YOU nur noch nach Registrierung?

Alles rund um die Installation Eures Linuxsystems, sowie die Updatefunktionen des Systems und das Paketmanagement

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Lurchi
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YOU nur noch nach Registrierung?

Beitrag von Lurchi » 19. Mai 2006, 16:29

Hallo?

Es ist nun schon eine Woche her, nachdem der GM von OSS 10.1 veröffentlich wurde. Ist ist gutes und weniger gutes geschrieben worden. Teils zu recht wie ich finde.
Hauptthema war ja immer apt vs smart. Beleuchten wir doch mal die Möglichkeit YOU.
Wie war's unter 10.0, 9.3 usw.? Da konnte man doch unter YOU so schön die Serverquellen für seine Ansprüche frei wählen. Oder? Dort schaute der suse-watcher immer nach neuen updates! Oder?

Schaut man sich unter 10.1 unter YAST2 die Möglichkeiten an, YOU zu konfigurieren, wird man doch wohl böse überrascht. Habe ich da richtig gesehen: Zur optimalen Nutzung von YOU ist eine Registrierung bei Novell erforderlich. Ist erst dann eine YOU-Konfiguration möglich? Von mir nun an Euch die Frage: Ist das wirklich gewollt und/oder wollen wir bald Microsoft-ähnliche Verhältnisse unter SuSE? Benutzer unter Microsoft bekommen doch nur dann vernünftigen Support, wenn sie das Produkt ordentlich erworben haben. Soll das die neue Masche sein? Wobei das Wort "Support" unter Novell sowieso mit vorsicht zu genießen ist!
Mal ganz abgesehen von ZEN, der durch seine eklatante Reaktionszeit und törichte Rechtevergabe um seine Darseinsberechtigung wirklich bangen muss!

Also nochmal die Frage: Läuft ein YOU-update erst dann korrekt ab, wenn man sich bei Novell registriert hat? Novell is watching YOU!

In diesem Sinne. LG, Lurchi.

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Re: YOU nur noch nach Registrierung?

Beitrag von sandino » 19. Mai 2006, 16:50

Lurchi hat geschrieben: Also nochmal die Frage: Läuft ein YOU-update erst dann korrekt ab, wenn man sich bei Novell registriert hat? Novell is watching YOU!
bei den RC's war es ncoh so, erst nach Registrierung wurde ein Server übernommen.
Konnte nicht mal einen auswählen, war von Ungarn bis Holland jedesmal verschiedene.
Was Novell mit den Daten macht, die übertragen werden k.A. sind ja eigentlich nur die HW-Daten, hoffe ich doch...

Ich nutze lieber smart für die Up+Installs
wer braucht schon ein System, bei dem man zum Beenden Start drückt :-)

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Beitrag von Lurchi » 19. Mai 2006, 17:09

@ sandino:

Wir sprechen hier doch von einem GM und der baldigen Retail-Version. Heisst das im Klartext, komplette Funktionalität erst durch Erwerb der Retail-Version? Das man bei OSS gewisse Ansprüche lieber erst garnicht aufkommen lässt, ist schon klar. Aber gerade diese Funktionalität sollte für Neulinge der Vollständigkeit von Anfang an funktionieren.

Ich date mein System auch nur mit smart und apt up.

Grüße, Lurchi. :)

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Beitrag von sandino » 19. Mai 2006, 17:11

von den RC's hab ich immer nur upgedatete, daher weiss ich nicht , wie das jetzt lüppt.
Hab das Yast schon lange nicht mehr gesehen :wink:
wer braucht schon ein System, bei dem man zum Beenden Start drückt :-)

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Beitrag von Lurchi » 19. Mai 2006, 17:28

sandino hat geschrieben:Hab das Yast schon lange nicht mehr gesehen :wink:
YAST als Sytemverwaltungstool ist schon O.K. YOU als update Tool unter 10.1 aber sehr bedänklich! :?

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Beitrag von admine » 19. Mai 2006, 17:30

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Beitrag von traffic » 19. Mai 2006, 18:06

Lurchi hat geschrieben:YOU als update Tool unter 10.1 aber sehr bedänklich! :?
Nein, YOU ist überhaupt nicht bedenklich. Du hast nicht gelesen, was diese "Registrierung" macht, oder?

Diese "Registrierung" überträgt einmal genau so viele Daten, wie früher bei jedem Online-Update übertragen wurden. Bei der Registrierung bekommst Du einen passenden, geographisch nah gelegenen Update-Mirror zugewiesen, was früher nicht einmal, sondern bei jedem Update erneut passiert ist. Mehr steckt da nicht dahinter.

Wenn Du trotzdem misstrauisch bist, dann überspring die "Registrierung" einfach und füg Deinen Update-Mirror eigenhändig hinzu.

Das geht folgendermaßen:

YaST -> Software -> Installationsquelle wechseln -> Hinzufügen -> HTTP

Protokoll: HTTP
Servername: suse.inode.at
Verzeichnis auf dem Server: pub/update/10.1
Authentifikation: Anonymous

PS: Könnten wir daraus einen Sticky-Thread oder FAQ-Eintrag machen? Ich seh's schon kommen, dass die Frage in Zukunft mehrmals täglich gestellt wird.

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Beitrag von admine » 19. Mai 2006, 18:40

traffic hat geschrieben: PS: Könnten wir daraus einen Sticky-Thread oder FAQ-Eintrag machen? Ich seh's schon kommen, dass die Frage in Zukunft mehrmals täglich gestellt wird.
Du hast wohl recht ... ich setze diesen Thread auf "Wichtig"
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Beitrag von lordofacid » 21. Mai 2006, 16:52

Zunächst einmal ein herzlich "Hallo" an alle, denn ich bin neu in diesem Forum.
Heute habe ich SuSE 10.1 auf meinem Laptop installiert. Verwundert und verärgert über die "Zwangsregistrierung" habe ich ein wenig im Internet gestöbert und bin dabei auf einen Open-Heise-Artikel gestoßen, aus dem folgendes Zitat stammt:
Am Ende der Installation steht bei Suse Linux 10.1 eine Registrierungsprozedur, die man auch bei der kostenlosen Download-Version durchlaufen muss, um das Online-Update aktivieren und konfigurieren zu können. Der Anwender kann dabei entscheiden, wie viele Informationen an Novell übermittelt werden – minimal erforderlich scheinen Prozessortyp, Hardwareplattform und Hostname zu sein, wie sie das uname-Kommando mit den Optionen -p, -i und -n ausgibt. Hinzu kommt eine Nummer, die den Rechner eindeutig identifizieren soll (GUID). Persönliche Informationen – E-Mail, Name und ähnliches – sind nicht erforderlich. Der Datenaustausch mit dem Novell-Server wird in /root/.suse_register.log protokolliert. Im Zuge der Registrierung kann Novell beispielsweise einen passenden Update-Server übermitteln und im System eintragen.
Quelle: http://www.heise.de/open/artikel/72966/1

Nun, es mag sein, dass Novell während der Registrierung keine persönlichen Daten sammelt. Dennoch wird eine GUID erzeugt. Was mich daran, gelinde gesagt, stört ist, dass
1. der Umstieg auf Linux vor drei Monaten mich vor der Datensammelwut gewisser Unternehmen schützen sollte.
2. ein freies Betriebssystem eben nicht nur frei verfügbar, sondern auch frei von Zwängen wie eben diesen Registrierungen sein und mir eine gewisse Anonymität gewährleisten sollte.
3. ich mich möglicherweise in einem Forum oder Newsgroup einschreibe, das auf irgendeine Art mit Novell verbandelt ist. Dann könnte meine GUID durchaus mit meiner E-Mail-Adresse in Verbindung gebracht werden.
Auch wenn der Fall drei unwahrscheinlich sein sollte - unmöglich ist er nicht.
Schade, meine SuSE-10.0-Installation auf der ich gerade diese Zeilen tippe, läuft wirklich hervorragend. Dennoch werde ich die Distribution wechseln. Zum Glück gibt es eine große Auswahl...

Beste Grüße
Lord of Acid

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Beitrag von Lurchi » 22. Mai 2006, 09:34

lordofacid hat geschrieben:Der Anwender kann dabei entscheiden, wie viele Informationen an Novell übermittelt werden – minimal erforderlich scheinen Prozessortyp, Hardwareplattform und Hostname zu sein, wie sie das uname-Kommando mit den Optionen -p, -i und -n ausgibt. Hinzu kommt eine Nummer, die den Rechner eindeutig identifizieren soll (GUID). Persönliche Informationen – E-Mail, Name und ähnliches – sind nicht erforderlich. Der Datenaustausch mit dem Novell-Server wird in /root/.suse_register.log protokolliert. Im Zuge der Registrierung kann Novell beispielsweise einen passenden Update-Server übermitteln und im System eintragen.
Quelle: http://www.heise.de/open/artikel/72966/1
Schön, dass Du den Link mithinzugefügt hast. Sehr interessant! Ich wollte halt mit meinem Beitrag zu einer Diskussion über die Registrierungsgeilheit dieser Firmen anstoßen, die über Opensource und freie Software reden, aber wie der Artikel richtig sagt: Wenn Du lieber SuSE-Benutzer kostenlos meine Software herunter geladen hast und Du mehr haben möchtest, möchten wir von Dir wissen, Wer Du bist, Wie Deine Hardware-Konfig ist!
Das heisst also: Wird die Box-Version auch so einem Zenarium unterworfen? Wo bleibt dann der Gedanke von freier Software? Freiheit gegen Bezahlung?

Rein praktisch mußt man sich wie ich finde nicht registrieren. Ich nutze smart und apt und halte somit mein 10.0 up-to-date.

Wenn Du mittelfristig was anderes möchtest. Es gibt: Ubuntu und seine Dialekte, die auf Debian-Basis arbeiten, PSLinuxOS ....

MfG, Lurchi.

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