Ich hätt gerne meine Win-Progs unter SuSE am Laufen...

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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Poldibaer
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Ich hätt gerne meine Win-Progs unter SuSE am Laufen...

Beitrag von Poldibaer » 1. Mär 2005, 20:04

Hallo,

laufen die folgenden Windows-Programme unter SuSE 9.1/9.2 (mit Wine, Crossover usw.), und wenn ja, wo kann man nachlesen, wie man sie definitiv und auch miteinander und mit SuSE zum Laufen bekommt, vor allem die grafischen Anwendungen und das DTP auch im farbechtem Modus?

• Corel Draw 10 Werbegrafik
• Adobe Photoshop 6 oder 7 Bildbearbeitung
• Pagemaker 7 oder Indesign Dekstop Publishing
- alle einschließlich farbechtem Arbeiten -

• WinFax10 (weils Faxe protokolliert, Protokolle ausgibt und gerichtlich anerkannt ist)

• Microsoft Encarta 2002 oder neuer

• Klicktel Telefonbuch mit Rückwärtssuche

• Omnipage Pro OCR mit Übergabe an Textverarbeitung

• eMail-Programm mit Postfachvorschau (damit man nicht alles Spams mit abholt)

Ich denke ja mal, daß es mit K3B sone Sachen wie DVDs und CDs brennen usw. unter SuSE gibt, lediglich bestimmte spezielle Brennsoft ;) kenne ich noch nicht...

Ansonsten hat man unter SuSE ja eigentlich alles.

Warum schreib ich Euch das?

Immer noch schwanke ich zwischen Linux und Windows, auch wenn Linux mich voll überzeugt und ich viel Spaß damit habe, zu lernen, zu gucken, auszuprobieren - nur arbeiten kann ich damit (noch) nicht.

Der alleinige Grund fürs Hin und Her ist, daß ich einfach die vorgenannten Windows-Anwendungen täglich bräuchte unter SuSE, weil es dafür (und nach meiner ganz persönlichen Ansicht) keine professionell nutzbaren Linux-Äquivalente (z.B. CMYK-Ausgabe) gibt, und ich kein Interesse daran habe, mit zwei Betriebssystemen zu fahren und ständig zu switchen, oder Geld für VMWare auszugeben, das ich erstens eh nicht habe, und das auf meiner Mühle (AMD Sempron 2.0 GHz, 768 MB RAM) zweitens wahrscheinlich eh net läuft.

Dann hab ich noch einen Postscript-2-Laserdrucker, der bis 1200x1200 dpi bei maximal 150 lpi unter Windows alles (!) sauber druckt, mit dem ich aber unter egal welchem Linux weder Schriften, noch Grafiken sauber ausgedruckt bekomme und kurz davor bin, in den Tisch zu beissen...

Bei der Werbegrafik/DTP gibt es unter Linux ja Sodipodi, Inkscape und Scribus und einige mehr und für sich genommen sind diese Teile auch Spitze, ganz großen Respekt für die Macher dieser Programme!!

Keines dieser Programme einschließlich Gimp 2.x kann aber farbsepariert (CMYK) ausgeben, und keines dieser Programme kennt außer dem eigenen SVG-Format die in der Druckwelt üblichen Standard-Dateiformate, weder fürn Im-, noch fürn Export (ok, Gimp hier mal ausgenommen), keines kann Corel- oder Illustrator- oder PageMaker- oder Indesign- oder gar Quark Express-Dateien importieren oder exportieren, und mit EPS kann man ja nun auch nicht alles machen.

Auch das Erstellen und vor allem Bearbeiten von PDF-Dateien ist unter Linux IMHO eine Quälerei, und TTF-Fonts einbinden ist auch nicht prickeln - vielleicht hab ich es aber einfach noch nicht begriffen, wie es geht, das ist ganz klar auch möglich.

Ich frag mich einfach - und zwar ohne hier einen neuen Ideologie-Streit vom Zaune brechen zu wollen (!!!) - ob es nicht möglich wäre, beide Betriebssystem-Welten dahingehend zu vereinen, daß o.a. Programme unter Linux gut laufen und man kein Windows mehr braucht :)...

Soweit mal bis hier, ich freu mich auf Eure Statements. Sollte ich mit meinem Text irgendjemandem auf die Füsse getreten sein, bitte ich freundlichst um Nachsicht und Entschuldigung.

Schöne Grüsse
Poldibärchen

P.S.:
Bevor ich es vergesse - Linux läuft bei mir immer als User :D

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Beitrag von TeXpert » 1. Mär 2005, 22:07

Ja, Du hast recht, dass man in manchen Bereichen _noch_ nicht auf Windows-Software (oder besser Macintosh ;) ) verzichten kann, allerdings sollte jeder, der die Tools braucht, die Firmen auch anschreiben und um native Software bitten, das vorne weg :) zu diesen Bereichen gehört noch DTP.

Die Fragen zu CrossOver-Office können dir am besten die Hersteller beantworten: http://www.codeweavers.com/compatibility/ das Aussagen über bekannte Software, andere kann laufen muss aber nicht.

aber manche Anforderungen können wunderbar auch unter Linux erfüllt werden: Telefonbuch, da gibt es eine Variante (frag mich nicht nach dem Hersteller, Google hilft evtl.)

CDs brennen, im Zweifelsfall kann man alles mit den cmdline-Tools lösen und Deinen Drucker: einen Postscript-Drucker kann man immer nutzen! (wenn nicht ist es kein PS-Drucker!) insbesondere die Fonts sind im Drucker vorhanden.

Zu PDFs, naja mit dem pdftk und ghostscript kann ich eigendlich idr mehr machen als mit dem Acrobat unter Windows und EPS kann an sich auch alles. Du erwähnst Corel -> hier kann man latürnich nicht mit EPS arbeiten, denn Corel ist nicht in der Lage saubere EPS-Dateien zu erzeugen (ist halt eher Spielzeug-Klasse)

Ansonsten: Email, ich will gar keinen Spam sehen, d.h. auf dem Server wird direkt mit procmail, spamassasin und co gefiltert, dann müssen nur noch potentielle false-positives gesichtet werden. Zu OCR: es gibt von ABBYY eine Linux-Engine, allerdings nicht OpenSource und ohne Oberfläche :)

Aber um es kurz zu machen: Wenn Du die Software (Pagemaker, Indesign, Photoshop) gekauft hast und die kommerziell nutzen willst, dann stell Dir einen 2. Rechner daneben, für 2D-Office-Arbeit braucht man nicht viel Geld auszugeben *punkt* die Daten kannst Du immer noch über Samba auf dem Linux-Rechner speichern. Ich will Dir nichts unterstellen, aber wenn ich ein Werkzeug für meine tägliche Arbeit brauche, dann kaufe ich es mir, es gibt leider zuviele Kopierer, die meinen um 'wichtig' zu sein mit diesen ach so tollen Tools arbeiten zu müssen und tun damit der Verbreitung von Alternativen keien Gefallen.

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@TeXpert

Beitrag von Poldibaer » 2. Mär 2005, 14:44

Hi,


erstmal danke für Deine Antwort.
TeXpert hat geschrieben:Ja, Du hast recht, dass man in manchen Bereichen _noch_ nicht auf Windows-Software (oder besser Macintosh ;) ) verzichten kann, allerdings sollte jeder, der die Tools braucht, die Firmen auch anschreiben und um native Software bitten, das vorne weg :) zu diesen Bereichen gehört noch DTP.
Das ist richtig und daran solls auch nicht liegen.
TeXpert hat geschrieben: Die Fragen zu CrossOver-Office können dir am besten die Hersteller beantworten: http://www.codeweavers.com/compatibility/ das Aussagen über bekannte Software, andere kann laufen muss aber nicht.
Diese Auskünfe zu bekommen habe ich bei allen Emu-Herstellern schon versucht, sonst hätte ich hier nicht gepostet. Die Hersteller haben entweder gar nicht oder höchst ausweichend geantwortet - was soll man damit also anfangen?
TeXpert hat geschrieben: und Deinen Drucker: einen Postscript-Drucker kann man immer nutzen! (wenn nicht ist es kein PS-Drucker!) insbesondere die Fonts sind im Drucker vorhanden.
Der Lexmark Optra R+ mit Postscript Level 2 ist ein echter Postscript-Drucker und druckt unter Windows alles, unter Linux geht grad mal Open Office vernünftig, aus Gimp, Inkscape und Scribus kommen z.B. Schriften nur mit Treppchen, aus Gimp Bilder nur mit 300 dpi, obwohl 1200 eingestellt sind. In Inkscape und Scribus kann man im Druckmenü keine Lpi einstellen usw. - das finde ich echt schade. Fonts sind im Drucker keine vorhanden, weil ich mit TTFs arbeite, reguläre in den drucker uploadbare Fonts z.B. von URW oder so bezahlt ja heute kein Kunde mehr...
TeXpert hat geschrieben: Zu PDFs, naja mit dem pdftk und ghostscript kann ich eigendlich idr mehr machen als mit dem Acrobat unter Windows und EPS kann an sich auch alles.
Tjo, mach mal unter Linux mit Firefox 1.0 von einer Webpage ein PDF - ich recherchiere viel im Netz und sammele so Infos. Das geht unter Windows prima, und mit Acrobat kann ich die Files auch prima editieren - aber unter Linux? Da verzweifele ich bald.
TeXpert hat geschrieben: Du erwähnst Corel -> hier kann man latürnich nicht mit EPS arbeiten, denn Corel ist nicht in der Lage saubere EPS-Dateien zu erzeugen (ist halt eher Spielzeug-Klasse)
:D - damit müssen alle Corel-User leben, weil viele Corel Draw nicht richtig kennen und daher nicht wissen, was das Teil alles kann, u.a. auch sauberes EPS, wenn man weiß, wie... Ich nutze es für die Erstellung von s/w und 4c-Drucksachen aller Art, Folienschnitt, Siebdruckvorbereitung und dergleichen mehr, größtes Objekt waren LKW-Sattelzug-Planen für ne Spedition, für die ich den Folienschnitt (spezielle Folie für Planen) in Originalgröße mit Corel gemacht habe. Mit dem Ding geht alles, man muß sich da halt nur richtig reinarbeiten und dank guter Lehrbücher dazu klappt das auch, wenn man nicht partout Adobe- oder Mac-verbohrt ist ;)
TeXpert hat geschrieben: Ansonsten: Email, ich will gar keinen Spam sehen, d.h. auf dem Server wird direkt mit procmail, spamassasin und co gefiltert, dann müssen nur noch potentielle false-positives gesichtet werden. Zu OCR: es gibt von ABBYY eine Linux-Engine, allerdings nicht OpenSource und ohne Oberfläche :)
Naja, auch Automatiken verlasse ich mich nicht, ich will meine eMail selber filtern, und dazu wäre ein Proggi mit Postfachvorschau eben toll unter Linux, gibts aber nicht. Was Arbeiten mit der Konsole angeht, hab ich damit keine Probleme, denn ich hab mit EDV angefangen, als es nur DOS und noch kein Windows gab... ;) Hast Du von der Fa. Abbyy ne URL zur Hand, wo man die Soft bestellen kann?
TeXpert hat geschrieben: Aber um es kurz zu machen: Wenn Du die Software (Pagemaker, Indesign, Photoshop) gekauft hast
Alles legal, alles offiziell, alles sauber - wolle mehr doch gleisch mal festhalde, gell! :)
TeXpert hat geschrieben: und die kommerziell nutzen willst, dann stell Dir einen 2. Rechner daneben, für 2D-Office-Arbeit braucht man nicht viel Geld auszugeben *punkt*
Sorry, darum gehts nicht - erstens will ich nur mit einer Kiste fahren, weil mich mein Weib standrechtlich erschlägt, wenn hier noch weitere PCs rumstehen und zweitens bin ich, ehrlich gesagt, auch der Ansicht, daß, da die Linux-Gemeinde schon dermaßen viel Hervorragendes auf die Beine gestellt hat, die Schaffung vollwertiger Emulatoren o.ä., die alles können, doch auch möglich sein müsste, oder nicht?
TeXpert hat geschrieben: Ich will Dir nichts unterstellen, aber wenn ich ein Werkzeug für meine tägliche Arbeit brauche, dann kaufe ich es mir, es gibt leider zuviele Kopierer, die meinen um 'wichtig' zu sein mit diesen ach so tollen Tools arbeiten zu müssen und tun damit der Verbreitung von Alternativen keien Gefallen.
Ack, sehe ich genauso. Ich hab das viele Jahre beruflich gemacht, bin derzeit arbeitslos, hab Gottlob alles, was ich brauche (und zwar legal), weil ich da auch viel Geld reingesteckt habe, und möchte halt beruflich fit bleiben, so daß ich viele grafische Sachen, mal ne Produktverpackung, mal ne 4c-Anzeige oder Prospekt oder eben ne Fahrzeugbeschriftung nachbaue oder auch mal was fürn Kumpel oder Nachbarn mache, um halt in Übung zu bleiben.

Da mir Linux eben einfach besser gefällt, als Windows, wäre es wirklich das Sahnehäubchen schlechthin, wenn ich die genannten Programme alle unter Linux am Laufen bekäme - oder es gute Äquivalente nebst üblichem Dateiformaten unter Linux gäbe.

Ich glaube, sagen zu dürfen, daß wenn es gelänge, eine solche Kompatibilität zu schaffen, viele Win-User sofort wechseln würden.

Ok, da kann man nun lange rumphilosophieren - ich hab halt gefragt, ob jemand vielleicht die ultimative Lösung hat.

Schöne Grüße
Poldi

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Beitrag von TeXpert » 2. Mär 2005, 17:02

ich machs mal kurz :)
erst mal sorry für die leichte Unterstellung, aber IDR findet man diese Häufung von Profi-Software im Privathaushalt selten lizensiert :)

ABBYY: www.abbyy.com, das Linux-SDK gibts hier: http://www.abbyy.com/sdk/?param=28804

Der Vorteil bei CX-Office ist ja, wenn Du eine Software hast, die noch nicht läuft, dann kannst Du da ja als Advocat mitmachen und bekommst AFAIK regelmäßig kostenlose neue Versionen wenn Du Bugreports und SuccessReports veröffentlichst. -> give it a try :) ansosnten würde ich wirklich mal VMware ausprobieren, das sollte auch auf einem Sempron laufen.

PDFs von Webseiten? schau Dir mal kprinter an hier kannst Du direkt in eine PDF-Datei drucken, ich weiß jetzt spontan zwar nicht die ideale einbettung in Firefox aber sollte über stdin und Pipe gehen. Ich drucke Webseiten immer in eine PS-Datei und alles ist bestens. Dein Drucker sollte funktionieren -> richtigen Treiber nehmen siehe dazu http://linuxprinting.org/show_printer.c ... ptra_Rplus
Ich hab hier einen Optra S stehen und da kann ich nicht klagen, alle Möglichkeiten sind prima über CUPS anzusteuern.



Jetzt mal etwas Offtopic: ich ärgere mich hier häufiger mit Corel-EPSsen herum, die in Publikationen eingebunden werden müssen :evil: was müssen die tun, damit die _sauber_ sind?

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@TeXpert - die Zweite

Beitrag von Poldibaer » 2. Mär 2005, 18:18

Hi, TeXpert,

also zunächst mal OT: der Corel-EPS-Export funzt dann gut, wenn man folgendes beachtet:

1.
Nur markierte Objekte exportieren, niemals ne ganze Seite, also auf der Seite alle zu exportierenden Objekte makieren und im Export-Menü dann "Nur markierte" anklicken und natürlich als Export-Dateiformat EPS auswählen.

2.
Im Nachfolgemenü (Titel: "EPS exportieren") als Bildkennsatz unbedingt Tiff nebst Typ und Auflösung (diese auf 100 stellen, um den Objektstand nach der Datei-Übergabe kontrollieren zu können), Text immer als Kurven exportieren einschließlich Schriften, bei der Farbverwaltung wäre es gut, wenn die Leute den Druckertreiber für den Auszugdrucker (Belichter oder CTP) auch auf ihrem eigenen System installiert und in den Corel-Haupteinstellungen das Profil dieses "Druckers" ebenfalls installiert haben, dann "Auszugsdruckerprofil" im Fenster "EPS exportieren" auswählen, dann Bitmapübertragung passend wählen, Farbverlaufstreifen automatisch erhöhen oder unten drunter nen Wert eingeben (musste mal ausprobieren, das geht so oder so, je nach Dateinhalt)

3.
Auf den Reiter "Erweitert gehen. Postscriptlevel auswählen, muß zum Auszugsdrucker passen. Begrenzungsrahmen immer auf "Objekte". Dann auf OK gehen.


So, ich hab das bei geöffnetem CorelDraw mal abgetippt, sollte verständlich sein.

ABER: die meisten Leute, die Corel Draw haben, können mit sowas nicht umgehen, weil sie keine Ahnung von den vielen Notwendigkeiten grafischen Arbeitens am PC haben - ich weiß ja nun auch nicht alles, aber doch einiges, und bis dato hat immer alles geklappt. Wichtig ist halt auch, daß man mit dem Weiterverarbeiter genau abspricht, wie der es haben will - manche fangen nun seit Acrobat 6 an, den Krempel als PDF haben zu wollen, was aber auch Käse ist, weils net funzt.

Generell ist die Exportiererei mit Vorsicht zu geniessen, daher wird das mit dem EPS-Export bei Kunden zu 99% nix. Ich hab das daher immer schon so gemacht, daß ich mir die Originaldatei, also bei Corel eine *.cdr, bei Photoshop eine *.tif oder *.psd-Datei geben lasse - deshalb hab ich die Progis mir auch alle zugelegt. Ich hab hier sogar noch nen ollen Illustrator 9 rumstehen und auch installiert, einige andere Sachen auch, die ich aber heute nicht mehr so oft brauche.

Also musst Du das zwangsläufig genauso machen - denn genauso machen es auch alle Druckereien und Satz- oder Belichtungstudios, weil es heute kein Kunde bezahlt, wenn man seine verkorkste EPS- oder PDF-Datei zeitaufwendig korrigiert, um sie doch noch ins Dokument einbinden und doch noch belichten oder aufs CTP geben zu können...

Vielleicht verstehst Du jetzt auch, warum ich das eigentlich ja bessere Betriebssystem mit Anwendungen für das eigentlich ja schlechtere Betriebssystem betreiben können möchte... ;)

Generell gilt aber: wähle einen Weg, der geht, und bleibe dabei. Wenn man sich allen Scheiß, der (zunächst ja eh schlecht) erfunden wird, angeignet und sich damit rumärgert, vierliert man nur kostbare Zeit. Ein Weg - und basta.

So, jetzt wieder on Topic:

Danke für die Links, das wird mir einige Schritte weiterhelfen. Interessant ist das mit dem Treiber für den Optra R+ - die Lexmark-Leute haben keine Treiber und von linuxprinting.org wusste ich bis dato nix, da steht z.B. im Suse-handbuch und auch beim Kofler kein Wort von drin...
erst mal sorry für die leichte Unterstellung, aber IDR findet man diese Häufung von Profi-Software im Privathaushalt selten lizensiert
Naja, ich war nicht immer Privathaushalt, und von daher habe ich die Progis alle und eben legal.

Was das mit CX-Office angeht: sischer kann man da mitarbeiten, aber mein Englisch ist nicht das beste und zudem ist es meisten nach Murphys Law so, daß gerade dann etwas nicht funzt, wenn ich es dringend brauche, und dann scharre ich mit den Fussnägeln Streifen in den Boden und werd sauer - das ist eben der Grund, warum hier Windows als Haupt-OS läuft und Suse nur daneben und nur zum Basteln, eigentlich ja eine echte Schande, nicht wahr?

Ich wär halt heilfroh, wäre es anders und ich könnte total weg von Windows.

Was mir Rätsel aufgibt, ist z.B. bei Inkscape und Scribus, daß die Macher trotz aller wirklich hervorragenden Leistung nicht bereit sind, Datenkompatibilität zu den Standard-Dateiformaten herzustellen - denn beide Progis, Inkscape und Scribus, sind für sich genommen geil - aber jede Druckerei, jeder Belichter haut mich, wenn ich ihnen mit SVG komme, oder gar EPS, in dem dann vielleicht Fehler, ob von mir oder vom Programm, drinstecken.

Gewisse Standards haben sich gerade im grafischen Bereich bewährt und es stünde den werdenden grafischen und DTP-Anwendungen unter Linux gut zu Gesicht, wenn sie sich daran halten würden...

Schöne Grüsse,
Poldibärchen

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@Texpert - die Dritte :-)

Beitrag von Poldibaer » 2. Mär 2005, 18:26

TeXpert hat geschrieben: Ich drucke Webseiten immer in eine PS-Datei und alles ist bestens.
Ja sischer, das hab ich auch hinbekommen. Nur - unter Windows kann keiner ne *.ps-Datei lesen und ich habe zwar mal gewusst, wie mans umwandelt, aber das ist lange her, und da der Menschn eh nur 20% seines Hirns für was vernünftiges nutzt :D weiß ichs halt nicht mehr.

Es geht dabei dadrum, die Seiten nicht nur zu archivieren, sondern auch an zumeist Windows-User weiterzugeben.

Schöne Grüsse
Poldibärchen

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Beitrag von TeXpert » 2. Mär 2005, 19:39

erst mal thx für die Corel-infos, aber genau hier wirds dann wieder so wie ichs gesagt hab: Corel kann keine sauberen EPS-Dokumente erzeugen :) denn an sich sind die Ausgabeunabhängig (Hintergrund ist, ich setzte hin und wieder Bücher/Reports mit TeX und als Grafik ist da halt EPS ideal, nur wenn dann die Windowser kommen wirds problematisch)

Das Problem mit den sogenannten "std-Formaten" ist aber, dass sie einzig in der Hand der Hersteller liegen, warum meinen nur so viele Leute, dass .doc oder .xls Standard-Formate sind :twisted: egal, hier wäre Postscript ein optimaleres Format :) und Deinen Drucker bekommst Du mit Sicherheit unter Linux in Betrieb, einen PS-Drucker, der nicht funktioniert hab ich noch nicht gesehen!

Zur Umwandlung von PS in PDF schau dir mal in Ruhe ghostscript und die entsprechenden Tools an, insbesondere ps2pdf und co.

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@TeXpert: ...und noch eine

Beitrag von Poldibaer » 3. Mär 2005, 16:39

Hi, TeXpert,
TeXpert hat geschrieben:erst mal thx für die Corel-infos, aber genau hier wirds dann wieder so wie ichs gesagt hab: Corel kann keine sauberen EPS-Dokumente erzeugen :) denn an sich sind die Ausgabeunabhängig
Stimmt, sind sie auch und das ist auch unter Corel Draw nicht anders. Ich habe lediglich mit dem von mir beschriebenen Weg gute Erfahrungen gemacht, und was gut läuft, gibt man auch gerne weiter.

Die Tatsache, daß Corel EPS auch ohne eingebundenes Auszugsdruckerprofil erstellt, und zwar sauber, ändert meiner Erfahrung nach aber nix daran, daß man sich immer mit dem Weiterverarbeiter absprechen und ggf. die Treiber der von ihm betriebenen Ausgabegeräte installieren sollte. Es klappt so einfach reibungsloser, frei nach dem Motto: "Vertrauen in die Technik ist ja ok, aber Kontrolle ist immer noch besser".

EPS ist zudem definitiv nicht das Wunderformat, das viele meinen, behaupten zu können, denn es hakt immer irgendwo - es sei denn, man arbeitet eng zusammen, spricht sich über Verfahrensweisen konkret ab. Die Direktausgabe aus der jeweiligen Anwendung bzw. der Direktimport des Originalformates ist immer noch die sauberste Methode.
TeXpert hat geschrieben: Das Problem mit den sogenannten "std-Formaten" ist aber, dass sie einzig in der Hand der Hersteller liegen, warum meinen nur so viele Leute, dass .doc oder .xls Standard-Formate sind :twisted: egal, hier wäre Postscript ein optimaleres Format :) und Deinen Drucker bekommst Du mit Sicherheit unter Linux in Betrieb, einen PS-Drucker, der nicht funktioniert hab ich noch nicht gesehen!
Das mit dem Drucker wird sicher funktionieren. Ansonsten aber ist es IMHO und mit freundlichem Verlaub töricht, sich gegen Standards stemmen zu wollen, bloß weil diese Standards von kommerziellen Firmen geschaffen wurden.

Ein Beispiel aus der Praxis: ich bin ein totaler OpenOffice-Fan, mag das Ding und arbeite viel lieber damit, als mit MS-Office. Neulich aber bekam ich ein Berechnungsprogramm rein, eigentllich kein Programm, sondern eine Excel-Datei - die mit OOCalc nicht lief.


Ich hab auch MS-Office XP, und dann hab ich es widerwillig installiert, um die Excel-Tabelle nutzen zu können. Könnte OpenOffice sauberes XLS, wäre das kein Problem gewesen.

Sein wir doch mal ehrlich und machen wir uns nix vor: 90% der EDV-User dieser Welt arbeiten mit den Standard-Programmen und den Standard-Dateiformaten, und so, IMHO gezwungenermaßen, mit Windows, weil die Progis unter Linux die Standard-Formate nur unzureichend beherrschen - leider, wie ich ausdrücklich betonen möchte.

Würden sich die Linux-Macher bloß davon überzeugen lassen, daß man den Open-Source-Gedanken nicht aufgibt, wenn man dem User die Wahl zwischen Linux-eigenen und Standard-Formaten ließe, würden vielmehr User von Win nach Lin wechseln, da bin ich felsenfest von überzeugt.
TeXpert hat geschrieben: Zur Umwandlung von PS in PDF schau dir mal in Ruhe ghostscript und die entsprechenden Tools an, insbesondere ps2pdf und co.
Ja, stimmt, PS to PDF - aber das Teil wandelt nur PS in PDF um, ich möchte aber gerne direkt ohne Umweg in PDF speichern und das PDF auch editieren können unter Linux - wie geht das?

Außerdem: so ein banales Teil wie Acrobat beherrscht man in 5 Minuten ohne Handbuch, wenngleich ich gerne Handbücher lese. Ghostscript erfordert meinem persönlichen Empfinden nach mühseliges Lesen zig verschiedener Mans und Howtos, oft geschrieben von Leuten, die weit bessere Programmierer als Autoren sind.

Naja, jedes Ding hat seine guten und schlechten Seiten. Ich werd Linux immer weiter beobachten und bin sicher, in 2-3 Jahren kann man problemlos unter Mitnahme gewohnter Win-Anwendungen nach Linux wechseln, worauf ich mich freue.

Wenn aber jemand anders hier Lösungen für die Übernahme meiner Progis hat, dann immer her damit.

Schöne Grüße
Poldibärchen

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Re: @TeXpert: ...und noch eine

Beitrag von TeXpert » 3. Mär 2005, 17:33

Poldibaer hat geschrieben: Ansonsten aber ist es IMHO und mit freundlichem Verlaub töricht, sich gegen Standards stemmen zu wollen, bloß weil diese Standards von kommerziellen Firmen geschaffen wurden.
es sind keine Standards, wenn überhaupt Pseudo-Standards *Punkt*
Ein Beispiel aus der Praxis: ich bin ein totaler OpenOffice-Fan, mag das Ding und arbeite viel lieber damit, als mit MS-Office. Neulich aber bekam ich ein Berechnungsprogramm rein, eigentllich kein Programm, sondern eine Excel-Datei - die mit OOCalc nicht lief.
1. Ärgere Dich über MS, dass die das Format nicht offenlegen
2. Ärgere Dich über MS, wenn Du ein Dokument in einer anderen Version bekommst und sie nicht lesen kannst, gerade wenn VBA-Mist drin steckt ist es oft essig!
Würden sich die Linux-Macher bloß davon überzeugen lassen, daß man den Open-Source-Gedanken nicht aufgibt, wenn man dem User die Wahl zwischen Linux-eigenen und Standard-Formaten ließe, würden vielmehr User von Win nach Lin wechseln, da bin ich felsenfest von überzeugt.
MS != Standard -> sag MS, sie sollen Ihre Formate dokumentieren und öffnen, dann könnte OO in kürzester Zeit alles lesen und schreiben.
Ja, stimmt, PS to PDF - aber das Teil wandelt nur PS in PDF um, ich möchte aber gerne direkt ohne Umweg in PDF speichern und das PDF auch editieren können unter Linux - wie geht das?
kprinter druckt direkt in ein PDF, dann mit pdftk manipulieren.

Alternativ sollte auch eine Printerqueue mit cups möglich sein, über gs in ein PDF-File piped.
Außerdem: so ein banales Teil wie Acrobat beherrscht man in 5 Minuten ohne Handbuch,
naja, ohne etwas tiefergehende Beschäftigung fällt man bei der erst besten Druckerei auch auf die Nase. Was meinst Du warum ich regelmäßig Bücher mit LaTeX setzen soll? Ein normaler Windows-Klick-Nutzer kann auch mit Acrobat nicht 100%ig sicher ein fehlerfreies PDF erzeugen -> das hat meinen Auftraggeber schon etwas Geld gekostet.

gs muss man einmal lesen und in der gebrauchten Form in entsprechende Scripte gießen.
Naja, jedes Ding hat seine guten und schlechten Seiten. Ich werd Linux immer weiter beobachten und bin sicher, in 2-3 Jahren kann man problemlos unter Mitnahme gewohnter Win-Anwendungen nach Linux wechseln, worauf ich mich freue.
Du willst kein Linux, Du willst Windows benutzen. Ich kann auch auf einen Windows-Rechner nicht verzichten, aber das ist OK es tut mir nicht leid, Windows ist mit geeigneter Hardware (-> gut programmierte Treiber) seit seit Win2000 und XP wunderbar stabil. (ok auch NT4 war schon gut) Ich verwende das System, auf dem die benötigten Werkzeuge laufen.

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