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Gelöst: Kernel und Versionen- Anfängerfrage

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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anduna
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Gelöst: Kernel und Versionen- Anfängerfrage

Beitrag von anduna » 23. Apr 2007, 21:18

Kurze Frage:

Wenn ich ein älteres System habe, meinetwegen Suse 9.2 und ein Kernelupdate mache, bin ich dann mit dem Kernel auf demselben stand wie nach einem Kernelupdate einer aktuellen Distribution oder ist die ältere Version auch auf andere Kernelversionen angewiesen?
Ich hoffe, die Frage scheint nicht zu verquer, Danke
Zuletzt geändert von anduna am 28. Apr 2007, 21:31, insgesamt 3-mal geändert.

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Beitrag von MBD-Team » 23. Apr 2007, 22:22

Hallo,
normal ist bei SuSE die Kernelversion innerhalb eines Releases (9.2) immer die gleiche, hier also 2.6.8-24. Fehler, die im Kernel gefunden werden, werden in dieser Version behoben. Dies aber nur solange SuSE diese Version unterstützt.

Michael

b3ll3roph0n
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Beitrag von b3ll3roph0n » 23. Apr 2007, 22:34

MBD-Team hat geschrieben:normal ist bei SuSE die Kernelversion innerhalb eines Releases (9.2) immer die gleiche, hier also 2.6.8-24. Fehler, die im Kernel gefunden werden, werden in dieser Version behoben. Dies aber nur solange SuSE diese Version unterstützt.
Richtig.
Für bereits veröffentlichte Versionen von SUSE gibt es keine Versionsupdates, sondern nur Sicherheitsupdates und Bugfixes.

D.h. es gibt auch keinen aktuellen Kernel aus einer offizielle Quelle für ältere SuSE-Versionen.

Btw: SuSE 9.2 wird seit einem halben Jahr nicht mehr mit Updates versorgt - ein Upgrade auf eine aktuelle Version ist also dringend zu empfehlen.
Gruß b3ll3roph0n
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Beitrag von MBD-Team » 23. Apr 2007, 22:50

Wer aber dennoch bei der 9.2 bleiben möchte, und einen neueren Kernel braucht, kann sich ja z.B. die Sourcen von hier herunterladen. Die .config kann man dann aus dem passenden kernel-source-src von hier hier 'klauen'.
An Anpassungen hab ich dann nur noch ext2 von 'als Modul' auf 'in den Kernel' geändert und die NDIS Unterstützung rausgeworfen. NDIS weils nicht kompiliert und ext2, weil sonst die Überraschung beim booten kommt.
(mkinitrd von SuSE 9.2 legt eine initrd mit ext2 fs an, 10.2 glaube ich mit cramfs???)

Dann noch den Rest nach der Anleitung von Thomas Hertweck und der neue Kernel gehört Dir.

Gruß

Michael

Ach ja, wenn man subfs Automount braucht, müsste man noch submount/subfs neu übersetzen, oder nach der Anleitung hier abschalten.

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Beitrag von Gimpel » 23. Apr 2007, 22:59

Dabei sollte man aber beachten, dass neuere Kernel auch neuere Versionen von zB udev benötigen. Und wenn ich mich recht entsinne, lief 9.2 noch mit devfs, was es in neueren gar nicht mehr gibt.

Insofern könnte sich das schwierig gestalten.
Bild on AMD Athlon64 X2 5600+|64bit|6GB DDR2 800MHz|nVidia GF 8500GT|2.6.29-rc1-moo1|BTRFS|KDE-4.2 SVN trunk + Compiz++|M-Audio Audiophile 2496
----
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Beitrag von MBD-Team » 23. Apr 2007, 23:16

Wenn ich es nicht gemacht und es geklappt hätte, hätte ich es nicht geschrieben. Bei der 2.8.20 er Version von jengelh beiße ich mir z.Zt. aber noch die Zähne aus. Das Dinge crasht mir schon beim booten auf meinem System so, das der Rechner direkt neu startet. Leider geht das so schnell, das ich nicht sehe was schief läuft.

Gruß
Michael

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Beitrag von jengelh » 24. Apr 2007, 10:45

MBD-Team hat geschrieben:(mkinitrd von SuSE 9.2 legt eine initrd mit ext2 fs an, 10.2 glaube ich mit cramfs???)
10.2 macht keine Filesysteme mehr, sondern Archive. cpio -c (vgl. tar) verlangt der Kernel, wenn du's wissen willst.
Dabei sollte man aber beachten, dass neuere Kernel auch neuere Versionen von zB udev benötigen. Und wenn ich mich recht entsinne, lief 9.2 noch mit devfs, was es in neueren gar nicht mehr gibt.
SUSE hatte nie devfs (und hat sich damit gottseidank ein Haufen hin-und-her erspart).

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Beitrag von MBD-Team » 24. Apr 2007, 11:12

@jengelh Hast Du vielleicht auch eine Idee warum ich mit Deinem 2.6.20 keinen Erfolg habe? Wie gesagt auf einem VIA Board mit Ahtlon 2400 crasht der Kernel beim booten, leider kann ich nicht sehen an welcher Stelle. Auf jeden Fall hab ich dann einen reboot. Einstellungen sind wie oben beschreiben. ext2 fest im Kernel und ndis ist raus.

Gruß
Michael

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Beitrag von jengelh » 24. Apr 2007, 21:22

Weil du mindestens udev >= 080 und mkinitrd >= 105 (ja das sind Versionsnummern) für 2.6.18+ brauchst... ist zwar nirgends als Abhängigkeit eingetragen, ist aber so :? (man installiert ja auch nicht wirklich ein RPM für 10.2 auf 9.2!?)

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Beitrag von MBD-Team » 24. Apr 2007, 21:35

Ist das eine Abhängigkeit vom Kernel direkt? Ich verwende ja Dein Source rpm!

Michael

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Beitrag von jengelh » 24. Apr 2007, 22:28

Eigentlich nicht, da hast du recht. Aber ohne genaue Fehlermeldung kann ich auch nur raten.

anduna
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Beitrag von anduna » 25. Apr 2007, 22:43

Danke!!

Nein, habe doch noch ne Frage dazu, mit apt kann ich doch ein update machen von kernel-default.
Aus welcher Quelle käme das dann, wenn es kein offizielles Suse update gäbe (habe ich doch richtig verstanden, oder?)

Z.B. jetzt hier so:

kernel-default:
Installed: 2.6.18.2-34
Candidate: 2.6.18.8-0.1
Version Table:
2.6.18.8-0.1 0
500 ftp://ftp.gwdg.de 10.2/ repomd
*** 2.6.18.2-34 0
500 ftp://ftp.gwdg.de suse/ repomd
100 RPM Database

jengelh
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Beitrag von jengelh » 27. Apr 2007, 11:33

Zuerst greift die Priorität eines Channels (höher=favorisiert), dann die Versionsnummer (höher=favorisiert).

anduna
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Beitrag von anduna » 28. Apr 2007, 17:21

jengelh hat geschrieben:Zuerst greift die Priorität eines Channels (höher=favorisiert), dann die Versionsnummer (höher=favorisiert).
Sorry, das meinte ich nicht.

Hier wurde gesagt, Suse bietet selbst keine updates des Kernels an?
Woher kommen die updates, die gwdg hier anbietet? Oder sind das auch nur Sicherheitsupdates, weil die Versionsnummer diegleiche ist?

Danke schon mal für die Antworten bisher.

anduna
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Beitrag von anduna » 28. Apr 2007, 17:22

jengelh hat geschrieben:Zuerst greift die Priorität eines Channels (höher=favorisiert), dann die Versionsnummer (höher=favorisiert).
Sorry, das meinte ich nicht.

Hier wurde gesagt, Suse bietet selbst keine updates des Kernels an?
Woher kommen die updates, die gwdg hier anbietet? Oder sind das auch nur Sicherheitsupdates, weil die Versionsnummer diegleiche ist?

Danke schon mal für die Antworten bisher.

b3ll3roph0n
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Beitrag von b3ll3roph0n » 28. Apr 2007, 17:33

anduna hat geschrieben:Hier wurde gesagt, Suse bietet selbst keine updates des Kernels an?
Keine Versionsupgrades.
D.h. openSUSE 10.2 wurde mit Kernel 2.6.18 veröffentlicht und es wird kein Update auf z.B. 2.6.20 geben.
anduna hat geschrieben:Woher kommen die updates, die gwdg hier anbietet? Oder sind das auch nur Sicherheitsupdates, weil die Versionsnummer diegleiche ist?
gwdg.de "bietet" selbst nichts an (jedenfalls nichts für SUSE), sondern ist "nur" ein Spiegelserver für die openSUSE Repositories (u.a.).

Entscheidend sind die Repositories:
Basisinstallationsquelle: oss (früher: inst-source) = Unveränderte Installationsversion
Updates: update = Offizielle Sicherheitsupdates + Bugfixes von SUSE

Alle weiteren Repositories (die z.T. auch auf den Servern der GWDG liegen) wie z.B. jengelh oder kotd (Kernel of the Day) sind keine offiziellen SUSE-Repositories.
D.h. kein Support und Sicherheitsupdates von openSUSE.
Gruß b3ll3roph0n
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Beitrag von anduna » 28. Apr 2007, 21:31

Aha, alle Klarheiten beseitigt. Danke sehr!

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