Kernel für DOC mit telnet und ftp erstellen

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StephanW
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Kernel für DOC mit telnet und ftp erstellen

Beitrag von StephanW » 20. Okt 2004, 13:00

Hallo,

ich möchte für eine Surfbox einen Kernel erstellen (auf Basis eines 2.4ers). Ich habe hier eine Anleitung wie ich den DiskOnChip support integrieren kann. Nun möchte ich, das das System eine Shell (Bash), einen FTP-Server und einen Telnet-Server hat, um Erweiterungen über das Netzwerk vornehmen zu können. Ich beschäftige mich wenig mit Linux und bin mir nicht ganz im klaren, wie ich die Server integrieren kann. Ist die Shell schon im Kernel mit drin oder muss die separat mit eingebaut werden?

Gruß Stephan

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Beitrag von moses » 20. Okt 2004, 14:23

Die Shell ist nicht mit im Kernel. Die musst du genau wie die Server extra installieren.

StephanW
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Beitrag von StephanW » 20. Okt 2004, 15:41

Danke für deine (leider recht knapp gehaltene Antwort)! Die Frage ist jetzt natürlich, wie ich die shell mit integriegen kann. Soweit mir bekannt ist, gibt es ja den komprimierten kernel (bzImage) und die Kernel-Module. Dann müsste es ja theoretisch noch ein Startup-Script geben (sowas wie autoexec.bat bei MS-DOS).
Wo bekomme ich nun die shell her (und die server) und wie bekomme ich diese eingebunden?

Gruß Stephan

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Beitrag von moses » 20. Okt 2004, 16:25

Als Shell würde ich die BaSH nehmen (gnu.org). Als Webserver Apache (apache.org). Und als FTP Server proftpd (proftpd.org). Wenn du wissen willst wie du das alles zusammengebacken bekommst solltest du mal nach "linux from scratch" suchen, einer der verweise sollte dich auf eine Seite schicken auf der alles relativ genau erklärt wird, aber ein wenig Zeit wirst du dafür schon brauchen da du dir ja quasi eine eigene Distri. bastelst.

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Beitrag von robi » 20. Okt 2004, 16:32

Nu ma ganz langsam. Was willst du genau machen, ich habe das bis jetzt so verstanden: du willst auf einer Kiste "X", die kein PC im herkömmlichen Sinn ist, die auch nicht unbedingt einen x86 Processor besitzt, auf der aber zur Zeit schon ein LINUX-Kern läuft, einen neuen Kern installieren und zusätzlich noch einige Server-Funktionen dazubauen. oder habe ich dich komplett falsch verstanden.

robi

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Beitrag von StephanW » 20. Okt 2004, 22:17

Das ist eine ganz normale JNT-Surfbox. Sie hat einen x86-kompatieblen Cyrix MediaGX-Prozessor mit 180 MHZ und 64 MB SD-Ram.
Ziel ist es zunächst, einen kernel (den ich bereits erfoglreich mit entsprechendem Treiber kompiliert habe) auf eine DiskOnChip 2000 zu bekommen. (www.m-sys.com)

Der Telnet- und FTP-Server dienen später dazu, zusätzliche komponenten (etwa tinyX und einen Window-Manager) installieren zu können, ohne den DOC immer zwischen Box und ISA-Programmierplatiene wechseln zu müssen (die kleinen Beinchen.. ihr wisst schon).

Gruß Stephan

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Beitrag von robi » 21. Okt 2004, 00:00

Hu, da hast du dir was vorgenommen, ich kenne da Leute die so was beherrschen, aber glaube mir die heißen mit Vornamen TCP/IP und mit Zweitnamen LINUX. Habe mir mal kurz die Anleitung gesucht, wie man so ne orginal Box Hackt, damit ich überhaupt erst mal einen Überblick habe, um was es geht. Also eine Shell muss und ein dazugehöriges xterm sollte wohl auf der Kiste auch schon drauf gewesen sein, "/usr/X11R6/bin/rxvt" aber eben wie wohl alles andere auch, alles nur stark abgespeckte Programme. Sie Server, dazu müssten die entsprechenden Dateien installiert werden und dann müsste das Startscript "/etc/rc" und oder "/wfs/rc.custom" angepasst werden. Aber alles nicht das normale das wir hier kennen.
Ich glaube da musst du noch weiter googlen bis du das richtige Forum gefunden hast evtl. mal auf dem Server suchen. der Forumlink hat jedenfalls nicht funktioniert. http://jason.tel-team.net/forum/index.p ... urfstation
ansonsten in Richtung Mikrocontroller suchen, dort tummeln sich wohl ehr die Leute, die du suchst.

robi

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Beitrag von StephanW » 21. Okt 2004, 11:05

Hallo robi!

Das ist so meine Art, mir einen riesen Brocken arbeit auftischen und vom Fach nicht die meiste Ahnung zu haben (damit meine ich jetzt Linux, ich habe meinen PC nicht erst seit 2 Monaten), aber ich bin bisher in allem zum Ziel gekommen (und der Lerneffekt ist gewaltig). Außerdem gibt es ja genügend Foren wo sehr kompetente Leute anzutreffen sind.
Aber genug zu meiner Philosophie.

Welches OS auf dieser Kiste original drauf ist weiss ich nicht (das interessierte mich auch noch nie). Damit kann man jedenfalls nichts anfangen, da nur die eingebaute Hardware unterstützt wird und es sowas von LAANGSAM ist. Ich habe den DOC bereits komplett formatiert.

btw: Der neue (mit den Treibern gepatchte Kernel 2.4.19) bootet und funktioniert soweit (nach anfänglichen schwierigkeiten mit initrd). Die unterstützung für den DOC ist als Modul eingebunden. Leider sagt mir der Rechner nach einem "insmod doc", das doc.o mit nem gcc 2er Kompiler und der Kernel mit nem 3er Kompiler übesetzt wurde und das das nicht funktioniert :-/

Ich versuche dann mal jetzt, das Problem aus der Welt zu schaffen.

Gruß Stephan

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Beitrag von StephanW » 21. Okt 2004, 12:13

Ich habe jetzt das Modul "doc" mit "insmod -f doc" geladen. Der DOC wird auch erkannt und ich konnte mit fdisk eine Linux-Partition erstellen.

In der Anleitung steht mounten mit "mount /dev/msys/fla1 /mnt/fla1"; das geht aber nicht, da er ein Dateisystemtyp haben will.
Mounte ich mit "mount -t ext2 (oder ext3) /dev/msys/fla1 /mnt/fla" erscheint immer die Meldung "falscher Dateisystemtyp, ungültige Option, Superblock beschädigt oder zu viele Dateisysteme eingehängt".
Habe dann man das DOC-Dateisystem auf Fat 16 geändert und mit "-t msdos" zu mounten versucht; aber die gleiche Meldung.

Wird es daran liegen, das das Modul tatsächlich nicht richtig arbeitet oder mache ich sonstwas falsch?

Gruß Stephan

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Beitrag von robi » 21. Okt 2004, 18:38

fdisk reicht nicht aus, damit legst du nur eine LINUX-Partition an, um mounten zu können musst du ein LINUX-lesbares Filesystem haben, das legt man mit mkfs an.

robi

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Beitrag von StephanW » 22. Okt 2004, 12:17

Mhh.. dann wäre ja die Beschreibung der Firma grundlegend falsch :-/

Aber von der Logik her gebe ich dir vollkommen recht.
Ich versuchs mal im Laufe des Tages.

Gruß Stephan

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Beitrag von StephanW » 23. Okt 2004, 13:39

Okay, die Beschreibung ist definitiv FALSCH. Ich habe es geschafft, den Kernel auf den DOC zu installieren. Er lief leider noch nicht ganz, der Init-Prozess meldete irgend eine Fehlermeldung.

Komischerweise konnte ich auf dem Entwicklungssystem die lilo-config-datei nicht kopieren. Ein "lilo -v -C /etc/lilo.con -r /mnt/fla1" ergab ein "Verzeichnis oder Datei nicht gefunden", obwohl sie DEFINITIV da war. Auch ein Umbenennen nach "lilo.con" lieferte den selben Fehler.

Ich werde jetzt die neusten lilo-sources kompilieren und es nocheinmal damit versuchen.

Gibt es eigentlich irgendwo eine übersicht, welche Dateien zum Kernel gehören (=für den Systemstart benötigt werden)? Ich würde sie nämlich gerne manuell kopieren um eine bessere Übersicht zu haben (die mitgeliferten Scripts sind leider total veraltet).

Gruß Stephan

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