MusE Sequenzer neuen Kernel backen?

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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Audio Pro Linux

MusE Sequenzer neuen Kernel backen?

Beitrag von Audio Pro Linux » 24. Jan 2005, 22:06

Hallo Leute,
das ist nun das xte Board, für das ich mich registrieren musste, in der Hoffnung Hilfe zu bekommen. Vielleicht könnt ihr mir ein wenig weiterhelfen, obwohl Musik mit Linux nicht euer Thema ist: letztlich gehts ja doch (in diesen Fall) nur um den Kernel.

Ich versuche seit einiger Zeit ein Linux System als DAW (Digital Audio Workstation zu nutzen. Vielerlei Gründe haben mich nun zu SuSE gebracht [...]
Nun bringt SuSE 9.2 schon eine Menge Audioanwendungen mit, aber augerechnet MusE 0.7.0 (Ein Midi/Audio Sequenzer mit Echtzeit-Synthesizer Unterstützung) bringt beim Starten von der Konsole folgende Meldung:
>> cannot set tick on /dev/rtc: Unpassender IOCTL (I/O-Control)
>> für das Gerät
>> precise timer not available


Dank Google fand ich die linux-audio-dev endlich den einzigen Menschen der dieses Problem auch beschreibt.

Es liegt am Kernel. Es ist kein Bug, sondern nur ein Feature:

if CONFIG_HPET_RTC_IRQ is defined,
then RTC_IRQ is undefined which in turn leads to the failing ioctl().


Mathias Nagorni gibt darauf hin folgende Antwort:

Exactly: If you set

CONFIG_HPET_RTC_IRQ=n

and recompile the (SuSE 9.2-)kernel, MusE should work.

Matthias


Doch wie macht man das? Welche Punkte muss ich beachten?
Wie krieg ich das CONFIG_HPET_RTC_IRQ=n in den Kernel rein?
Ich brauch die Kernel-Quellen ist klar und alle Kerneltools, wie im Howto. Doch, in den Howtos steckt soviel Information, das ich gerade nicht das filtern kann was für mich wichtig ist.

Ich will am liebsten exakt den Kernel, den ich benutze, weiterbenutzen, weil meine Hardware recht gut läuft. Klar, wenn ich wüsste, wie man den noch mehr für Echtzeit-Audio optimieren könnte, wäre ich froh, aber erstmal ist wichtig, das MusE läuft.

Kann mir da jemand Schritt für Schritt erklären was ich machen muss?

So, das war mein "pragmatischer" Einstieg hier.

Michael

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Beitrag von ivanogor » 25. Jan 2005, 07:00

für echtzeit brauchste RTLinux

deine config: /proc/config(.gz) vorausgesetzt es ist ein 2.6er

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Beitrag von Gimpel » 25. Jan 2005, 11:59

ich hab leider gerade keinen SuSE kernel am laufen, daher kann ich selber nicht nachschauen....
mach mal:

zcat /proc/config.gz | egrep '(HPET|RTC)'

und poste das output plz

im vanilla-kernel gibt es das nämlich nicht, da heißt das:
# CONFIG_HPET_TIMER is not set
CONFIG_RTC=m
CONFIG_GEN_RTC=m
CONFIG_GEN_RTC_X=y
# CONFIG_HPET is not set
# CONFIG_SENSORS_RTC8564 is not set
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Beitrag von ivanogor » 25. Jan 2005, 22:11

Gimpel hat geschrieben:ich hab leider gerade keinen SuSE kernel am laufen, daher kann ich selber nicht nachschauen....
n suse kernel unter gentoo (laut deiner signatur) wäre ja "naja" ;)

Audio Pro Linux

Beitrag von Audio Pro Linux » 26. Jan 2005, 00:58

Hier die Ausgabe....

linux:~ # zcat /proc/config.gz | egrep '(HPET|RTC)'
# CONFIG_HPET_TIMER is not set
# CONFIG_APM_RTC_IS_GMT is not set
CONFIG_RTC=y
CONFIG_HPET=y
CONFIG_HPET_RTC_IRQ=y
CONFIG_HPET_MMAP=y
CONFIG_SENSORS_RTC8564=m
CONFIG_SND_RTCTIMER=m
linux:~ #

Ich hab mal ein Kernelupdate gemacht auf 2.6.8-24.11, muss ich mir jetzt auch die entsprechenden kernelsourcen besorgen?

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Beitrag von Gimpel » 26. Jan 2005, 01:44

typisch SuSE, mal wieder strange patches am start....
Ich hab mal ein Kernelupdate gemacht auf 2.6.8-24.11, muss ich mir jetzt auch die entsprechenden kernelsourcen besorgen?
ja, die mit exakt der selben versions-nummer wie dein kernel!

wenn du die installiert hast:

cd /usr/src/linux
zcat /proc/config.gz > .config
make menuconfig


dann musst du das HPET_IRQ zeug suchen, evtl isses da wo auch der HPET_TIMER ist, also unter
processortype and features --->
[ ] HPET Timer Support


^^ der wert is bei dir schon richtig gesetzt, keine ahnung wo SuSE das mit HPET_TIMER_RTC_IRQ versteckt hat, auf jeden fall disablen [ ]
evtl ist das unter device drivers---> character devices, da findet man auch den rtc timer

wenn du es in menuconfig nicht findest, dann musst du den "harten weg" gehen, und die .config mit einem editor öffnen, das oben suchen und aus y einfach ein n machen.

in dem fall is dann echt ein recompile nötig. ich würde, so zur sicherheit, ein rpm bauen, und dieses dann parallel zum alten kernel installieren:

erst mal das Makefile ändern (mit editor öffnen):
...
EXTRAVERSION = -rc1-vv_e4-tk3

^^ was auch immer da bei dir steht, füge einfach etwas hinten dran, bei mir steht zB immer -tkX dahinter.

dann:
make rpm

den alten kernel dann wie im kernel-howto hier im kernel-forum beschrieben aus der rpm-datenbank mit rpm -e --justdb kernel-<version> aus der datenbak austragen(sonst wird er überschrieben), den neuen mit rpm -ivh neues-kernel.rpm installieren, grub anpassen, reboot, mugge machen :) (steht alles genauer nochmal im kernel-howto)


greets!
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Beitrag von Gimpel » 26. Jan 2005, 01:55

misterjack hat geschrieben:
Gimpel hat geschrieben:ich hab leider gerade keinen SuSE kernel am laufen, daher kann ich selber nicht nachschauen....
n suse kernel unter gentoo (laut deiner signatur) wäre ja "naja" ;)
*lol* naja, könnt ja sein dass ich noch nen 2. rechner laufen habe mit ner SuSE drauf :idea:

hab und will ich aber net :P

aber mal die suse-patches rauszusplitten und zu kucken wie das auf gentoo rennt wäre ja mal ne kranke idee... :lol:
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Beitrag von Audio Pro Linux » 26. Jan 2005, 04:55

für echtzeit brauchste RTLinux
Du meinst eine andere Echtzeit als ich - bei mir hat das jedenfalls eher mit schneller, latenzfreier Audiobearbeitung zu tun... Je schneller das System bzw je optimaler, desto geringer ist der Unterschied zwischen dem Moment wo man eine Midi-Keyboardtaste drückt und ein Audio-Klangerzeuger einen Ton erzeugt und ausgibt... auf Windows heisst dieses Prinzip ASIO und für Mac CoreAudio, bei Linux wird das mit "Jack" realisiert. Meine geringste Latenz auf diesem System beträgt unter Windows 3ms, bei Linux ist es schwer unter 11ms zu kriegen... aber damit kann man arbeiten.

Es gibt im Audiobereich momentan einige optimiertere Distris, Agnula zB mit DeMuDi, aber einzig Suse unterstützt mein System zu 95% ohne gefummel, ich gebe zu, ich bin eher Anwender als Konsolenfreak und fühle mich nur unter Suse ähnlich wohl wie unter MacOS X oder Windows.

Suse hat einige Echtzeitpatches in den Kernel eingebaut und ist (für mich als Musiker) recht benutzerfreundlich. Ich kann sogar Distributionsfremde Musik-RPMs installieren und habe so ein nettes Produktionstool. Ardour ist zB jetzt schon der Hammer im Audio-Recording Bereich. Audio auf Linux ist im kommen, nur die Musiker spielen da noch nicht so recht mit.
deine config: /proc/config(.gz) vorausgesetzt es ist ein 2.6er
Ja, ich hab die Datei gefunden, brauchst du wirklich den ganzen Txt? Hier kann man leider keine Anhänge uppen....

Na ich mach mich erstmal daran den Tipp zum recompilieren zu beherzen. Witzigerweise ist Mathias Nagorni, von dem der entscheidene Hinweis stammt bei Novell auf der Gehaltsliste und ein führender Entwickler für Alsa, seltsam das Suse vor Auslieferung die Applikationen nicht testet... MusE ist nämlich dabei eine Art Cubase für Linux zu werden und könnte der Grund sein, sich überhaupt Linux zu installieren.

Oh schon früh... ;)

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Beitrag von Audio Pro Linux » 26. Jan 2005, 05:18

Gimpel hat geschrieben:neues-kernel.rpm[/i] installieren, grub anpassen, reboot, mugge machen :) (steht alles genauer nochmal im kernel-howto)
greets!
Genau das werd ich morgen machen. Ich seh mich schon wieder Stunden vor der Kiste hocken.
Wenn ich nur wüsste ob es nicht eh schon einen alternativen Kernel für Suse gibt, der noch optimaler für Audio läuft, dann würde ich ja direkt den Weg des "Ich suche mir in Grub aus welchen Kernel ich boote" vorziehen.

Weil eines muss man SuSE lassen: ich hab viele Distries am Start gehabt, aber einzig SuSE erkennt anstandlos alle Hardware, gibt mir einen funktionierenden Multihead, unterstützt meine Pro Audio Hardware komplett - Sachen, die mit Fedora, Debian, Mandrake, Aurox usw nie richtig funktionieren. Bei der auf einem gepachten 2.4er beruhenden DeMuDi von Agnula (Debian Music Distribution), die ansonsten grade was Audio betrifft quasi "hochgetunt" ist, abgespeckt und unglaublich performant, krieg ich weder meine 8 Audio I/Os zum laufen noch Multihead-Monitore, zwei Dinge, die eigentlich von Linux unterstützt werden. Ich hab es nach Wochen aufgegeben und beschlossen, lieber ein SuSE, was mir von vorn herein eine perfekte Umgebung bietet zu optimieren als mich ewig mit Grundfunktionen rumzuquälen.

Jetzt aber...

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Beitrag von Gimpel » 26. Jan 2005, 13:03

ja, dass SuSE gerade audio-mäßig ne gute unterstüzung bietet, ist bekannt. das hat mitunter den grund dass in den SuSE-kernel nahezu alles was nur geht eingebaut wurde, um eine weitgehend automatische erkennung zu gewährleisten.
bei debian musste ich anfangs nen kernel backen um überhaupt einen ton aus dem ding rauszubekommen...bei gentoo muss man sich seinen kernel eh selber bauen...
aber wirst sehen dass das kein großes ding ist...

:wink:
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Beitrag von Audio Pro Linux » 27. Jan 2005, 00:29

Gimpel hat geschrieben:
evtl ist das unter device drivers---> character devices, da findet man auch den rtc timer
genau da war es...
Gimpel hat geschrieben: make rpm
Soweit so gut. Hab während des Kompilierens Abgewaschen und so ;)
kernel-2.6.8mt1-1.i386.rpm fertig.
Gimpel hat geschrieben: den alten kernel dann wie im
kernel-howto hier im kernel-forum beschrieben aus der rpm-datenbank mit rpm -e --justdb kernel-<version> aus der datenbak austragen

linux:/usr/src/linux # rpm -qa | egrep kernel
kernel-default-nongpl-2.6.8-24.11
kernel-default-2.6.8-24.11
kernel-source-2.6.8-24.11


OK.

linux:/usr/src/linux # rpm -e --justdb kernel-default-2.6.8-24.11
error: Failed dependencies:
kernel-default = 2.6.8-24.11 is needed by (installed) kernel-default-nongpl-2.6.8-24.11


Bis dahin und nicht weiter...

Ich hab mir überlegt, das ich jetzt auch einen kernel-nongpl-2.6.8mt1-1.i386.rpm machen muss, nur da steht wirklich nirgends wie das geht. Und wenn ich das dann gemacht habe muss ich dann noch die Sourcen zu kernel-source-2.6.8mt1-1.i386.rpm packen und installieren? Eigentlich sind die doch schon da?...
Warum wird das nirgends beschrieben? Ist das ein so seltenes Problem? Installiert Suse nicht immer ein nongpl dazu?

Wenn ich jetzt mit nodep arbeiten würde, gäbe es sicher Probleme? Oh man ist das verzwickt.

Ich wollte doch nur Musik machen....

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Beitrag von Gimpel » 27. Jan 2005, 10:43

hehe, das is neu bei SuSE das mit dem non-gpl kernel, das sind zusätzliche module für wlan zB und solche sachen, die eben non-gpl sind

rpm -e --justdb kernel-default-nongpl-2.6.8-24.11
rpm -e --justdb kernel-default-2.6.8-24.11


also beide aus der datenbank austragen, wenn es dann dependency probs mit der kernel-source gibt, trag die auch noch aus.
es ist ja dann alles noch da und bootbar, zur sicherheit falls dein eigener nicht recht will, was ich aber nicht glaube.

kernel-updates mit YaST oder apt sind halt dann vergangenheit, weil du sonst vermutlich immer dieses HPET_RTC_IRQ drinnen hättest...


[edit edit]
Gimpel hat geschrieben:wenn du es in menuconfig nicht findest, dann musst du den "harten weg" gehen, und die .config mit einem editor öffnen, das oben suchen und aus y einfach ein n machen.
ich sag ja, man lernt NIE aus bei Linux, nie. bei kerneln der neueren generation:

in menuconfig: einfach ein / --> suchbegriff eingeben --> :P
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Alles Klar!

Beitrag von Audio Pro Linux » 27. Jan 2005, 17:23

Lieber Gimpel,

Dank deiner Hilfe habe ich es geschafft einen angepassten Kernel zu installieren und den zu booten. MusE lässt sich endlich aufrufen. Doch leider gibt es keinen Ton nach aussen (Aber das ist ein anderes Problem das sich irgendwie lösen lassen wird)

Wenn ich es geschafft habe Muse Töne zu entlocken werd ich dir erstmal ein Loblied komponieren!

Danke für deine kompetente Hilfe!

Gruss
Michael

PS Da das ganze doch ziemlich mühevoll ist und ich bestimmt nicht der einzige bin, der auf Suse mit Muse musizieren will, wie wäre es wenn ich diesen angepassten Kernel irgendwie zur Verfügung stelle?
Dann bräuchte man nur noch ein kleines Howto wie man den installiert, das geht dann ja recht fix....

Hast du da eine Idee?

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Beitrag von Gimpel » 27. Jan 2005, 19:17

freut mich dass es geklappt hat!
Wenn ich es geschafft habe Muse Töne zu entlocken werd ich dir erstmal ein Loblied komponieren!
\o/
PS Da das ganze doch ziemlich mühevoll ist und ich bestimmt nicht der einzige bin, der auf Suse mit Muse musizieren will, wie wäre es wenn ich diesen angepassten Kernel irgendwie zur Verfügung stelle?
Dann bräuchte man nur noch ein kleines Howto wie man den installiert, das geht dann ja recht fix....

Hast du da eine Idee?
hm, im prinzip finde ich die idee sehr gut! man bräuchte nur den webspace dafür. mein free-webspace is etwas zu klein dafür...
im endeffekt würde dann ein link hier im thread und evtl im multimedia-forum langen. das kleine howto wäre schnell geschrieben...

sind aber insgesamt leider verhältnismäßig wenig leute die linux zum musik machen verwenden, sprich bis einer mal dann hierher findet und den kernel findet, ich denke bis dahin is der kernel veraltet...das hätte nur dann wirklich sinn wenn das jemand "maintained", sprich sich auch darum kümmert dass neue versionen folgen. ein apt-repository wäre perfekt dafür...das könnte man dann auch immer mit neuestem hydrogen und Wired und anderen leckerlies füttern...

aber die erfahrung mal einen kernel selber zu bauen, gehört zum leben eines linuxers dazu :mrgreen:
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Beitrag von Audio Pro Linux » 27. Jan 2005, 20:58

Gimpel hat geschrieben: hm, im prinzip finde ich die idee sehr gut! man bräuchte nur den webspace dafür. mein free-webspace is etwas zu klein dafür...
im endeffekt würde dann ein link hier im thread und evtl im multimedia-forum langen. das kleine howto wäre schnell geschrieben...
Hmm, Webspace hätte ich.
Gimpel hat geschrieben: sind aber insgesamt leider verhältnismäßig wenig leute die linux zum musik machen verwenden,
Ja, leider. Für die meisten Musikerkollegen ist Linux ein sperriges gefrickel, womit sie teilweise ja nicht unrecht haben, aber anderseits - das Potentiall ist so gross, das es dumm wäre das nicht zu nutzen. Leider schafft es SuSE auch immer wieder, die möglichen Anwender zu entäuschen: Die Sache mit Muse ist ja da ein gutes Beispiel.

Hammerartig schlecht war die spezielle AudioLiveCD von SusE, die der "Keyboards" (führendes Recording/Keyboarder Fachmagazin) beilag. Beim zusammenstellen ist da ein Fehler passiert, so das sich das Linux gar nicht booten liess. Es wurde zwar ein Patch nachgeschoben mit dem Spruch, "da ist Linux nicht dran schuld" - aber der Imageverlust ging doch letztlich auf Kosten von Linux.
Gimpel hat geschrieben: das hätte nur dann wirklich sinn wenn das jemand "maintained", sprich sich auch darum kümmert dass neue versionen folgen.
Soviel ich es verstanden habe, ist es gar nicht so wichtig, und vielleicht sogar schädlich, YOU durchzuführen. Die Updates haben auch immer was mit Sicherheitsproblemen zu tun, die auf einer Musikworkstation eh relativ unwichtig sind. Also würde es reichen den Installationskernel zu patchen und den zur verfügung zu stellen, bis Suse 9.3, 10.0, 10.1 usw rauskommt.
Gimpel hat geschrieben: ein apt-repository wäre perfekt dafür...das könnte man dann auch immer mit neuestem hydrogen und Wired und anderen leckerlies füttern...
Ich find apt gut und auf Debian funktioniert das ziemlich perfekt. Aber obwohl ich mich genau an die Anleitung gehalten habe hier aus dem Forum, krieg ich Apt nicht zum laufen, es bleibt immer stehen beim apt-get update und macht nichts.

Leichter auch für einfache Anwender finde ich hingegen die Installation von RPMs via Yast2. Ich habe eine ganze Sammlung von Musiksoftware aus dem Schatz von Thac (der eigentlich für Mandrake baut) und von Planet CCRMA (Die eigentlich für Fedora bauen) erfolgreich über Yast installieren können, so auch Hydrogen 0.9.0, der ja noch genialer ist als die 0.8er.

Was überigens ist Wired? Bei Hydrogen werd ich diesbezüglich nicht fündig.

Gimpel hat geschrieben: aber die erfahrung mal einen kernel selber zu bauen, gehört zum leben eines linuxers dazu :mrgreen:
Jein. Für mich ist das OK, aber die allermeisten Musiker die ich kenne sind echte DAUs auf ihren Rechnern. Die können grossartig mit Musiksoftware arbeiten aber wenn es an so komplizierte Sachen geht wie "Ob man diese Datei vom Desktop löschen darf" oder andere >für uns< Banalitäten... Da versagt es.

Es ist nun mal so, das man, wenn Linux erfolgreich Windows verdrängen soll, immer diese DAU-Perspektive vor Augen haben muss (Aber dabei Experte bleiben und sich irgendwann sein Wissen bezahlen lassen MUSS).
Und in so fern wäre es eigentlich der Job von SuSE, ihren Kernel dahingehend zu überprüfen, ob auch die Anwendungen laufen.

Aber anscheinend scheint seit Oktober (9.2) das mit Muse auf Suse ausser einem ALSA-Entwickler das niemanden gross aufgefallen zu sein. In sofern habe ich das Gefühl mit meinem Anliegen ziemlich allein dazustehen. Na ich werd nochmal drüber nachdenken. Vielleicht reicht es ja schon das unser Dialog hier per Google gefunden wird, falls den mal doch jemand eine Frage haben sollte.

Muse gibt überigens Töne von sich, nur kann ich es irgendwie nicht zu Midi überreden... aber dein Loblied kommt und wenn ich die Töne im Eventeditor einhacke.... :mrgreen:

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Beitrag von Gimpel » 28. Jan 2005, 02:25

Was überigens ist Wired? Bei Hydrogen werd ich diesbezüglich nicht fündig.
arghs... falschen link gepastet.. mom .. http://bloodshed.net/wired/
so is richtig! sieht sehr vielversprechend aus.
hab mich auch schon grün und blau geärgert dass ich das auf gentoo nicht kompiliert bekomme...dummerweise hab ich nur einen rechner, sonst hätte ich für solche fälle noch ein debian, oder auch SuSE parad.
Hmm, Webspace hätte ich.
dann verlinke es hier. der LC hat ein wirkliche gute google-"anbindung", teilweise findet man sachen im board hier besser über google als über die forensuche.
hast recht, solange das system nicht als i-net rechner oder gar server dient, sind kernel-updates eher unwichtig.

die DAUs, lol, ja... also ich kenne genügend leute die musik machen, aber halt nichtmal auf die idee kommen dazu Linux zu nehmen. im edonkey zeitalter hat man ohne probs fruityloops + 135 plugins + cubaseSX + latest ableton am rechner, mach denen mal klar dass man mit linux auch musik machen kann...
und diejenigen die es wirklich professionell machen verzichten solange aufs weggehen und urlaub, bis das powerbook daheimsteht... logic gibts dann wieder im esel...

und so sehen es auch leider viele devs, wie die von suse, ah nice, MuSE kompiliert, fein rpm steht, ab in den 9.2 release, und nur einem ALSA-dev fällt auf dass es mit dem normalen kernel garnicht funktioniert...

zudem gibts dann viele mehr oder weniger kleine/große projekte wie MuSE oder siehe meine linksammlung im multimedia-forum, anstatt dass sich alle zusammenraufen und ein wirklich richtig dickes ding drehen (ich denke das wäre möglich) dass cubaseSX n witz dagegen wäre

aber jetzt wird es etwas OT...in diesem sinne, ich versuch nochmal mein glück an wired *g*

have fun!
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Beitrag von TeXpert » 1. Feb 2005, 12:31

Das ist etwas am Rande des Themas :) aber hier: http://ccrma.stanford.edu/planetccrma/software/ gibts für Fedora Core Pakete um
to transform it into an audio workstation with a low-latency kernel, current ALSA audio drivers and a nice set of music, midi, audio and video applications
evtl. hilft das weiter

Grüsse :)

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Beitrag von Gimpel » 3. Feb 2005, 13:11

^^^ sehr interessant!!

schade dass es keinen SuSE-maintainer gibt :P

auch wenns etwas OT wird hier, noch 2 seeehr interessante sachen:

- Realtime Preemption

http://tree.celinuxforum.org/CelfPubWik ... Preemption

mit Ingo's RTP patch kann man sich einen nahezu völlig latenzfreien kernel basteln (4 stufen: keine, desktop, low-latency desktop, und volle RealTime)

- Con Koliva's ISO sched class

http://ck.kolivas.org/patches/SCHED_ISO ... nounce.txt

auch sehr interessant, funzt fast besser als RTP

fallow released da 2 patchsets, die vivid-sources:
- mmvivid1 (basiert auf 2.6.11-rc2-mm2 + ISO class + extras)
- vivid1 (basiert auf derzeit 2.6.11-rc2 + RTP + extras)

sprich da sind jeweils ein schmankerl davon eingepatcht, mit lots of extras, bugfixes usw...
der geneigte kernel-bastler kann sich da voll austoben. bei bedarf können wir gern nen workshop veranstalten :P
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Beitrag von Audio Pro Linux » 3. Feb 2005, 19:01

Gimpel hat geschrieben:^^^ sehr interessant!!

schade dass es keinen SuSE-maintainer gibt :P
Hi Gimpel,

oc2pus hat mir angeboten, in seinem apt-reporsitorium vom ihm kompilierte Musik-Programme zu hinterlegen. Da würde auch mein gefixter Kernel platz haben denke ich. Vielleicht wäre es interessant zu überlegen ob man nicht einen optimierten Susekernel für Audio/Video bauen kann?

ich hab die Idee mal sehr grob skizziert (abstrakt) unter http://www.jacklab.net
also tatsächlich die Sache zu "maintainen" - dann gebe es für Suse sowas wie Thac für Mandrake oder ccrma für fedora.

Ich werde das noch als CMS oder Wiki aufsetzen, die Domain jacklab.net stammt von einer Sache, aus der nicht das geworden ist was sollte und war deshalb spontan verfügbar. Passt ja eigentlich zum Thema, weil Jack ist ja wohl der Dreh und Angelpunkt für Audio mit Linux.

Wäre es dann auch möglich hier im Forum eine spezielle Gruppe anzulegen die genau dieses susemu (oder wie immer das heissen wird) supported?

Es gibt viel zu tun, packen wirs an ;)

APL

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Beitrag von Gimpel » 3. Feb 2005, 20:17

joa, oc2pus hats schon erzählt! feine sache!

ich hab mir mal wieder ne suse 9.1 zugelegt, wenn auch nur in vmware, und mal nen kernel gebastelt mit realtime preempt, sprich ein spezieller audio workstation kernel... also es funzt!
hab ne neue festplatte und mal wieder platz, also morgen evtl ne reale SuSE installation und dann geh ich mal
Abstrakt: Low Latency - Das MusE Problem
^^ dem auf die schliche, mit realtime preempt lässt sich da ultra was verbessern.

schwierig an der sache ist halt, dass der kernel weiterhin, sowie der suse-kernel selbst auch, auf allen möglichen system-konstellationen läuft, also möglichst umfangreicher hardware support.
Wäre es dann auch möglich hier im Forum eine spezielle Gruppe anzulegen die genau dieses susemu (oder wie immer das heissen wird) supported?
hm.. kA, das fällt dann eher in den multimedia-bereich. da könnte man sicher zumindest einen sticky-thread anbringen...

mal sehen, aber immerhin kommt die sache mal ins rollen und sowas find ich voll klasse ;)

man muss nur immer an die richtigen leute geraten :mrgreen:

p.s.
"Eigentlich wollte ich nur Musik machen"
*loooool*
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