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[geöst] 500MB root partition voll, Welche Möglichkeiten?

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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haasep
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[geöst] 500MB root partition voll, Welche Möglichkeiten?

Beitrag von haasep » 9. Mai 2007, 15:07

Mein ursprüngliches Problem, siehe unten
Das Hauptproblem ist wahrscheinlich die root Partition, die zu 100% belegt ist (siehe Post 3)

Gibt es Abhilfe?
Ursprüngliches Problem
@all,
Ich möchte einen Laserprinter Lexmark Optra R+ über LPT1 an den Rechner anschliessen und unter FC6 installieren.

Unter System->Administration->Printing öffnet sich das Menü Druckerkonfiguration (System-Konfig-Printer 0.7.32) Das Menu Neuer Drucker kann ich noch ausfüllen, wenn ich aber den Vor Knopf drücke, passiert gar nichts mehr und ich kann das Fenster nur noch schliessen.

Das System ist noch jungfräulich mit der default Softwareinstallation Office, Entwicklung, Webserver.

Müssen evtl. weitere Pakete installiert werden?
Zuletzt geändert von haasep am 11. Mai 2007, 08:27, insgesamt 2-mal geändert.

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whois
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Beitrag von whois » 9. Mai 2007, 15:13

Hi

Ich verschieb dich mal in Fedora Forum. :wink:
Das sieht mir eher nach einem FC Problem aus.

cu

Greunke
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Beitrag von Greunke » 9. Mai 2007, 16:52

Probier mal ein Systemupdate, vielleicht geht's ja danach. Bei mir war die Printersteuerung auch direkt nach der Erstinstallation nicht brauchbar.
In diesem Sinne: Learning by Doing
Christian

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haasep
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Beitrag von haasep » 9. Mai 2007, 22:23

Danke für den Tipp mit dem Systemupdate.

Der Systemupdate funktioniert nicht! Grund ist die Fehlermeldung
Insufficient space in download directory

Der Grund war schnell gefunden. Meine root Partition ist zu 100% belegt :evil: Sie ist insgesamt 500 MB gross, das soll laut http://www.linux-club.de/faq/Partitioni ... isstruktur
absolut reichen.

Ich fürchte, ich hab voll in die Sch****e gegriffen, als ich meine Festplatte partitioniert habe.
Gibt es eine Möglichkeit Partitionen unter Linux zu editieren (löschen, vergrösser...) ähnlich wie der Partition Magic unter Windows?

Hier meine Partitionstabelle
[haasep@localhost ~]$ df -h

Code: Alles auswählen

Dateisystem          Größe Benut  Verf Ben% Eingehängt auf
/dev/sda12            487M  462M     0 100% /
/dev/sda13             58G  180M   55G   1% /backup
/dev/sda2             190M   10M  171M   6% /boot
/dev/sda6              19G  173M   18G   1% /data
tmpfs                1014M     0 1014M   0% /dev/shm
/dev/sda5              48G  304M   45G   1% /home
/dev/sda7              19G  173M   18G   1% /opt
/dev/sda10            4,8G  153M  4,4G   4% /tmp
/dev/sda8              19G  2,8G   16G  16% /usr
/dev/sda9             9,5G  151M  8,9G   2% /usr/local
/dev/sda3              48G  180M   45G   1% /vmware
Falls ich das System neu aufsetzen sollte, würde ich mich über Kommentare, bzgl der Partitionstabelle freuen.
Der Rechner ist als Einbenutzer Server gedacht, für SW Entwicklung und Testing.
Die Platte ist 250GB gross.

Greunke
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Beitrag von Greunke » 10. Mai 2007, 16:07

Ich bin mir nicht mehr sicher, wo genau die Updates hin verfrachtet werden, aber die kommen irgendwo nach /var/cache/yum meine ich.

Ich bin nicht gerade so der Spezialist, wenn's ums partitionieren geht. Ich habe eigentlich nur 3 Partitionen, eine für die Home-Verzeichnisse /home und das Datenverzeichnis /pub. Die Rootpartition nimmt bei mir deshalb wesentlich mehr Platz ein, ich habe so 20 GB von 80 dafür vorgesehen.
Ich sehe, dass du sehr feinmaschig partitioniert hast. Ich weiß nicht, ob das nötig ist. 500 MB Rootpartition erscheint mir dennoch verdammt wenig. Ich würde mindest 2GB lassen.
In diesem Sinne: Learning by Doing
Christian

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b3ll3roph0n
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Beitrag von b3ll3roph0n » 10. Mai 2007, 17:10

:shock: OMFG

Die Partitionierung ist - vorsichtig ausgedrückt - Mist.
In den wenigsten Fällen macht es Sinn diverse Verzeichnisse auf eigene Partitionen auszulagern.

Eine separate Boot-Partition ist bei modernen Systemen nicht mehr unbedingt notwendig.
Ausnahmen: RAID- oder LVM-Systeme.

Bei Servern macht es evtl. Sinn /usr auf eine eigene Partition zu legen um die Partition aus Sicherheitsgründen readonly zu mounten.

Ebenso kann man /var und /tmp auslagern und evtl. mit ext2 formatieren.

Sinn macht es allerdings Daten-, Backup- und Server-Verzeichnisse (/srv) sowie das Home-Verzeichnis auf eine eigen Partition zu legen.

Für ein "einfaches" Desktop-System würde ich empfeheln:
/ 10GB - 12GB
swap ~ * 2/3 RAM (Wenn du Suspend-to-Disk nutzen willst: * 1.1 RAM)
/backup <frei wählbar>
/data <frei wählbar>
/home <frei wählbar>
(/vmware <frei wählbar>) kann man aber auch als Unterverzeichnis von /data anlegen

In diesem Fall würde ich ausnahmsweise mal eine Neuinstallation mit vernünftiger Partitionierung empfehlen (falls das System noch relativ jungfräulich ist).

Ansonsten bitte mal die Ausgabe von

Code: Alles auswählen

fdisk -l
posten.
Evtl. kannst du mit einer LiveCD (Knoppix, grml, GParted-LiveCD) die Daten hin-und-her verschieben und Partitionen zusammenlegen.
Gruß b3ll3roph0n
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haasep
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Beitrag von haasep » 10. Mai 2007, 21:20

@b3ll3roph0n,

danke für die klaren Worte. (keine Ironie)

Mein Problem war, dass ich wahrscheinlich zu viel gelesen habe und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen hab :D

Ich wollte das System zukunftssicher aufbauen, was mir nicht gelungen ist.
Hey die Festplatten werden immer grösser und kosten immer weniger.
Wenn die aktuelle Konfiguration am Anschlag ist, dann gibt es für die Hälfte den Doppelten Speicher.

Vielleicht ist
http://www.linux-club.de/faq/Partitioni ... isstruktur
zu theoretisch. Aber ich traue mich natürlich nicht diesen Artikel zu verändern.

Ich werde mein System neu partitionieren, das scheint am einfachsten zu sein. Natürlich freue ich mich über Kommentare und Feedback.

Rechner geplant für SW Entwicklung, 2GB RAM, eine Festplatte 250GB

Code: Alles auswählen

/               50GB
/home       50GB
/var          10GB
/tmp          10GB (ist tmpfs sinnvoll oder möglich?)
/data        130GB (hier gibt Subdirectories /vmware und /backup
 

b3ll3roph0n
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Beitrag von b3ll3roph0n » 10. Mai 2007, 22:13

haasep hat geschrieben:Mein Problem war, dass ich wahrscheinlich zu viel gelesen habe und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen hab :D
... kann passieren. :wink:
haasep hat geschrieben:Ich wollte das System zukunftssicher aufbauen, was mir nicht gelungen ist.
In diesem Fall empfehle ich LVM.
Damit ist es einfacher im nachhinein Partitionsgrößen zu verändern, falls doch einmal mehr Platz benötigt wird.
haasep hat geschrieben:Vielleicht ist http://www.linux-club.de/faq/Partitioni ... isstruktur
zu theoretisch. Aber ich traue mich natürlich nicht diesen Artikel zu verändern.
Der Artikel soll vor allem einen Einblick in die Verzeichnisstruktur von Linux geben.
Dort werden vor allem die Bedeutungen der verschiedenen Verzeichnisse kurz erklärt.
Das bedeutet nicht, dass jedes Verzeichnis zwingend auf einer eigenen Partition liegen muss.
haasep hat geschrieben:Ich werde mein System neu partitionieren, das scheint am einfachsten zu sein.
Ja, erheblich unkomplizierter als das "Umbauen".
haasep hat geschrieben:Natürlich freue ich mich über Kommentare und Feedback.
haasep hat geschrieben:Rechner geplant für SW Entwicklung, 2GB RAM
In dem Fall reicht 1GB Swap.
Wenn du Suspend-to-Disk nutzen willst, solltest du 2,1 GB verwenden.

Code: Alles auswählen

/               50GB
/home       50GB
/var          10GB
/tmp          10GB (ist tmpfs sinnvoll oder möglich?)
/data        130GB (hier gibt Subdirectories /vmware und /backup
50 GB für / sind definitiv zu viel.
15 GB sind mehr als genug (10 GB würden auch locker reichen).
/var und /tmp würde ich auf einem Desktop-System nicht auslagern, aber wenn, dann reichen 5 GB für /var auch aus.
/tmp in den RAM legen ... kann man machen (damit hab ich aber keine Erfahrungen).

Für eine LVM-Konfiguration empfehle ich:
60 MB /boot
2,1 GB bzw. 1 GB swap
Rest -> eine Partition -> LVM
12 GB /
/home
/data

LVM-Volumes lassen sich später beliebig (soweit vom Dateisystem unterstützt) vergrößern/verkleinern.
Für den Fall, dass du Teile des Systems doch mal auslagern möchtest.
Gruß b3ll3roph0n
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Beitrag von haasep » 11. Mai 2007, 11:17

Nochmals vielen Dank für die Infos.

Habe den Rechner nochmals neu aufgesetzt. Alles in Allem hat das ca. eine Stunde gedauert, bis der Rechner lief und ich wieder ins Internet konnte.:D

Das Procedere hab ich in einem Know How dokumentiert.
http://www.linux-club.de/viewtopic.php?p=475572#475572

jengelh
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Beitrag von jengelh » 11. Mai 2007, 14:23

b3ll3roph0n hat geschrieben:

Code: Alles auswählen

/               50GB
/home       50GB
/var          10GB
/tmp          10GB (ist tmpfs sinnvoll oder möglich?)
/data        130GB (hier gibt Subdirectories /vmware und /backup
50 GB für / sind definitiv zu viel.
Das kommt auf das Einsatzgebiet an. Betreibst du eine Druckerfarm bzw. einen Mailer, sollte unter /var/spool/cups bzw. /var/spool/mail wohl genug frei sein, und generell liegt das ja unter / wenn man's nicht anders partitioniert.
/tmp in den RAM legen ... kann man machen (damit hab ich aber keine Erfahrungen).
Lieber nicht. Nachher knallt das einer oder ein fieses Programm voll und dein Rechner dreht und wendet sich vor Swappen hin und her. Aber ich glaube mich dunkel zu erinnern, dass Solaris /tmp auf tmpfs laufen lässt.

haasep
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Beitrag von haasep » 11. Mai 2007, 21:04

@jengelh,

ich hab /tmp und /var je 5GB spendiert. Auch wenn das zuviel ist, wir reden bei 5GB um "Pfennigskram"

Ich hab das jetzt einfach so gemact und werde in ein paar Monaten sehen, wo ich hätte vielleich besser optimieren können. Mir fehlt halt momentan die Erfahrung.

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