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[gelöst] Partitionierungs-/Kopiertool gesucht

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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magic_halli
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[gelöst] Partitionierungs-/Kopiertool gesucht

Beitrag von magic_halli » 30. Jan 2007, 07:31

Hi,

ich suche ein Tool, um eine gesamte Systemplatte auf ein Raid zu kopieren (nachdem dieses selbstverständl. eingerichtet wurde). Mit Partition Magic soll dies für Windows funktionieren! Was gibts hierfür für Linux???

Danke
Zuletzt geändert von magic_halli am 1. Feb 2007, 10:54, insgesamt 1-mal geändert.
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towo
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Beitrag von towo » 30. Jan 2007, 07:43

partimage?
dd?
dd_rescue?
Signatur nach Diktat spazieren gegangen

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magic_halli
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Beitrag von magic_halli » 30. Jan 2007, 08:23

So wie ich das verstanden habe, ist wohl dd_rescue die Beste Lösung?!

Damit sollte es also gehen, meine jetzige Systemplatte komplett auf das RAID zu kopieren, sodass ich danach vom RAID booten und arbeiten kann (alte Systemplatte dann völlig abgeklemmt)?

Hat das jemand auch schonmal gemacht?
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magic_halli
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Beitrag von magic_halli » 30. Jan 2007, 10:37

So, habe dd_rescue installiert.
Wie kann ich nun ein komplettes Systembackup ziehen - was muss ich dazu eingeben für mein Suse10.1-System?

In der Hilfe dazu habe ich irgendwie nicht das richtige gefunden bzw. bin mir nicht sicher, welche Optionen ich wie belegen muss/soll!
Könnt ihr mir helfen?


Danke


PS.: Was mich auch brennend interessiert ist, wie kann ich mein komplettes root (/) als ein tar-File erstmal sichern??? Ich erhalte hierbei immer Fehler, das einige Verzeichnusse bzw. Dateien nicht komprimiert werden können, z.B. /bin. Wie geht das einfach mal eben zu komprimieren???
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pft
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Beitrag von pft » 30. Jan 2007, 11:20

ich sag nur:
"a fool with a tool is still a fool"

wie wärs mal mit Doku lesen. Ich mach sowas mit cp und das ging bisher auch gut.

Wie sollen WIR wissen was Du sichern willst und wie deine alte bzw. neue Platte aussieht - eigentlich will ich es auch nicht wissen, solange Du nicht wirklich ein Problem hast.

Lesefaulheit ist kein solches Problem :wink:

Die wichtigen Fragen sind doch m.E. ganz andere. Zum Beispiel: was ist mit links und v.a. solchen über partitionsgrenzen hinweg. Gibt es evtl. gelockte Dateien? Mußt Du in einen anderen Run-level oder gleich von CD booten? etc.
Sagt der Porsche bei 250 km/h zu seinem Fahrer: "Ich kann noch mehr - Du auch?"
... Ich hab zwar keinen Porsche aber dafür Linux

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Beitrag von magic_halli » 30. Jan 2007, 12:10

Wie sollen WIR wissen was Du sichern willst und wie deine alte bzw. neue Platte aussieht...
So, also dann mal ganz einfach gesagt: Ich will erstmal nur die eine komplette HDD, die im Rechner hängt, sichern. Im Partitionierungsmanager von YAST ist diese wie folgt aufgeteil:

Code: Alles auswählen

/dev/sda1     2GB     LinuxSwap     swap (Mountpoint)
/dev/sda2     20GB    LinuxNative   / (Mountpoint)
/dev/sda3     130GB   Linux Native  /home (Mountpoint)
Um das alles in einem Aufwasch zu sichern, suche ich ein geeignetes Tool - ohne das ich mich noch um Links über Partitionsgrenzen, geblockte Dateien usw. kümmern muss! Diese Arbeit sollte mir die Software abnehmen.
Auf sourceforge.net gibts Backuptools wie Sand am Meer, doch was weiß ich denn, welches gut oder schlecht ist... Deshalb will ich doch nur wissen, was ich nehmen kann und was meine Vorstellungen realisiert! Am Besten ein Tool, welches ihr selbst für sowas benutzt und gute Erfahrungen gemacht habt.
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oc2pus
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Beitrag von oc2pus » 30. Jan 2007, 12:14

mkcdrec und mkcdrec-utilities

gibt es bei packman
http://packman.links2linux.de/package/mkcdrec
tell people what you want to do, and they'll probably help you to do it.
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pft
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Beitrag von pft » 30. Jan 2007, 12:38

Also wenn es nur um sichern geht ist das für mich schon mal was anderes als auf ein RAID kopieren. Aber was heißt sichern: einmalig wg. anstehender gefährlicher Basteleien oder regelmäßiges Backup.
Sichern mach ich gerne mit "tar -cpszf"

Allerdings solltest Du das (tar oder was anderes) nicht für die Platte machen. Das wäre nonsens. Insofern ist dd eigentlich schon ein etwas schräger Ansatz. Sorry folks.

Schau dir die Partitionen an.

1. swap sicherst du hoffentlich gar nicht
2. / macht nur bedingt sinn, da Du z.B. ausser /home keine ext. Filesysteme eingebunden hast. Das unterscheidet sich v.a. auch dadurch wie oft man was sicher muss. Das ist bei /bin sicherlich anders als bei /var. Also hier die Directories in / anschauen
3. /home ist so gesehen einfach. Aber 'ne Menge Holz falls es wirklich voll ist. Da kann die Sicherung 'ne Weile dauern und Du musst bei geöfneten Dateien während der Sicherung auf Konsistenz achten. Nicht nur eingeloggte user können hier dazwischenfunken, sondern auch cron jobs.
Da könnte LVM mit snapshots auch eine gute Lösung bieten
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magic_halli
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Beitrag von magic_halli » 30. Jan 2007, 13:15

Aber was heißt sichern: einmalig wg. anstehender gefährlicher Basteleien oder regelmäßiges Backup.
Erstmal will ich einmalig sichern, eben wg. gewissen Basteleien. Schön wäre es natürlich, eine Sicherung zeitgesteuert (z.B. um Mitternacht) laufen zu lassen.

Sichern mach ich gerne mit "tar -cpszf"
Das würde ich auch gern machen, nur leider bricht der Komprimiervorgang wegen diverser Zugriffe nach einer Weile ab!
...oder ich hab einfach einen nicht korrekten Befehl eingegeben?!
Was gibst Du da immer ein?

Sichern will ich auf jeden Fall die Systempartition /, denn dort befinden sich ja sämtliche Konfigurationsdateien von meinen Anwendungen etc. Das /home selbst ist erstmal nicht so wild (ist nicht viel) :wink:
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Beitrag von pft » 30. Jan 2007, 15:09

Hi,

also einzugeben ist da nicht mehr viel.
Zwei Beispiele zum sichern von /home
Entweder

Code: Alles auswählen

tar -czpsf /backup/tar_home.tgz /home
oder

Code: Alles auswählen

cd /home
tar -czpsf /backup/tar_home.tgz *
Der Unterschied ist, dass einmal alle Pfade im tar mit home/... beginnen und im anderen Fall erst mit den Unterdirectories - Geschmacksache, aber bei rücksichern zu beachten.

Das mit den Abbrüchen liegt wahrscheinlich genau an den von mir genannten Problemen mit gelockten, benutzen oder was auch immer Dateien.

Für Systempartitionen entweder in Runlevel 1 ("init 1") oder von der Rescue CD booten.
Mitunter brauchst Du aber nur wenige Teile sichern. Configdateien gibt es eigentlich nur in /etc (oder täusche ich mich)
Was Du definitiv ausschliessen musst (falls es tar nicht von selbst tut) sind z.B. /proc und /dev
/usr und /bin machen normalerweise keine Probleme, /dito /opt
/var würde ich nur nach Boot von der Rescue CD sicher, da dort immer irgendwo geschrieben wird.
/srv kommt auf laufende Server drauf an. im Runlevel 1 vermutlich eher unkritisch

Hab' ich was vergessen?

Wenn sich deine Bastelei nicht auf konkrete Ecken des Systems beschränkt, dann würde ich die Rescue CD booten und die beiden Partitionen sda2 und sda3 sichern. meinetwegen auch mit "dd", wenn Du genug Platz hast und/oder ein gzip dran hängst. Aber nicht auf eine andere Platte ("dd if=/dev/hda of=/dev/hdc bs=16065b", weil vermutlich nicht gleiche Plattengeometrie) sondern in eine Datei (siehe unten - kann dann auch auf 'ner anderen Platte liegen). Wenn Du was anderes nimmst (z.B.tar) dann ausserdem noch den Boot-Sektor (die ersten 512 bytes der platte, also sda - ohne ziffer dran!). Ich weiss ja nicht was Du vorhast.

-> http://linuxwiki.de/dd

Code: Alles auswählen

# dd if=/dev/hda bs=16065b | gzip -1 >/mnt/vielplatz/plattenimage.gz
und zurück

Code: Alles auswählen

# gunzip -dc /mnt/vielplatz/plattenimage.gz | dd of=/dev/hda bs=16065b
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Beitrag von jengelh » 30. Jan 2007, 16:24

pft hat geschrieben:ich sag nur:
"a fool with a tool is still a fool"
Give a man a fish and he will eat for a day. Teach him how to fish and he will eat for a lifetime.

magic_halli
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Beitrag von magic_halli » 31. Jan 2007, 08:13

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort... habe jetzt erstmal weitestgehend meine Verzeichnisse "getart". Hat funktioniert.

Nun möchte ich noch eine komplette Systemsicherung machen. Habe dazu folgendes gefunden: http://www.linux-user.de/ausgabe/2007/02/058-mondo/
Das Tool heißt Mondo :lol: und wird gar von Siemens, HP und IBM zur Datensicherung verwendet! Na wenn das nichts ist... und man kann angeblich auch die Plattensicherung auf ein RAID übertragen bzw. einspielen! Da brat mir doch einer nen Storch - genau sowas hab ich gesucht!

Ich werd´s mal probieren. Aber wenn schon jemand damit Erfahrungen gesammelt hat, dann bitte mal ein Feedback geben. Danke.

Edit: Ich hab mich jetzt für Mondo/mindi entschieden, da dies alles kann, was ich brauche...
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