LTSP4.1 unter Suse 10.0

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mad-boy
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LTSP4.1 unter Suse 10.0

Beitrag von mad-boy » 3. Nov 2005, 21:24

Hallo,
ich versuche LTSP4.1 unter Suse 10.0 zu installieren. Ich kenne mich selber leider unter Linux noch nicht perfekt aus, lerne aber recht schnell. Ich brauche den LTSP für ein Schulprojekt. Leider meldet mein Client nach der Installation immer nur "Seraching vor DHCP" und danach "No boot rom received".

Der DHCP Server läuft, meine dhcpd.conf sieht wie folgt aus:

Code: Alles auswählen

option domain-name "homeserver.local";
option domain-name-servers 169.254.139.26;
option routers 169.254.139.26;

#ltsp
next-server 169.254.139.29;

option broadcast-address 169.254.255.255;
option root-path "169.254.139.29:/opt/ltsp/i386";
option option-128 code 128 = string;
option option-129 code 129 = text;
#end ltsp

default-lease-time 14400;
ddns-update-style none;
subnet 169.254.0.0 netmask 255.255.0.0 {
  range 169.254.139.100 169.254.139.250;
  default-lease-time 14400;
  max-lease-time 172800;

  #ltsp
  use-host-decl-names on;
  option log-servers 169.254.139.29;
}
169.254.139.26 ist ein Windows Server der das Gateway zum Internet darstellt und für die Windows Clients auch die Benutzerkonten zur Verfügung stellt.

ltspcfg sagt überall yes bis auf xdmcp, dort ist enable und running auf no.

Unter tftpboot befindet sich ein Ordner namens ltsp, darin sind zwei vmlinuz files und zwei Ordner.

Danke für eure Hilfe!

Gruss, Michael

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Beitrag von Dr. Glastonbury » 3. Nov 2005, 23:35

Hi,
bekommen andere Rechner im Netzwerk denn IPs vom DHCP-Server? Denn wenn der Client schon meldet, dass er keine IP bekommt, dann solltest du dort mal als erstes zu suchen anfangen.

Hast du vielleicht die Firewall an? Ich weiß klingt blöd, aber von hier kann ich das nicht sehen ;)

Und bist du dir auch sicher dass der DHCP-Deamon läuft (ps aux | grep dhcp )?

wenn das alles nichts bringt, dann melde dich nochmal ;)
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Beitrag von Thowie » 4. Nov 2005, 02:18

Hi,
warum hast du eigentlich den IP-Adressraum gewählt, der ist eigentlich garnicht so Privat wie es Microsoft gerne hätte ;-)
Eigentlich werden diese Ip's von einem MS System per Broadcast "erfunden" wenn sie keinen DHCP/Bootp Server im Netzwerk finden, jedoch ein Netzwerkkabel in der Karte steckt. Das wirkt also komisch. Und dann hab ich mal die Frage bootest du direkt von einem Bootrom, die Fehlermeldung klingt merkwürdig, da er ja meckert das er kein Bootrom findet, könnte es sein das du mit einem Intel PXE 0.99b booten willst??? der wirft nämlich gerne mal sone verwirrenden Fehlermeldungen aus ;-)
Könnt aber auch ein Bootrom der Firma Bootix sein, dann müsstest du, so komisch wie es klingt, die ROUTER option entfernen, da diese leider als sogenannter Security-gateway interpretiert wird, und das zur Ursache das er alle Packete über den Router schicken will. Da der nun nicht weis was er damit anfangen soll, schickt er sie halt ins Internet. Da sitzt aber kein LTSP Server ;-)
Naja gib einfach mal noch ein paar Infos
MFG
Thomas

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Beitrag von mad-boy » 4. Nov 2005, 17:08

Hi,
ich habe jetzt das Netzwerk mal auf 192.168.0.1 gebracht. Die IPs rührten vom Windows Server der in der Vergangenheit auch mal einige Probleme mit seinem dhcp hatte. Den Windows Server habe ich jetzt ganz aus dem Verbund genommen erstmal, zum testen.

Der DHCP gibt ohne Probleme sobald ich ihn starte (rcdhcpd start) an alle Rechner im Netzwerk eine IP, bloß der Testrechner empfängt beim booten eben keine IP. Als ich das mit dem Knoppix Terminalserver getestet hatte gab es jedoch keinerlei Probleme, daher würde ich ein Problem mit der Netzwerkkarte o.ä. ausschließen. Es handelt sich dabei um eine nVidia on Board Karte von einem MSI Mainboard. (PXE2.0)

Die Firewall habe ich jetzt zum testen komplett deaktiviert (die entsprechenden Ports müssten auch vorher schon offen gewesen sein), ohne Ergebnis.

Ich weiß nicht so recht was ich auf die Frage ob ich direkt von einem Bootrom boote antworten soll... ich habe die Netzwerkkarte die theoretisch vom DHCP auf dem Linux Server eine IP kriegen sollte und dann das Image laden sollte, oder nicht?

Auch das entfernen der option Router hat keine Änderung ergeben.

Gruss, Michael

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Beitrag von Thowie » 4. Nov 2005, 18:12

Hi, ich muss ja auch blind sein, du übergibst ja gar kein Bootfile, damit kann er natürlich auch nichts laden, geschweigedenn booten.
Versuch ma folgendes, gib mal in deiner subnet deklaration noch folgende option:
filename "/lts/kernel2.6.9/pxelinux.0";

Um genauer zu sein, unter dem Ordener /tftpboot/lts gibt es zwei Ordner, wähle einen davon aus, ich würde den 2.6 Ordner nehmen, da dieser neueren Kernel beherbergt. So in diesem Ordner liegt eine kleine Dtaei namens pxelinux.0 dies ist die Bootdatei für ein PXE Chip, da dieser nur ein paar byte laden kann zum starten. Diese datei lädt nun einen kleinen Bootloader, das PxeLinux, dieses Wiederum bootet den kernel und die Ramdisk in dem Ordner.

Hintergrund, wenn kein Bootfile angegeben ist, denkt der Bootrom, das diese Lease nicht für ihn bestimmt ist. Da er ja damit nichts anfangen kann er soll ja eigentlich etwas booten. Deshalb schickt er fleissig weitere DHCP Requests. Probier mal, anonsten meld dich nochmal

MFG
Thomas

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Beitrag von mad-boy » 4. Nov 2005, 18:45

Klingt logisch und war ein ziemlich dummer Fehler von mir! :? Sorry!

Jetzt bootet er problemlos, allerdings habe ich bei meinem Testrechner ein Problem mit der Maus. Ich nutze am Testclient die Logitech DiNovo2.0, also Bluetooth Maus+Tastatur. Beides macht auf dem lokalen Linux keine probleme, wenn ich übers Netzwerk boote spinnt jedoch die Maus total. Bewege ich sie nach rechts oder links geht der Zeiger nach oben oder unten, drücke ich eine Taste bewegt sich der Zeiger nach rechts, je nach Taste haben die Sprünge unterschiedliche Größen.

Die Frage ist jetzt erstens wie ich das behebe und zweitens habe ich in meinem Testnetzwerk Rechner mit ziemlich unterschiedlicher Konfiguration. Im Schulnetzwerk hätte ich dann nurnoch ca. drei unterschiedliche Clienthardware-Umgebungen. Macht das überhaupt Sinn dass irgendwo zu testen wo soviel unterschiedliche Hardware im Einsatz ist oder muss ich dann viel zu viele Treiber jedes mal mit in den Kernel packen?

Gruss, Michael

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Beitrag von Thowie » 4. Nov 2005, 19:35

Also mit Bluetooth Tastatur wirst du da kein Glück haben. Da diese nicht von der LTSP config erkannt werden wird. Ist noch zu neu.
mit der unterschiedlichen Hardware ist das eigentlich kein Problem, der Kernel vom LTSP Project ist schon mit ziemlich viel Hardwarekompatibilität ausgestattet. Also keine Angst, nimm eingach nur Standardtastaturen und Mäuse und schon geht es ohne Probleme. Muss ja auch nicht viel Hardware erkannt werden, Maus, Tastatur, Grafikkarte und die Netzwerkkarte. Die andere Hardware ist schon fast zu vernachlässigen, da diese eigentlich immer erkannt wird.
Schön das es geklappt hat. Hätt ich aber auch schoon früher sehen können. War wohl schon zu spät gewesen ;-)
Also viel spass noch damit, und schöne Arbeit.

MFG
Thomas

P.s. Bei uns in der Schule haben wir einen Terminalserver mit Suse 10.0, IceWM und OpenOffice 2.0. läuft spitze und hängen ca 80 Thinclients dran. Keine Probleme und schön schnell. Muss halt nur gut Konfiguriert sein, naja und der Server ist auch nicht schlecht ausgestattet. Aber nur Standardhardware!!! P4 3Ghz, 3Gigabyte Ram und zwei IDE Festplatten im Raidverbund (Raid 1)
Super schnell und stabiel :-)

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Beitrag von mad-boy » 6. Nov 2005, 12:44

Hi,
jetzt hab ich ein neues Problem: Ein weiterer Client sagt mir
Mounting root filesystem: /opt/ltsp/i386 fom 192.168.0.1
nfs warning: mount version older than kernel
Doing the pivot_root
nfs: server 192.168.0.1 not responding, still trying
nfs: server 192.168.0.1 ok
Die letzten beiden Zeilen wiederholen sich dann immer. Ein andere Client startet nach wie vor ohne Probleme (bis auf die Tatsache das die Tastatur englisch ist!?).

//EDIT:
Der Client mit der Fehlermeldung kommt nach einiger Zeit allerdings auch in die grafische Oberfläche, braucht allerdings Eweigkeiten dafür. Bei beiden Clienten kommt nach dem Login der Hinweis "Der powersave-Daemon läuft nicht." Die Tastatur ist auch bei dem zweiten Clienten auf englisch.

Gruss, Michael

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Beitrag von Dr. Glastonbury » 6. Nov 2005, 16:27

Hi,
um deine Tastatur auf Deutsch zu stellen gehste einfach in die
/otp/ltsp/i386/etc/lts.conf

und fügst die drei Zeilen ein:

Code: Alles auswählen

XkbLayout = de
XkbModel = 105  <--- evtl. anpassen
XkbVariants = nodeadkeys
Damit haste ne deutsche Tastatur mit den wichtigen Tasten wie die pipe | oder die []...
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Beitrag von mad-boy » 6. Nov 2005, 16:50

Hi,
wunderbar, das klappt schonmal! :)
Bleibt nurnoch das nfs Problem und diese powersave-daemon Meldung!

Kennt das einer?

Gruss, Michael

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Beitrag von tux486 » 15. Nov 2005, 07:50

Mojn,
mad-boy hat geschrieben:Bleibt nurnoch das nfs Problem
Guckst Du http://wiki.ltsp.org/twiki/bin/view/Lts ... _pivot_roo
Bis denn
Sven

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