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[gelöst] RAID1: invalid partition table

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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daiml
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[gelöst] RAID1: invalid partition table

Beitrag von daiml » 26. Mai 2007, 11:33

Mein neues Problem ist die nahtlose Fortsetzung meines zuvor hier geschilderten ...
http://www.linux-club.de/viewtopic.php? ... highlight=

Ich habe openSuse 10.2 auf 2 baugleichen IDE-Festplatte (je 250 GByte) völlig neu installiert und diesmal gleich beim Installieren eine (die gleiche, wie zuvor schon funktionsfähige) RAID1-Struktur angelegt,

md0 = hda1, hdb1 = 100 MByte = /boot
md1 = hda2, hdb2 = 15 GByte = /
md2 = hda3, hdb3 = 10 GByte = /var
md3 = hda5, hdb5 = 50 GByte = /home
md4 = hda6, hdb6 = 157 GByte = /share (für file-server)

Nachdem SuSE alle 5 + 1 (Addon) CDs installiert hat, erfolgte das erste Booten.
Der Bootvorgang fiel jedoch extrem kurz aus, denn ich erhalte stets die Fehlermaldung:

Code: Alles auswählen

Searching for Boot Record from Floppy..Not Found
Searching for Boot Record from CDROM..Not Found
Searching for Boot Record from IDE-0..OK
Invalid patition table
Habe dann von der SUSE-CD gestartet und die Option Von Festplatte booten gewählt:

Code: Alles auswählen

Booting from local disk...
Invalid patition table
Obwohl ich alle Partitionen gleich vom YAST aus mit derselben Größenanordnung und Reihenfolge installiert habe wie zuvor, klappt´s jetzt - nach einer taufrischen Installation - nicht mehr. :evil:

Habe danach den Rescue-Modus gewählt:
Die RAID-Arrays md0 .. md4 sind alle auf clean gestellt.

sfdisk -G gibt folgendes aus:

Code: Alles auswählen

/dev/sda: 268 cylinders, 255 heads, 63 sectors/track
/dev/hda: 30401 cylinders, 255 heads, 63 sectors/track
/dev/hdb: 30401 cylinders, 255 heads, 63 sectors/track
/dev/hdd: 9964 cylinders, 255 heads, 63 sectors/track
/dev/md0: 26080 cylinders, 2 heads, 4 sectors/track
/dev/md1: 3933888 cylinders, 2 heads, 4 sectors/track
/dev/md2: 2622592 cylinders, 2 heads, 4 sectors/track
/dev/md3: 13109008 cylinders, 2 heads, 4 sectors/track
/dev/md4: 41357296 cylinders, 2 heads, 4 sectors/track
/dev/sdc: 1014 cylinders, 9 heads, 56 sectors/track
und sfdisk -l:

Code: Alles auswählen


Disk /dev/sda: 268 cylinders, 255 heads, 63 sectors/track
Units = cylinders of 8225280 bytes, blocks of 1024 bytes, counting from 0

   Device Boot Start     End   #cyls    #blocks   Id  System
/dev/sda1          0+    267     268-   2152678+  82  Linux swap / Solaris
/dev/sda2          0       -       0          0    0  Empty
/dev/sda3          0       -       0          0    0  Empty
/dev/sda4          0       -       0          0    0  Empty

Disk /dev/hda: 30401 cylinders, 255 heads, 63 sectors/track
Units = cylinders of 8225280 bytes, blocks of 1024 bytes, counting from 0

   Device Boot Start     End   #cyls    #blocks   Id  System
/dev/hda1          0+     12      13-    104391   fd  Linux raid autodetect
/dev/hda2         13    1971    1959   15735667+  fd  Linux raid autodetect
/dev/hda3       1972    3277    1306   10490445   fd  Linux raid autodetect
/dev/hda4       3278   30400   27123  217865497+   f  W95 Ext'd (LBA)
/dev/hda5       3278+   9805    6528-  52436128+  fd  Linux raid autodetect
/dev/hda6       9806+  30400   20595- 165429306   fd  Linux raid autodetect

Disk /dev/hdb: 30401 cylinders, 255 heads, 63 sectors/track
Units = cylinders of 8225280 bytes, blocks of 1024 bytes, counting from 0

   Device Boot Start     End   #cyls    #blocks   Id  System
/dev/hdb1   *      0+     12      13-    104391   fd  Linux raid autodetect
/dev/hdb2         13    1971    1959   15735667+  fd  Linux raid autodetect
/dev/hdb3       1972    3277    1306   10490445   fd  Linux raid autodetect
/dev/hdb4       3278   30400   27123  217865497+   f  W95 Ext'd (LBA)
/dev/hdb5       3278+   9805    6528-  52436128+  fd  Linux raid autodetect
/dev/hdb6       9806+  30400   20595- 165429306   fd  Linux raid autodetect

Disk /dev/hdd: 158816 cylinders, 16 heads, 63 sectors/track
Units = cylinders of 8225280 bytes, blocks of 1024 bytes, counting from 0

   Device Boot Start     End   #cyls    #blocks   Id  System
/dev/hdd1          0+   9963    9964-  80035798+  83  Linux
/dev/hdd2          0       -       0          0    0  Empty
/dev/hdd3          0       -       0          0    0  Empty
/dev/hdd4          0       -       0          0    0  Empty

Disk /dev/md0: 26080 cylinders, 2 heads, 4 sectors/track

Disk /dev/md1: 3933888 cylinders, 2 heads, 4 sectors/track

Disk /dev/md2: 2622592 cylinders, 2 heads, 4 sectors/track

Disk /dev/md3: 13109008 cylinders, 2 heads, 4 sectors/track

Disk /dev/md4: 41357296 cylinders, 2 heads, 4 sectors/track

Disk /dev/sdc: 1014 cylinders, 9 heads, 56 sectors/track
Units = cylinders of 258048 bytes, blocks of 1024 bytes, counting from 0

   Device Boot Start     End   #cyls    #blocks   Id  System
/dev/sdc1   ? 1543920+ 3808820- 2264901- 570754815+  72  Unknown
/dev/sdc2   ? 334701+ 4176027- 3841326- 968014120   65  Novell Netware 386
/dev/sdc3   ? 3710082+ 7551408- 3841326- 968014096   79  Unknown
/dev/sdc4   ?      0  7216719- 7216720- 1818613248    d  Unknown
Die Partition
- hda1, hda2, hda3
- hdb1, hdb2, hdb3
sind primäre Partitionen, während die Partionen
- hda4, hdb4
als erweiterte Partionen mit den darin erstellten logischen Laufwerken
- hda5, hda6
- hdb5, hdb6
angelegt worden sind.
m.E. hatte ich das bei der vorigen Installation genauso und mit identischer Größe angelegt - was ja auch -2- Wochen einwandfrei lief und bootete.
Stutzig macht mich allerdings schon, dass lediglich bei hdb1 das Sternchen in der Spalte Boot eingetragen ist - die Platten müssten doch identisch sein.

Habe nun von der KNOPPIX-CD gebootet und kann von dort aus auf alle Partitionen zugreifen.
Habe auch schon im Google einen Hinweis darauf gefunden, dass es bei mehreren aktiven primären Partitionen oder Partitionen hinter der 8-GB-Grenze zu solchen Fehlermeldungen kommen kann. Nur kann ich mir nicht erklären, warum dies diesmal so und bei der vorigen Installation anders funktioniert haben soll; zumal die Startsektoren für /boot und /root ja deutlich vor dieser Grenze liegen ... ts, ts, ts. :?

Hilft es den MBR neu zu schreiben?
... oder grub von der rescue-Konsole aus aufzurufen ?

Was nun ??? :?:
Könnt Ihr mir helfen ?

Gruß daiml
Zuletzt geändert von daiml am 13. Jan 2012, 14:52, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitrag von jengelh » 26. Mai 2007, 14:16

Da du dich ja entschlossen hast, ein separates /boot unter 8 GB zu haben, ist deine 8GB-Theorie schonmal etwas mürbe...
Kann es vielleicht sein, dass dein BIOS versucht, zuerst von sda zu booten?

daiml
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Beitrag von daiml » 26. Mai 2007, 14:25

jengelh hat geschrieben:Da du dich ja entschlossen hast, ein separates /boot unter 8 GB zu haben, ist deine 8GB-Theorie schonmal etwas mürbe...
Hallo jengelh,
ich hatte ja auch nur die einzigen Hinweise, die ich zu dieser Fehlermeldung gefunden habe, angeben. Auch ich war ja der Auffassung, dass die 8-GB-Theorie nicht greifen kann, da /boot ja innerhalb der ersten 100 MByte liegt.
Kann es vielleicht sein, dass dein BIOS versucht, zuerst von sda zu booten?
nun ja, die BIOS-Meldungen beim Start sagen doch aber eigentlich aus, dass er auf IDE-0 einen Boot-Record gefunden hat und von dort dann auch startet - oder ?

Code: Alles auswählen

Searching for Boot Record from Floppy..Not Found
Searching for Boot Record from CDROM..Not Found
Searching for Boot Record from IDE-0..OK
Invalid partition table
Gruß daiml
Zuletzt geändert von daiml am 13. Jan 2012, 15:15, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von robi » 26. Mai 2007, 22:06

hendrix hat geschrieben:Stutzig macht mich allerdings schon, dass lediglich bei hdb1 das Sternchen in der Spalte Boot eingetragen ist - die Platten müssten doch identisch sein.
Diese Aussage ist definitiv falsch, du hast die einzelnen Partitionen gespiegelt nicht die gesammte Platte. Der größteil der Partitionstabelle (für Partitionen 1 bis 4) befindet sich am Ende er ersten 512 Byte jeder Platte, und damit nicht in einer der Partitionen.
Das da bei nur einer Platte ein Stern ist, zeigt nur, dass du die Platten scheinbar doch nicht gleich partitioniert oder was noch besser gewesen währe, die Partitionierung von einer auf die andere Platte kopiert hast. Der Stern ist ein Flag in der Partitionstabelle. Es ist wirklich möglich, dass eine Partitionstabelle ungültig ist, obwohl sfdisk das richtig anzeigt.

schau mal von hda und hdb die Partionstabelle von Platte im Hexformat an.

Code: Alles auswählen

dd if=/dev/hda count=1 bs=512 | hexdump -C | tail -6
Das sollte von beiden Platten Bytegleich sein (bei dir sollte nur ein Byte anders sein wegen dem Sternchen). und eine "55 aa" am Ende der letzten Zeile würden eine gültige Partitionstabelle kennzeichnen. Ist dort was anderes drin, dann ist sie ungültig.

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Beitrag von jengelh » 27. Mai 2007, 17:50

Ja nur wundert's. Wer sollte den "invalid partition table" sagen? Im Binärcode von GRUB find ich den String nicht, und GRUB versucht generell auch nicht, die Partitionstabelle zu lesen bevor man es entweder explizit so angibt oder ENTER drückt und nen Kernel bootet. Es liegt also nahe, dass kein GRUB im MBR vorhanden ist.

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Beitrag von robi » 27. Mai 2007, 23:32

jengelh hat geschrieben:Ja nur wundert's. Wer sollte den "invalid partition table" sagen? Im Binärcode von GRUB find ich den String nicht,


wie wärs denn dann mit dem BIOS das Grub ja erst mal braucht um überhaupt an die Dateien /boot/grub/* zu kommen. Grub im MBR kennt nur die Paritionsnummer und den Filesystemtype wahrscheinlich den Startsektor von stage1 und stage1_5, und natürlich die Namen dieser Dateien. Den Zugriff auf diese Dateien muss das BIOS erledigen, und das schaut ganz bestimmt erstmal in die Partitionstabelle. :wink:

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Beitrag von jengelh » 29. Mai 2007, 19:19

robi hat geschrieben:
jengelh hat geschrieben:Ja nur wundert's. Wer sollte den "invalid partition table" sagen? Im Binärcode von GRUB find ich den String nicht,


wie wärs denn dann mit dem BIOS das Grub ja erst mal braucht um überhaupt an die Dateien /boot/grub/* zu kommen.
Das wäre sehr eigenartig wenn das BIOS eine Partitionstabelle bräuchte, wenn sowieso gleich mit der Ausführung der ersten paar Byte der Platte begonnen wird. Aber da du BIOS nennst, fällt mir folgendes ein... OP: Stelle sicher, dass an Position 0x1FE die Magic Bytes 55 AA vorhanden sind!

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Beitrag von robi » 29. Mai 2007, 21:07

jengelh hat geschrieben: Aber da du BIOS nennst, fällt mir folgendes ein... OP: Stelle sicher, dass an Position 0x1FE die Magic Bytes 55 AA vorhanden sind!
mein Reden :wink:
robi hat geschrieben:und eine "55 aa" am Ende der letzten Zeile würden eine gültige Partitionstabelle kennzeichnen. Ist dort was anderes drin, dann ist sie ungültig
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Beitrag von jengelh » 30. Mai 2007, 17:25

Ja manchmal muss das eben doppelt gesagt werden, manche hören ja nicht drauf :-)

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Dank an alle ... gelöst

Beitrag von daiml » 30. Mai 2007, 21:25

Hallo liebe Forenmitglieder,

zunächst einmal herzlichen Dank für Eure rege Anteilnahme :wink:

Ich hatte (wie Ihr vielleicht bemerken konntet) für einige Tage nicht antworten können. Das immerwährende Experimentieren mit grub, mbr, boot, u.s.w. führte mich nicht tatsächlich weiter. Und da ich "nebenbei" auch noch arbeiten muss, hatte ich zu wenig Zeit für Reparatur-Versuche.

Gestern erinnerte ich mich jedoch daran, dass ich bei dem von mir beschriebenen "Plätten" der Festplatten mit qparted (unter KNOPPIX 5) eine Ungereimtheit beim Löschen der Partitionen hatte. qpartet hatte wohl Schwierigkeiten beim Löschen der 157-GByte-Partitionen in hda6 & hdb6.

Also habe ich gestern meine "Disk-Whiper-Diskette" aus der Schublade gezogen und beide Platten tatsächlich "platt" gemacht (gewhiped).
Danach habe ich dann dasselbe Installationsprocedere ablaufen lassen, wie schon beschrieben...
... mit dem Unterschied: Jetzt KLAPPT´S :D
Irgendetwas muss beim vorigen Löschen und Neuanlegen der Partitionen schief gelaufen sein, ... vergessen.

Danke, daiml

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