[HowTo] Kernelbau unter SuSE leicht gemacht! v6

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[HowTo] Kernelbau unter SuSE leicht gemacht! v6

Beitrag von Gimpel » 7. Jul 2004, 00:16

Hi ihr Freaks!

Da es eine feine Sache ist, sich mal einen Kernel selbst zusammen zu schrauben, ist ein kleines Step-For-Step HowTo (for Dummies... hehe ) mal recht angebracht.
BITTE EINMAL KOMPLETT DURCHLESEN!!

als erstes sei man mal auf DIE kernel-bibel für SuSE verwiesen:
http://www.thomashertweck.de/kernel26.html
:wink:
das läßt eigentlich kaum fragen offen und ist somit eine pflicht-lektüre!!
alle info's für dieses howto stammen quasi von da, nur ein wenig nötige detail-arbeit findet dort keine erwähnung.

was machen wir hier?
wir bauen uns den kernel 2.6.7 von kernel.org als rpm und installieren den dann, um nix kaputt
zu machen, parallel zum alten (multikernel). das ganze mit bootsplash!
(der aktualität halber sei erwähnt: geht natürlich auch mit kernel 2.6.8/2.6.9 usw... auch sei gesagt daß der SuSE kernel etliche mb an patches enthält die nicht im "vanilla" kernel enthalten sind, ganz besonders diejenigen, die teil von kernel-nongpl sind (SuSE9.2), sprich wenn man zB module für w-lan etc benötigt, muss man sich die patches ergoogeln und einbauen ... patch -p1 foo ... siehe unten)

1.
dazu laden wir uns erst mal die source vom vorstehenden link, entpacken diese nach /usr/src und übereignen das verzeichnis mit

Code: Alles auswählen

chown -R USERNAME:root /usr/src/linux-2.6.7
an uns als user (gruppe bleibt root). (USERNAME soll euer username am system sein)
das hat den vorteil dass man dann nicht unbedingt als root bauen muss, und dass man bequem mit "make xconfig" bzw "make menuconfig" einzelne optionen ädern kann. ich z.B. habe den prozessortyp auf athlon k7 gesetzt, aber mal alles der reihe nach.

dann brauchen wir für den bootsplash noch einen patch (immer den zur kernel-version passenden nehmen!):

http://www.bootsplash.de/files/bootspla ... 2.6.7.diff ("save as")

ok, die kernel-quelle ist entpackt und wir patchen den bootsplash rein:

Code: Alles auswählen

patch -d /usr/src/linux-2.6.7 -p1 < /home/tom/bootsplash-3.1.4-sp3-2.6.7.diff
das hätten wir.


2.
dann kommt die konfiguration des kernels (als user! sonst funzt xconfig bzw menuconfig eventuell nicht):

Code: Alles auswählen

cd /usr/src/linux-2.6.7
zcat /proc/config.gz > .config
make oldconfig                 #damit klonen wir die config vom laufenden kernel
make menuconfig                #hier kann man jetzt einzelne optionen ändern, zb prozessortyp, und den bootsplash aktivieren
die config für den splash muss so aussehen:
Processor type and features --->
[ ] Use register arguments (EXPERIMENTAL)
Device Drivers --->
Graphics support --->
[*] Support for frame buffer devices
[*] VESA VGA graphics support
Console display driver support --->
[*] Video mode selection support
<*> Framebuffer Console support
Logo configuration --->
[ ] Bootup logo
Bootsplash configuration --->
[*] Bootup splash screen
das speichern wir!

dann ein:

Code: Alles auswählen

make prepare
make rpm
so, wer hier nach "make rpm" als user schon nen fehler hatte, der mache "make rpm" als root, das macht ja auch nix weiter.

dann kann man sich getrost nen bier holen (lassen) und die füße hochlegen. der rechner erfährt gerade den besten RAM-test den es gibt, die cpu wird auch mal richtig gefordert. wenn hier was falsch läuft, fehler oder sonstiges, das ding nach zwei stunden immer noch net fertig ist, kann man sich sicher sein, dass der ram nen treffer hat!
bei meinem athlon 1800 mit 512 ddr-ram dauert das so etwa 35-45 minuten.

wenn fertig, finden wir unter /usr/src/packages/RPMS/i386 das kernel-2.6.7-1.i386.rpm


3.
um dieses zu installieren ohne den alten kernel platt zu machen, müssen wir zunächst den alten aus der rpm-datenbank werfen.

Code: Alles auswählen

rpm -qa | egrep kernel            #um erst mal raus zu finden welchen genau wir gerade benutzen
rpm -e --justdb kernel-2.6.x-y.z  #damit wird er aus der rpm-datenbank ausgetragen
dann den neuen installieren mit

Code: Alles auswählen

rpm -ivh /usr/src/packages/RPMS/i386/kernel-2.6.7-1.i386.rpm

4.
eine initrd brauchen wir auch noch:

Code: Alles auswählen

cd /boot
mkinitrd -k vmlinuz-2.6.7 -i initrd-2.6.7
WICHTIG: um gaaaaanz sicher sein zu können dass der alte kernel weiterhin sicher bootet machen wir

Code: Alles auswählen

ls -l
und prüfen ob folgende links noch richtig auf den alten kernel zeigen:
initrd -> initrd-2.6.5-7.75-default
vmlinuz -> vmlinuz-2.6.5-7.75-default

die versionsnummer kann je nach version des alten kernels variieren, MUSS aber die sein, die rpm -qa weiter oben ausgegeben hat !! ist dies der fall, kann quasi garnix schief gehen!


5.
so, jetzt kommt die nötige fein-arbeit:
da in linux das von suse seit 9.1 verwendete submount nicht a priori dabei ist, muss man entweder nach der installation des neuen kernels das modul dafür bauen (siehe dazu das zitat von awagner am ende des threads! thx awagner! .. sowie beitrag von emerald weiter unten: http://linux-club.de/viewtopic.php?p=66452#66452
THX emerald!), oder die submount-optionen für die cd/dvd-laufwerke aus der fstab nehmen.

[EDIT]
der folgende schritt (editierung der fstab) kann eigentlich übersprungen werden, wenn man gewillt ist, _nach_ (der neue kernel muss dazu gebootet sein) der installation sich das modul für submount zu bauen und zu installieren!!
bei mir gabs einen kernel-panic und ich musste das vorläufig rauswerfen!

wer das submount-modul nicht bauen will, der ändere seine fstab:
folgende optionen gelten für alle cd-rom/dvd-rom/cdrecorder und dvd-ram laufwerke:

Code: Alles auswählen

/dev/cdrecorder   /media/cdrecorder  auto    ro,noauto,user,exec,iocharset=utf8 0 0
/dev/dvd          /media/dvd         auto    ro,noauto,user,exec,iocharset=utf8 0 0
also das subfs mit seinen optionen is dann weg! ABER: macht ein backup von der fstab, für den fall dass ihr das nachholen wollt!


6.
gut, nächster schritt: anpassen des bootloaders
YaST öffnen--->System--->Konfig des Bootloaders
---> "verfügbare abschnitte" markieren und "bearbeiten"---> den alten eintrag "Linux" markieren und "hinzufügen"
---> alten abschnitt klonen: Ja !!

so, dann vergeben wir einen namen nach wahl z.b. "SuSE 9.1 on Linux-2.6.7", "kernel" markieren und bearbeiten: hier fügen wir hinter /boot/vmlinuz einfach ein "-2.6.7" ein, der rest bleibt unverändert !!
also
hd.../boot/vmlinuz-2.6.7 ... ... ... ...
das selbe bei "initrd":
hd.. /boot/initrd-2.6.7
(da jeder sein / woanders hat, hab ich das, bei mir zb hd(0,6), durch ... ersetzt ! bloss nicht so übernehmen! hehe)


7.
ok, soweit fertig. wer eine NVIDIA hat, der lade sich nun erstmal den neuen NVIDIA-Linux-x86-1.0-6101-pkg1.run runter und mache diesen mit

Code: Alles auswählen

chmod +x NVIDIA-Linux-x86-1.0-6101-pkg1.run
ausführbar.
wie man den installiert dann, sprengt hier echt den rahmen. steht auch astrein im howto auf der nvidia-homepage!

also dann: reboot!
und: VIEL GLÜCK! :wink:


greets!
gimpel
______________________________________________________________

Changelog:

[edit v1]
v2: added bootsplash-patch :wink: THX an }-Tux-{ ! ohne dich hätte es etwas länger gedauert! hehe...

[edit v2]
neuer bootsplash patch!! THX awagner für den hinweis!

[edit v3]
added submount & readded reiserfs-acl-support! (siehe zitat!)

[edit v4]
der übersicht halber wurde mal die änderung der fstab in bezug auf acl und submount dahingehend geändert, dass es nur für leutz interessant ist, die submount eh nimmer haben wollen, bzw arge probs beim bauen von submount haben.
kleiner TIP: ich hatte probs mit dem von suse mitgelieferten km_submount. das ließ sich partout nicht bauen. mit dem von http://submount.sourceforge.net gab es keinerlei probleme!

[edit v5]
geht auch für kernel > 2.6.7, kleines code-cleanup und nochmal das mit subfs etwas verdeutlicht (thx emerald nochmal)

[edit v6]
SuSE-kernel enthält etliche patches , besonders der kernel-nongpl part von SuSE 9.2 (W-Lan usw).. sollte mal erwähnt werden.


awagner hat geschrieben:Hi alle,
hab' jetzt endlich (nach vielen verkonfigurierten kerneln) ein schönes 2.6.7 am laufen und da in anderen threads noch ein paar Fragen offen waren, mit denen ich mich jetzt auch rumgeschlagen habe, hier ein paar Antworten (oder Verdachte? wie sagt man? Verdachts, Verdächte?):

Zuerst 'ne klasse Nachricht: Seit 2.6.7 hat ReiserFS ACLs in Extended Attributes im kernel-support eingebaut, d.h. man muss die Einträge in der fstab gar nicht ändern, in denen ReiserFS-Partitionen mit acl, user_xattr steht. :D

Dann hab' ich jetzt auch meine Dingelchen aus /usr/src/kernel-modules hinbekommen.

[edit=gimpel.. hehehe]
an der stelle erlaub ich mir mal nen einschub! das "dingelchen" in /usr/src/kernel-modules is der SUBMOUNT :)
man werfe YaST an, und installiere das paket: km_submount, dann liegt die quelle für den submount unter /usr/src/kernel-modules/subfs. ok.. weiter! :D [/edit]

Anscheinend hat sich was im kernel-Makefile geändert, denn sobald ich in den modul-Makefiles "modules_add" durch "modules_install" ersetze, flutscht's. ...und dann kann man - wenn man will - auch die subfs-Einträge in der fstab wieder reinnehmen. Ich hab' bisher subfs, fcpcmcia (Fritzcard) und dazuko am laufen. ...darf man halt nicht vergessen, vorher clean zu maken.

Was noch? Ich hab' ipv6 ausgeschaltet, und hab' noch irgendwo Reste davon rumhängen, die mir beim Start ne Fehlermeldung präsentieren, aber sonst ist alles prima. Und die tcgiodev-oder-so-Fehlermeldung ist da, aber damit kann ich leben.

(Mit der neuen, funktionierenden config, versuch ich vielleicht nachher oder irgendwann am Wochenende 2.6.7mm5 (für -mm6 gibt's noch kein bootsplash-patch) zu installieren.)

Bis bald, und danke für den Beistand,

Andreas
BIG THANX awagner!!
:wink:
Zuletzt geändert von Gimpel am 20. Mai 2007, 15:59, insgesamt 31-mal geändert.
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Beitrag von carsten » 7. Jul 2004, 09:46

boh, goil... *sprachlosbin*

*sprachewiederfind*

ein paar Fragen:
1. YOU-Kernel-Update geht nicht mehr? Geh ich mal von aus, d.h. Handwartung ist bei Sicherheitsprobs angesagt...
2. was ist mit Suse-Spezialeinstellungen? Welche sind das und braucht man die überhaupt?
3. Wofür ein bootsplash? Nur Schönheit (ich will die Meldungen rattern sehen) oder sinnvoller Nutzen?

Grüße
Carsten
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Beitrag von Gimpel » 7. Jul 2004, 10:50

carsten hat geschrieben: ein paar Fragen:
1. YOU-Kernel-Update geht nicht mehr? Geh ich mal von aus, d.h. Handwartung ist bei Sicherheitsprobs angesagt...
2. was ist mit Suse-Spezialeinstellungen? Welche sind das und braucht man die überhaupt?
3. Wofür ein bootsplash? Nur Schönheit (ich will die Meldungen rattern sehen) oder sinnvoller Nutzen?

Grüße
Carsten
hi carsten!

zu 1. naja logisch, nachdem das dann ein kernel ist, den es in YaST nicht gibt... heißt es ab und zu auf kernel.org kucken, ob es patches gibt.. "make clean"-->patchen-->neu drauf
wenn du ein system hast das SICHER LAUFEN MUSS, dann is das rumexperimentieren mit dem kernel eh pfui!

zu 2. der trick ist ja, dass man die konfiguration des laufenden SuSE-Kernels klont, seit 9.1 ist die anzahl der relevanten patches ja gesunken... bei 9.0 ging nach der aktion die hälfte nicht mehr, bei 9.1 funktioniert weitgehend alles noch. den bootsplash muss man halt reinpatchen und das modul für submount noch bauen...alsa is ja jetzt zum glück fest im kernel.

zu 3. der bootsplash is nur zur deko, richtig. ausserdem hat man den als hintergrund in tty1 framebuffer-console. beim booten kann man mit F2 in den "verbose"-mode, um die meldungen zu sehen, genau wie beim original SuSE-Kernel halt auch. aber wenn du das net willst/brauchst, kannste das beim bauen ja einfach weglassen, bzw in grub das "splash=silent" ändern!
:wink:

greets!
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Loci

Beitrag von Loci » 7. Jul 2004, 19:52

*Hut zieh*verneig*
besser hätt ich es selber nicht schreiben können. Mit wenigen Änderungen kann man diese Anleitung durchaus auch auf alle anderen Distributionen anwenden.
BTW: wieso muß man die fstab-einstellungen ändern? bis jetzt lief auch so alles super mit einem 2.6.x-er Kernel. Sollte sich theoretisch nicht ändern. Oder?
Die Grub-Einstellungen kann man ja durchaus auch ohne Yast machen, damit ist es dann auch für Gentoo z.b. tauglich.

Loci

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Beitrag von Gimpel » 7. Jul 2004, 21:24

Hi Loci!!

naja, solange das submount modul nicht für den 2.6.7er gebaut ist, funktioniert das subfs auch nicht.
da aber in der "default"-fstab alle cd-rom, dvd-rom, cd-recorder und dvd-ram laufwerke unter subfs gemountet werden.
da das aber vom vanilla kernel nicht unterstützt wird, muss man das aus der fstab werfen, da es sonst beim boot nen kernel panik gibt!

das submount-modul kann man aber nur bauen, wenn der kernel für den es sein soll gerade läuft!
daher MUSS man die fstab erst mal umschreiben...

ehrlich gesagt habe ich es aber noch nicht geschafft das modul für den 2.6.7er zu kompilieren... :roll:

aber wenn es mal gelingen sollte, wird das gleich gepostet!!

für andere distros funzt das sicher ähnlich! nur ob es eine /proc/config.gz gibt is die frage.. das haben nicht viele...
das mit grub geht natürlich auch ohne YaST, is aber sehr komfortabel mit...

daher gilt das howto mal nur für SuSE 9.1 .. auch nur da wurde es bisher getestet....
(könnte mal fc2 anwerfen und das ausprobieren, aber auf fc2 läuft nix was ich gerne benutze gescheit, fc2 is... mist! i love my SuSE, und demnächst bau ich mir mal ne gentoo-box :mrgreen: , sarge wird auch nochmal getestet, da bekomm ich ums verrecken mein isdn nicht zum laufen..grrr)

wenn du weißt, was man wie ändern sollte, dass es distro-übergreifend ist UND dann SICHER (!!) noch auf SuSE funzt, dann lass es mich per pn wissen!


gruß gimpel!
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Beitrag von awagner » 7. Jul 2004, 23:25

während mein gcc so vor sich hinrattert, kann ich ja auch mal ein dickes Lob und ne Frage loswerden.

Klasse HowTo. Hat mich richtiggehend dazu verleitet, es mal auszuprobieren. Mit subfs (+dazuko) versuch ich nachher auch noch. ReiserFS ohne acls muss halt gehen, mal schaun...

Jetzt die Frage, a propos rpm -e --justdb:
wär es möglich, den neuen Kernel auch wieder aus der Datenbank rauszunehmen, den SuSE-Kernel wieder rein und dann die SuSE-Kernelupdates mitzunehmen. ..ohne die Dateien, Module und Config des neuen Kernels zu überschreiben, that is. ?

Melde mich bestimmt nachher, wenn alles geklappt hat, wieder.

Andreas

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Beitrag von Gimpel » 8. Jul 2004, 00:45

danke!

awagner hat geschrieben:Jetzt die Frage, a propos rpm -e --justdb:
wär es möglich, den neuen Kernel auch wieder aus der Datenbank rauszunehmen, den SuSE-Kernel wieder rein und dann die SuSE-Kernelupdates mitzunehmen. ..ohne die Dateien, Module und Config des neuen Kernels zu überschreiben, that is. ?
logo! genauso wie den anderen auch...

Code: Alles auswählen

rpm -e --justdb kernel-2.6.7-1
(bzw halt das was rpm -qa kernel ausspuckt..)

du musst nur den, den du sonst gereade noch parallel installiert hast mit

Code: Alles auswählen

rpm -i --justdb kernel-2.6.w-xy.z.rpm
wieder in die rpm-datenbank eintragen... dazu musst du aber das rpm echt auf der platte haben, ist der wieder drin, kannste den anderen wieder updaten mit YaST! Nur verstehe ich nicht wozu, denn den selbstgebauten 2.6.7er in diesem fall kannste damit nicht updaten...
:wink:
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Beitrag von awagner » 8. Jul 2004, 01:10

Gimpel hat geschrieben:dazu musst du aber das rpm echt auf der platte haben, ist der wieder drin, kannste den anderen wieder updaten mit YaST! Nur verstehe ich nicht wozu, denn den selbstgebauten 2.6.7er in diesem fall kannste damit nicht updaten...
:wink:
ja, ich weiß selber nicht so genau. kann ja sein, dass ich doch mit dem alten kernel arbeiten muss (der neue kompiliert immer noch :shock: ), oder dass irgendwann mal ne Sicherheitslücke auftaucht, und da würde ich vielleicht gerne neben der Möglichkeit, ein vanilla-patch reinzudingsen auch die Option haben, die SuSE-Lösung mitzunehmen.
War nur so ne Idee. Mal schaun wie's überhaupt löwt. Gähn. nachher.

Grüße,
Andreas

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Beitrag von carsten » 8. Jul 2004, 10:36

Hallo Gimpel,

danke für die Antwort...

submountfs brauch ich nicht, denn am Server wird nicht ständig an den Laufwerken gespielt... Und Sticks haben da auch nix zu suchen

Tja, der Kernel: Prinzipiell würd ich mir den selber braten, aber da muß ich wohl viel lesen und auf ein WE warten, wo die Frau weg ist :wink: Prinzipiell ist es mir seit SuSE 6.4 schon klar, aber wofür _kauf_ ich mir denn ne Distri, wenn die Updates versagen...

Ich versuchs halt, und da es ein Homeserver ist fürs interne Netz mit Wählleitung ist die Sicherheit auch nicht entscheident. Muß halt funzen
Deswegen auch kein Spielkram wie Bootsplash.

Bis denne
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hat geklappt!

Beitrag von awagner » 8. Jul 2004, 11:12

so, da bin ich wieder, jetzt unter 2.6.7

hat alles wunderbar geklappt.
Noch ein paar Anmerkungen: Der aktuellste bootsplash-patch ist im Moment (seit 3.7.) http://www.bootsplash.de/files/bootspla ... 2.6.7.diff
mit dem hab ichs gemacht und das ging ganz easy.

Apropos bootsplash: ich hab mir ein paar themes von http://www.bootsplash.de/
nach /etc/bootsplash/themes entpackt, und dann geht das so:
1. /etc/sysconfig/bootsplash editieren (und z.B. AquaMatrix statt SuSE reinnehmen)
2. SuSEconfig aufrufen (weiß leider nicht, welches Modul im besonderen)
3. mkinitrd -k vmlinuz-2.6.7 -i initrd-2.6.7
4. ggf. wieder "SuSE" in /etc/sysconfig/bootsplash zurückschreiben und SuSEconfig aufrufen.

Dann startet der neue kernel mit nem anderen bootsplash als der Distri-kernel.

Und noch ne Frage: warum entsteht mit 'make rpm' ein ...i386.rpm, während doch die SuSE-kernels (bei mir) ...i586.rpm sind und ich auch PIII im kernelconfig angegeben habe?

Soll ich langsam mal einen neuen thread für so Sachen anfangen?

Vielen Dank jedenfalls so weit,
bis bald,
Andreas

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Beitrag von Gimpel » 8. Jul 2004, 11:25

carsten hat geschrieben:Tja, der Kernel: Prinzipiell würd ich mir den selber braten, aber da muß ich wohl viel lesen und auf ein WE warten, wo die Frau weg ist :wink:
rofl
carsten hat geschrieben:...aber wofür _kauf_ ich mir denn ne Distri, wenn die Updates versagen...
tjoa, das is echt bitter!
is aber irgendwie erst seit SuSE 9.1 so! als "updates" :lol: werden da die kernel vom mantel eingespielt, die zuvor, mit vielen warnhinweisen auf den servern unter /people/mantel zu finden waren. ich hatte da auf SuSE 9.0 schon einige mal getestet, davon lief kein einziger gescheit! die von kraxel waren ok! allein schon die versionsnummern sind komisch! 2.6.5-75.99 oder sowas...

was die SuSE-Kernel-Updates angeht find ich das motto "never touch a running system" echt passend. der kernel 2.6.4-52, also der auf der cd/dvd dabei ist, läuft eigentlich einwandfrei! ich meine updates sind schon wichtig, aber als tip:
mach die so wie oben beschrieben: zieh dir das rpm von nem server, werf den alten aus der datenbank, hau den neuen parallel dazu drauf, schau ob er ordentlich funktioniert, wenn ja kannste den alten einfach löschen, also das zeug aus /boot und /lib/modules löschen und gut is!
Bild on AMD Athlon64 X2 5600+|64bit|6GB DDR2 800MHz|nVidia GF 8500GT|2.6.29-rc1-moo1|BTRFS|KDE-4.2 SVN trunk + Compiz++|M-Audio Audiophile 2496
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Beitrag von Gimpel » 8. Jul 2004, 11:45

awagner hat geschrieben:Und noch ne Frage: warum entsteht mit 'make rpm' ein ...i386.rpm, während doch die SuSE-kernels (bei mir) ...i586.rpm sind und ich auch PIII im kernelconfig angegeben habe?
das hab ich auch noch nicht rausgefunden, aber is auch echt total egal. der läuft als i686 maschine, auf FC2 zb. gibts nur i386, die machine is trotzdem i686...

thx für die aktualisierung der bootsplash-patches!

die themes hab ich ganz easy mit KBootsplash von www.kde-look.org installiert. klick klick und is drin, mit preview! total klasse!


neuer thread... hmm.. naja, is zwar langsam echt unübersichtlich, aber gehört ja irgendwie zum thema

jetzt sollten langsam alle klarheiten beseitigt sein :mrgreen:

für alles weitere wär echt ein neuer angesagt!

greets!
Zuletzt geändert von Gimpel am 9. Aug 2004, 12:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von carsten » 8. Jul 2004, 13:50

Gimpel hat geschrieben:
carsten hat geschrieben:Tja, der Kernel: Prinzipiell würd ich mir den selber braten, aber da muß ich wohl viel lesen und auf ein WE warten, wo die Frau weg ist :wink:
rofl
carsten hat geschrieben:...aber wofür _kauf_ ich mir denn ne Distri, wenn die Updates versagen...
tjoa, das is echt bitter!

mach die so wie oben beschrieben: zieh dir das rpm von nem server, werf den alten aus der datenbank, hau den neuen parallel dazu drauf, schau ob er ordentlich funktioniert, wenn ja kannste den alten einfach löschen, also das zeug aus /boot und /lib/modules löschen und gut is!
So wirds wohl werden, wenn der WAF nicht wäre (women acceptance factor)...
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Beitrag von quizzmaster » 14. Jul 2004, 18:07

Kann man den Kernel so auch unter 9.0 zusammenbasteln?

Ich hab sowas nämlich noch nie gemacht.

Ich probier das gleich mal aus, wenn mein System dabei verreckt hab ich halt pech gehabt :D
greetz
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Ordnung braucht nur der Dumme, das Genie beherrscht das Chaos Albert Einstein

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Beitrag von Pacemaker » 23. Jul 2004, 13:26

Vielen Dank für die Anleitung. Hat suuper geklappt.

Nur noch eins: Man muss nicht subfs aus der fstab rausnehmen. Zumindest bei mir kam kein kernel panic. Es kam nur der Hinweis das der Kernel subfs nicht unterstützt.
Danach gings normal weiter
Danach habe ich subfs kompiliert und installiert und es funzt wunderbar.

Nur ein Problem habe ich noch. Ich habe das subfs Modul wie folgt installiert, aber es klappt nicht ganz.
cd /usr/src/kernel-modules/subfs
make -f Makefile.module
make install <---Kommt Fehler "No rule...."
cd /usr/src/linux/ (verlinkt auf 2.6.7 Kernelsource)
make modules_install
cd /usr/src/kernel-modules/subfs
cp subfs.ko /lib/modules/2.6.7/kernel/fs/subfs/subfs.ko <---Fehler: No file or directory.

Danach erstelle ich einfach das subfs Verzeichnis und kopiere per Hand das Modul nach /lib/modules/2.6.7/kernel/fs/subfs/

Nach Neustart funzt es prima.
Nur möchte ich wissen wie man den Fehler ausmerzt.
Kannst du mir das sagen ?
The Audience is Listening

emerald
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Beitrag von emerald » 27. Jul 2004, 20:11

um subfs fuer den neuen kernel zu kompilieren ins verzeichnis
/usr/src/kernel-modules/subfs
wechseln und eingeben

Code: Alles auswählen

make KERNEL_SOURCE=/usr/src/linux-2.6.xx-xxx modules
(evtl vorher clean 'make' n)
dann einfach die subfs.ko ins verzeichnis /lib/modules/2.6.xx-xxx/kernel/fs/subfs kopieren (verzeichnis vorher anlegen)
noch schnell

Code: Alles auswählen

depmod 2.6.xx-xxx
und damit ists fertig zum neustart.



btw. wer lust hat zum testen, dem kann ich reiserfs4 empfehlen
naeheres auf http://www.namesys.com

gruesse,

emerald.

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Pacemaker
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Beitrag von Pacemaker » 28. Jul 2004, 11:59

Hi
Danke für die Info, hat geklappt :)

Gruß
Pacemaker
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang » 29. Jul 2004, 21:42

Mann oh Mann.

Unter Slackware ist die Arbeit vielleicht 25% davon :wink:

carlo65
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Bind läuft nicht

Beitrag von carlo65 » 31. Jul 2004, 13:46

Hi,

vielen Dank für den hilfreichen Artikel. Leider kann ich den so komilierten Kernel nicht verwenden, da Bind9 sonst den Dienst verweigert.

Übrigens: wer die SuSEFirewall2 verwendet sollte bei make menuconfig die IPV6-Teile auf jeden Fall rausnehmen, speziell ip6tables, sonst gibts Fehlermeldungen.

Gruß,
Roland

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Gimpel
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Beitrag von Gimpel » 8. Mär 2005, 19:51

der ordnung halber: fragen zum howto bitte nach
http://linux-club.de/viewtopic.php?t=28067
;)

gerne auch anregungen, verbesserungsvorschäge etc!

cheers!
Bild on AMD Athlon64 X2 5600+|64bit|6GB DDR2 800MHz|nVidia GF 8500GT|2.6.29-rc1-moo1|BTRFS|KDE-4.2 SVN trunk + Compiz++|M-Audio Audiophile 2496
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