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[gelöst] Server-Upgrade erzwingt Neuinstallation?

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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[gelöst] Server-Upgrade erzwingt Neuinstallation?

Beitrag von theme » 18. Jan 2007, 17:36

Hallo zusammen,

diese Frage ist wohl etwas off-topic, aber vielleicht hilft mir trotzdem jemand weiter:
Unser ltsp-Schul-Server funktioniert sehr gut, ist aber CPU-mäßig eher schwachbrüstig (P4 2.8 GHZ). Ansonsten sind wir mit unserer Installation sehr zufrieden.
Wir überlegen also, zu den nächsten Sommerferien ein Prozessor-Upgrade auf den Core2Duo oder Core2Quad vorzunehmen. Dabei wird dann auch ein neues Board angeschaft und wohl auch noch RAM.
Frage(n):
  • Kann ich einfach die Festplatte in den neuen Rechner stecken und die Änderungen an der Hardware korrigieren (z.B. beim Netzwerk-Setup)?
    Kann man da Vorsorge-Maßnahmen treffen, z.B. durch Einspielen bzw. Kompilieren eines passenden Kernels, wie auch immer der aussehen mag?
    Startet die Kiste überhaupt? Beim Wechsel meines Heim-Servers von AMD auf Intel lief der anschließend nämlich nicht mehr..
Ich habe einfach keine Lust auf Neuinstallation, da doch sehr viele Dienste konfiguriert werden müssten.
Danke schon mal,

Frank
    Zuletzt geändert von theme am 24. Apr 2007, 17:57, insgesamt 1-mal geändert.

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    Beitrag von Bibaltik » 18. Jan 2007, 17:44

    Läuft darauf ein angepasster Kernel oder default?
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    Beitrag von theme » 18. Jan 2007, 17:51

    Ich hab keinen Kernel ausgewählt oder kompiliert, also wohl der default Kernel von OpenSuSE 10.1 -welcher das auch immer ist.

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    Beitrag von Bibaltik » 18. Jan 2007, 17:53

    Dann sollte das eigentlich kein Problem darstellen, da er die neue HW erkennen sollte.
    Man muss die dann aber neu konfigurieren. Also Netzwerkkarte etc.
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    Beitrag von rolle » 18. Jan 2007, 20:58

    Und mache bitte unbedingt ein Backup! Es kann immer etwas schiefgehen. Was bei mir geklappt hat, war den LTSP aus einem Backup und Einspielen der ltsp-server-pkg, der ltsp-sound und der ltsp-utils auf einem anderen System zum Laufen zu bekommen.
    Horrido, Roland

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    Beitrag von theme » 19. Jan 2007, 08:07

    Vielen Dank für die Hinweise. Ich erwähnte die Sommerferien, d.h. ich bin etwas früh dran, aber das brennt mir schon länger auf den Nägeln.
    Ich werde ein Backup erstellen, und dann ganz fest die Daumen drücken...
    Frank

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    Beitrag von theme » 24. Jan 2007, 17:20

    Tja, es steht plötzlich jetzt schon Geld zur Verfügung, *freu*
    Gilt oben gesagtes auch für ein Dual Xeon 5130 System mit 4GB RAM?

    pft
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    Beitrag von pft » 24. Jan 2007, 17:35

    grundsätzlich hab ich so was schon gemacht (mit anderen Prozessoren alt/neu). Allerdings hatte ich im Vorfeld hie und da auch Warnungen vor so etwas gelesen.
    De facto ging es bei mir gut, allerdings hakt es jetzt an verschiedenen Stellen und ich schieb jetzt 'ne Neuinstallation inkl Suse Update nach.

    Wie wäre es mit einer Mischform:
    1. Basissystem neu installieren möglichst gleiche Version und HW
    2. Applikationen durch kopieren der conf-Dateien und der Daten migrieren - das geht natürlich schlecht wenn du voll auf yast setzt, aber als König der kommandozeile kein problem :)
    Sagt der Porsche bei 250 km/h zu seinem Fahrer: "Ich kann noch mehr - Du auch?"
    ... Ich hab zwar keinen Porsche aber dafür Linux

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    Beitrag von theme » 24. Jan 2007, 17:48

    Sicher habe ich an die Mischform auch schon gedacht. Das Problem sind die Dienste, die sich nicht so einfach durch Kopieren einer Datei umziehen lassen. Ich denke dabei an unseren Cyrus Imap server und an ldap. Außerden frisst das doch wieder relativ viel Zeit. Aber so ist das wohl, das eine will man, das andere muss man...
    Um noch mehr in OT Richtung zu gehen: Bei den Xeon Systemen gibt es eine Admin Software, die das Installieren der Betriebssysteme vorbereiten soll. Was mach die denn?

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    Er ist da!

    Beitrag von theme » 24. Apr 2007, 17:57

    So, nach langer Zeit ist der Server angekommen und ich wollte mal berichten, was sich getan hat:
    Es ist ein Dell SC1430 mit RAID 5 und zwei Doppelkernprozessoren.
    Also: Knoppix rein und vier Pinguine tauchen auf. Nicht schlecht für den Anfang!
    Geliefert wird der Server mit fertig eingerichtetem Raid 5 und installierten Server Tools, die auf einer Partition liegen. Da es nach deren Start über das Boot-Menü mehr als 10 Minuten gedauert hat, den Sinn zu verstehen (This is no OS, Lizenz, blabla) habe ich mich entschlossen, den Quatsch zu löschen.
    Also: "Alte" Server SATA Platte anschließen, Knoppix booten und nach dem Einrichten der HDDs die Partitionen kopieren (mit cp -a). Das hat gedauert. Danach: Neustart. Mist. Er bootet nicht. Achja: Es fehlt ja noch Grub! Also über die SuSE CD das System gestartet (ging schon mal im Prinzip ganz gut) und mit yast den Bootmanager neu eingerichtet. Neustart. Mist. Er bootet immer noch nicht (PBR Error, ziemlich kryptisch).
    45 Minuten googlen. Idee: Grub über die Grub shell nochmal richtig installieren. Neustart. Mist. Er bleibt gleich am Anfang hängen.
    Weitere 45 Minuten googlen, sich davon überzeugen, dass der Perc 5/i Controller auch tatsächlich ein Hardware Raid ist und nachdenken. Könnte sein, dass das megaraid_sata modul beim Systemstart nicht geladen ist. Aber wie geht das mit SuSE? Alle Anleitungen sind ja neuerdings für Ubuntu! -> Editor für sysconfig Dateien, modul eintragen, Neustart. YES, er startet durch.
    Trotzdem Mist, die Kiste ist super langsam. syslog frisst CPU Last. Das Log wird mit Kernel Fehlern vollgemüllt (etwa: illegal request, etc).
    Wieder 45 Minuten googeln und erfahren, dass das ein OpenSuSE Bug ist (242063) und für den Enterprise Server im SP1 behoben wird. Mist, den hab ich nicht. Da hilft nur im Raid-Controller Write Back auch ohne Batterie-Puffer anschalten (kann zu Datenverlust führen). Endlich, der Rechner verhält sich jetzt ziemlich normal.
    Noch eben SMP-Kernel nachinstallieren, Netzwerkkarte und Grafikkarte einrichten und Neustart.
    Fertig. Fürs Erste...
    Morgen haben die Schüler die Gelegenheit, den neuen Server mal so richtig auszureizen. Bin mal gespannt.
    In der Zwischenzeit geniesse ich den Anblick von xosview, der mir tatsächlich die Last von 4 CPUs anzeigt...
    Tja, hört sich schnell an, hat aber doch viele Stunden Zeit gekostet. Aber immer noch besser, als das ganze System neu einrichten.
    Viele Grüße,

    Frank
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