Anmelden ohne Passwort bei SuSE 10.0

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timi
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Anmelden ohne Passwort bei SuSE 10.0

Beitrag von timi » 20. Okt 2005, 10:58

Hallo zusammen!

Seit ich SuSE 10.0 verwende, habe ich ein kleines Problem. Ich muss einen Benutzer einrichten, der sich ohne Passwort anmelden kann - alle anderen sollen ein Passwort benötigen. In 9.3 konnte ich in /etc/shadow den Passwortteil einfach löschen, und das Problem war gelöst (mit YaST kann man ja keine leeren Passwörter einrichten). Wenn ich das in 10.0 mache, kann sich der entsprechende Benutzer gar nicht mehr anmelden. Einfach ein Passwort zu belassen und das ganze über den Display Manager zu lösen, ist mir ebenfalls nicht geglückt: wenn der Benutzer automatisch angemeldet wird, sich wieder abmeldet und wieder anmelden will, dann braucht er wieder das Passwort (das war in 9.3 auch noch anders).

Hat von euch jemand eine Idee? Bin für jede Hilfe dankbar!

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Yehudi
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Beitrag von Yehudi » 20. Okt 2005, 11:07

Eine Möglichkeit wäre den Standardbenutzer (erste eingerichtete Benutzer), zu nehmen, und beim Benutzerwechsel oder ausschalten nicht abzumelden.

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Beitrag von rolle » 20. Okt 2005, 12:32

Melde Dich als die Nutzerin an und führe in der Konsole 'passwd' aus und vergib ein leeres Passwort. Aber: Das ist sicherheitsmäßig höchst ungut!
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Für meine Postings gilt außer bei Zitaten hier im Linux-Club die Creative Commons.

Audio Pro Linux

Beitrag von Audio Pro Linux » 20. Okt 2005, 14:27

rolle hat geschrieben:Melde Dich als die Nutzerin an und führe in der Konsole 'passwd' aus und vergib ein leeres Passwort. Aber: Das ist sicherheitsmäßig höchst ungut!
Hehe - ich ärger mich auch schon das ich jedesmal in SUSE 10, obwohl ich sowohl in YaST als auch im KDE Kontrollzentrum klar ausgedrückt habe, das ich mich gefälligst ohne Angabe des Passwortes einloggen will, ich mein verdammtes Passwort eingeben muss.

Und der Trick mit "passwd" geht auch nicht.

Code: Alles auswählen

metasymbol@jacklab:~> passwd
Changing password for metasymbol.
Altes Passwort:
Neues Passwort:
Ungültiges Passwort: zu kurz

jengelh
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Beitrag von jengelh » 20. Okt 2005, 14:49

Ein leeres PW ist nicht dasselbe wie "kein" PW. Um keine Password:-Abfrage zu sehen (zumindest auf der Konsole u.ä.) muss das zweite Feld des Users in /etc/shadow voll leer sein, also:

user::1234:etc:etc.

Leere PWs dagegen hätten dort noch

user:somecryptthing:1234:etc

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Beitrag von rolle » 20. Okt 2005, 15:46

Und der Trick mit "passwd" geht auch nicht.
Das kommt darauf an, was Du im YaST als Mindestpasswortlänge angibst. Zumindest als root müßte es per 'passwd Nutzerin' aber trotzdem gehen.
Horrido, Roland

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Beitrag von Yehudi » 20. Okt 2005, 16:44

Ich finde das mit Passwörtern gar nicht so schlimm, ich vergebe immer und überall andere Passwörter, so trainiere ich mein Gedächnis. Derzeit verfüge ich über 50 funktionierende Passwörter. Und die Dinger sind ja nicht umsonst da.

jengelh
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Beitrag von jengelh » 20. Okt 2005, 20:06

Macht's nicht so kompiliziert :lol: einfach das pam_unix2.so aus /etc/pam.d/login rausreißen, dann könnte es klappten. (Vorsicht ist gebeten; siehe PAM-Handbuch)

timi
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Beitrag von timi » 21. Okt 2005, 17:06

>> Melde Dich als die Nutzerin an und führe in der Konsole 'passwd' aus und vergib ein leeres Passwort. Aber: Das ist sicherheitsmäßig höchst ungut!

Stimmt, das ist sicherheitsmäßig ungut. Aber ich habe ein kleines Netz in einer sozialen Einrichtung und brauche einen Benutzer (ohne viele Rechte), der sich ohne Passwort anmelden kann, und zwar für die Jugendlichen, die keinen eigenen Zugang wie die Mitarbeiter bekommen.

>> Zitat:
>> Und der Trick mit "passwd" geht auch nicht.

>> Das kommt darauf an, was Du im YaST als Mindestpasswortlänge angibst. Zumindest als root müßte es per 'passwd Nutzerin' aber trotzdem gehen.

Ich habe die Mindestpasswortlänge gekürzt, musste aber zusätzlich noch die Passwortüberprüfung ausschalten. Aber dann hat's funktioniert (allerdings nicht als root, nur nach der normalen Anmeldung als Benutzer). Nun werde ich noch die Rechte zur Passwortänderung für diesen Nutzer einschränken...

Vielen Dank für die Hilfe, allein wäre ich da nicht drauf gekommen.

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