Microsofts MSDE 2000 unter Linux verwenden ?

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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erdiman
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Microsofts MSDE 2000 unter Linux verwenden ?

Beitrag von erdiman » 4. Aug 2005, 09:32

Hallo zusammen,

ich weiss, aufgrund des Titels werden einige die Nase rümpfen, aber was soll ich machen.

Ich bin absoluter Linuxneuling und möchte für einen Bekannten einen Server einrichten. Momentan verwenden wir eine Microsoft-Lösung, die ich jedoch in eine Linux-Lösung umstellen möchte.

Da jedoch eine Unternehmens-Software genutzt wird, die auf lange Sicht keinen MySQL Support anbietet, und lediglich auf MS-SQL-Basis aufgebaut werden kann, suche ich nach Lösungsansätzen, zeitweise den MSDE 2000 in Linux einzubinden, damit zumindest eine einigermassen vernünftige Datenbankanbindung erreicht werden kann.

Für eure Bemühungen bedanke ich mich im voraus.

Gruss,
erdiman

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Beitrag von nbkr » 4. Aug 2005, 09:36

Windowsprogramme bekommst Du mit Wine bzw. dessen kommerziellen Pendant CrossOver zum laufen. Ob es auch mit MSDE2000 klappt kann ich allerdings nicht sagen.
Kann gar nicht sein, ich bin gefürchtet Wald aus, Wald ein.

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Beitrag von TeXpert » 4. Aug 2005, 16:54

kann man auf die MSDE übers Netz zugreifen? dann zur Not auf einem eigenen Rechner oder in VMWare und per OBDC übers Netz damit arbeiten.

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Beitrag von erdiman » 4. Aug 2005, 20:55

@TeXpert
Es ist eine Anbindung via Internet in Planung. Jedoch alles der Reihe nach. Ich muss erst mal durchsteigen, was die ganzen Funktionen in Linux angeht. Familiär bedingt hatte ich leider noch keine Möglichkeit, eine Distribution von Linux zu testen; man hat sich schliesslich schnell an Windows gewöhnt. Die augenscheinliche Abhängigkeit von einem Betriebssystem wurde so verdeutlicht und beschreibt auch in dieser Art und Weise die "Erfolgsstory" von Windows. Will heissen, wer einmal mit Windows gearbeitet hat, verlässt sich vielmehr aus Bequemlichkeit auf dieses OS.

By the way ... ever change a running (Windows)System ... habe ich mal irgendwo vernommen (oder selber ausgedacht?) und bin daher in der Lernphase, was Linux angeht.

Da auf dem Server wichtige Kundendaten meines Bekannten schlummern, sollte es schon ein sicheres System sein, welches auf dem Server werkelt.

@nbkr
Ich werde deinen Tipp beherzigen und es einfach mal austesten. Sollte es nicht funktionieren ... an welche Anschrift kann sich mein Anwalt wenden ;-) ... ist es auch nicht weiter tragisch - einen Testrechner haben wir in dem Betrieb meines Bekannten bestimmt rumstehen. Da werde ich mal wild rumtesten, was die Einbindung angeht.

Eines weiss ich schon jetzt ganz bestimmt: es war kein Fehler sich in diesem Forum anzumelden. Die erste Antwort schon nach 4 Minuten. Hut ab.

P.s. Fällt mir jetzt gerade mal so ein - die clientseitigen Systeme laufen auch auf Windows - na, wenn da mal nicht ein innerbetrieblicher Umbruch stattfinden wird ...

Gruss,
erdiman

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Beitrag von TeXpert » 4. Aug 2005, 23:06

mal blöd gefragt: Warum zum Henker soll denn dann überhaupt ein Linux-Server in dem Büro arbeiten?

Was soll der servieren?

* Dateien für Windows-Clients? das kann auch ein Windowsserver...

* Intranet + Mailserver -> nimm einen 2. Rechner und lass den Windows MSDE-Server weiterwerkeln...

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Beitrag von Kurt M » 5. Aug 2005, 00:34

für solche betrieblichen Umstellungen kann ich nur VMWARE wärmstens empfehen. Läuft absolut zuverlässig und bietet genau das was du brauchst.
Damit hast du beide Betriebssysteme gleichzeitig auf dem selben PC und kannst dann ganz gemütlich, schrittweise immer wenn mal Zeit ist, ein Teil auf Linux umstellen.

Ich benutze das seit einigen Monaten und habe inzwischen 90% auf Linux umgestellt, muss aber auf die restlichen 10% Windows nicht verzichten.

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Beitrag von erdiman » 5. Aug 2005, 08:30

@TeXpert:
Naja, der Server soll auf lange Sicht etliche Aufgaben übernehmen - eigener Webserver, Emailserver, Intranet, Fileserver etc. Wenn man zu diesem Thema mal das Web durchstöbert und auch Fachzeitschriften zu diesem Thema liest, findet man immer häufiger Hinweise auf Linux. Ein Bericht in der Zeitschrift c't hat mich jedoch sehr angesprochen; dort wurde eine Debian-Server-Lösung vorgestellt - vielleicht hat der eine oder andere diesen Artikel gelesen. Weitere interessante Artikel hierzu beinhaltet auch das aktuelle Sonderheft zum Thema Netzwerke.

Und ich war von dem System schon begeistert. Da ich schon länger die Absicht habe, mich mit Linux zu beschäftigen (einfach nur aus Neugier), wollte ich hier den Anfang wagen.

Auch zum Thema Sicherheit haben mir Kollegen, die erfahrene Netzwerkadministratoren sind, Linux empfohlen - jedoch von einer Windows Lösung auch nicht abgeraten.

Und eine grosse Umstellung ist dieses momentan auch nicht, da das Projekt ja noch in den Kinderschuhen steckt.

@Kurt M:
Deine Variante hört sich auch interessant an. Da das Projekt allerdings noch in der Entstehungsphase ist, werde ich wohl eher komplett auf Linux aufsetzen und den Ausbau von Anfang an gestalten. Zur Zeit greifen wir mit dem entsprechenden Programm lediglich auf die reinen Access-Datenbanken zu. Der SQL-Server muss noch eingerichtet werden und das wollte ich dann mit einem kompletten OS-Wechsel verbinden.

Gruss,
erdiman

P.S. Ich finde es jedoch sehr positiv, dass in diesem Forum nicht diese Hardcore-Pro-Linux-Argumentation an den Tag gelegt wird, wie man sie in einigen anderen Foren häufig findet.

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Beitrag von TeXpert » 5. Aug 2005, 08:39

erdiman hat geschrieben:@TeXpert:
Naja, der Server soll auf lange Sicht etliche Aufgaben übernehmen - eigener Webserver, Emailserver, Intranet, Fileserver etc.
nimm 2 Server! ich würde Unternehmenskritische Datenbanken nicht auf einem öffentlich erreichbaren Server lagern, eine 2. Kleine Maschine ist da billiger!
Zur Zeit greifen wir mit dem entsprechenden Programm lediglich auf die reinen Access-Datenbanken zu.
wie greift Ihr darauf zu? hast Du eine ODBC-Verbindung konfiguriert? wenn nicht, kann das Tool über eine ODBC-Verbindung arbeiten? wenn ja, dann nimm mysql auf einem Linux-Rechner und richte auf den Windows-Rechnern einen entsprechenden DB-Eintrag ein.

Der SQL-Server muss noch eingerichtet werden und das wollte ich dann mit einem kompletten OS-Wechsel verbinden.
hier stellt sich mir wieder die Frage nach dem Warum ;) dann such erst mal eine Lösung um das System mit einem richtigen DB-System zu fahren, wenn das geht, ist die Umstellung trivial (evtl. ist dann aber auch eher PostgreSQL interessant...)
P.S. Ich finde es jedoch sehr positiv, dass in diesem Forum nicht diese Hardcore-Pro-Linux-Argumentation an den Tag gelegt wird, wie man sie in einigen anderen Foren häufig findet.
die findest Du hier bestimmt auch ;)

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Beitrag von erdiman » 5. Aug 2005, 09:18

Mit den 2 Servern hast du Recht. Ist nicht so gut, solche Daten auf dem Server zu lagern, wenn dieser öffentlich erreichbar ist. Der eigene Webserver ist auch so eine Idee - die momentan günstig angebotenen Flatrates machen es ja möglich.

Der Zugriff auf die Daten erfolgt direkt, es musste keine ODBC-Verbindung eingerichtet werden. Auch kann das Tool leider keine Verbindung dieser Art herstellen. Die einzige Möglichkeit die Daten in einer anderen Datenbank zu speichern ist der MSDE (abgesehen von der teuren SQL-Server-Lösung). Dieser wurde auch von den Entwicklern gleich mitgeliefert.

Eine Anfrage bei den Softwareentwicklern, in wie weit eine Umstellung auf andere Datenbanken wie MySQL möglich sei, wurde noch nicht beantwortet. Ich vermute, man arbeitet bereits fleissig daran, unserem Wunsche gerecht zu werden :roll: (nicht wirklich)

Jetzt muss ich erst mal die ganzen Infos sacken lassen und mich dank eurer Hilfe mit einem Konzept befassen.

Ihr habt mir auf jeden Fall sehr weitergeholfen (was jetzt nicht heissen soll, dass dieser Threat beendet ist)

Gruss,
erdiman

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Beitrag von TeXpert » 9. Aug 2005, 09:34

erdiman hat geschrieben:Der Zugriff auf die Daten erfolgt direkt, es musste keine ODBC-Verbindung eingerichtet werden. Auch kann das Tool leider keine Verbindung dieser Art herstellen. Die einzige Möglichkeit die Daten in einer anderen Datenbank zu speichern ist der MSDE (abgesehen von der teuren SQL-Server-Lösung). Dieser wurde auch von den Entwicklern gleich mitgeliefert.
damit ist die Sache doch klar... als File+Mailserver irgendwas einrichten und einen MS-Datenbank-Rechner fahren fertig.

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Beitrag von erdiman » 24. Aug 2005, 14:59

Sorry, dass ich mich jetzt erst melde, aber ich habe mir die letzten Wochen die Sonne Sylts auf die Pläte brutzeln lassen 8) *neidverbreit*

Dann werde ich mal die Sache in Angriff nehmen und eure Tipps zur Anwendung zwingen.

Vielen Dank schonmal für die zahl- und hilfreichen Antworten.

Greetz,
erdiman

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Beitrag von whois » 8. Sep 2005, 15:36

Hi

Sieht so aus als sein dein Problem gelöst. :wink:

Wenn nicht bitte PN an mich dann mach ich wieder auf.

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