deb und rpm -eure Meinung

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deb und rpm -eure Meinung

Beitrag von happyreacer » 3. Apr 2006, 16:10

Hallo allerseits, ich wollte mal fragen, was eurer meinung nach die Vor- bzw. Nachteile von rpm bzw. deb Packeten ist.
Ich meine damit z.B. häufigkeit der Packete und der Programme....

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Beitrag von Grothesk » 3. Apr 2006, 16:14

? Komische Frage...

Wie häufig neue Pakete kommen hängt ja nicht davon ab, in welchem Paketformat die daher kommen? Hängt davon ab wie fleißig die Packer sind.
"Die Rechtschreibung ist Freeware, du darfst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht OpenSource, d.h. du sollst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

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Beitrag von nbkr » 3. Apr 2006, 16:35

Ist ziemlich Hose wie Jacke. Man kann Debs auch in RPMs wandeln und umgekehrt. Ich hab mal gelesen, dass die Versionierung von Paketen im Debformat besser wäre als bei RPM. Konnte ich aber bisher noch nicht feststellen.
Kann gar nicht sein, ich bin gefürchtet Wald aus, Wald ein.

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Beitrag von traffic » 3. Apr 2006, 16:49

nbkr hat geschrieben:Ist ziemlich Hose wie Jacke.
Eigentlich nicht wirklich. Man ist halt auf das festgelegt, was die Distribution benutzt. Welche Distribution man benutzt, ist aber in gewisser Weise Jacke wie Hose, also ist RPM/DEB es dann eigentlich auch wieder.
nbkr hat geschrieben:Man kann Debs auch in RPMs wandeln und umgekehrt.
Ja, die Containerformate kann man umwandeln, aber dadurch werden die Binaries im Paket nicht kompatibel.

Soll heißen: Wird ein Binary auf einem bestimmten System gebaut, dann wird dieses Binary Abhängigkeiten zu den Bibliotheken des Systems haben, auf dem es gebaut wurde. Auf anderen Systemen wird es im Allgemeinen nicht laufen, es sei denn, es wurde darauf geachtet, dass das Binary nur Bibliotheken nutzt, die auf jedem System vorhanden sind, was seltenst der Fall ist.
nbkr hat geschrieben:Ich hab mal gelesen, dass die Versionierung von Paketen im Debformat besser wäre als bei RPM.
Damit ist wahrscheinlich das Versionierungsschema für Bibliotheken bei Debian-basierten Distributionen gemeint. Dieses ist tatsächlich ausgefeilter als was man von SuSE und Fedora kennt, hat aber genau gar nichts mit RPM/DEB zu tun.

Mandriva verwendet z.B. genau dasselbe Versionierungsschema, benutzt aber RPMs.

Was mir bei DEBs nicht so gefällt, ist die Art und Weise, wie sie gebaut werden:

- Syntax der Build-Skripte ist klassische Makefile-Syntax (ich kann Makefiles nicht leiden)

- Einzelpatches landen an einem Ende in einem Riesenpatch (unübersichtlich)

- Die Sitte, autoconf-basierte Projekte mit autoreconf zu bearbeiten und das Ergebnis in den o.g. Riesenpatch reinzuwerfen, anstatt autoreconf während des Paketbaus laufen zu lassen (der Riesenpatch ist dann voll von generiertem autoconf-Junk, die interessanten Änderungen darf man sich wieder zwischen dem Junk rauspicken)

- Die Sitte, Quelltext-Tarballs auszupacken, Änderungen darin vorzunehmen und als *.orig-Tarball neu zu packen, selbst wenn keine triftigen Gründe wie z.B. Lizenzprobleme dafür sprechen, was dazu führt, dass die Änderungen nicht im Riesenpatch, sondern im *.orig-Tarball landen, der dann gar nicht mehr "orig" ist (so geschehen z.B. beim libcrypto++-Paket)

Bei RPM gibt es aber auch ein paar Punkte, die nerven:

- %postun- und %post-Skripte werden ganz bewusst in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt (erst %post, dann %postun), was ständig zu Fehlern führt (kaum ein RPM-Verpacker weiß das, was dazu führt, dass immer wieder Pakete auftauchen, die sich beim Update so verhalten, als wären sie gerade deinstalliert worden)

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