SuSE-9.1 ohne dpt_i2oKernel-Modul ??

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SuSE-9.1 ohne dpt_i2oKernel-Modul ??

Beitrag von pixel » 3. Jul 2004, 11:59

Hi@all,

ich versuche gerade SuSE-9.1 auf einem System mit einem Adaptec 2100S RAID-Controller zu installieren. Dabei behauptet Yast es seinen keine Festplatten vorhanden.
Ich habe das Problem schon so weit lokalisiert das das für diesen Controller benötigte Kernel-Modul (dpt_i2o) nicht geladen wird.
Also habe ich mir die SuSE-Modul-Diskette erstellt und versucht das Modul von dort nachzuladen. Jedoch finde ich es hier nicht. Weiß jemand von euch ob es hierfür ein Modul gibt?
Laut SuSE-Hardware-Datenbank ist die Untersttzung 'full' und unter SuSE-9.0 wird er auch automatisch erkannt und kann sofort benutzt werden.

Es schein etwas mit dem Kernel-2.6 von SuSE zu tun haben. Im Web habe ich einen Hinweis gefunden dass das Problem mit dem SuSE-Kernel-Update behoben wäre nur das bringt mir wenig da ich auf dem RAID das System installieren möchte und zu Beginn der Installation ja noch kein Kernel-Update machen kann.

Gibt es eine Möglichkeit schon zu beginn der Installation mit Yast einen aktuellen SuSE-Kernel zu benutzen? Wenn ja, wie mache ich das?

Viele Grüße
Pixel

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ein Stück weiter

Beitrag von pixel » 3. Jul 2004, 13:41

Hi@all,

ich bin zumindest ein Stück weiter gekommen. Das Kernel-Modul für alle Adaptec-RAID-Controller ist 'i2p_block'. Wenn ich das nachlade kann ich meine Installation ganz normal beginnen die Platte zu partitionieren usw.
Das RAID wird als Device:
/dev/i2o/hda
angezeigt. Die Partiotionen tragen dann die übliche Nummerierung. Bei mir:
hda1 /boot
hda2 /swap
hda3 /
Die Installation von CD läuft komplett durch und wenn er dann den ersten reboot machen möchte bekommt der Kernel ne Panic beim versuch das Dateisystem / einzuhängen.
Ich habe mir mal die Optionen in der Bootloader-Konfiguration angesehen. Dort steht:
root=5003
Ich habe mal versucht den Wert auf root=/dev/i2o/hda3 zu ändern, gebracht hat's aber auch nichts.
Kann mir jemand helfen???

Viele Grüße
Pixel

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Beitrag von pixel » 3. Jul 2004, 14:50

Hi@all,
hier die genaue Fehlermeldung:

VFS: Cannot open root device "5003" or unknown-block(80,3)
Please append a correct "root=" boot option
Kernel panic: VFS: Unable to mount root fs on unknown-block(80,3)

Sieht irgendwie für mich aus als wäre das Modul nach dem ersten reboot, der wärend der Erstinstallation durchgeführt wird nicht mehr geladen. Wie kann ich es hinbekommen dass das Modul auch nach dem reboot geladen ist.

Viele Grüße
Pixel

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Beitrag von Wastl » 6. Jul 2004, 10:28

Das Problem dürfte ganz einfach ein Fehler im YaST sein. YaST trägt nämlilch die Treiber für zum booten nötige Geräte (hier RAID Controller) nicht in die initrd ein. Die Folge ist das beim Hochfahren der Treiber auch nicht geladen wird und der Kernel ohne ihn nicht auf / zugriefen kann => Kernel panic...
Booten vom Rettungssystem und den Treiber manuell in die initrd und danach lilo ausführen (wenn man lilo verwendet) sollte normalerweise Abhilfe schaffen...

lg
Wastl

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Beitrag von pixel » 6. Jul 2004, 15:00

Hi@all,

ganz so einwach war es dann doch nicht. Das mit dem Rettungssystem war schonmal richtig. Dann aber einfach den Befehl 'lilo' ausführen kann igentlich nicht viel bringen da de eingegebenen Systembefehle sich immer auf das System beziehen von dem gebootet wurde und das ist in dem Fall das Rettungssystem auf CD.

Also muß man zuerst die Partition auf welche der erste Installations-Lauf gemacht wurde unter ein, zuvor im Rettungssystem angelegtes Verzeichnis, eingehängt werden.

Danach kann man eine chroot Umgebung auf dieses Verzeichnis setzen und anschließend die /etc/sysconfig/kernel anpassen. Hier ist einfach der Modulname einzutragen und anschliesen 'mkinitrd' auszuführen.

Nach anschließendem reboot kann die Installation zu Ende gebracht werden.

Viele Grüße
Pixel

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Beitrag von Wastl » 6. Jul 2004, 15:44

Exactement :idea:

lg
Wastl

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Beitrag von Glennh2705 » 24. Jul 2004, 08:31

Hi@all

ich habe genau das gleich problem aber leider klappt die lösung bei mir irgendwie net (vielleicht mache ich auch was falsch) habt ihr vielleicht nen schritt für schritt anleitung?? weil ich noch net so fint in linux bin


Gruß
Glenn Herrmann

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Beitrag von pixel » 26. Jul 2004, 16:03

Hi@all,


Zuerst erstellt du dir die Moduldisketten. Auf der CD1 befinden sich unter:

../boot die Dateien:

- modules1
- modules2
- modules3
- modules4

Dabei handelt es sich um Images für Disketten. Wie man diese auf Diskette
schreibt steht in der Datei:

liesmich (für Linux)
liesmich.dos (DOS oder Windows)

Hast du diese Moduldisketten erstellt startest du die Installation von deinem
Boot-Medium (DVD oder CD)

Im ersten Dialog wählst du direkt 'Abbrechen' woraufhin du in der
'ungrafischen' Installation landest. Soweit ich weiß kann man das auch dirket
von CD machen kommt dann allerdings nicht in den grafischen Modus zurück.

Hier gibt es nun unter Kernel - Module / Hardware-Treiber (oder ähnlich, ich
habe den Dialog jetzt nicht vor mir) die Möglichkeit Module für Bestimmte
Gerätegruppen (Netzwerk, SCSI usw.) nachzuladen. Hier wählst du zuerst die
Gruppe SCSI und wählst das Modul 'i2o_block'. Daraufhin werden noch ein paar
weitere Module automatisch nachgeladen. Das dauert einen Moment!

Ist das Modul nachgeladen wählst du 'zurück' bis du wieder im nichtgrafischen
Hauptmenü bist. Dort wählst du 'Installation starten' woraufhin du wieder in
den grafischen Installer gelangst.

Nun werden die Platten am RAID-Controller wie gewohnt erkannt und du kannst
Partitionieren & Installieren.

Irgendwann im Laufe der Installation möchte das System einen Neustart machen.
Hier ergibt sich das nächste Problem. Der SuSE-Installer schreibt die
nachgeladnen i20 - Module nicht in die initrd un somit stehen sie nach dem
Reboot nicht zur Verfügung. Nun mußt du wieder von CD1 booten und wie oben
beschrieben das Modul nachladen. Allerdings startets du dann keine
Installation sondern ein Rettungssystem.

Nun mountest du die Partitiion worauf du installiert hast in ein zuvor
angelegtes Verzeichnis. Dieses Verzeichnis wir natürlich nur 'virtuelle' d.h.
im Rettungssystem und somit im RAM angelegt. Also achst du zuerst ein 'cd /'
um in die root zu kommen und legst dort z.B. mit:

md save

ein Verzeichnis mit dem Namen saven.


Die Partitionen sind mit:

/dev/i2o/hdax

bezeichnet. Welche du nun mounten mußt hängt natürlich davon ab wie du zuvor
partitioniert hast. Wenn du z.B. so:

/dev/i2o/hda1 = swap
/dev/i2o/hda2 = boot
/dev/i2o/hda3 = /

partitioniert hast hängst du die Installations-Partition mit:

mount /dev/i20/hda3 /save

ein. Ob's geklappt hat kannst du überprüfen indem du anschließend in das
Verzeichnis /save rein schaust. Dort müßte nun dein installiertes System zu
finden sein.

Damit du jetzt die initrd von dem System, welches du nicht gebootet hast
erzeugen kannst mußt du eine chroot auf diese Partition machen. Hierzu rufst
du:

cd /
chroot /save

auf. Solltest du weiter Partitionen wie z.B. /boot definiert haben mußt du
diese nun auch noch 'händisch' einhängen.

So, nun tragst du in der Datei /etc/sysconfig/kernel die Zeile:

 INITRD_MODULES="i2o_block"

ein. Wenn da schon andere Module stehen ergänzt du natürlich nur dein Modul
(mit Leerzeichen)

Nun die Datei speichern und anschließend ein 'mkinitrd' aufrufen. Nun sollte
die initrd geschrieben werden und du kannst nach einem reboot von Festplatte
starten und die Installation abschließen.

Hat bei mir ohne Probleme geklappt.

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