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Frage zu qemu-Perfomance

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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huby
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Frage zu qemu-Perfomance

Beitrag von huby » 6. Mär 2006, 20:41

Hallo,

hier zunächst mein System.

Suse 10.0, Kernel 2.6.13-15.8-default
qemu 0.8.0 mit kqemu 0.7.2

AMD Athlon 2600+
512 MB Arbeitsspeicher

Jetzt meine Frage:
Welchen Perfomance-Gewinn würde eine Verdopplung des Arbeitspeichers bringen?

Könnte man mit -m 512 auch mit winXP eine ordentliche Perfomance erreichen?
Wie gut wäre die Perfomance im Vergleich zu einem normalen XP mit 512 MB Ram in % ausgedrückt.
Und mit win98?

Denn momentan läuft sogar win98 mit -m 256 zu langsam um wirklich etwas damit Anfangen zu können.

Vielen Dank im voraus.

huby

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bluejg
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Beitrag von bluejg » 7. Mär 2006, 07:21

Hallo,
echte Benchmark-Test habe ich mit qemu noch nicht gesehen (VmWare und Parallels verbieten sogar, solche zu veröffentlichen). Im letzten Linnux-Magazin stand, dass qemu etwa 5-6x langsamer als VmWare/Parallels ist.
Nach meinen Erfahrungen läuft ein WinXP unter Parallels mit 512 Mb zugeteiltem Speicher subjektiv so schnell wie ohne Emulation. Der sehr speicher- und prozessorhungrige CCE (mpeg2-Encoder) läuft auf meinem System (P4 3,2 Ghz, 2GByte Ram, 512 Mb der virtuellen Maschine zugeteilt) etwa 5% langsamer als ohne Emulation.
Insgesamt meine ich, dass 512 Mb für einen Rechner mit Emulation zuwenig sind. Die Verdopplung des Speichers müsste auch bei qemu (das ich nur kurz getestet habe und dann wegen mangelnder Performance vergessen habe) einen deutlichen Leistungszuwachs bringen.

Gruß
bluejg

Snubnose
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Beitrag von Snubnose » 7. Mär 2006, 08:33

also wenn du wirklich Performancezuwachs brauchst würde ich dir empfehlen auf VMWare unzusteigen, da bekommst du massig Performance....
auf der Suche nach kurzen Domainnamen ?
>>> http://www.kurze-domains.de <<<

huby
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Beitrag von huby » 7. Mär 2006, 08:34

Hallo bluejg,

danke für deine Einschätzung.

Daß 512 MB zu wenig ist war mir natürlich schon klar.
Meine Frage zielt darauf ab, ob es sich lohnt in zusätzlichen Speicher zu investieren.
Dafür habe ich jetzt einen ersten Anhaltspunkt.

Danke nochmal.

Vielleicht möchte ja noch jemand seine Einschätzung über qemu mitteilen.

huby
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Beitrag von huby » 7. Mär 2006, 08:36

Hallo Snubnose,

danke für deinen Tipp, aber ich wollt halt gern bei freeware bleiben.

grüße

huby

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haveaniceday
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Beitrag von haveaniceday » 7. Mär 2006, 09:36

huby hat geschrieben:Hallo Snubnose,

danke für deinen Tipp, aber ich wollt halt gern bei freeware bleiben.

grüße

huby
Und warum willst du dann Windows laufen lassen ;-)
The gates in my computer are AND,OR and NOT, not Bill.
Wer lesen kann und dann noch die Suche bedienen kann ist klar im Vorteil 8)

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Beitrag von huby » 7. Mär 2006, 11:03

haveaniceday hat geschrieben: Und warum willst du dann Windows laufen lassen ;-)
Du hast natürlich recht.
Und glaub mir es macht mir keinen Spass weiterhin verschiedenes unter Windows machen zu müssen.

Aber es gibt halt ein paar Programme die ich unbedingt brauche und für die ich leider noch keinen Ersatz auf Linux gefunden habe.

Es mag ja durchaus sein, daß solche Programme gäbe, aber da ich erstens kein Linuxprofi bin und zweitens besser bayerisch als englisch spreche, geht das bei mir eben nicht so schnell.

Aber mein Ziel bleibt klar - weg von Windows.

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Beitrag von mechanicus » 8. Mär 2006, 22:39

Snubnose hat geschrieben:also wenn du wirklich Performancezuwachs brauchst würde ich dir empfehlen auf VMWare unzusteigen, da bekommst du massig Performance....
Das ist, was Windowssysteme als Gast betrifft, nicht mehr so, nachzulesen unter http://www.linuxforen.de/forums/showthread.php?t=206946
Es hängt auch von Einsatz ab. VMware mag nur lokale Xserver, Qemu kriegt auch den Vollbildmodus im Terminalbetrieb gebacken.
Installationen in qemu mit mehreren CD sind z.Zt. scheinbar nicht möglich, da qemu das Laufwerk blockiert und ein Auswechseln der CD verhindert. Bei VMware ist das kein Problem.

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Beitrag von b3ll3roph0n » 8. Mär 2006, 22:51

mechanicus hat geschrieben:Installationen in qemu mit mehreren CD sind z.Zt. scheinbar nicht möglich, da qemu das Laufwerk blockiert und ein Auswechseln der CD verhindert.
Mit STRG+ALT+2 auf die qemu-konsole wechseln und dann

Code: Alles auswählen

eject cdrom
cd wechseln und dann

Code: Alles auswählen

change cdrom /dev/cdrom

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Beitrag von mechanicus » 8. Mär 2006, 22:58

b3ll3roph0n hat geschrieben:Mit STRG+ALT+2 auf die qemu-konsole wechseln und dann

Code: Alles auswählen

eject cdrom
cd wechseln und dann

Code: Alles auswählen

change cdrom /dev/cdrom
Danke für den Tip, solch naheliegenden Sachen übersehe ich häufig. :oops:

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Beitrag von bluejg » 9. Mär 2006, 08:03

Geht es um Performance bei virtuellen Windows-Maschinen, bin ich jetzt auf parallesl 2.1 RC gewechselt. Scheint subjektiv einen Tick schneller als VmWare zu sein. Für Linux-Emulationen würde ich aber immer VmWare vorziehen.
Vielleichst probierst Du mal die kostenlose Variante vom Server, um mal einen Eindruck zu bekommen.

Gruß
bluejg

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Beitrag von mechanicus » 9. Mär 2006, 08:39

bluejg hat geschrieben:Geht es um Performance bei virtuellen Windows-Maschinen, ...
Du hast recht, es ist so. Man sollte allerdings erwähnen, auf welchem Leistungsniveau das abläuft.
Pauschal kann ich sagen, daß die Gastmaschine mit der Hälfte der Geschwindigkeit des Hosts läuft, getestet mit FC3 als Host und FC4 als Gast in VMware Server.
Ich habe in beiden Umgebungen mal qemu kompiliert. Das make dauerte beim Host 5 Minuten 28 Sekunden, beim Gast 9 Minuten 57 Sekunden.
Festplatten lesen und schreiben mit dd (unabhängig von der Defragmentierung und Dateisystem) dauert im Gast etwas mehr als doppelt so lange wie im Host.
Im Host laufen hier zwei Xeon 2,4 GHz. Die Ergebnisse im Gast mit einer oder zwei (smp-Kernel) CPU sind fast die selben.

Ich meine, daß es in dieser Größenordnung keinen Sinn macht, Geld auszugeben, um im Gast "einen Tick" mehr Leistung zu haben.

Ferner ist zu berücksichtigen, daß in ca. einem halben oder dreiviertel Jahr die Hardwarevirtualisierung von Intel und AMD zu kaufen ist, wo die Unterschiede in XEN zwischen Gast und Host gegen Null tendieren.

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Beitrag von Snubnose » 9. Mär 2006, 08:49

Wenn du noch mit qemu Performance willst schau auch dass der qemu-accelerator (Kernelmodul) installiert ist. Ich weiss nicht ob das bei den Yast Paketen dabei ist oder nicht, ich habs mir damals selber kompiliert
auf der Suche nach kurzen Domainnamen ?
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Beitrag von bluejg » 9. Mär 2006, 09:52

@mechanicus
Dine Werte machen ja Lust, quemu noch einmalm auszuprobieren. Hat der accelerator auch Auswirkungen auf die Performance von Windows-Gästen?

Gruß
bluejg

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Beitrag von huby » 9. Mär 2006, 10:23

Danke für die tollen Beiträge.

Der entscheidende Beitrag für mich:
Ich meine, daß es in dieser Größenordnung keinen Sinn macht, Geld auszugeben, um im Gast "einen Tick" mehr Leistung zu haben.

Ferner ist zu berücksichtigen, daß in ca. einem halben oder dreiviertel Jahr die Hardwarevirtualisierung von Intel und AMD zu kaufen ist, wo die Unterschiede in XEN zwischen Gast und Host gegen Null tendieren.

M.f.G. mechanicus
Bis dahin switch ich weiter hin und her zwischen Suse 10.0 und winXP auf zwei Rechner über Samba verbunden.

Xen sticht mir auch schon länger ins Auge, bisher geht halt nix mit WinXP .
Außerdem wird es nicht ganz einfach sein ein ordentliches System aufzusetzen.

Aber es wird letztendlich das sein, worauf viele gewartet haben.

huby

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Beitrag von mechanicus » 9. Mär 2006, 10:30

bluejg hat geschrieben:Hat der accelerator auch Auswirkungen auf die Performance von Windows-Gästen?
Ja. Weiter oben habe ich dazu einen Link angegeben. Die Performance bewegt sich allerdings nach wie vor im oben zu vmware Server geäußerten Bereich und wird wohl größenordnungsmäßig da bleiben, weil zur Emulation (bzw. Virtualisierung) Rechenleistung erforderlich ist.

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Beitrag von mechanicus » 9. Mär 2006, 10:48

huby hat geschrieben:Bis dahin switch ich weiter hin und her zwischen Suse 10.0 und winXP auf zwei Rechner über Samba verbunden.
Nun kipp mal das Kind nicht mit dem Bade aus.
Normale Geschäftssoftware läuft vertretbar auch mit einem 1,5GHz Prozessor.
I.d.R. handelt es sich doch um wenige Windowsprogramme, für die es (noch) keine Linuxlösungen gibt. Hier finde ich den Ansatz vom VMware Server und qemu sinnvoll. Das Gastbetriebssystem wird mit dem Host gestartet, Du kannst sofort per Mausklick auf Deine Anwendungen zugreifen und im Fenster unter Linux auf dem Desktop ausführen.
Copy und paste mit der Maus sind auch kein Problem.
Das ist zumindest bequemer als das hin und her mit zwei Rechnern und Samba.

M.f.G. mechanicus

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Beitrag von huby » 9. Mär 2006, 11:06

@mechanicus - Entschuldige die blöde Frage -

VMware Server und qemu - dh. auch linux würde als Gast von VMware laufen, und qemu würde nicht vun linux sondern von VMware emuliert, was einen deutlichen Performance-Gewinn bringen würde?

hab ich das richtig verstanden?

huby

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Beitrag von mechanicus » 9. Mär 2006, 11:35

huby hat geschrieben:VMware Server und qemu - dh. auch linux würde als Gast von VMware laufen, und qemu würde nicht vun linux sondern von VMware emuliert, was einen deutlichen Performance-Gewinn bringen würde?
Meinst Du etwa, daß in VMware Server als Gast ein Linux läuft, welches wiederum in seinem qemu einen Gast hat?
Dann hätte dieser Gast im Gast nur 1/4 der Performance des Hosts. Ich sehe da keinen Gewinn...

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Re: Frage zu qemu-Perfomance

Beitrag von mechanicus » 9. Mär 2006, 11:43

huby hat geschrieben:512 MB Arbeitsspeicher
Ist mir eben erst aufgefallen, aber den solltest Du sinnvollerweise verdoppeln oder zumindest erhöhen, da 256MB ja schon ein einziger Gast bekommt.

M.f.G. mechanicus

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