CAD-Software für Linux/LTSP?

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hobbit
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CAD-Software für Linux/LTSP?

Beitrag von hobbit » 12. Feb 2004, 15:29

Da in diesem Forum auch einige Leute schreiben, die mit Schulen zu tun haben, frag ich hier einfach mal. Situation: Informatikraum, ältere Rechner (P75, 24MB Ram, Win98). Nun steht als Alternative zum Rechnertausch und XP-Kauf LTSP zur Debatte. Im Moment wird eine CAD-Software eingesetzt, die nur unter Windows lauffähig ist.

Welche Alternativen an CAD-Software für die schulischen Einsatz gibt es unter Linux? Setzt eine Schule diese schon ein?

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dshks

Cad software

Beitrag von dshks » 12. Feb 2004, 16:12

Hi,
die Hardware schreit förmlich nach LTSP :wink: .
CAD-Software: qcad zu finden unter:

http://www.ribbonsoft.com/qcad.htm

cu ernst

hobbit
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Beitrag von hobbit » 12. Feb 2004, 23:25

Danke für den Hinweis, schaut vielversprechend aus. Ist das schon wo im praktischen schulischen Einsatz?

Gast

Re: CAD-Software für Linux/LTSP?

Beitrag von Gast » 13. Feb 2004, 16:29

hobbit hat geschrieben: Im Moment wird eine CAD-Software eingesetzt, die nur unter Windows lauffähig ist.

Welche Alternativen an CAD-Software für die schulischen Einsatz gibt es unter Linux? Setzt eine Schule diese schon ein?
Das gleiche Problem haben wir auch. Es gibt unter Linux (noch) kein adäquates CAD-Programm für die Schule; außerdem müssten sich die Kollegen komplett neu einarbeiten. Ich habe jetzt mal testhalber auf meinem Heimserver win4lin (Windowsemulator) installiert. Unsere CAD-Software (DesignCAD 3000) läuft damit wunderbar. Voraussichtlich im kommenden Schuljahr werde ich unseren Schulserver mit win4lin ausrüsten. Damit könnte ich auch die Windowsrechner auf Linux Terminal-Betrieb umstellen. :D

Grüße
Werner

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kroe
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Re: CAD-Software für Linux/LTSP?

Beitrag von kroe » 13. Feb 2004, 17:09

Hi Werner,
Anonymous hat geschrieben:
hobbit hat geschrieben: Ich habe jetzt mal testhalber auf meinem Heimserver win4lin (Windowsemulator) installiert. Unsere CAD-Software (DesignCAD 3000) läuft damit wunderbar. Voraussichtlich im kommenden Schuljahr werde ich unseren Schulserver mit win4lin ausrüsten.
da würde mich dann sehr stark interessieren, wie das Ganze mit der Performance aussieht - wir haben mal versucht unsere CAD-Programm (Solid-Edge) mittels Windows-Terminalserver auf die Linux-Clients zu holen, aber das lief leider nur sehr instabil :-((

Vielleicht könntest du mal SolidEdge und Win4line ausprobieren?

Gruß
kroe
Dokumentation für LTSP-SuSE-icewm, insbesondere für den Einsatz in Schulen:
--> http://www.linux-schulen.de

Gast

Re: CAD-Software für Linux/LTSP?

Beitrag von Gast » 14. Feb 2004, 10:22

kroe hat geschrieben:Hi Werner,
Anonymous hat geschrieben:
hobbit hat geschrieben: Ich habe jetzt mal testhalber auf meinem Heimserver win4lin (Windowsemulator) installiert. Unsere CAD-Software (DesignCAD 3000) läuft damit wunderbar. Voraussichtlich im kommenden Schuljahr werde ich unseren Schulserver mit win4lin ausrüsten.
da würde mich dann sehr stark interessieren, wie das Ganze mit der Performance aussieht - wir haben mal versucht unsere CAD-Programm (Solid-Edge) mittels Windows-Terminalserver auf die Linux-Clients zu holen, aber das lief leider nur sehr instabil :-((

Vielleicht könntest du mal SolidEdge und Win4line ausprobieren?

Gruß
kroe
Ich habe heuer das Problem, dass ich als mobile Reserve eingesetzt bin und deshalb praktisch nicht an der Schule bin. Deshalb kann ich die Performance erst irgendwann nach den Pfingstferien oder den Sommerferien testen. Ich melde mich dann wieder.

Werner

Felix R.

Re: CAD-Software für Linux/LTSP?

Beitrag von Felix R. » 8. Mai 2004, 13:19

Hei,...
zweiter Versuch - keine Ahnung wo der erste Eintrag hin ist... ;-)

Kann mir jemand sagen, wie das mit den Lizenzen aussieht.
Angenommen man stellt ein kommerzielles CAD-Programm (Nemetschek Allplan FT16) mit Win4Lin auf einem LTSP für 6 Clients zur Verfügung. Welche Lizenzen sind dann notwendig? Reicht jeweils eine Lizenz für Win4Lin, Windows, CAD? Oder muss trotzdem jeder Client mit Lizenzen versorgt sein?

Felix

Gast

Beitrag von Gast » 8. Mai 2004, 13:56

Für Win4Lin in der TerminalServer-Variante gibt´s entsprechende Lizenzen für die eingesetzte Anzahl Clients zu kaufen. Für das zugrundeliegende Windows brauchst du auf jeden Fall auch eine Lizenz pro Gerät, über das du Windows laufen lässt (also auch für jeden LTSP-Client). Wie das mit deinem kommerziellen CAD-Programm ausschaut musst du wohl im Einzelfall mit dem Hersteller abklären, in der Regel wird dieser wohl aber auch nicht ohne weiteres eine Mehrplatznutzung erlauben.[/quote]

winterw
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Re: CAD-Software für Linux/LTSP?

Beitrag von winterw » 9. Mai 2004, 18:47

hobbit hat geschrieben:Welche Alternativen an CAD-Software für die schulischen Einsatz gibt es unter Linux? Setzt eine Schule diese schon ein?
wir haben ltsp laufen, habe aber bis jetzt keine CAD-Software unter Linux gefunden, die den Kollegen zugesagt hätte. also läuft der CAD-Unterricht in unserem Windows-Raum.
Ich werde aber voraussichtlich ab dem kommenden Schuljahr den Emulator win4lin (www.ixsoft.de, www.netraverse.com) einsetzen (habe die Demo-Version getestet und war wirklich erstaunt). Damit ist unsere CAD-Software (DesignCad 3000) lauffähig. Auch die meisten anderen Windows-Anwendungen (Lernsoftware...) laufen dann unter Linux. Ist zwar eigentlich nicht Sinn von ltsp aber momentan führt da (noch) kein Weg vorbei.

Grüße
Werner

Gast

Re: CAD-Software für Linux/LTSP?

Beitrag von Gast » 9. Mai 2004, 21:51

winterw hat geschrieben:Ich werde aber voraussichtlich ab dem kommenden Schuljahr den Emulator win4lin (www.ixsoft.de, www.netraverse.com) einsetzen (habe die Demo-Version getestet und war wirklich erstaunt). Damit ist unsere CAD-Software (DesignCad 3000) lauffähig.
Ist halt nur ziemlich teuer. Für die Terminal-Lösung mit 5 Usern verlangen die über 500 EUR, wieviele Terminals hast Du denn? Rechne mal 100 EUR pro Stück an Netraverse zzgl. der entsprechenden Windowslizenzen!
Ich habe hier auch win4lin am laufen unter LTSP 4, aber als Einzellizenz. Es kann dann immer nur an einem Terminal benutzt werden. Wenn ein weiterer Nutzer das Programm startet, gibt es bei diesem eine Fehlermeldung.
Nachteilig empfand ich es auch, daß mir beim YOU mittels Kernel-Sicherheitspatch von Suse der von Win4lin gepatchte Kernel zerschossen wurde.

Andreas

Felix R.
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Beitrag von Felix R. » 10. Mai 2004, 12:14

Hei,...
Nachteilig empfand ich es auch, daß mir beim YOU mittels Kernel-Sicherheitspatch von Suse der von Win4lin gepatchte Kernel zerschossen wurde.
ich denke dass dir das bei jedem Kernel-Update wieder passieren wird. Die selben Erfahrungen habe ich mit VMware gemacht. War es ein großer Aufwand Win4Lin wieder einzurichten? oder denkst du, dass man sich die Arbeit erleichtern kann, wenn man das vorher weiß?

Felix

Gast

Re: CAD-Software für Linux/LTSP?

Beitrag von Gast » 10. Mai 2004, 14:58

Felix R. hat geschrieben:
Nachteilig empfand ich es auch, daß mir beim YOU mittels Kernel-Sicherheitspatch von Suse der von Win4lin gepatchte Kernel zerschossen wurde.
War es ein großer Aufwand Win4Lin wieder einzurichten?
Nein, Originalkernel, dann Patch von Suse und dann Patch von Netraverse.

pixel
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Beitrag von pixel » 13. Mai 2004, 17:32

Hi@all,

ich weiß zwar nicht wie es mit dem schulischen Einsatz aussieht aber BoCAD läuft unter Linux. Es wurde genauer gesagt unter Linux entwickelt und später auf Windows poritiert.

Leider entsteht auf der Homepage der Eindruck es gäbe lediglich eine Windows-Version. Die ist aber definitiv nicht der Fall.

Die Homepage ist unter:
www.bocda.de

Gruß Pixel

Fremder in der Nacht
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3D CAD Programm

Beitrag von Fremder in der Nacht » 17. Mai 2004, 11:22

Hallo zusammen,

ich habe sehr intensiv nach einer 3D(!) CAD-Software unter Linux recherchiert und bin nun bei VariCAD fündig geworden. www.varicad.com

Es ist zwar nicht ganz so mächtig wie hochprofessionelle (und teure) WIN-CAD-Programme, es ermöglicht aber immerhin ein Arbeiten in 3D :-)

Die Lizenenz finde ich mit ca. 340 Euro (bei mehr gibts Rabatt) auch erschwinglich, testen darf man es 4 Wochen gratis. Die Installation unter SuSE 9.0 verlief bei mir ohne Probleme (rpm Paket).

Fragen per eMail werden vom VariCAD-Team prompt und kompetent beantwortet.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten 3D-CAD-Programme, die es unter Linux gibt, sehr Architektur-lastig, und dadurch für mechanische Konstruktion und Maschinenbau (mein Arbeitsgebiet) nicht gut geeignet sind....

Ach ja, und einarbeiten muss ich mich auch komplett neu (bin seit 2 Wochen dran). Das Konzept ist vollig anders, als ich es von anderen (WIN)-CAD-Programmen her kenne.

Falls an dieser Stelle das Interesse an einem Austausch der Erfahrungen entstehen sollte würde ich das gerne begrüßen.

schönen Tag noch

Fremder

pixel
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Beitrag von pixel » 17. Mai 2004, 21:11

Hi@all,

VariCAD sieht ja nicht schlecht aus. Gibt's das Programm auch in deeutsch?

Gruß Pixel

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VariCAD gibts nur in Englisch

Beitrag von Fremder in der Nacht » 17. Mai 2004, 21:54

Hallo Pixel

VariCAD gibts nur auf Englisch, es ist aber ganz gut zu verstehen.

Die Hilfe ist übersichlich strukturiert und dazu gibts auch ein kleines Tutorial das als Flash-Animation läuft und grundlegende Abläufe zeigt.

Ich habe alles installiert, die Animation ein paar mal angesehen und die Vorgänge erstmal nur nachgemacht (ohne sie gleich vollständig zu verstehen). Danach habe ich die Hilfe von oben bis unten durchgelesen und an den Funktionen herumprobiert.

Jetzt weiß ich so einigermaßen, wo die Werkzeuge sitzen und was sie ungefähr können.

Meine erste Konstruktion ist inzwischen auch schon zusammengezimmert :-)

Bin jetzt dabei, die Umwege beim Arbeiten zu reduzieren und mich tiefer in die Funktionen einzuarbeiten.

(wie geschrieben, ich bin erst seit 2 Wochen (effektiv ca. 30 Stunden) dran...)

Grüße

Fremder

PS:
VariCAD ist eher für "klasischen" Maschinenbau ausgelegt und unterstütz daher kaum Freiformflächen. Dafür gibts eine praktische 3D-Bibliothek von Schrauben, Muttern, Scheiben, Ringen, und sogar Wälzlagern

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Beitrag von na-cx » 30. Mai 2004, 21:19

Hallo,

vieleicht reicht das unter http://www.linux-club.de/viewtopic.php?t=5608 von moenk vorgestellte Programm aus (KOSTENLOSE Version verfügbar!)

CU
Christian

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notwendige Grafikkarte im Client

Beitrag von Felix R. » 27. Jun 2004, 01:50

Hallo zusammen,...

ich bin gerade dabei, die technische Umsetzung nochmal neu zu überdenken, bevor ich mich tatsächlich an die Arbeit mache. Eure Erfahrungen würden mir dabei sicher sehr weiterhelfen.

Angenommen ich stelle eine CAD-Anwendung zentral mittels LTSP zur Verfügung... (soweit waren wir weiter oben schon mal) ...sind dann bei dem Thin Client (TC) irgendwelche Besonderheiten zu bedenken? Ich meine, müssen im TC spezielle Grafikkarte (AGP-Monster mit 3D-Beschleunigung etc.) eingesetzt werden, um die zentral auf dem Server ausgeführte CAD-Anwendung auf dem Client darzustellen, oder reichen herkömmliche ISA-Karten/on-Board-Chips oder handelsübliche TC aus?

Außerdem bleibt die Frage der Server-Dimensionierung wie immer offen.
Es würde mich daher ebenso interessieren, welche Server-Lasten erzeugt werden, wenn eine gesammte Klasse gleichzeitig arbeitet.

Hat jemand bereits irgendwelche konkreten Erfahrungen gesammelt?

Ich weiss, diese Fragen ist sehr pauschal und auch an anderer Stelle bereits ansatzweise behandelt, aber vielleicht gibt es konkrete Erfahrungen von Eurer Seite....

Gast

Re: notwendige Grafikkarte im Client

Beitrag von Gast » 27. Jun 2004, 13:29

Felix R. hat geschrieben:(...) Ich meine, müssen im TC spezielle Grafikkarte (AGP-Monster mit 3D-Beschleunigung etc.) eingesetzt werden, um die zentral auf dem Server ausgeführte CAD-Anwendung auf dem Client darzustellen, oder reichen herkömmliche ISA-Karten/on-Board-Chips oder handelsübliche TC aus?
Der TC braucht zur Anzeige eine vernüftige GrKa und Bildschirm.
Felix R. hat geschrieben:Es würde mich daher ebenso interessieren, welche Server-Lasten erzeugt werden, wenn eine gesammte Klasse gleichzeitig arbeitet.
Bemühe mal die Suchfunktion des Forums, da gab es verschiedene Beiträge.
Pentium 1,5 GHz (besser Doppelprozessor) und 2 Gb Ram wäre Mindestausstattung, die aber stark abhängig ist von den Programmen und Tätigkeiten der TC. Es hängt auch vom Unterricht ab. Finden Tätigkeiten gleichzeitig statt ("... und jetzt machen wir mal alle ...") ist das natürlich prekärer.

M.f.G. Andreas

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