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Nackte Kernel ohne init nur mit bash

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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Peter_X
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Nackte Kernel ohne init nur mit bash

Beitrag von Peter_X » 5. Jun 2007, 09:31

Vielleicht kann mir wer weiterhelfen.

Ich suche ein minimal Linux für Studien Zwecke mit möglicht wenig Ballast. Am besten wäre der nackte Kernel ohne init nur mit bash und einen Bootloader (wenn notwendig).Je weniger MB und Dateien desto besser. Ich möchte Linux einmal kennen lernen ohne eine fette Standard Disrtri zu verwenden , die wirklich schnell bootet (Sekunden). Oder kann man eine SUSE Standard Installation ohne X Server auf wenige MB abspecken?

Danke für jeden Tipp

:D

Grüße
Peter

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Grothesk
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Beitrag von Grothesk » 5. Jun 2007, 09:38

Linux From Scratch.

Weniger Balast geht nicht. Ansonsten vielleicht mal gentoo probieren.
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b3ll3roph0n
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Re: Nackte Kernel ohne init nur mit bash

Beitrag von b3ll3roph0n » 5. Jun 2007, 10:09

Eine Minimalinstallation von SUSE hat immer noch einen Umfang von 700MB.
Wenn du dann noch weitere Pakete abwählst bekommst da das auch noch weiter herunter.
"Wirklich" Minimal ist das dann aber auch nicht, da gewisse Systembestandteile (vor allem YaST inkl. Abhängigkeiten) immer installiert werden.

Wenn du "lernen willst, wie ein Linux eigentlich funktioniert"(TM), dann solltest du dir - das von Grothesk bereits erwähnte - LFS mal anschauen.

=> http://oss.erdfunkstelle.de/lfs-de/index.shtml
Gruß b3ll3roph0n
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Peter_X
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Beitrag von Peter_X » 5. Jun 2007, 12:04

Danke für eure Antworten..

Werde LFS Dokumentation genau durchlesen, klingt sehr interessant.

Was haltet ihr vom Linux Assembly Projekt! ( http://asm.sourceforge.net/ ) ? Ich hab ein Bootdisk Image (komprimiertes Format) hinunter geladen und etwas experimentiert. Ist wirklich klein und kann dafür einiges!

Für meine Anwendung bräuchte ich den Serielle Port (dev/ ttyS0) und mit Linux Assembly hab ich leider keine Daten empfangen können (cat /dev/ttyS0). Keine Ahnung was das Problem ist ? ( z.B. falsch konfigurierter Kernel ….). Sonst wäre es cool die Diskette mit den Bootsektor auf einen Flash-Speicher (CF Karte mit IDE Adapter) zu kopieren. Ich kann leider nicht Einschätzungen, welche Einschränkung (alter Kernel ………) man mit diesen Projekt in kauf nehmen muß??

Mit Linux From Scratch. hat man wahrscheinlich die größten Freiheitsgrade ist aber ein komplexes Thema


Danke für eure Meinungen

Grüße
Peter

}-Tux-{
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Re: Nackte Kernel ohne init nur mit bash

Beitrag von }-Tux-{ » 5. Jun 2007, 19:14

b3ll3roph0n hat geschrieben:Eine Minimalinstallation von SUSE hat immer noch einen Umfang von 700MB.
Heutzutage (ab 10.3) ist eine Minimalinstallation wesentlich kleiner. Wenn man sich mal das "base pattern file" anschaut, sieht man wie klein das ganze sein wird ftp://ftp4.gwdg.de/pub/opensuse/distrib ... 5.i586.pat
(dazu kommen nur die deps, sowie die "sw_management patterns").


}-Tux-{

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Beitrag von jengelh » 5. Jun 2007, 20:22

Minimalinstall von opensuse 10.3 alpha nochwas ist zur Zeit bei 370 MB, wenn man ein bisschen piekst (alles nicht-English,nicht-Deutsch raus, aber ohne rpm), 330 MB. Allerdings wird da ZIEMLICH wenig installiert. Ich musste mir einiges (aber kleines) nachladen... less, mc, joe, vi, smart, wichtiges Zeugs halt.
Peter_X hat geschrieben:Für meine Anwendung bräuchte ich den Serielle Port (dev/ ttyS0) und mit Linux Assembly
Was soll Linux Assembly sein?
hab ich leider keine Daten empfangen können (cat /dev/ttyS0). Keine Ahnung was das Problem ist ? ( z.B. falsch konfigurierter Kernel ….).
Nimm doch einfach minicom und dessen integrierte Dateitransferfunktion. Geht bombensicher und im Gegensatz zu cat vollautomatisch (wahlweise auch manuell); auch wenn eine Shell läuft. Das sieht dann so (Ogg Theora Video) aus. Gezeigt werden Upload (rz wird hierbei automatisch gestartet), Download (mittels sz), und nochmal Upload (explizit mit rz warten).
Sonst wäre es cool die Diskette mit den Bootsektor auf einen Flash-Speicher (CF Karte mit IDE Adapter) zu kopieren. Ich kann leider nicht Einschätzungen, welche Einschränkung (alter Kernel ………) man mit diesen Projekt in kauf nehmen muß??
Installier dir <Linux deiner Wahl> direkt auf CF?

Peter_X
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Beitrag von Peter_X » 6. Jun 2007, 09:43

Das mit Minimalinstallation von opensuse 10.3 alpha mit 370 MB klinkt nicht schlecht und paßt auch ohne Probleme auf eine 1GB CF Karte. Ich möchte das System für ein Embedded System verwenden, welches möglicht schnell start klar sein soll. Das System soll nur Daten vom Seriellen Port empfangen, Berechnungen durchfurchen und sie auf die Platte (CF) abspeichern. Sonst brauche ich keine Dienste.

Mit welche Bootzeit kann man mit opensuse 10.3 alpha rechnen, wenn man alles danach optimiert?

Danke für eure Meinungen

Grüße
Peter

Leviathan
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Beitrag von Leviathan » 6. Jun 2007, 10:38

Beim LILO konnte man init=/bin/bash als Option mitgeben.
Das hat dann keine initrd geladen, sondern wirklich nur ne Bash, wo man als Root auch das Filesystem mounten konnte :>>

Bootvorgang ging recht flott. Gruß Dominik

Peter_X
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Beitrag von Peter_X » 6. Jun 2007, 14:20

Ist es auch möglich bei LILO als Option eine beliebige Anwendung ( init=/bin/anwendungxy ) zu starten oder ist das grundsätzlich unmöglich?

Mein „Embedded System“ mit Multi Core CPU soll nur als Datenlogger fungieren der nach dem Einschaltungen die empfangenen Bytes verarbeitet und auf Festplatte speichern. Sonst brauche ich keine Funktionen. Einen Datenlogger von der Stange ( mit Mikrokontroller ) kann ich nicht verwenden, weil die empfangen Daten mit rechenintensiven Filter (DSP) bearbeitet werden. Eigentlich ist die Speicherplatzverbrauch von Linux nicht so wichtig.( seit dem es Flashspeicher mit mehreren GB gibt!!) Nur Startklar sollte das System nach wenigen Sekunden sein!!

Danke für jeden Tipp
:D
Grüße
Peter

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