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[gelöst]SSD

Alles rund um die Systemverwaltung, die Administration und Konfiguration Eures Linuxsystems

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motku
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[gelöst]SSD

Beitrag von motku » 20. Mär 2011, 08:31

Hallo

Spiele mit dem Gedanken, meine HD's durch zwei OCZ Vertex 2 Extended 180GB zu ersetzen.

Frage 1: Was ist generell beim Einsatz von SSD's unter Linux zu beachten?
Frage 2: Hat vielleicht schon jemand Erfahrung mit obigem Modell?

cu
intruder
Zuletzt geändert von motku am 22. Mär 2011, 18:16, insgesamt 1-mal geändert.
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K4m1K4tz3
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Re: SSD

Beitrag von K4m1K4tz3 » 20. Mär 2011, 11:01

intruder hat geschrieben:Frage 1: Was ist generell beim Einsatz von SSD's unter Linux zu beachten?
Habe keine Erfahrungen machen dürfen, aber ich poste trotzdem mal meine Einschätzungen (daher absolut keine Garantie) ;-)

Du solltest eine aktuelle Distri benutzen, mit einem aktuellen Dateisystem (z.B. ext4). ext4 wurde in den letzten Kernelversionen immer weiter verbessert um SSDs besser zu unterstützen.
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spoensche
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Re: SSD

Beitrag von spoensche » 20. Mär 2011, 15:00

K4m1K4tz3 hat geschrieben: Du solltest eine aktuelle Distri benutzen, mit einem aktuellen Dateisystem (z.B. ext4). ext4 wurde in den letzten Kernelversionen immer weiter verbessert um SSDs besser zu unterstützen.
Du kannst die Konfiguration von ext4 für SSD´s optimieren (Schreibzyklen etc.), aber ein Dateisystem ist i.d.R. Hardwareunabhängig.
Ohne einen Treiber, z.B. für einen RAID- Controller, Bus etc. wirst du kein Dateisystem (egal ob aktuell o. alt) auch nur ansatzweise auf einen Datenträger drauf bekommen.

Mehr zu SSD´s: http://www.linux-club.de/viewtopic.php?f=4&t=112444

motku
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Re: SSD

Beitrag von motku » 22. Mär 2011, 18:15

Hallo
Du kannst die Konfiguration von ext4 für SSD´s optimieren (Schreibzyklen etc.), aber ein Dateisystem ist i.d.R. Hardwareunabhängig.
Ohne einen Treiber, z.B. für einen RAID- Controller, Bus etc. wirst du kein Dateisystem (egal ob aktuell o. alt) auch nur ansatzweise auf einen Datenträger drauf bekommen.

Mehr zu SSD´s: http://www.linux-club.de/viewtopic.php?f=4&t=112444

Habe mich jetzt durch jede Menge Foren und Anleitungen gelesen. Da zeigt sich aber auch das Dilemma der Situation. Die meisten der Hinweise sind völlig veraltet oder nur für bestimmte Konfigurationen zutreffend. Ich setze den thread jetzt trotzdem mal auf gelöst und poste einen Erfahrungsbericht, sobald ich die Teile bei mir im Rechner habe.

cu
intruder
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motku
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Re: [gelöst]SSD

Beitrag von motku » 23. Apr 2011, 19:40

Hallo

Hat ein bisschen länger gedauert, aber jetzt habe ich 2 OCZ Vertex II 180 GB in meinem Rechenknecht. Nachfolgend habe ich mal zusammengefasst, was man so alles beachten sollte.



Generell:
I) Niemals blind irgendwelche Tipps übernehmen, wenn man nicht weiß, was genau da passiert oder wozu sie gut sind.
II) Änderung der Bioseinstellungen (AHCI) VOR dem Einbau der Platten.
III) Nicht mehr als 80% der Gesamtkapazität pro Platte nutzen.
IV) Nicht so viele Benchmarks laufen lassen :-)

Partitionierung:
Wichtig hier die korrekte Ausrichtung der Partitionen, um überflüssige read-modify-write Zugriffe zu verhindern (hat enormen Einfluss auf Geschwindigkeit und Lebensdauer). Glücklicherweise gibt es eine simple Lösung: GParted in der Version 0.8.0 oder höher ist schon so voreingestellt (Option “Ausrichten an MiB”), das die Partitionen korrekt ausgerichtet werden.


Linux Anpassungen:
Bemerkung 1: Ziel aller Anpassungen ist die Verringerung von Schreibzugriffen auf die SSD
Bemerkung 2: Nicht alle unten aufgeführten Anpassungen machen in allen Umgebungen Sinn ... also Hirn einschalten :???:


Linux I/O Scheduler:
Verfügbar:

Code: Alles auswählen

cat /sys/block/sda/queue/scheduler
(deadline erste Wahl, sonst noop)

Für alle Platten:

Code: Alles auswählen

elevator=deadline
als Kernelparameter in der Grub-Konfiguration

Für einzelne Platten:

Code: Alles auswählen

echo deadline > /sys/block/sd[a-z]/queue/scheduler
in z.B. /etc/init.d/boot.local


Journaling:
Da der Overhead nicht sonderlich hoch ist (ca. 5-10% bei normaler Nutzung) UND mir meine Daten lieb und teuer sind, bleibt Journaling aktiviert.


fstab:
noatime,nodiratime,discard verringern die Schreibzugriffe also z.B.

Code: Alles auswählen

/dev/disk/by-id/ata-OCZ-VERTEX2_3.5_OCZ-P7IME04ML1L4Y6A5-part6     /     ext4     acl,user_xattr,noatime,nodiratime,discard 1 1
Warum nicht relatime? Weil der Overhead doppelt so hoch ist wie bei noatime.


Ram Disks:

Code: Alles auswählen

tmpfs               /tmp                           tmpfs      defaults,noatime,mode=1777          0 0
tmpfs               /var/log                       tmpfs      defaults,noatime,mode=1777          0 0
Wenn die Logdateien einen Boot überleben sollen, Finger weg ....
Und auf einer Maschine mit 2 GB Ram und laufendem KDE Desktop, womöglich noch in Verbindung mit dem folgenden Tipp, macht das auch nicht wirklich Sinn....


Swap:
Temporär:

Code: Alles auswählen

echo 0 > /proc/sys/vm/swappiness
Dauerhaft:

Code: Alles auswählen

vm.swappiness = 0 in /etc/sysctl.conf

Rotational:
Manche SSDs geben sich nicht als solche zu erkennen.
Wenn

Code: Alles auswählen

cat  /sys/block/sd[a-z]/queue/rotational
1 ausgibt, hilft ein simples

Code: Alles auswählen

echo 0 > /sys/block/sd[a-z]/queue/rotational
in /etc/init.d/boot.local

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