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Ein paar newb-Fragen zum Kernel bauen ;)

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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scummos
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Ein paar newb-Fragen zum Kernel bauen ;)

Beitrag von scummos » 23. Apr 2007, 20:30

Hallo,

benutze jetzt schon eine ganze weile SUSE und möchte mich jetzt mal dranwagen, einen eigenen Kernel zu bauen.
Dazu hätte ich noch folgende Fragen:
  • Was kann man sich eigentlich davon versprechen, so einen Kernel selber zu bauen? Läuft der z.B. schneller oder bootet schneller?
  • Wenn ich das richtig verstanden habe, sind alle verfügbaren Kernel wie smp oder default eigentlich nur das, was man auch selber machen kann, mit vordefinierten Einstellungen?
  • Ich habe keinen Laptop. Also könnte ich beim selber bauen bei xconfig alles rausmachen, was irgendwie mit Laptop oder PCMCIA zu tun hat. Die Frage ist nur: bringt es mir etwas, weniger Module im Kernel zu haben?
  • Ich habe mit viel Mühe ein rt2500 WLAN- Treibermodul gebaut. Ist es möglich, dies fest in den Kernel zu integrieren?
  • Kann ich mein aktuelles System kaputtmachen, wenn ich den Kernel nur als neuen Eintrag im GRUB bootbar mache? :D
  • Gibt es sonst noch irgendwas zu beachten? Vorher und / oder nacher make clean durchführen oder besser bleiben lassen?
Danke schonmal im Vorraus!

Gruß scummos ;)

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jengelh
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Re: Ein paar newb-Fragen zum Kernel bauen ;)

Beitrag von jengelh » 24. Apr 2007, 10:53

scummos hat geschrieben:*Was kann man sich eigentlich davon versprechen, so einen Kernel selber zu bauen? Läuft der z.B. schneller oder bootet schneller?
Kann ich nicht bestätigen... (evtl. ließe sich ein Unterschied zwischen einem i686 vs i386 Kernel messen, weil doch "viele" Instruktionen fehlen.)
[*]Ich habe keinen Laptop. Also könnte ich beim selber bauen bei xconfig alles rausmachen, was irgendwie mit Laptop oder PCMCIA zu tun hat. Die Frage ist nur: bringt es mir etwas, weniger Module im Kernel zu haben?
Dann wären es ja keine Module.
[*]Kann ich mein aktuelles System kaputtmachen, wenn ich den Kernel nur als neuen Eintrag im GRUB bootbar mache? :D
Es gab schon abenteuerliche Geschichten...
[*]Gibt es sonst noch irgendwas zu beachten? Vorher und / oder nacher make clean durchführen oder besser bleiben lassen?
`make clean` braucht keiner.

scummos
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Beitrag von scummos » 24. Apr 2007, 15:35

Dann wären es ja keine Module.
-> logisch, mir ist nur kein besseres wort eingefallen... die frage ist, bringt es was? ;)


Danke aber ;)

Rain_Maker

Beitrag von Rain_Maker » 24. Apr 2007, 15:39

scummos hat geschrieben:... die frage ist, bringt es was? ;)
Wenn es sich um Features handelt, die als Modul gebaut werden, dann sicher nicht

Module werden nur dann geladen, wenn sie auch benoetigt werden.

Zu 99% ist das Ganze den Aufwand nicht wert, da ist der Versuch, nicht benoetigte Systemdienste abzuschalten mit Sicherheit erfolgversprechender, wenn man die Kiste schneller bekommen will.

Greetz,

RM

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Beitrag von scummos » 24. Apr 2007, 16:06

Ich meinte nicht die module, ich meinte diejenigen... wie sagt man? Dienste? Treiber? Ressourcen? die direkt in den Kernel gebaut werden... also häkchen bei qconf ;)

Rain_Maker

Beitrag von Rain_Maker » 24. Apr 2007, 16:41

Lohnt trotzdem sehr wahrscheinlich den Aufwand nicht.

Nicht wenige der fest einkompilierten Faehigkeiten lassen sich nur unter Verlust anderer Faehigkeiten entfernen, die Du dann moeglicherweise doch brauchst.

Der Geschwindigkeitsgewinn wird sehr wahrscheinlich marginal sein.

Da gibt es weitaus sinnvollere "newb"-Aufgaben, die einen groesseren Lerneffekt haben und auch sichtbare Ergebnisse liefern.

Greetz,

RM

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Beitrag von b3ll3roph0n » 24. Apr 2007, 17:00

Das ganze bringt IMHO nur etwas, wenn du Module oder spezielle Patches brauchst, die im offiziellen Kernel nicht enthalten sind.
Den Kernel einfach nur neu zu kompilieren und dabei einige Module herauszunehmen bringt i.d.R. nichts.

Einen Geschwindigkeitsgewinn erreichst du z.B. wenn du deinen Kernel mit dem ck-Patch (oder einem darauf basierenden Patchset - z.b. beyond) ausstattest.
Gruß b3ll3roph0n
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Beitrag von scummos » 24. Apr 2007, 22:24

Ah, okay. Danke ;)
Aber neugierig wie ich bin musste ich es natürlich trotzdem mal machen... nach einem kleinen problemchen mit dem initrd geht es jetzt ;)
-> merkwürdigerweise sagt uname -r immer noch, ich benutze den bigsmp-kernel?! Woran liegt das?


Was bewirkt solch ein patch? Ich hab ein wenig gegoogelt, dabei zwar gefunden, wie es geht, aber nicht, was es eigentlich bringt :D

Danke & Gruß scummos ;)

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Beitrag von scummos » 28. Apr 2007, 16:34

Beyond gab immer nur ne Menge Fehler aus, mit ck hatte ich schließlich bei 2.6.20 Erfolg -- stimmt, das ganze ist jetzt merklich schneller! Danke...

Nur zwei Kleinigkeiten:
Was bedeutet diese Fehlermeldung beim booten?

Code: Alles auswählen

showconsole: Warning: the ioctl TIOCGDEV is not known by the kernel
Und: Warum geht mein Bootsplash nicht mehr ?! :D

lg scummos

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Beitrag von b3ll3roph0n » 28. Apr 2007, 17:00

scummos hat geschrieben:Was bedeutet diese Fehlermeldung beim booten?

Code: Alles auswählen

showconsole: Warning: the ioctl TIOCGDEV is not known by the kernel
Dass du einen Vanilla-Kernel einsetzt.
Dieser kennt TIOCGDEV nicht.
TIOCGDEV wird AFAIK vom blogd (boot logging daemon) benötigt (sollte - davon abgesehen - aber keine Probleme bereiten).
Es gibt AFAIR auch einen SUSE-Patch.
scummos hat geschrieben:Und: Warum geht mein Bootsplash nicht mehr ?! :D
Hast du denn auch den Bootsplash-Patch in deinen Kernel eingebaut?
Gruß b3ll3roph0n
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Beitrag von scummos » 28. Apr 2007, 20:05

Braucht´s da einen extra Patch?! Ich dachte, man darf nur die entsprechende Option nicht deaktivieren...
Ich habe die _Konfiguration_ des alten Kernels verwendet, im großen und ganzen...

lg scum

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Beitrag von b3ll3roph0n » 28. Apr 2007, 21:02

scummos hat geschrieben:Braucht´s da einen extra Patch?! Ich dachte, man darf nur die entsprechende Option nicht deaktivieren...
=> http://www.bootsplash.de/
Gruß b3ll3roph0n
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Beitrag von scummos » 28. Apr 2007, 21:11

gefunden :)
Müsste jetzt dann gehen, sobald der hier fertig gerattert hat...

Dank dir schön!

Gruß scum

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