICHT_ die Community; so jemanden als dazu gehörig anzusehen käme für mich nicht in Frage, solche "User" können mir persönlich gestohlen bleiben.

Für _SOLCHE_ Exemplare habe ich wiederum nur Spott übrig, denn der Tiger im Tank wird meist vom Esel am Lenker ausgebremst.

Was viel schlimmer als die "dummen Windows-User" ist, sind genau diese "Neulinuxer", die meinen sie könnten sich jeglich Eigeninitiative ersparen, null Infos liefern und erwarten, daß man ihnen den Puderzucker ins Popöchen bläst und ihnen jede Info dreimal aus der Nase zieht.

Ich kenne außerdem einige verdammt clevere Windows-User und die spotten weder über Linux noch haben sie "Ehrfurcht" vor einem Linux-User, nein ich denke sie sehen beide OS als zwei _alternative_ Möglichkeiten an und ich wette hohe Beträge, diese Leute würden mit Linux sehr gut klar kommen, weil sie sich reinknien würden und ein "RTFM" nicht als Beleidigung sehen.

Bei einem Beispiel (Kollege von mir) ist das auch so. Der brauchte (so vor 2 Monaten war das IIRC) etwas Starthilfe (eine Linkliste, die im Endeffekt "das Übliche" enthielt, was hier viele nicht mal finden, obwohl der Button WIKI XXL-Size hat) und zwei kurze Erklärungen (vielleicht 10-15 Minuten mit "Learning by Doing" und ich stand daneben), schon konnte er mit SuSE soweit umgehen, daß komischerweise die ganzen "Katastrophen" wie z.B. schwarzer Bildschirm nach Kernelupdate (fglrx-Treiber) ausblieben.

Und vor ein paar Tagen meinte er "Ich habe mir mal aus Interesse Debian Etch installiert, läuft echt gut".

Komisch, oder?

Die eigene Faulheit bzw. Unfähigkeit zur Fehlerbeschreibung/-behebung auf die freiwilligen (sic!) Helfer zu projizieren als "man fühle sich nicht gut aufgehoben" ist einfach nur eine bodenlose Unverschämtheit und keiner Hilfe würdig.

Just my 0.02 €uronen.

Macht mit diesem Beitrag (und von mir aus auch mit meinem Account), was Ihr wollt, aber bei so viel Dreistigkeit kann ich nicht schweigen.

NoGreetz,

RM

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