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Kernel-Sicherheitsupdates und manuell hinzugefügte Module

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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Jürgen D.
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Kernel-Sicherheitsupdates und manuell hinzugefügte Module

Beitrag von Jürgen D. » 9. Okt 2006, 22:04

Hallo,

es geht um Kernel-Sicherheitsupdates bei manuell hinzugefügten Modulen, in meinem Fall eins für die AVM-ISDN-Fritzcard PCI, System Suse 10.1, derzeitiger Kernel 2.6.16.21-0.21-default.
Auf der einen Seite möchte ich natürlich jedes Sicherheitsupdate übernehmen, auf der anderen Seite muß ich, falls ich das richtig verstehe, jedes Mal das Modul nach /lib/modules/<neuer kernel>/weak-updates/ kopieren, etc. und dann noch Sorge haben, ob das Modul noch mit dem neuen Kernel läuft. Sonst müsste ich es neu kompilieren.

Da die Updates doch relativ häufig erscheinen, finde ich das nicht sehr praktisch. Hat jemand eine bessere Lösung?
Ist in diesem konkreten Fall eine andere Distribution vorteilhafter?

Danke für Eure Nachricht,
Jürgen

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Grothesk
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Beitrag von Grothesk » 9. Okt 2006, 22:32

Da kommst du wohl nicht drum herum.
Da nutzen auch andere Distributionen nichts. Wenn AVM die Treiber nicht offenlegt kann halt nur AVM die Pflege der Kernelmodule übernehmen. Aber gibt es nicht eine Installationsquelle für passende Module? Ich meine da wäre was.

Und auch mal einen Brief an AVM schreiben, das du gerne ihre Treiber auch unter Linux mit dem größtmöglichen Komfort einsetzen möchtest.
"Die Rechtschreibung ist Freeware, du darfst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht OpenSource, d.h. du sollst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

traffic
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Beitrag von traffic » 9. Okt 2006, 22:37

Ja, natürlich ist eine andere Distribution vorteilhafter. Installier unbedingt PCLinuxOS oder Ubuntu! :roll:

Nein, mal im Ernst und ohne Mätzchen: Das ist Linux, und so ist Linux nun mal. Es gilt bei jeder Distribution dieselbe Regel, weil jede Distribution nur mit Linux kocht: Der Kernel hat keine stabile ABI, Punkt.

SUSE macht es Dir hier sogar einfacher als jede andere Distribution, Du kannst nämlich die von SUSE entwickelte Infrastruktur nutzen, die dafür sorgt, dass die Module automatisch ins "weak-updates"-Verzeichnis verlinkt werden, genau wie das auch bei den von SUSE erstellten RPMs passiert.

Zu diesem Zweck müsstest Du nach folgendem Rezept ein eigenes RPM bauen:

http://en.opensuse.org/Kernel_Module_Packages
http://www.suse.de/~agruen/KMPM/KernelM ... CODE10.pdf

Grundkenntnisse im RPM-Bau sind vorteilhaft, ansonsten ist die Dokumentation ausreichend; bei Fragen wird Dir sicherlich gerne auf der [opensuse-packaging]-Mailingliste geholfen:

http://en.opensuse.org/Communicate
http://lists.opensuse.org/opensuse-packaging
openSUSE Factory - GNOME 2.32.1

Jürgen D.
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Beitrag von Jürgen D. » 10. Okt 2006, 15:29

Hallo,

ich hatte schon befürchtet, dass es nicht anders geht, danke für die Tipps. Es gibt in diesem Forum unter
http://www.linux-club.de/viewtopic.php? ... linuxelend
einen Beitrag von RedBaron, der das Vorgehen am Beispiel des AVM-Treibers sehr gut beschreibt. Nach Installation eines Kernel-Updates muss das Modul <Modulbezeichnung>.ko entsprechend in dessen weak-updates-Verzeichnis kopiert werden.

Eine mir bekannte Quelle für rpm- und Source-Pakete für ISDN-Produkte von AVM ist
http://opensuse.fltronic.de/ (siehe auch Link oben).
Der Treiber für den Kernel 2.6.16.21 funktioniert bei mir bisher bis zur Version
2.6.16.21-0.21. Die im ersten Link beschriebene Meldung von Suse „..Treiber ohne Quellcode ausgewählt..“ ist ohne Belang, es geht trotzdem.

Gruß Jürgen

Jürgen D.
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Beitrag von Jürgen D. » 10. Okt 2006, 17:02

PS:
Der AVM-Treiber für Kernel 2.6.16.21-smp funktioniert bei mir auch noch mit dem neuen Kernel 2.6.16.21-0.25-smp.
Was Du, traffic, geschrieben hast, trifft zu: Der Link auf den Treiber im weak-updates-Verzeichnis des neuen Kernels wird automatisch erzeugt. Also Installation normal beenden und Rechner einmal neu starten und alles geht!

Jürgen

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