Linux Installation vs. Windows Installation

Alles rund um die Installation Eures Linuxsystems, sowie die Updatefunktionen des Systems und das Paketmanagement

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bimhead
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Linux Installation vs. Windows Installation

Beitrag von bimhead » 18. Aug 2005, 15:19

Hi!

Bei Windows stört es mich, dass Programme die installiert werden, ihre dll´s und sonstoge Dateien, quer auf der Festplatte verteilen und nicht in den Ordner (Bsp. "c:\programme\programmname"), in den sie gehören.

Ist das bei Linux anders geregelt?
Bleiben bei Deinstallationen Überbleibsel auf der Festplatte?
Kubuntu 6.06, 2.6.15-23-386, KDE 3.5.2
AMD Athlon64 3200+; Asus A8N5X, nForce 4
1GB DDR (OCZ);Connect3D Radeon X850XT, 256MB

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Beitrag von towo » 18. Aug 2005, 15:28

Ist das bei Linux anders geregelt?
Ja
Bleiben bei Deinstallationen Überbleibsel auf der Festplatte?
Kommt drauf an, wenn's ein RPM war, dann bleibt nix zurück.
Signatur nach Diktat spazieren gegangen

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bimhead
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Beitrag von bimhead » 18. Aug 2005, 15:44

Wie genau ist das bei Linux geregelt?
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Beitrag von whois » 18. Aug 2005, 15:48

Hi Bim Head

Genau so wie towo das beschrieben hat RPM´s werden Rückstandslos gelöscht.

Oder was willst du wissen :?: :?:

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Beitrag von bimhead » 19. Aug 2005, 08:35

Naja ich hab nicht wirklich Plan was RPMs sind, denke mal das ist das gleiche wie eine Setup-Datei bei Windows, die entpackt wird bei der Installatation und dann entpackt im Verzeichnis liegt.

Was mich ja primär interessiert ist, ob die Installation unter Linux die Dateien in ein spezielles Verzeichnis entpackt und ob, für das Programm wichtige Dateien, noch irgendwo anders hinkopiert/entpackt werden, die dann später beim löschen (wie bei Windows üblich) auf der Festplatte bleiben und alles zumüllen.

Ich entschuldige mich (auch im Namen meiner Eltern) für den Satzbau. Ist noch nicht meine Zeit :roll:
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Beitrag von admine » 19. Aug 2005, 09:07

Lies doch mal hier:
Linux RPM HOWTO
http://www.linuxhaven.de/dlhp/HOWTO/DE-RPM-HOWTO.html
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spunti
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Beitrag von spunti » 19. Aug 2005, 10:30

Das wichtigste ist, daß zurückbleibende Sachen und die Anzahl der installierten Programme das System nicht langsamer machen.


grüße von der front
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nollsa
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Beitrag von nollsa » 19. Aug 2005, 12:35

Bim Head hat geschrieben:Naja ich hab nicht wirklich Plan was RPMs sind, denke mal das ist das gleiche wie eine Setup-Datei bei Windows, die entpackt wird bei der Installatation und dann entpackt im Verzeichnis liegt.

Was mich ja primär interessiert ist, ob die Installation unter Linux die Dateien in ein spezielles Verzeichnis entpackt und ob, für das Programm wichtige Dateien, noch irgendwo anders hinkopiert/entpackt werden, die dann später beim löschen (wie bei Windows üblich) auf der Festplatte bleiben und alles zumüllen.

Ich entschuldige mich (auch im Namen meiner Eltern) für den Satzbau. Ist noch nicht meine Zeit :roll:
und wenn du dich ernsthaft mit linux beschäftigen willst, stöber mal z.b. hier http://www.linuxfibel.de/ ...
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Linuxler
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Beitrag von Linuxler » 19. Aug 2005, 16:34

...der grösste Unterschied, der mir aufgefallen ist: unter Windows kannst dir den Programmordner aussuchen (andere Verzeichnisse werden zwar auch zugemüllt), wo du das Programm haben willst, unter Suse mit RPM macht dies yast alleine, ich weiss dann nicht mehr wo diese Programme liegen.

kann sein dass Erfahrenere als ich, dies ändern können, keine Ahnung. Ist im Prinzip aber nicht nötig, schliesslich wirds ja auch meines Wissens nach wieder vollständig deinstalliert, alles in alllem aber gewöhnungsbedürftig.

Konfigurationen der benutzten Programme werden meines Wissens im Home-Verzeichnis abgelegt, und beim Löschen eines Programms nicht mitgelöscht

Gruss Linuxler

Grothesk
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Beitrag von Grothesk » 19. Aug 2005, 16:47

ich weiss dann nicht mehr wo diese Programme liegen.
Was auch vollkommen egal ist. Du rufst das Programm ja eh mit 'programmname' auf. Wenn sich das Ding in deinem Suchpfad befindet wird es ausgeführt. Und die meisten Sachen die du so per rpm installierst dürften sich im Suchpfad wiederfinden.

Finden kannst du den Pfad mit 'which programmname' auf der Konsole.

Es ist zugegebenermaßen Anfangs etwas gewöhnungbedürftig, weil man sich merken muss, wie die Programme heißen. Das ist bei Windows nicht unbedingt so nötig, zur Not schaut man in C:Programme oder soetwas und hangelt sich dann so durch. Wobei man da manchmal auch wissen muss, von welchem Hersteller die Software ist, weil der Pfad Programme/Herstellername/Programm ist.

Ist also beides mit 'lernen' verbunden.

taki
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Beitrag von taki » 19. Aug 2005, 17:26

Auch wenn es am Anfang gewöhnungsbedürftig scheint, lernt man das im Lauf der Zeit sehr zu schätzen.

Willst Du wissen, wohin RPM die Dateien eines Pakets verteilt hat, frag einfach RPM:

Wenn Du
rpm -ql Paketname(*)
in die Konsole tippst, bekommst Du alle Dateien aufgelistet.

I.d.R. gibt es unter Unix bestimmte Konventionen, wo was hin gehört. Z.T. haben die großen Desktops noch ihre eigene Konvention, aber die durchschaut man auch recht schnell.

RPM ist sehr viel besser als setup.exe und install shield. RPM verwaltet alle installierten Dateien in einer Datenbank. Dadurch ist es möglich bei der Installation Abhängigkeiten zu erkennen und entsprechend zu warnen, wenn es bei einer Paketinstallation zu einem Konflikt kommen würde.

In Verbindung mit einem sauber eingerichteten erweiterten Paketmanagement-Werkzeug wie apt können die Abhängigkeiten dann sogar weitestgehend automatisch aufgelöst werden. Ich emfehle dazu einen Blick in das entsprechende Forum hier im Club.

---
(*) Paketname musst Du natürlich durch das entsprechende Paket ersetzen, z.B. liefert "rpm -ql kde3base" eine Liste aller mit diesem Paket installierten Dateien.
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Beitrag von oddikurt » 19. Aug 2005, 17:45

Hi zusammen,

es stimmt es ist gewöhnungsbedürftig am Anfang. Aber nach geraumer Zeit, mit etwas lernen und durchkramen der Dateiordner versteht man das Prinzip das dahintersteckt immer besser. Auch bei (SUSE) Linux hat sich mit der Zeit das gleiche eingeschlichen wie bei Windows: Inkonsistenz
- Diese hält sich aber in Grenzen, wenn man immer schön die rpm-Pakete benutzt. Schlimm wird es erst wenn angefangen wird selbst zu kompilieren ohne danach vernünftige rpm-Pakete zu erstellen. Dann ist der Müll und das damit verbundene Theater vorprogrammiert. :roll:
Lieber lernen wie alles gedacht ist und zusammenhängt, dann kann man sich manchen "Linux-Frust" ersparen. Wenn man Windows gewohnt ist, lernt man erst mit Linux das es auch noch ein anderes System gibt bzw. eine andere Alternative. Auf eine Diskussion was jedoch nun besser ist, lasse ich mich z.B. grundsätzlich nicht ein, da ich es immer noch nicht beurteilen kann. Alles hat halt seine Vor. und Nachteile. :wink:
gruss Roger >>>Linuxer #389900<<<
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Edward C. Bailey: Taking the RPM Package Manager to the Limit

cozi
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Beitrag von cozi » 19. Aug 2005, 23:20

Ich kann Oddikurt nur zustimmen - fürs Erste sollte man sich, gerade bei SuSE, auf die rpm's verlassen, die sind auch rückstandslos wieder über Yast zu entfernen. So kann man (ganz weit hergeholt!!!) die rpm-Installation mit der Win-Installation einer .exe vergleichen.
Wenn man dann mal Programme selbst kompiliert, sollte man sich vergewissern, ob eine "uninstall" - Funktion dabei ist - andererseits beeeinträchtigen Überreste alter Programme die Performance unter Linux nicht.

Viel Spaß, COZi
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Beitrag von JoeM » 19. Aug 2005, 23:39

Muss mich da auch anschliessen.

"alles hat seine vor und nachteile" .... versuch z.b. eine asf-Videodatei in Mpg zu wandeln, so wie ich im Moment.

WinXP-> kein Problem. nimm Powerdirector oder Ähnliches und mach es. (wie Micr. es verspricht). nur der haken ... diese programme stürzen ab. ständig und mehr oder weniger ohne grund,egal wie neu die kkiste ist und immer dann, wenn man fast fertig ist..

Linux-> Du kannst generell alles tun, was im bereich des möglichen liegt.... aber du musst ein halber programierer sein um unzählige treiber zu installieren, packete zu kompilieren und abhängigkeiten aufzulösen bis du überhaupt mal ne dvd gucken kannst.

Ergo: Murphy`s gesetz stimmt. Computer sind nur dazu gut die Probleme zu lösen, die wir ohne sie nicht hätten.
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Beitrag von Grothesk » 20. Aug 2005, 00:11

Linux-> Du kannst generell alles tun, was im bereich des möglichen liegt.... aber du musst ein halber programierer sein um unzählige treiber zu installieren, packete zu kompilieren und abhängigkeiten aufzulösen bis du überhaupt mal ne dvd gucken kannst.
Das ist mal Quatsch. Ist eher eine Frage des 'Gewusst wie'. Ich update per apt die Multimediapakete auf die Versionen von Packman und dann führe ich noch ein Skript aus, dass ich auch auf der Seite von Pakman finde und dann laufen auch meine DVDs. Ist 'ne Sache von einer Minute.

JoeM
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Beitrag von JoeM » 20. Aug 2005, 00:39

ja, das ist schon richtig. allerdings dauert das "gewusst wie" für einen blutigen anfänger schon ne weile. jetzt, da ich meinen rechner zum 2. oder 3. mal mit linux installiert habe kenn ich das auch. ich weiss, wie ich packman in yast als quelle einbinde und ich habe die libdvdcss auf cd wenns sein muss.auch mit den tücken der suse-firewall hab ich mich schon beschäftigen müssen. aber das sind dinge, die einem erspart bleiben sollten. wenn Linux sich durchsetzen soll müssen die "grösseren" distris noch viele steine bei seite räumen um einen umstieg wirklich so einfach zu machen, wie sie es versprechen.

Wer rechtschreibfehler findet darf sie behalten oder gegen anderen unsinn tauschen.
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Grothesk
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Beitrag von Grothesk » 20. Aug 2005, 01:00

Aber das ist wieder das 'Problem' dass du mit Windows vertraut bist. Wieviele Jahre setzt du Windows jetzt ein? Und wie lange hast du gebraucht, bis du dir dort ein anständiges Grundwissen angeeignet hast, was so diverse Eigenheiten des Systems angeht?

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Beitrag von JoeM » 20. Aug 2005, 01:24

jep. auf dem Win98SE und WinXP hack ich schon seit bestimmt 10 Jahren rum und hab trotzdem nicht immer verstanden, warum ein Programm manchmal funktioniert und manchmal nicht. Bei Linux bin ich seit ca. 1 Jahr und habe genausowenig den eindruck, das die vorgänge im System verständlich sind. z.b. eine firewall, die sich nicht beirren lässt andere einstellungen zu haben als yast es vorgibt oder eine systemzeit, bei der immer mal ein anderer wert steht.

am ende schenkt sichs für den "Normalbenutzer" nix zwischen linux und windows. die vor und nachteile stechen sich so ziemlich aus.

Andere meinungen werden natürlich ebenso akzeptiert. *g
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