rpm geht/gibts nicht

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buck
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rpm geht/gibts nicht

Beitrag von buck » 29. Apr 2005, 02:55

Hi,
ich hab suse mit dem neusten Kernel (2.6.8-24.14-default) am laufen, aber leider gibt es da Probleme mit Programmen. Deshalb würde ich gerne einen 2.4 Kernel testen. Dafür gibt es hier auch sehr schöne Howto´s , nur habe ich nirgendwo einen Download für ein 2.4 rpm gefunden.(am besten noch von suse. Da gabs nur das kernel-source-2.4.21-144.i586.rpm). Weiß jemand einen solchen Link oder wo ich weiter suchen könnte?
Ich hab natürlich auch versucht mir einen Kernel selbst zu basteln. Leider weiß ich bei vielen Modulen nicht ob sie wichtig sind oder nicht, drum hab ich da immer den standard Wert stehen lassen. Bei "make rpm" kam dann nach 20 minuten ein error make rpm.. und ich hab keine rpm bekommen.

Code: Alles auswählen

Version requires old depmod, but couldn't run /sbin/depmod.old: No such file or directory
make[1]: *** [_modinst_post] Fehler 2
make[1]: Leaving directory `/usr/src/packages/BUILD/kernel-2.4.29'
error: Bad exit status from /var/tmp/rpm-tmp.6837 (%install)


RPM build errors:
    Bad exit status from /var/tmp/rpm-tmp.6837 (%install)
make: *** [rpm] Fehler 1

vielen Dank

ps: BITTE BITTE verkneift euch das "newbie etc." geflame. Das hab ich in allen anderen Threads hier oft genug gelesen. Danke
Sätze wie "...trotzdem würde ich dir dazu nicht raten. Das ist nicht Anfänger" sind der Grund, weshalb die Linux community immernoch so klein ist und als extrem einsteiger unfreundlich gilt.

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Beitrag von Gast » 29. Apr 2005, 13:50

also;
wenn du einfach die vorhandenen kernel.source nimmst, dann kompiliert er auch einen kernel mit standard-konfiguration, welche in den meissten fällen natürlich nicht ausreicht, amn muss zuerst die aktuelle config mit
make cloneconfig
auslesen, und diese dann mit ein paar zusatzschritten kompilieren, dann gehts aucch, danch musst du den neuen kernel in die liloconfig eintragen,
lilo
in der konsole eingeben und beim nächsten start sollte eigentlich ein auswahlmenü beim booten erscheinen, das dich den kernel wählen lässt, evtl. kommt dieses menü doch nicht und du musst in der liloconfig den stanard-kernel auf deinen neuen setzen...
leider weiss ich nicht alle befehle beim nem 2.6er kernel, jedoch gibt es genaue erläuterungen dazu hier im forum...einfach ma die howtos genauer lesen, dann klappts auch mit dem backen! :lol:

}-Tux-{
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Re: rpm geht/gibts nicht

Beitrag von }-Tux-{ » 29. Apr 2005, 14:18

buck hat geschrieben:Hi,
ich hab suse mit dem neusten Kernel (2.6.8-24.14-default) am laufen, aber leider gibt es da Probleme mit Programmen. Deshalb würde ich gerne einen 2.4 Kernel testen.
äähhm warum willst du denn deinen kernel so dermaßen downgraden?! Was für programme funktionieren denn nicht?
Ich denke so ein downgrade bringt nur probs mit sich...


mfg }-Tux-{

buck
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Beitrag von buck » 29. Apr 2005, 14:32

Tux: ich will darauf psybnc laufen lassen. Das wird aber nicht mehr (oder kaum noch) weiter entwickelt und aus anderen Foren hab ich entnommen, dass das wohl am 2.6er Kernel liegt.

Vielen Dank für diese ausführliche Antwort. Ich glaub der befehlt ist nicht "make cloneconfig" sondern "make oldconfig" aber daran ists nicht gescheitert.
Ich habs jetzt geschafft den Kernel bis zum Ende zu kompilieren (mit cp /sbin/depmod /sbin/depmod.old ).

Jetzt häng ich an "mkinitrd -k vmlinuz-2.4.29 -i initrd-2.4.29"
Cannot determine dependencies of module sata_via. Is modules.dep up to date?
Cannot determine dependencies of module reiserfs. Is modules.dep up to date?

sata_via sind die Treiber für meine Festplatten und reiserfs ist meine onboard Netzwerkkarte. Beide hab ich natürlich auf * (dependence) gesetzt, damit sie auch sicher im Kernel drin sind.

Weiß jemand hier weiter?

Und weiß jemand wie sich grube verhält, wenn der 1. Kernel nicht gehen sollte? Ich benutze den pc als Gameserver und deshalb hat der keine Graka. Da beim booten einen anderen Kernel in einem Menu auszuwählen ist etwas umständlich.


Vielen Dank
mfg Christian
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ein aussichtsloser Kampf

Beitrag von taki » 29. Apr 2005, 15:02

Ich glaube nicht, dass Du einen laufenden und funktionsfähigen 2.4er Kernel auf einer SuSE >= 9.1 hinbekommen wirst. Die Änderungen zwischen Kernel 2.4 und 2.6 sind massiv. Es gibt so viele Abhängigkeiten zu beachten, dass es eine Qual ist. Ich habe den umgekehrten Versuch mit meiner damals SuSE 8.2 versucht und bin trotz toller HowTos (insbes. der Hartweck) kläglich gescheitert :oops: .

Ich habe es ein dreiviertel Jahr lang immer wieder versucht; habe das halbe Basissystem dafür austauschen müssen und es trotzdem nicht hinbekommen.

Das war damals auch der Hauptgrund, warum ich die 9.1 installiert hatte und trotz einiger Unstimmigkeiten einen sehr großen Respekt vor den SuSE-Leuten hatte. Wenn man bedenkt, was sich alles mit der neuen Major-Nummer des Kernels verändert hat, war es ein Wunder, dass SuSE 9.1 so wenig Probleme machte.

Da es ein par Cracks gibt, die den Kernelwechsel tatsächlich selber hinbekommen hatten, ist bewiesen, dass der Rückwärtsgang auch möglich ist. Aber der Aufwand ist so riesig, dass es da ausser für absolute Masochisten keine Rechtfertigung für gibt.

Ein nicht unbeachtlicher Teil der Anwendungen wird unter dem 2.4er Kernel nicht mehr funktionieren. Und das betrifft nicht nur die Modutils und sonstige direkt mit dem Kernel und der Initrd zusammenhängenden Anwendungen.

Wenn Du unbedingt einen 2.4er Kernel brauchst, such Dir eine Distribution, die auf dieser Kernelversion aufbaut. Entweder Du versuchst an eine ältere SuSE (<= 9.0) ranzukommen, oder Du nimmst gleich Debian (oder eins seiner Derivate).
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Beitrag von buck » 29. Apr 2005, 16:10

hmmm ok danke.
Ich hatte irgendwie gehofft, das man den Kernel wie einen Reifen beim Auto wechseln kann.
Ich werd mich wohl nochmal auf die Suche nach einem geeigneten os machen.
Vielen Dank noch mal

mfg
Christian
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Beitrag von taki » 29. Apr 2005, 16:37

Beim Wechsel der Major-Versionsnummer des Kernels wechselst Du nicht gerade den Reifen, eher das Getriebe :?

Solange Du ein Getriebe mit gleichen Abmessungen verwendest, kannst Du es recht einfach wechseln. Nur eben bei der Major-Versionsnummer, da wird's eben doch arg fummelig, weil Du da ja das halbe Auto umbauen musst, angefangen bei den nicht mehr passenden Schrauben und den zu kurzen Schläuchen :shock: ...
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Beitrag von Gast » 29. Apr 2005, 19:41

ähm.....wenn es solch riesenunterschiede zwischen 2.4 und 2.6 gibt, wieso habe ich dann vor kurzem einfach mal so auf nem debian 2.4 system nen 2.6er kernel draufgeknallt? wieso hat das gefunzt? bwar ganz einfach und schnell....noch ein paar manuelle änderungen (die die unbedingt gemacht werden müssen um ein instabiles system zu vermeiden.....dauerte ca. 30 min) und gut war.
und buck: wenn du oldconfig mit einem laufendem 2.6er kernel benutzt hast hast du deine konfiguration zerschossen! soviel zum thema "ich glaube nicht" --> erst fragen, dann selbstständig ausprobieren, vor allem bei sowas kritischem wie kernel-kompilierung....wozu ich einem neuling allerdings NIE raten würde....wenn man nicht GANZ GENAU weiss was man machte sollte man die finger von der zentralen einheit des OS lassen. Ich selbst musste diese weisheit BITTER erfahren........100 GB einfach weg!
Zumindest bei mir hat damals auf einem 2.6er System (weiss nich mehr welches, ich glaube aber Mandrake 10 oder so) ein make oldconfig 1. die config zerschossen (Dateifehler) und 2. das gesamte OS nach auswahl des neuen kernels abstürzen lassen.....mitsamt der partition. Gottseidank hatte ich nen backup o_0
ich weiss jetzt zwar nicht ob das überall so passieren MUSS, aber wenn es einmal passiert kann es auch öfters vorkommen.....pure logik
Zuletzt geändert von Gast am 29. Apr 2005, 20:02, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von oc2pus » 29. Apr 2005, 19:58

tha_specializt hat geschrieben:ähm.....wenn es solch riesenunterschiede zwischen 2.4 und 2.6 gibt, wieso habe ich dann vor kurzem einfach mal so auf nem debian 2.4 system nen 2.6er kernel draufgeknallt? wieso hat das gefunzt? bwar ganz einfach und schnell....noch ein paar manuelle änderungen (die die unbedingt gemacht werden müssen um ein instabiles system zu vermeiden.....dauerte ca. 30 min) und gut war.
weil du sooooooooo gut bist ;)
tha_specializt hat geschrieben:und buck: wenn du oldconfig mit einem laufendem 2.6er kernel benutzt hast hast du deine konfiguration zerschossen! soviel zum thema "ich glaube nicht" --> erst fragen, dann selbstständig ausprobieren.
Zumindest bei mir hat damals auf einem 2.6er System (weiss nich mehr welches, ich glaube aber Mandrake 10 oder so) ein make oldconfig 1. die config zerschossen (Dateifehler) und 2. das gesamte OS nach auswahl des neuen kernels abstürzen lassen.....mitsamt der partition. Gottseidank hatte ich nen backup o_0
ich weiss jetzt zwar nicht ob das überall so passieren MUSS, aber wenn es einmal passiert kann es auch öfters vorkommen.....pure logik
toller Tip ;)

aber bringt leider nichts zum Thema :)

hier lesen:
http://www.thomashertweck.de/kernel26.html
und in der SuSE-SDB gibt es auch einen Migrationsartikel 2.4er auf 2.6er, das alles genau andersrum durchführen.
http://portal.suse.com/sdb/de/2004/02/m ... to_26.html
Zuletzt geändert von oc2pus am 29. Apr 2005, 20:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Gast » 29. Apr 2005, 20:04

wieso bringt das nichts zum thema? hier ist kernel-hacking, und es geht um kernelkonfiguration...... bin ich nur blind oder gibts da wirklich absolut keinen unterschied? wenn jeman ne info hat die jemand anders vor schäden bewahren kann, dann ist das denke ich mal sinnvoll, oder?
--> das mit dem "weil du so gut bist" glaube ich eher nicht..... bin eigentlich immernoch am erkunden der weiten welt des tux.

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Beitrag von oc2pus » 29. Apr 2005, 20:10

tha_specializt hat geschrieben:wieso bringt das nichts zum thema? hier ist kernel-hacking, und es geht um kernelkonfiguration......
ja, und nicht um wirres Zeug erzählen....
tha_specializt hat geschrieben:--> das mit dem "weil du so gut bist" glaube ich eher nicht..... bin eigentlich immernoch am erkunden der weiten welt des tux.
du kennst den Begriff "Ironie" ? *fg*
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Beitrag von Gast » 30. Apr 2005, 13:13

entschuldigung.

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Beitrag von buck » 3. Mai 2005, 21:05

nur keine Panik Leute, kann doch jeder sagen was er denkt!

Ich bin jetzt stark am überlegen, ob ich nicht einfach Debian installieren soll. Downloaden ist kein Problem (hab 2 HDDs), nur müsste ich dann ne Graka, CDRom etc. einbauen oder?

Gibt es eine möglichkeit per SSH das System quasi 'on the fly' zu wechseln? d.h. nach einem reboot kommt das neue schon mit ssh und einer IP wieder?!

(Ist vielleich ein bischen 'offtopic', aber wohl die beste Lösung für einen Kerneldowngrade)

Grüße buck
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